Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
1 Einleitung - 1 -
2 Private Equity - 1 -
2.1 Begriffsdefinition. - 1 -
2.2 Ablauf und Formen einer Private Equity Finanzierung. - 2 -
2.3 Bedeutung des Going Public als Exit-Möglichkeit - 3 -
3 Der Neue Markt - 4 -
3.1 Entwicklung des Neuen Marktes - 4 -
3.2 Private Equity und der Neue Markt - 6 -
4 Private Equity ohne den Neuen Markt - 6 -
4.1 Aktuelle Situation am deutschen Beteiligungsmarkt. - 7 -
4.2 Alternative Segmente und Börsen - 8 -
4.3 Alternativen zum IPO - 9 -
4.4 Ausblick - 11 -
5 Fazit. - 12 -
6 Literaturverzeichnis - 13 -
- 2 -
Abkürzungsverzeichnis
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
BVK Bundesverband deutscher
Kapitalbeteiligungsgesellschaften
DAX Deutscher Aktien Index
IPO Initial Public Offering
KMU kleine und mittlere Unternehmen
LBO Leverage Buy Out
NASDAQ National Association of Security Dealers Automatic
Quotation System
NM Neuer Markt
MBI Management-Buy-In
MBO Management-Buy-Out
Mio. Millionen
Mrd. Milliarde
PE Private Equity
VC Venture Capital
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
- 3 -
1 Einleitung
In der nachfolgenden Arbeit sollen die Auswirkungen des Scheiterns des NM auf die PE-Finanzierungen in Deutschland untersucht werden. Dass weiterhin durch PE finanzierte Unternehmen an der Börse desinvestiert werden, zeigt das aktuelle Beispiel der Wincor Nixdorf AG, die im Mai 2004 ihr IPO durchführte. Damit gehörte sie zu den ersten Unternehmen die seit langer Zeit in Deutschland an die Börse gehen. Wie wichtig ein Börsengang für ein PE- finanziertes Unternehmen ist und welche anderen Möglichkeiten es gibt soll nach einer kurzen Einführung in das PE und den NM erläutert werden. Anschließend wird die Situation am deutschen Beteiligungsmarkt ohne den NM untersucht, Alternativen analysiert und abschließend eine Prognose für die Zukunft gestellt.
2 Private Equity
2.1 Begriffsdefinition
Der Begriff „Private Equity“ ist international nicht eindeutig definiert. Im angelsächsischen Raum stellt PE den Oberbegriff für Eigenkapitalanteile nicht börsennotierter Unternehmen dar. Die Abgrenzung zum VC erfolgt über die Phase der Finanzierung. Nur Investitionen in der Frühphase eines Unternehmens werden als VC bezeichnet. PE bezeichnet sämtliche solcher Investitionen, unabhängig von der Phase in dem sich das Unternehmen befindet. 1 Der weite Begriff „Private Equity“ findet vor allem in den USA und Großbritannien Verwendung, während er sich im deutschsprachigen Raum noch nicht durchgesetzt hat. In Deutschland wird hauptsächlich der Begriff VC benutzt, der auch häufig als „Wagnis-, Chancen, Zukunfts- o der Risikokapital“ bezeichnet wird. Obwohl auch für den Begriff „Venture Capital“ in der Literatur keine einheitliche Definition vorliegt, ist man sich dennoch darüber einig, dass die deutschen Übersetzungen in keiner Weise die Bedeutung des VC erfassen. 2 In Abgrenzung zum „Public Equity“ drückt der Begriff „Private Equity“ aus, dass es sich um Eigenkapital handelt, das nicht über die Börse aufgebracht wird. 3 Zu der Bereitstellung von haftendem Kapital erhalten die Kapitalnehmer meistens noch unternehmerische Beratung durch den oder die Kapitalgeber. Die Kapitalnehmer sind zumeist junge innovative Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial, denen jedoch aufgrund ihres
1 Vgl. Werner, C.K.: „Venture-Capital-Politik in Deutschland“, München, 2000, S.29.
2 Vgl. Baltzer, K.: „Die Bedeutung des Venture Capital für innovative Unternehmen“, Aachen, 2000, S.8. Einen
Überblick über die unterschiedlichen Übersetzungsversuche bietet bspw. Räbel, D.: „Venture Capital als
Instrument der Innovationsfinanzierung: eine kritische Analyse unter Berücksichtigung des
Projektbewertungsproblems“, Köln, 1986, S.20ff.
3 Vgl. Heitzer, B.: „Finanzierung junger innovativer Unternehmen durch Venture Capital - Gesellschaften“,
Köln, 2000, S.24.
- 1 -
ebenfalls großen Risikos, der Weg zu Fremdkapital versperrt ist. Die Kapitalgeber bei PE Finanzierungen sind VC-Gesellschaften, Fonds oder so genannte Business Angels. 4
2.2 Ablauf und Formen einer Private Equity Finanzierung
Die meisten PE-Finanzierungen werden durch indirekte Beteiligungen, von institutionellen, öffentlichen und industriellen Investoren, durchgeführt, so dass auch hier der Ablauf bei Finanzierung durch eine VC-Gesellschaft beschrieben werden soll. Die Alternative dazu stellt die „direkte Beteiligung“ dar, bei der keine Gesellschaft zwischen Kapitalgeber und -nehmer geschaltet ist. Angewandt wird diese Variante aber nur selten, da nur eine Gesellschaft das Risiko durch Portfoliodiversifikation streuen kann, nur wenige Einzelinvestoren über das nötige Kapital verfügen und zudem der Markt für direkte Beteiligungen sehr intransparent ist. 5 Eine Ausnahme stellen hier die so genannten „Business Angels“ 6 dar. Man unterscheidet verschiedene Phasen der Finanzierung. Die Frühphasenfinanzierung („early stage“) beinhaltet die Seed-Finanzierung, die die Arbeit vor Unternehmensgründung finanziert, und die Start-up-Finanzierung, welche dann die Gründung und die Markterschließung unterstützt. Als nächstes folgt die Expansionsphasenfinanzierung („later stage“). Diese differenziert sich in First stage, Second stage und Bridge Financing. First und Second stage stellen Wachstumsfinanzierungen für Vertriebs- und Produktionsaufbau dar, wohingegen das Bridge Financing den Börsengang vorbereitet. 7 Auf eine feinere Differenzierung der Phasen und der Finanzierungsanlässe soll im Rahmen dieser Arbeit verzichtet werden, und nun der Ablauf einer PE-Finanzierung geschildert werden. Diese gliedert sich grob in vier Phasen. Das Fundraising, während dem die benötigten Mittel eingesammelt werden, den Investmententscheidungsprozess, in dem zwischen den Investitionsalternativen ausgewählt wird, den Investitions- und Betreuungszeitraum und schließlich das Desinvestment oder Exit. 8 In Hinsicht auf das Thema dieser Arbeit soll nur auf das Exit weiter eingegangen werden.
Da für eine VC-Finanzierung laufende Ausschüttungen untypisch sind, ist es das Ende des Investitionsprojekts welches über die Rendite des selbigen entscheidet. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten für das Desinvestment, die auch als Exit-Kanäle bezeichnet
4 Vgl. Hendel, H.: „Die Bewertung von Start-up Unternehmen im Rahmen von Venture Capital Finanzierungen“,
Aachen, 2003, S.7f.
5 Vgl. Grisebach, R.: „Innovationsfinanzierung durch Venture Capital“, München, 1989, S.8.
6 Vgl. Weitnauer, W.: „Handbuch Venture Capital - Von der Innovation zum Börsengang“, München, 2001, S.9
„Business Angels“ sind private Investoren die nicht nur aus monetären Gründen Kapital und Know-How zur
Verfügung stellen. Mittlerweile schließen sich jedoch auch diese zunehmend zu Netzwerken zusammen.
7 Vgl. Weitnauer, W.: „Handbuch Venture Capital - Von der Innovation zum Börsengang“, München, 2001,
S.10f.
8 Vgl. Züchner, P.: „Private Equity - Einführungsveranstaltung Seminar G&K SS2004“, Dortmund, 2004, S.14.
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Arbeit zitieren:
Dominik Damaschke, 2004, Werden, trotz Scheitern des Neuen Marktes, in Deutschland auch zukünftig Private-Equity-Finanzierungen durchgeführt?, München, GRIN Verlag GmbH
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