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Grundeinkommen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse

Title: Grundeinkommen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse

Term Paper , 2011 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andreas Filko (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Agenda 2010 bzw. Hartz IV, die von den politischen Initiatoren auch als „größte Sozialreform“ der bundesdeutschen Geschichte bezeichnet wurde, haben die Diskussionen über das Grundeinkommen, als Lösung sozialstaatlicher Probleme, nach mehr als 20 Jahren wieder aufkommen lassen. Auch die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem (bedingungslosen) Grundeinkommen und seinen prognostizierten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Konkret geht es um das Grundeinkommens-Modell des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und dessen mögliche Auswirkungen auf die heutzutage bestehenden prekären 1 Beschäftigungsverhältnisse. Dieser Modell-Vorschlag schien mir für die vorliegende Arbeit besonders geeignet, weil er Prognosen im Bezug auf die Auswirkungen eines Grundeinkommens beinhaltet. Die Fragestellung dieser Arbeit lautet deshalb: Kann die Einführung eines Grundeinkommens den Rückgang von prekären Beschäftigungsverhältnissen bewirken? Um dieser Frage nachzugehen, erfolgt in einem ersten Schritt die Untersuchung von (prekären) Beschäftigungsverhältnissen im deutschen historischen Kontext, d.h., es werden die Entstehungsursachen und Kennzeichen eben dieser Beschäftigungsverhältnisse vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute kurz skizziert. In einem zweiten Schritt wird dann das Grundeinkommens-Modell des HWWi vorgestellt, d.h., zuerst werden die Konzept-Eckpfeiler und anschließend die damit zusammenhängenden Prognosen bzgl. der Einführung bzw. Auswirkungen dieses Grundeinkommens erläutert. Anschließend erfolgt eine kritische Betrachtung der Konzept-Eckpfeiler sowie der prognostizierten Auswirkungen. Die gesammelten Erkenntnisse werden dann im Fazit für die Beantwortung der o.g. Frage genutzt.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse

2. Grundeinkommen

2.1. Eckpfeiler des HWWI-Grundeinkommen

2.2. Auswirkungen des Grundeinkommen

2.3. Kritik des HWWI-Konzeptes

Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Grundeinkommens-Modell des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) dazu beitragen kann, den Rückgang prekärer Beschäftigungsverhältnisse zu bewirken und ob es eine existenzsichernde Wirkung entfaltet.

  • Analyse der Entstehungsursachen und Kennzeichen prekärer Beschäftigung
  • Darstellung der Eckpfeiler des HWWI-Grundeinkommensmodells
  • Untersuchung der prognostizierten strukturellen und subjektiven Auswirkungen
  • Kritische Würdigung der Finanzierbarkeit und der existenzsichernden Qualität
  • Bewertung alternativer Konzepte zur Beseitigung prekärer Arbeitsformen

Auszug aus dem Buch

2.1. Eckpfeiler des HWWI-Grundeinkommen

Das (bedingungslose) Grundeinkommen ist definiert als der Anspruch aller Menschen auf einen monetären Transfer gegenüber dem politischen Gemeinwesen, welcher den folgenden vier Kriterien entspricht:

1. Er muss die Existenz sichernd sein und eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. 2. Auf ihn besteht ein individueller Rechtsanspruch. 3. Er ist ohne eine sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung, und 4. ohne einen Zwang zur Arbeit und ohne einen Zwang zu anderen Gegenleistungen garantiert (Blaschke 2010: 5ff).

Im Folgenden werden die Eckpfeiler des Konzeptes des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), welches in dieser Arbeit als idealtypisches Grundeinkommen betrachtet wird, genauer erläutert. Nach dem Konzept des HWWI lässt der Staat allen deutschen Staatsangehörigen und Ausländern in Abhängigkeit von ihrer Aufenthaltsdauer eine lebenslange, auf der Höhe des soziokulturellen Existenzminimums liegende Transferzahlung zukommen, die ohne Bedingung, ohne Gegenleistung und ohne Antrag, als sozialpolitischer Universaltransfer ausbezahlt wird (Hohenleitner/Straubhaar 2008: 26). Allerdings bleibt die konkrete Höhe des Grundeinkommens letztlich eine politische Entscheidung. Das Grundeinkommen wird über direkte und indirekte Steuern aus dem allgemeinen Staatshaushalt finanziert (Einkommen- und Konsumsteuer) (ebd.: 27).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik prekärer Beschäftigungsverhältnisse ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Eignung des HWWI-Modells als Gegenmaßnahme.

1. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel von der Ära des fordistischen Normalarbeitsverhältnisses hin zur neoliberalen Deregulierung und der Zunahme atypischer Beschäftigungsformen.

2. Grundeinkommen: Dieser Abschnitt definiert das bedingungslose Grundeinkommen und setzt den theoretischen Rahmen für die Analyse.

2.1. Eckpfeiler des HWWI-Grundeinkommen: Hier werden die spezifischen Kriterien des HWWI-Modells, insbesondere die Finanzierung und die Anspruchsberechtigung, detailliert dargelegt.

2.2. Auswirkungen des Grundeinkommen: Dieses Kapitel erläutert die vom HWWI prognostizierten positiven Effekte, wie etwa den Wegfall unfreiwilliger Arbeitslosigkeit und verbesserte Möglichkeiten für lebenslanges Lernen.

2.3. Kritik des HWWI-Konzeptes: Hier werden zentrale Schwachstellen des Modells aufgezeigt, insbesondere im Hinblick auf die unzureichende Existenzsicherung und die Problematik der Finanzierung.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das HWWI-Modell aufgrund seiner geringen Transferhöhe nicht geeignet ist, prekäre Arbeitsverhältnisse effektiv zu reduzieren.

Schlüsselwörter

Grundeinkommen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, HWWI, Arbeitsmarkt, Sozialreform, Existenzminimum, Hartz IV, Deregulierung, Atypische Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik, Sozioökonomisches Modell, Existenzsicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens nach dem Modell des HWWI und untersucht dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sowie seine Fähigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu verringern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Entstehung von prekärer Arbeit, die theoretische Ausgestaltung eines Grundeinkommens sowie die kritische Prüfung der Prognosen des HWWI-Modells.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die zentrale Fragestellung lautet: Kann die Einführung eines Grundeinkommens den Rückgang prekärer Beschäftigungsverhältnisse effektiv bewirken?

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse, um den historischen Kontext zu skizzieren, die theoretischen Eckpfeiler des HWWI-Konzepts darzustellen und diese anschließend einer kritischen Würdigung zu unterziehen.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Wandels der Erwerbsformen, die Erläuterung des HWWI-Grundeinkommensmodells und eine detaillierte Kritik an dessen Finanzierungsstruktur und tatsächlicher Wirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Grundeinkommen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsmarktflexibilität, Existenzminimum und sozialstaatliche Reformen.

Warum hält der Autor das HWWI-Modell für nicht ausreichend existenzsichernd?

Der Autor argumentiert, dass die vorgesehene Höhe von 800 Euro abzüglich der Versicherungskosten faktisch nicht ausreicht, um das soziokulturelle Existenzminimum und gesellschaftliche Teilhabe zu garantieren, da sie unter dem Niveau der heutigen Grundsicherung liegt.

Welche Alternative deutet der Autor im Fazit an?

Der Autor verweist auf andere Modelle, wie etwa das der Partei DIE LINKE, das eine höhere Transferleistung von 1000 Euro sowie zusätzliche soziale Absicherungen vorsieht, und hält diese für eher geeignet, prekäre Beschäftigung abzubauen.

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Details

Title
Grundeinkommen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Grundeinkommen – eine Alternative zur Arbeitsgesellschaft?
Grade
2,0
Author
Andreas Filko (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V272541
ISBN (eBook)
9783656640028
ISBN (Book)
9783656639992
Language
German
Tags
Grundeinkommen Bedingungsloses Grundeinkommen Basic income BGE Prekär Prekarität Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Filko (Author), 2011, Grundeinkommen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272541
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