Inhaltsverzeichnis 2
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis ...................................................................................................... 5 5
Abkürzungsverzeichnis 6
Vorwort 8
1 Überblick 9
2 Ziele und Vorgespräche 11
3 Stand der Technik 13
4 Der Wärmeschutz nach DIN 4108 EnEV 16
4.1 Grundlagen 16
4.2 Berechnung Modell 1 18
4.3 Berechnung Modell 2 20
4.4 Bodenschwelle 22
5 Schallschutz nach DIN 4109 25
5.1 Grundlagen 25
5.2 Berechnung 26
5.3 Konstruktive Kriterien 29
6 Luftdurchlässigkeit nach DIN EN 12207:- 30
6.1 Grundlagen 30
6.2 Konstruktive Kriterien 31
7 Schlagregendichtheit nach DIN EN 12208:- 33
7.1 Grundlagen 33
8 Windwiderstandsfähigkeit nach DIN EN 12210:- 35
8.1 Grundlagen 35
9 Zusammenfassung von Luftdurchlässigkeit Schlagregendichtheit und
Windwiderstandsfähigkeit 37
10 Einbruchschutz nach DIN V ENV 1627 40
10.1 Grundlagen 40
10.2 Konstruktive Kriterien 42
10.3 Konstruktive Vorschläge 45
Inhaltsverzeichnis 3
10.4 Prüfung 46
11 Klimaprüfung nach DIN EN 1294 und DIN EN 1121 50
11.1 Prüfungen 50
11.2 Konstruktive Kriterien 53
11.3 Konstruktive Vorschläge 53
12 Sonderanforderungen 57
12.1 Durchschusshemmung nach DIN EN 1522 57
12.2 Rauch und Feuerschutztüren nach DIN 18095 und DIN - 58
12.3 Strahlenschutz nach DIN 6834 61
12.4 Sprengwirkungungshemmung nach DIN EN 13123 62
13 Montage von Außentüren 63
14 Zusammenfassung der Verbesserungen 71
15 Gewährleistung nach VOB und BGB 74
16 Der Weg zum CE Zeichen 78
17 Wartungs und Pflege Anweisung 83
Anhang A: Muster der Kopiervorlage für die Wartung und Pflege 86
Anhang B: Schraffurenübersicht 88
Literaturverzeichnis 89
Verwendete Hilfsmittel 91
Erklärung 92
Stichwortverzeichnis 93
Abbildungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 4 1: Tür Modell 1 18
Abbildung 4 2: Schichtenaufbau Tür Modell 1 19
Abbildung 4 3: Tür Modell 2 20
Abbildung 4 4: Schichtenaufbau Tür Modell 2 21
Abbildung 5 1: Diagramm zur Bestimmung des Schalldämmwertes über die
flächenbezogene Masse Quelle: Das Türenbuch Müller 26
Abbildung 5 2: Nomogramm zur graphischen Bestimmung der Schalldämmung
von Türen Quelle: Das Türenbuch Müller 28
Abbildung 6 1: Messergebnisse aus Prüfung und Klassifizierung nach DIN EN
12207 Quelle: ift Rosenheim 31
Abbildung 6 2: Prüfverfahren nach DIN EN 1026 Quelle: ift Rosenheim 32
Abbildung 7 1: Prüfverfahren nach DIN EN 1027 Quelle: ift Rosenheim 33
Abbildung 9 1: Windlastzonenkarte Quelle ift Rosenheim erhalten von Mölkner 38
Abbildung 11 1: Horizontalschnitt Stabilisator Alupress Dampfsperrplatten
Schlossseite 54
Abbildung 11 2: Horizontalschnitt Stabilisator U Profil Schlossseite 55
Abbildung 11 3: Horizontalschnitt Stabilisator - Schlossseite 55
Abbildung 11 4: Horizontalschnitt Stabilisator Alupress Dampfsperrplatten
Schlossseite 56
Abbildung 13 1: Zusammenhang zwischen Taupunkttemperatur und
schimmelpilzkritische Temperatur Quelle: VFF Merkblatt ES 03 : 2001 2 66
Abbildung 13 2: - Modell der - Quelle: fensterberater de 67
Abbildung 13 3: Ausbildung einer Bewegungsfuge mit Dichtstoff und
Hinterfüllschnur Quelle: Leitfaden zur Montage - 68
Abbildung 13 4: Schwelle 100 T mit Abdichtungen und Verbreiterungsprofil
Quelle: BKV 69
Abbildung 17 1: Übersicht zur Erreichung des - Quelle: ifz Rosenheim 82
Abbildung 17 2: Festgelegtes - Quelle: ifz Rosenheim 82
Tabellenverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis
Tabelle 5.1: Indizeserklärung bei Schalldämmwertangaben Quelle: -
Mölkner 25
Tabelle 6.1: Klassifizierung nach DIN EN 12207 Quelle: - Mölkner 31
Tabelle 6.2: Klassen der Fugendurchlässigkeit von außenliegenden Fenstern
Fenstertüren und Dachflächenfenster (Außentüren) Quelle: EnEV 32
Tabelle 8.1: Klassifizierung der Windlast Quelle: khries de 36
Tabelle 8.2: Zuordnung der Rahmendurchbiegung f bei Prüfmethode P 1 Quelle:
- Mölkner 36
Tabelle 9.1: Geländekategorie nach EC1 Grundlagen der Tragwerksplanung
Quelle ift Rosenheim 38
Tabelle 9.2: Einsatzempfehlung für Außentüren Quelle ift Rosenheim 39
Tabelle 10.1: Überblick über den zu erwarteten Tätertyp bei empfohlenem
Einsatzort Quelle: TSH System GmbH 41
Tabelle 10.2:Anforderung an die Verglasung Quelle: TSH System GmbH 43
Tabelle 10.3: Anforderungen der statischen Prüfung Quelle: Das Türenbuch
Müller 47
Tabelle 10.4: Fallhöhen bei der dynamischen Prüfung Quelle: Das Türenbuch
Müller 48
Tabelle 10.5: Prüfzeiten bei der manuellen Prüfung Quelle: Das Türenbuch
Müller 49
Tabelle 11.1: Klimaverhältnisse und Dauer der Prüfung nach DIN EN 1294
(gleiches Klima beidseitig) Quelle: Das Türenbuch Müller 50
Tabelle 11.2: Prüfklimaten nach DIN EN 1121:- (-
a bis e) Quelle: Das Türenbuch Müller 51
Tabelle 11.3: Lagerungsdauer im Differenzklima Quelle: Das Türenbuch Müller 51
Tabelle 11.4: Toleranzklassen und Abweichungen bei der Klassifizierung nach DIN
EN 1530 Quelle: Das Türenbuch Müller 52
Tabelle 11.5: Maximal zulässige Verformung bei der Klassifizierung nach DIN EN
12219 Quelle: Das Türenbuch Müller 52
Abkürzungsverzeichnis 6
Abkürzungsverzeichnis
ATV Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen
AV Arbeitsvorbereitung
AW erhöhte Feuchtigkeitsbeanspruchung, „bedingt wetterbeständig“ bei
Holzwerkstoffen
BB-BB Qualitätsbezeichnung bei Holzwerkstoffen
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
BmB Bauelementekonstruktion mit Bauphysik
D Door (Index)
DD Desmodur - Desmophen (Lack)
DIBt Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin
DIN Deutsches Institut für Normung e.V.
DIN E Normentwurf – national
DIN EN V Vornorm – national und europäisch
EC Eurocode
EF einbruchhemmendes Fenster
EG Europäische Gemeinschaft
EN Europäische Norm
EnEV Energieeinsparverordnung
ET einbruchhemmende Tür
FU Furnier
Ift Institut für Fenstertechnik e.V., Rosenheim
ISO International Organisation for Standardization
LBO Landesbauordnung
LV Leistungsverzeichnis
MBO Musterbauordnung
MIG Mehrscheibenisolierglas
OK Oberkante
OStR Oberstudienrat
prEN europäische Norm im Entwurf (noch nicht verabschiedet)
Abkürzungsverzeichnis 7
PTE Prüfinstitut Türentechnik + Einbruchsicherheit, Rosenheim
PUR Polyurethan
RAL Reichsausschuss für Lieferbedingungen und Gütesicherung
heute: Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung
RLF relative Luftfeuchtigkeit
STAE Stäbchensperrholz
TB Türblatt (Index)
TüToR Türen und Tore (Kapitel in den Bauregellisten)
U Wärmedurchlasskoeffizient
VOB alt: Verdingungsordnung für Bauleistungen
neu: Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (seit 12.09.2002)
WBK Wärmebrückenkatalog
WK Widerstandsklasse
WLG Wärmeleitgruppe
WSchVO Wärmeschutzverordnung
Vorwort 8
Vorwort
Unsere Projektarbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen von Außentüren aus Holz. Wie kam es zu diesem Thema?
In unseren Augen sollte die Projektarbeit einen hohen praktischen Verwendungszweck für ein Unternehmen darstellen.
Bei der Suche nach einem geeigneten Thema für eine Projektarbeit bot sich eine Zu- sammenarbeit mit der Schreinerei Daxenberger an.
Bei einer Anfrage bei der Geschäftsleitung, wie wir im Rahmen einer Projektarbeit dem Unternehmen helfen könnten, war das Thema „Haustüren“ schnell gefunden. Was können unsere Haustüren leisten? Sind die bestehenden Eigenschaften ausrei- chend für die aktuellen Anforderungen? Was muss bzw. was sollte verändert werden? Welche Anforderungen oder Normen müssen und welche sollten eingehalten werden? Nun waren wir gefragt. Warum eigentlich wir? Dieses Thema hörte sich zunächst recht unspektakulär an. Aber nach einer Informationsvisite bei der Schreinerei Daxenberger, mit Unterlagen vom ift (Institut für Fenstertechnik e.V., Rosenheim), PTE (Prüfinstitut Türentechnik + Einbruchsicherheit, Rosenheim) und erste Informationen aus dem In- ternet, war sehr schnell klar, dass dieses Thema umfangreicher ist, wie der erste Ge- danke es erahnen lies.
Mandatierte Eigenschaften, nicht mandatierte Eigenschaften, Prüfnorm, Klassifizie- rungsnorm, Produktnorm, Energieeinsparverordnung (EnEV), Landesbauordnung (LBO), Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB), RAL- Gütegemeinschaft Auf den ersten Blick standen uns sehr viele Richtlinien gegenüber, die zu bearbeiten waren.
In Absprache mit unserem betreuenden Dozenten, Herrn OStR Dipl.-Ing. (FH) Peter Mölkner, konnten wir uns zu zweit auf dieses Thema stürzen.
Die Grundlage einer guten Projektarbeit ist immer noch eine kompetente Fachliteratur. Auf der Suche nach geeigneten Unterlagen wurden wir immer wieder auf „Das Türen- buch“ von Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Müller, dem Geschäftsführer des PTE Rosenheim, verwiesen.
Dieses Buch stellte sich später als Hauptgrundlage unserer Ausarbeitung heraus.
1 Überblick 9
1 Überblick
Nun gibt es ja verschiedene Haustürentypen mit den unterschiedlichsten Anforderun- gen (z.B. ein- und zweiflüglige Türen, mit oder ohne festen Seitenteil, mit oder ohne Oberlicht, der Rahmen als Blendrahmen oder als Zarge). Für unsere Projektarbeit sollen wir in Absprache mit der Schreinerei Daxenberger zwei Typen von Außentüren untersuchen.
Erstens: Einflüglige Blendrahmentüre; Türblatt ohne Ausfachung (nachfolgend Mo- dell1) Zweitens: Einflüglige Blendrahmentüre; Türblatt mit transparenter und nichttransparen- ter Ausfachung (nachfolgend Modell2) Bei der Bestandsaufnahme der zurzeit produzierten Haustüren wurden folgende kon- struktive Details ermittelt.
Blendrahmen:
Dreiseitig Massivholz im Querschnitt 90mm/90mm Unten quer Winkelschwellenanschlag aus Aluminium 30mm/50mm/5mm
Türblatt:
Symmetrischer Aufbau über den Querschnitt von 68mm
• Deckschicht Furnier 1,5mm
• Sperrholz DIN 68 705 – FU AW 2-2-6 (geschliffen)
• Stäbchensperrholz DIN 68 705 – STAE AW 2-2-28 (geschliffen)
• Stäbchensperrholz DIN 68 705 – STAE AW 2-2-28 (geschliffen)
• Sperrholz DIN 68 705 – FU AW 2-2-6 (geschliffen)
• Deckschicht Furnier 1,5mm Vierseitig 35mm Anleimer überfurniert
Das Deckfurnier wird mit BASF Kaurit 122 Pulver + Kauramin 650 Pulver, die restlichen Verleimungen werden mit Türmer – Weißleim WB 100 (ohne Härter) der Beanspruchungsgruppe D3 nach DIN EN 204 verleimt Bänder:
Simonswerk BAKA 2D - 20 Simonswerk BAKA 2D - 20 FD für Überschlagdichtung
1 Überblick 10
Schloss:
KFV Mehrfachverriegelung mit Schließbolzen AS 2300 Dornmaß 80 mm
Winkelschließblech KFV 15-3E und eingefräste Schließplatten Beschläge:
Nach Kundenwunsch Dichtung:
Umlaufend auf einer Dichtungsebene Schlegel Q-lon QL – 3028 Verzugssicherung:
Schachermeier, Antiverzugsbeschlag Plano HT Transparente Ausfachung:
Beidseitig durch Profilleisten gehalten Nichttransparente Ausfachung:
Außen und Innen Massivholzfüllung abgeplattet auf 8mm im Falzbereich Mittellage aus 10 mm PUR WLG 030 Oberfläche:
Adler Lacksystem
• Spritzbeize
• Pyropur G 50 (DD - Lack)
• Zweifach Aquawood DSL
2 Ziele und Vorgespräche 11
2 Ziele und Vorgespräche
Am Ende dieser Projektarbeit sollen zwei Außentüren (Modell1 und Modell2) als Prüf- körper entstehen, bei denen die erarbeiteten Ergebnisse aus der Untersuchung Ein- gang finden.
• Die Überprüfung der Außentüren sollen später vom ift oder PTE- Rosenheim durchgeführt werden.
• Den erarbeiteten Ergebnissen sollen fundierte Fakten mit Hindergrundkenntnis- sen zugrunde liegen.
• Die Mitarbeiter des Unternehmens sollen qualifizierte Aussagen über das Bau- teil Außentüre gegenüber Architekten und Bauherren geben können.
• Bei Ausschreibungen sollen Missverständnisse oder Nichtbeachtung bei den einzelnen Anforderungen vermieden werden.
• Das Produkt Außentüre soll preislich so gestaltet sein, dass es auch noch ver- kaufbar ist.
• Die Reklamationsrate soll sich logischerweise automatisch verringern. Bei einem Gespräch mit dem Leiter der AV Fenster- u. Türenbau, Herrn Franz Loh- meyer, wurden teilweise immer wiederkehrende Probleme besprochen. Nach seinen Angaben fiel auf, dass das Türblatt auf der Innenseite im Winter hohl wurde, jedoch im Sommer einen runden vertikalen Verzug aufwies.
Beide Zustände führten zu erhöhten Bedienkräften bis zur nichtverschließbaren Türe. Auch die Dichtigkeit des Bauteiles wurde damit stark beeinflusst. Um dieses Problem zu minimieren wurden Aluminium – Phenolharzlagen als Dampfsperre beidseitig unter den Deckfurnieren aufgeleimt. Dies stellte sich in der kommenden Sommer- u. Winter- periode als unwirksam heraus. Diese Maßnahme wurde wieder zurückgezogen. Des Weiteren senkte sich das Türblatt in Einzelfällen kurz nach der Montage auf der Schlossseite ab.
Herr Lohmeyer machte uns auf die allgemein verbreiteten unzureichenden Angaben im Leistungsverzeichnis (LV) mancher Ausschreibungen aufmerksam. Damit verbunden ist ein hoher Zeitaufwand, um herauszufinden was überhaupt angeboten werden muss. Dies können wir zwar nicht ändern, aber eine kompakte Übersicht von Mindestanforde- rungen und Sonderanforderungen und deren Abstufungen am Bauteil Außentüre wäre sehr hilfreich.
Ein Wunsch seinerseits ist es, bei der Konstruktion der Außentüren auf einen Zukauf der Türblätter anderer Produzenten zu verzichten. Der Zukauf wurde schon einmal bei besonderen Anforderungen an die Außentür praktiziert. Hierbei traten dann Probleme
2 Ziele und Vorgespräche 12
mit der individuellen Maßgestaltung auf. Auch aus wirtschaftlichen Gründen möchte Herr Lohmeyer seine Türblätter, soweit es möglich ist, in Eigenproduktion herstellen. Sehr positiv ist herauszustellen, dass es bei einer längeren Rückbetrachtung keinerlei Reklamationen mit der Oberflächenbeschichtung gegeben hat. Lediglich an zwei Voll- holzfüllungen musste wegen Rissbildung nachgearbeitet werden. Auch die Tauwas- serbildung an den Außentüren bzw. Schimmelbildung an den Laibungen des Baukör- pers bei den Außentüren war nie Gegenstand eines Mangels.
Auch die Fugenausbildung der Längs - u. Querfriese bei dem Rahmentürblatt (Mo- dell2) lässt sich auch nach mehreren Jahren als „sehr gut“ bezeichnen. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass bei Reklamationen der Funktionalität die Pflege und Wartung der Haustüre nur sehr mangelhaft bzw. gar nicht vorgenommen wurde.
Eine gut gestaltetes Informationsblatt für den Endkunden könnte noch bei unserer Be- arbeitung mit erstellt werden.
Zum Schluss erklärte Herr Lohmeyer noch einmal, dass wir jederzeit auf Ihn, seine Mitarbeiter und auf Firmenunterlagen, die wir zur Bearbeitung dieses Themas benöti- gen, zurückgreifen können und wünschte uns recht viel Erfolg bei der Projektarbeit.
3 Stand der Technik 13
3 Stand der Technik
In Deutschland unterliegt das Baurecht der Länderhoheit. Jedes Bundesland hat seine eigene Landesbauordnung (LBO), die auf der Musterbauordnung (MBO) des Bundes basiert. In den Landesbauordnungen wird wiederum auf die Bauregellisten des Deut- schen Institutes für Bautechnik (DIBt) in Berlin hingewiesen. Diese Bauregellisten ent- halten Angaben über verschiedene Bauprodukte denen eindeutige Eigenschaften zu- geordnet sind. Man spricht von den „Mandatierten Eigenschaften“ eines geregelten Bauteiles.
Die Außentüre (Haustüre) gilt als geregeltes Bauprodukt und ist in der Bauregelliste A Teil 1 aufgeführt.
Im Kapitel 6 Anlage 6.3 (zu den Bauprodukten mit der laufenden Nummer 6.20.1 und 6.20.2) Richtlinien über Türen und Tore (TüToR) sind die Anforderungen an Außentü- ren hinterlegt. Diese Fassung wird im Folgenden zitiert
Anlage 6.3 (2002/2)
(zu den Bauprodukten mit den lfd. Nrn. 6.20.1 und 6.20.2) Richtlinie über Türen und Tore - TüToR - Fassung Februar 2002
1 Geltungsbereich
Diese Richtlinie gilt für Türen und Tore, an die Anforderungen hinsichtlich des Wärme- oder Schallschutzes gestellt werden. Türen und Tore bestehen jeweils aus Blatt und Zarge. Die Eigenschaften von Türen und Toren nach dieser Richtlinie sind entweder nach Abschnitt 2 (Typ 1) oder nach Abschnitt 3 (Typ 2) zu ermitteln. Türen oder Tore, an die Anforderungen hinsichtlich des Schallschutzes gestellt werden, sind stets als Typ 2 zu behandeln.
Türen und Tore müssen aus mindestens normalentflammbaren Baustoffen bestehen (siehe Anlage 0.2).
2 Türen und Tore Typ 1
2.1 Wärmeschutz
2.1.1 Der Bemessungswert U D des Wärmedurchgangskoeffizienten von Türen und
Toren aus Holz, Holzwerkstoffen und Kunststoff darf ohne Nachweis mit U D = 2,9 W/(m2·K) angenommen werden.
3 Stand der Technik 14
2.1.2 Der Bemessungswert U D des Wärmedurchgangskoeffizienten von Türen und
Toren aus Metallrahmen und metallenen Bekleidungen darf ohne Nachweis mit U D = 4,0 W/(m2·K) angenommen werden.
2.1.3 Der Bemessungswert U D des Wärmedurchgangskoeffizienten von verglasten
Türen und Toren mit einem Rahmenanteil von höchstens 30 % kann nach DIN V 4108- 4:2002-02, Tabelle 6, oder nach DIN EN ISO 10077-1:2000-11, Tabelle F.1, ermittelt werden.
2.1.4 Die Anforderung an die Luftdurchlässigkeit (Fugendurchlasskoeffizient) in DIN
4108-2:2001-03, Abschnitt 7, gilt als erfüllt, wenn die Tür oder das Tor mit einer funkti- onsgerechten, umlaufenden, alterungsbeständigen, weichfedernden und leicht aus- wechselbaren Dichtung versehen ist.
2.2 Wesentliche Merkmale für das Ü-Zeichen
Im Ü-Zeichen einer Tür oder eines Tores, die den Anforderungen nach Abschnitt 2
entsprechen, sind als wesentliche Merkmale "Typ 1" sowie der Bemessungswert U D des Wärmedurchgangskoeffizienten anzugeben.
Zu den im Ü-Zeichen angegebenen wesentlichen Merkmalen gehört auch die Angabe, für welche Kombinationen von Blättern mit Zargen die wesentlichen Merkmale gelten.
3 Türen und Tore Typ 2
3.1 Wärmeschutz
Der Bemessungswert UD des Wärmedurchgangskoeffizienten von Türen und Toren ist entweder
- nach Abschnitt 2.1 durch konstruktive Merkmale oder
- durch Berechnung nach DIN EN ISO 10077-1:2000-11 oder
- durch Messung nach DIN EN ISO 12567-1:2001-02 zu bestimmen.
Für die Bestandteile der Türen und Tore sind bei der Berechnung die jeweiligen Be- messungswerte der Wärmeleitfähigkeit anzusetzen.
3.2 Luftdurchlässigkeit
Die Klasse der Luftdurchlässigkeit ist entweder
- nach Abschnitt 2.1.4 oder
- durch Messung nach DIN EN 1026:2000-09 in Verbindung mit DIN EN 12207-1:2000-
06 zu bestimmen.
3 Stand der Technik 15
3.3 Schallschutz
Sollen je nach Verwendungszweck schalldämmende Eigenschaften ausgewiesen wer- den, so ist das bewertete Schalldämm-Maß nach DIN EN 20140-3:1995-05 und nach
DIN EN ISO 717-1:1997-01 zu bestimmen und der Rechenwert des bewerteten Schall-
dämm-Maßes Rw,R nach DIN 4109:1989-11 festzulegen.
3.4 Wesentliche Merkmale für das Ü-Zeichen
Im Ü-Zeichen einer Tür oder eines Tores, die den Anforderungen nach Abschnitt 3 entsprechen, sind als wesentliche Merkmale sowohl "Typ 2" als auch der Bemes- sungswert U D des Wärmedurchgangskoeffizienten, die Klasse der Luftdurchlässigkeit und bei Türen oder Toren mit schalldämmenden Eigenschaften nach Abschnitt 3.3 zusätzlich der Rechenwert des bewerteten Schalldämm- Maßes Rw,R anzugeben. Zu den im Ü-Zeichen angegebenen wesentlichen Merkmalen ist zusätzlich anzugeben, für welche Kombinationen von Blättern mit Zargen die wesentlichen Merkmale gelten.
[1], [6], [19]
4 Der Wärmeschutz nach DIN 4108 ; EnEV 16
4 Der Wärmeschutz nach DIN 4108 ; EnEV
4.1 Grundlagen
Der Wärmeschutz wird immer wichtiger egal ob sommerlicher oder winterlicher. Dies zeigt sich nicht nur in der gewaltigen Anzahl von Normen und Vorschriften, sondern auch im verstärkten Einsatz des "U-Wertes" für Werbezwecke. Darum sollen auch die Türen den anderen Bauteilen in nichts nachstehen, zumal der Wärmeschutz ein The- menbereich ist, der auch ohne Prüfung nur durch Rechnung vollständig abgehandelt werden kann.
Am Anfang muss man sich in verschiedene Büchern einlesen. Als eine der ersten Er- kenntnisse daraus entdeckt man, dass im Bereich Haustüren der Wärmeschutz bisher wenig beachtet wurde. Es finden sich zwar Vorgaben in der DIN 4108 und in der EnEV, aber in der DIN 4108 heißt es nur, dass Schimmelpilzgefahren zu vermeiden sind, aber konkrete Mindestvorgaben an die Wärmedämmung wurden darin nicht gestellt, ledig- lich die anerkannten Regeln der Technik mussten eingehalten werden (d.h. Mindest- wärmeschutz nach DIN 4108). In einer weiteren Vorgabe heißt es nur, dass Außentü- ren mit einer Isolier- bzw. Doppelverglasung ausgestattet sein müssen.
Auch die ENEV legt nur einen Mindestwert von 2,9 W/m²K fest, und dieser Wert gilt auch nur bei der Erneuerung von Außentüren. Damit soll gewährleistet werden, dass im Renovierungsfall nicht irgendeine Außentür eingebaut wird. Für Neubauten ist kein Wert angegeben. Hier sind nur die Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs, bezogen auf den ganzen Baukörper mit all seinen Einzelbauteilen festgelegt. Da bezo- gen auf die gesamte Hüllfläche die Haustür nur einen sehr kleinen Teil ausmacht, kann nachvollzogen werden, warum Haustüren in Bezug auf den Wärmeschutz so leicht vergessen werden. Jedoch kann aus der DIN 4108 ein Mindestwärmeschutz für nichttransparende Ausfachungen an Bauteilen mit einem Ausfachungsanteil unter 50% von R ≥ 1,0 m²·K/W bestimmt werden. Dies sollte bei der Konstruktion von Füllungen Beachtung finden.
Einzig im Bereich von Passivhäusern gibt es konkrete Vorgaben. So müssen Außentü- ren, um das Zertifikat "Passivhaus geeignete Komponente" zu bekommen, im einge- bauten Zustand ohne Bauteilanschlussfuge einen U-Wert ≤ 0,8 W/m²K erreichen. Da dieser Bereich aber für unsere Arbeit nicht in Frage kommt, haben wir dies nur zur In- formation angeführt.
Die Verwendbarkeit von Außentüren ergibt sich aus der Übereinstimmung mit den be- kanntgemachten technischen Regeln der Bauregelliste. Hier werden Außentüren in Türen und Tore Typ 1 und Türen und Tore Typ 2 unterteilt.
4 Der Wärmeschutz nach DIN 4108 ; EnEV 17
Der Verwendbarkeitsnachweis von Außentüren wird durch die Übereinstimmungserklä- rung des Herstellers (= Anbringen des Ü-Zeichens auf der Außentür oder der Verpa- ckung / Lieferschein) erbracht. Eine dauerhafte Kennzeichnung ist nicht gefordert. Für Türen und Tore Typ 1 kann der Rechenwert des Wärmedurchgangskoeffizienten
U D gemäß TüToR vom Hersteller angenommen, aus Tabellen entnommen oder be-
rechnet werden.
Für Türen und Tore Typ 2 kann der Rechenwert des Wärmedurchgangskoeffizienten
U D zusätzlich auch durch Messung bestimmt werden.
Gemessen kann der U-Wert nach folgenden DIN-Normen. DIN EN ISO 12567 und E
DIN EN 12939
Für uns aber entscheidender ist die U-Wert Berechnung. Die bisherige Berechnungs- methode war nach DIN 4108 geregelt, die teilweise durch Erscheinen der DIN EN ISO 6946:1996-11 "Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient- Berech- nungsverfahren“ ersetzt wurde. (für verglaste Außentüren die EN ISO 10077) Bei der Berechnung haben wir zuerst unsere vorgegebenen Außentüren durchgerech- net.
Quote paper:
Alexander Möller, Andreas Unterreitmeier, 2004, Anpassung eines bestehenden Haustürenkonzeptes an den Stand der Normung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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