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Einleitung: 3
Die Psychologie der Massen bei Gustave Le Bon 3
Der Nimbus 4
Das Charisma bei Max Weber 5
Nimbus und Charisma 7
Literaturliste: 8
Einleitung:
Die vorliegende Abhandlung hat eine kurz zusammengefasste Darlegung der Psychologie der
Massen bei Gustave Le Bon zum Inhalt die helfen soll den Nimbus als Gabe des Führers der
außerhalb der Masse steht zu erklären Darüber hinaus soll in vergleichender Betrachtung
das Charisma im Werk Max Webers in Kurzform erörtert werden
Schließen soll diese Behandlung der Begriffe Nimbus und Charisma mit einem In-
Beziehung- Setzen der Bedeutung beider
Die Psychologie der Massen bei Gustave Le Bon
Zu Beginn seines Werkes Psychologie der Massen berichtet Le Bon von dem Eindruck den
er von der gegenwärtigen Zeit hat
Er sieht in dem kommenden Zeitalter das Zeitalter der Massen 1 und prophezeit: Das
göttliche Recht der Massen wird das göttliche Recht der Könige ersetzen 2
Die abendländische Kultur ist nach Le Bons Ansicht brüchig und morsch geworden und ist
gegenwärtig in Gefahr durch die Macht der Masse gänzlich zusammen zu brechen
Um diesem drohenden Zerfall habhaft zu werden um ihn aufzuhalten müssen sich die
Machthaber die Psychologie der Massen aneignen und so berichtet Le Bon: Die Kenntnis der
Psychologie der Massen ist heute das letzte Hilfsmittel für den Staatsmann der diese nicht
1 Le Bon Gustave: Psychologie der Massen Stuttgart 1982 S 2
2 Le Bon Gustave: Psychologie der Massen Stuttgart 1982 S 3
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etwa beherrschen – das ist zu schwierig geworden - , aber wenigsten nicht allzusehr von ihnen beherrscht werden will.“ 3 .
So baut Le Bon seine „Psychologie der Massen“ als Hilfe für die Machthaber auf. Bei seiner Analyse der Massenseele weist Le Bon als erstes auf das psychologische Gesetz von ihrer seelischen Einheit hin.
In der Masse gleicht sich der Einzelne der Masse an und opfert seine Interessen dem Interesse der Masse.
Seine Persönlichkeit schwindet und alle seine Gefühle und Gedanken weisen in die Richtung der anderen in der Masse.
War der Einzelne außerhalb der Masse ein gebildetes, intelligentes Wesen, so wandelt er sich in der Masse zu einem barbarischen Triebwesen, dessen Handlungen nur vom Affekt beeinflusst werden.
Die Handlung der Masse charakterisiert Le Bon als hirnlos, wandelbar und triebhaft. Hierbei geht Le Bon von der Möglichkeit aus, dass „Wenn die Massen geschickt beeinflusst werden, (...) sie heldenhaft und opferwillig sein.“ 4 können.
Er hält sie also sowohl zur Grausamkeit, als auch zur Hingabe fähig. In diesem Kontext bringt Gustave Le Bon den Führer ein, der selbst der Verführte einer Idee sein muss und der sich durch einen starken Willen und Dauerhaftigkeit auszeichnet. Durch ständige Wiederholung seiner Behauptungen kann der Führer seine Idee auf die Masse übertragen.
„Eine große Macht verleiht den Ideen, die durch Behauptung, Wiederholung und Übertragung verbreitet wurden, zuletzt jene geheimnisvolle Gewalt, die Nimbus heißt.“ 5
Der Nimbus
Der Nimbus wird von Le Bon als „eine Art Zauber, den eine Persönlichkeit, ein Werk oder eine Idee auf uns ausübt.“ 6 erkannt.
Dieser Zauber verhindert jegliche Kritik und macht ehrfürchtig und staunend. Seine Wirkung ist vergleichbar mit der, die ein Hypnotiseur durch Hypnose erreicht. Der Nimbus ist für Le Bon „der mächtige Quell aller Herrschaft.“ 7 . 3 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.6 4 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.31 5 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.92 6 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.93 7 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.93
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Le Bon unterscheidet zwei Formen des Nimbus – den erworbenen oder künstlichen Nimbus und den persönlichen Nimbus.
Der erworbene Nimbus ist die Form, die „durch Namen, Reichtum und Ansehen“ 8 entstanden ist.
Der persönliche Nimbus, der uns in besonderer Weise beschäftigen soll „ist dagegen etwas Individuelles und kann mit Ansehen, Ruhm und Reichtum zusammen bestehen oder durch sie verstärkt werden, aber auch sehr wohl unabhängig davon vorhanden sein.“ 9 . Als Beispiele für Persönlichkeiten, die die se Form des Nimbus besaßen führt Le Bon Buddha, Jesus, Mohammed, Jeanne d` Arc und Napoleon an.
Wer das Talent besitzt, so behauptet Le Bon weiter, den Nimbus zu erhalten, dem ist alles gestattet.
Der Nimbusträger muss erfolgreich sein, damit ihm der Nimb us erhalten bleibt und er muss Abstand zur Masse bewahren. Le Bon warnt weiter, dass der Nimbus eine Erörterung ausschließt, da „Der diskutierte Nimbus (...) kein Nimbus mehr“ 10 ist. Über die Wirkung des Nimbus berichtet Le Bon: „Das Wesen, die Idee oder die Sache, von denen der Nimbus ausgeht, werden infolge ihrer ansteckenden Wirkung sofort nachgeahmt und bestimmen für ein ganzes Menschenalter die Art des Fühlens und die Form des Gedankenausdrucks. Überdies geschieht die Nachahmung meistens unbewusst, und das macht sie vollkommen.“ 11 .
Das Charisma bei Max Weber
In Max Webers Herrschaftssoziologie geht es um die Frage wie „Befehle bei einer angebbaren Gruppe von Menschen Gehorsam“ 12 , finden.
Hierbei stellt er fest, dass der Gehorsam der Geführten von „dumpfer Gewöhnung“ bis zu „rein zweckrationalen Erwägungen“ reichen kann. 13 Der Legitimitätsglaube zwischen den Beherrschten und dem Herrscher kann nach Weber rationalen, traditionalen oder charismatischen Charakter tragen. In unserem Kontext liegt die Prägnanz im Charisma des charismatischen Herrschers. 8 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.93 9 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.93 10 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.101 11 Le Bon, Gustave: Psychologie der Massen. Stuttgart. 1982. S.99/100 12 Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Tübingen. 1972. S.122 13 Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Tübingen. 1972. S.122
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Arbeit zitieren:
Christian Wolf, 2002, Nimbus und Charisma, München, GRIN Verlag GmbH
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