Universität Lüneburg
SS 2004
Seminar: DDR Literatur
Der Bezug zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit
in Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“
von
Helena Rother
8. Semester
0. Einleitung 3
1. Kurzbiographie der Autorin 4
2. Analyse der Beziehung zwischen Manfred und Rita 5
2.1 Das Dorf und Ritas Leben vor Manfred 5
2.2 Tanzabend 7
2.3 Einzug bei Manfreds Eltern 8
2.4 Autofahrt 8
2.5 Rita kommt zu spät 10
2.6 Abend beim Professor 11
2.7 Manfred fährt nach Thüringen/Rita besucht ihr Heimatdorf 12
2.8 Probefahrt 13
2.9 Manfred fährt nach West-Berlin 14
2.10 Rita fährt nach West-Berlin 15
3. Fazit 18
Anhang:
Personenkonstellation
0. Einleitung
Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ beschäftigt sich mit den Jahren der deutschen Teilung. Die Studentin Rita liegt nach einem Unfall im Krankenhaus und erinnert sich an die vergangenen Ereignisse. Um Lehrerin zu werden, zieht Rita von ihrem Heimatdorf in die Stadt zu ihrem Freund Manfred. Bevor sie ihr Studium beginnt, arbeitet sie einige Monate in einem Waggonwerk und lernt dort die Umstände der arbeitenden Bevölkerung kennen. Als Manfred von einer Dienstreise nach Westberlin nicht zurückkehrt, gerät Rita in einen Gewissenskonflikt, aus dem ihr Unfall resultiert. Nach einem Besuch bei Manfred in Westberlin entscheidet sich Rita, in Ostberlin zu bleiben.
Die Autorin setzt in ihrer Erzählung auf besondere Art und Weise Naturbeschreibungen ein. Inwiefern diese äußerlichen Beschreibungen und die inneren Ereignisse der Geschichte zusammenhängen, möchte ich im Rahmen dieser Arbeit untersuchen.
Da ich diese Arbeit im Rahmen des Seminars „Die DDR im Spiegel ihrer Prosaliteratur“ verfasse, werde ich im ersten Teil der Arbeit zur Einbettung der Autorin in den Kontext des Seminars eine knappe Biographie der Autorin erstellen.
Im zweiten Teil der Arbeit werde ich anhand von ausgewählten, bedeutenden Textstellen die Entwicklung der Beziehung zwischen Manfred und Rita skizzieren und diese Entwicklung zu den Naturbeschreibungen in Verbindung setzen.
1. Kurzbiographie der Autorin
Christa Wolf wird am 18. März 1929 in Landsberg geboren. Zwischen 1949 und 1953 studiert sie Germanistik in Jena und Leipzig und tritt 1949 in die SED ein. Zwischen 1953 und 1962 ist Christa Wolf wissenschaftliche Mitarbeiterin beim deutschen Schriftstellerverband und Cheflektorin des Verlages „Neues Leben“ in Berlin.
Im Jahre 1961 veröffentlicht Wolf ihr erstes Prosawerk „Moskauer Novelle“ in der DDR, ab 1962 arbeitet sie dann als freie Schriftstellerin. Mit „Der geteilte Himmel“ erzielt sie ihren ersten großen Erfolg, die Erzählung wird 1963 mit dem Heinrich- Mann-Preis ausgezeichnet und 1964 verfilmt.
Ab 1963 ist Christa Wolf Kandidatin des Zentralkomitees der SED, scheidet jedoch wegen einer kritischen Rede 1967 aus dem Gremium aus.
1968 erscheint Wolfs Erzählung „Nachdenken über Christa T.“, ab 1978 ist Christa Wolf mit Gastvorträgen in den USA, Schottland, Italien, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland unterwegs. Der Roman „Kassandra“ wird 1983 veröffentlicht. Im Jahre 1987 wird Christa Wolf mit dem Nationalpreis 1. Klasse der DDR ausgezeichnet. Nach der Wende tritt sie aus der SED aus und verarbeitet ihre Erfahrungen in der Erzählung „Was bleibt“.
Die Universität Hildesheim verleiht Christa Wolf 1990 die Ehrendoktorwürde bevor sie 1993 in einem Interview zugibt, zwischen 1959 und 1962 Mitarbeiterin der Staatssicherheit gewesen zu sein.
1994 wird eine Sammlung von Texten veröffentlicht, die sich mit der Wiedervereinigung beschäftigen. Der Roman „Medea-Stimmen“ wird 1996 veröffentlicht.
2. Analyse der Beziehung zwischen Manfred und Rita
2.1 Das Dorf und Ritas Leben vor Manfred
Das Dorf, in dem sie aufwächst, verkörpert für Rita die heile Welt. Alles ist so, wie es sein soll, es gibt kaum Überraschungen. In den Beschreibungen äußert sich dies durch ein Bild von Ordnung und Vorhersehbarkeit.
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Helena Rother, 2004, Der Bezug zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in "Christa Wolf - Der geteilte Himmel", Munich, GRIN Publishing GmbH
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