I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abbildungsverzeichnis II
III. Abkürzungsverzeichnis II
1. iEinleitung 1
2. Übersicht Kreditderivate 1
3. Credit Default Swaps - Überblick und Darstellung. 3
4. i Basket Credit Default Swaps 5
4.1. i Überblick und Darstellung. 5
4.2. i Bewertungsansatz und Modell 7
4.3. i Beispiel und Ökonomische Interpretation 11
5. Fazit 16
IV. Literaturverzeichnis IV
I
II Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Cash Flow Struktur eines Credit Default
Swap………………………………………..………………………………….…..3
Abbildung 2: Beispiel für die Cash Flow Struktur eines First-to-Default Basket Swap mit fünf Referenzassets…………… …………………………………….....6
Abbildung 3: Preis für einen First- & Second- & Third-to-Default Basket Swap in Abhängigkeit der Simulationsläufe für Pi = 1% und ≈ ρ 1.…………………………………………………………………...………...13
Abbildung 4 : Preis von Basketstrukturen für unterschiedliche
Korrelationskoeffizienten für den Fall: p i = 1%.........…………………………....15
Abbildung 5 : Preis von Basketstrukturen für unterschiedliche
Korrelationskoeffizienten für den Fall: p i = 15%....……………………………...15
III Abkürzungsverzeichnis
bp = Basispunkte BCDS = Basket Credit Default Swap CDS = Credit Default Swap i. d. R. = in der Regel i. H. v. = in Höhe von p .a. = per annum u. a. = und andere vgl. = vergleiche z.B. = zum Beispiel ZB = Zerobond
II
1. Einleitung
Durch die Liberalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte wurde in den letzten Jahren immer mehr Institutionen, z.B. Unternehmen, die Möglichkeit gegeben, sich über die Kapitalmärkte Fremdkapital in Form von emittierten Anleihen zu verschaffen. Bezüglich diesem und des weiter steigenden Bedarfs an Fremdkapital kam es simultan zu einem gesteigerten Bedarf an Absicherungsinstrumenten für das Kreditrisiko, welches Anleihen und Kredite implizieren. Als Folge wurde eine breite Palette an Finanzinstrumenten entwickelt, um sich gegen das Kreditrisiko absichern zu können bzw. dieses aktiv zu managen. Diese Instrumente werden als Kreditderivate bezeichnet. Von den Selbigen gibt es ein Vielzahl unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten, auf deren Basis individuelle Absicherungsstrategien vollzogen werden können. Darüber hinaus sind Kreditderivate aus vielerlei Gründen auch als Anlage- bzw. Diversifikationsinstrument für Investoren von Interesse. Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem dieser Kreditderivate, dem Basket Credit Default Swap. Hierfür wird kurz ein Überblick über Kreditderivate allgemein geben (Abschnitt 2), um das Thema für den Leser leichter verständlich zu machen bzw. das vorzustellende Derivat in das Thema einzubetten. Anschließend wird der Credit Default Swap vorgestellt, da dieser Grundlage des thematisierten Derivats ist (Abschnitt 3).
Folgend soll der Basket Credit Default Swap ausführlich dargestellt, bewertet und analysiert werden (Abschnitt 4), wobei der Fokus dieser Arbeit auf der Bewertung und der Analyse des Basket Credit Default Swaps liegen soll. In diesem Kontext wird unter Zuhilfenahme des Programms MS Excel ein praktikabler Ansatz zu dessen Bewertung gegeben.
2. Übersicht Kreditderivate
Institutionen, z. B. Banken, stehen vielen Risikoarten gegenüber. Ein sehr bedeutende ist das Kreditrisiko. Dieses impliziert das Bestehen der Möglichkeit, dass der Kreditnehmer mit seiner Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Kreditgeber nicht nachkommen kann.
1
Die Kreditaufnahme ist eine Fremdfinanzierung. Hierbei existieren zwei wesentliche Formen der Mittelaufnahme. Sie kann entweder über einen bilateralen Kreditvertrag erfolgen oder über den Kapitalmarkt (Vgl. Burghof/ Henke/ Rudolph (2000), S.12). Bei letzterem wird von einem Unternehmen, einem Land, einer Bank oder einem anderen Souverän eine Anleihe am Kapitalmarkt platziert. Diese kann von einem Investor gekauft werden, wofür dieser i. d. R. eine Zins- und Tilgungszahlung erhält. Das Kreditrisiko besteht nun darin, dass der Schuldner ausfallen bzw. seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Dies könnte einen partiellen Ausfall der
Zahlungsverpflichtungen oder den Totalausfall bedeuten (Vgl. Burghof/ Henke/ Rudolph (2000), S.3).
Kreditderivate dienen diesbezüglich der Risikotransferierung des Kreditrisikos zwischen zwei oder mehreren Parteien. Folglich sind Kreditderivate Finanzinstrumente, die als Referenzwert einen oder mehrere Kredite besitzen. Als R eferenzasset eignen sich Anleihen, Kredite und Baskets unterschiedlicher Art (Vgl. Burghof/ Henke (2000), S. 21f.). Letztere sind ein Korb bestehend aus mehreren Anleihen bzw. Krediten. Das besondere an Kreditderivaten ist, dass das Kreditrisiko von der B asisposition getrennt und an andere Marktteilnehmer übertragen werden kann (Vgl. Neske (2000), S. 45f.). Die Abgrenzung zu anderen Derivaten liegt darin, dass dessen Wertentwicklung bzw. Cash Flow nicht an Marktpreisrisiken wie Zins-, Preis-, oder Wechselk ursrisiken gekoppelt ist, sondern an das Kreditrisiko.
Es gibt zahlreiche Motive und Anwendungsmöglichkeiten für den Einsatz von Kreditderivaten. Sie eignen sich auf der einen Seite für alle Institutionen, die Kreditrisiken ausgesetzt sind und diese managen bzw. hedgen möchten. Auf der anderen Seite eignen sie sich für alle Marktteilnehmer, die eine spezielle Anlagebzw. Diversifizierungsform suchen. Zudem können sie Motiven wie Arbitrage, Spekulation und anderen Zwecken dienen (Vgl. Burghof / Henke (2000), S.25f.). Bei den Marktteilnehmern unterscheidet man drei Gattungen, Sicherungsnehmer, Sicherungsgeber und Referenzschuldner, die man ihrerseits wieder in verschiedene Arten aufteilen kann, nämlich Banken, Versicherungen, Unternehmen und andere. Als Sicherungsnehmer treten überwiegend Banken (81%), aber auch Versicherungen (7%) u. a. auf. Sicherungsgeber sind hauptsächlich Banken (63%) und Versicherungen (23%). Als Referenzschuldner
2
treten überwiegend Unternehmen (55%), aber auch Banken (24%) sowie die öffentliche Hand (20%) auf (Vgl. Dülfer (2000), 121ff.).
3. Credit Default Swaps - Überblick und Darstellung
Ein Credit Default Swap (CDS) ist allgemein gesagt der Tausch (Swap) des Kreditrisikos eines Referenzwertes. Dies betrifft zwei Parteien, die ein bilaterales Geschäft abschließen. Man könnte dies auch als Abschluss einer Versicherung über ein Kreditrisiko bezeichnen. Die Vertragsparteien (Swappartner) werden als Sicherungsnehmer (protection buyer) und Sicherungsgeber (protection seller) bezeichnet, wobei der Sicherungsnehmer der Besitzer des Referenzwertes ist. Er löst von diesem das Kreditrisiko und überträgt es durch Vertragsabschluss über einen CDS an den Sicherungsgeber. Es handelt sich hierbei ausschließlich um das Kreditrisiko und nicht etwa wie b ei einem Standartswap um das Marktpreisänderungsrisiko. Referenzwerte (auch Referenzassets) können unterschiedlicher Natur sein, in Frage kommen Anleihen und Kredite jeglicher Art, sowie andere Finanzinstrumente (Vgl. Rooney (1998), S. 4ff.).
Abbildung 1: Cash Flow Struktur eines Credit Default Swap
Abbildung 1 zeigt die Cash Flow Struktur eines CDS. Wie bei einem Standartswap ist der Barwert des CDS bei Vertragsabschluß Null. Es werden auch gemäß dem Standartswap keine Kapitalbeträge, sondern nur der Cashflow entsprechend einer Prämie und einer Eventualzahlung ausgetauscht. Die Prämie
3
Arbeit zitieren:
Axel Brosey, 2004, Darstellung, Bewertung und Analyse von Basket Credit Default Swaps, München, GRIN Verlag GmbH
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