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Kaffee kochen - durchaus multikulturell
Der Kaffekonsum ist in unseren westlichen Kulturen weit verbreitet und mit ihnen fest verwurzelt. Kaffee kann und wird zu vielen Gelegenheiten getrunken. Dabei ist er nicht nur Mittel zum Zweck - etwa der Coffeinzufuhr, sondern auch Tradition und Lebensgefühl.
Im Verlauf des hier vorgestellten Photoessays „Kaffeekochen“ soll zum Einen verdeutlicht werden, wie das Kaffeekochen visuell und non-visuell beschrieben werden kann. Zum Anderen werden die nicht sichtbaren Faktoren herausgearbeitet, welche die eigentliche Prozedur des Brühens ermöglichen. Dabei wird auch dargestellt, daß andere Kulturen wesentlich daran beteiligt sind, daß wir unseren gewohnten Kaffee genießen können. Wir erkennen dann, daß ein so alltägliches Procedere durchaus multikulturell beeinflußt ist.
Wasser über Rohrsysteme dem Kaffeefilter zugeführt wird und über den der Kaffee in die darunter stehende Kanne läuft.
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Der Brühvorgang wird im Folgenden in Einzelheiten beschrieben.
Was wir auf dem Bild sehen, ist der Beginn der Kaffeezubereitung. Diese Zeremonie beginnt mit dem Einlegen des Filters in den Filterhalter.
Wenn diese alltäglich millionenfach in den Haushalten der Welt vollzogene Handlung hinterfragt wird, zeigen sich bereits Einflüsse anderer Kulturen auf die Unserige. Aus europäischer, deutscher, Bremer Sicht stellt sich die Frage, wie die Papierfiltertüte in den dafür vorgesehenen Halter kommt.
Papiertüte verbunden, ist die Geschichte des Filters. Um Papier aus Holz zu gewinnen, muß zunächst Holz angebaut werden. Dies geschieht in Wäldern zu großen Teilen außerhalb Deutschlands, beispielsweise in Finnland, Canada oder anderen Flächenstaaten. Das Holz wird entweder im Anbauland selbst zu Papiertüten verarbeitet, oder aber nach dem Transport nach Deutschland vor Ort veredelt.
Die bei einem Einzelhändler in Großpackungen bereitgestellten Filter stehen uns nach dem Kauf und anschließendem Heimtransport zur Verfügung.
Der Kaffeefilter wird vor dem Einlegen in den Halter an den umlaufenden Preßstellen gefalzt, um die Stabilität zu erhöhen. Dadurch wird verhindert, daß beim Brühvorgang Kaffeemehl durch den Filter in die Kanne gelangen kann.
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Ähnlich wie bei den Papierfiltern, macht auch der Kaffee selbst spannende Erfahrungen, bevor wir ihn in die Filtertüte geben können.
Was wir nicht sehen, auch er kommt aus fernen Kulturen zu uns. Wir verwenden etwa Hochlandkaffee aus Guatemala, Costa Rica, oder Kenya. Allesamt Drittländer, in denen der arbeitsintensive Kaffeeanbau durch niedrige Löhne kostengünstig durchgeführt werden kann. Zudem herrscht dort das benötigte Klima vor, um teilweise mehrmals jährlich ernten zu können. Also auch hier fremde Kulturen, die das Kaffeekochen erst ermöglichen.
Der Rohkaffee aus den Anbauländern wird nach Deutschland importiert und hier geröstet. Gemahlen oder als ganze Bohnen steht er bei Bäckern, Einzelhändlern und weiteren Verkaufsstellen bereit.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, wird das aus Kaffeebohnen gewonnene Kaffeemehl in die Filtertüte gegeben. Für einen normalen Kaffee reicht die Dosierung eines Kaffeemaßes für zwei Tassen aus. Durch das Mahlen wird die Oberfläche vergrößert und die Inhaltsstoffe können leichter vom Wasser ausgelöst werden. Zu beachten ist, daß das Kaffeemehl leichter das Aroma verliert. Daher sollte der unversiegelte Kaffee zeitnah verbraucht werden. Insbesondere enthaltene Öle verderben sonst und machen den Kaffee ungenießbar.
Arbeit zitieren:
Jessica Scheffold, 2004, Kaffeekochen - Photoessay, München, GRIN Verlag GmbH
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