Biographie Alan Turing
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 5
2. Sein Leben 5
2.1. Kindheit 5
2.2. Sherborne Schule (1926 1931 ) 7
2.3. King’s College (1931 1936 ) 9
2.4. On Computable Numbers - Turing-Maschine 11
2.5. Princeton Universität (1936 1938 ) 12
2.6. Zurück in England 13
3. Beim Geheimdienst 13
3.1. Ursprung 14
3.2. Fakten 15
3.3. Bombe 16
3.4. Colossus 18
4. Unerwartetes 20
5 . weitere Arbeiten/ Projekte 21
5.1. ENIAC 21
5.2. DELILAH 22
5.3. ACE 22
5.4. Theorie 23
5.5. M U C 24
5.6. Turing-Test 26
6. Seine letzten Jahre 26
7. Fazit 28
8. Literaturverzeichnis 29
9. Internetverzeichnis 30
Stephanie Kretschmar 2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1
Alan Turing, 1951 http://aima.cs.berkeley.edu/cover.html Zugriff am 02.06.2004
Abbildung 2
Julius Turing, ohne Jahresangabe http://www.turing.org.uk/bio/part1.html Zugriff am 10.05.2004
Abbildung 3
Alan und seine Mutter, ohne Jahresangabe http://www.turing.org.uk/bio/part1.html Zugriff am 10.05.2004
Abbildung 4
Alan Turing, 1931 http://www.turing.org.uk/bio/part2.html Zugriff am 10.05.2004
Abbildung 5
Alan Turing, 1934 http://www.turing.org.uk/bio/part2.html Zugriff am 10.05.2004
Abbildung 6
Enigma, ohne Jahresangabe http://www.turing.org.uk/bio/part4.html Zugriff am 10.05.2004
Abbildung 7
Colossus, ohne Jahresangabe lgxserver.uniba.it/lei/ storiainf/computer.htm Zugriff am 10.05.2004
Stephanie Kretschmar 3
Abbildung 8 Colossus, ohne Jahresangabe http://www-etsi2.ugr.es/alumnos/mlii/Colossus.htm Zugriff am 02.06.2004
Abbildung 9
ENIAC, ohne Jahresangabe
http://home.t-online.de/home/Friedrich-Schiller-Gymnasium/eniac.htm Zugriff am 07.06.2004
Abbildung 10
Entwurf Manchester University Computing Machine, ohne Jahresangabe http://www.turing.org.uk/turing/scapbook/wondrous.html Zugriff am 10.05.2004
Abbildung 11
Turings Haus, 1992
http://www.turing.org.uk/turing/scapbook/wondrous.html Zugriff am 10.05.2004
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1. Einleitung
Alan Mathison Turing ist einer der Urväter des digitalen Computers. Seine Turing-Maschine ist das theoretische Modell der Computer. Alan Turing wusste bereits damals, was ein Computer irgendwann leisten wird.
Im zweiten Weltkrieg entschlüsselt er die Funksprüche der Deutschen und knackt die Dechiffriermaschine Enigma. Jahrelang bleibt dies allerdings ein Geheimnis. Erst mit der umfangreichen Biographie von Andrew Hodges 1985 bekommt Alan Turing die Anerkennung, die er zu seinen Lebzeiten nicht bekommen durfte.
2. Sein Leben
2.1 Kindheit
Alan Mathison Turing ist am 23. Juni 1912 in London geboren. Seine Eltern Ethel und Julius Turing sind für die Geburt ihres Kindes von Indien nach London gereist. Zu den Vorfahren von Ethel Turing gehören Ingenieure, Offiziere und Ärzte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Cousin von Ethels Großvater als Fellow der Royal Society 1894 das Wort „Elektron“ in der Physik einführt. Die Turings gehören zu den Familien aus der oberen Mittelschicht. Alans Vater arbeitet in Indien in der indischen Kolonialverwaltung und seine Mutter ist die Tochter des leitenden Ingenieurs der Madras Eisenbahn.
Ein halbes Jahr nach Alans Geburt, im Jahre 1913, kehren Ethel und Julius Turing wieder nach Indien zurück. Alan, noch ein Kleinkind, und seinen 5jährigen Bruder John überlassen sie in der Obhut eines pensionierten Colonels und dessen Frau in St. Leonards-on-Sea in Sussex. Zu dieser Zeit ist es normal, dass Kinder zu Kindermädchen oder ins Internat abgegeben und nicht bei den Eltern groß gezogen werden. Alans Bruder bereitet diese Situation keine Probleme. Der junge Alan jedoch kommt mit dieser Situation nicht zurecht. Er beginnt zu stottern und entwickelt sich zu
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einem exzentrischen Eigenbrötler, der nicht in der Lage ist, sich an die gesellschaftlichen Gepflogenheiten anzupassen.
Als Alan vier Jahre alt ist kommt seine Mutter für einige Zeit zu Besuch. Dieser Besuch reißt Alans Gefühlswelt in zwei Teile. Zum einen liebt er seine Mutter, zum anderen findet er sie unmöglich. Denn Ethel Turings Hauptsorge besteht zu diesem Zeitpunkt darin, dass Alan auf keinen Fall aus der Rolle fallen soll. 1
Im Internat ist Alan nur als schmuddeliger Junge bekannt, der immer mit Tintenverschmierten Fingern herumläuft. Er ist ein Eigenbrötler, der sich nicht in die Gesellschaft integrieren will. Seine schüchterne Art und sein Stottern verschärfen dieses noch.
Da Julius Turing die erhoffte Anstellung nicht erhält geht er vorzeitig in den Ruhestand. Dies nutzen die Turings um Indien den Rücken zu kehren und nach England zurück zukehren. Um die englischen Finanzbehörden zu umgehen ziehen sie nach Dinard in die Bretagne.
In der Mittelschicht gehört es sich seine Kinder auf eine Public School zu schicken. Da diese Schule viele Kosten verursacht, die sich die Turings zu dieser Zeit nicht leisten können holen sie ihre Kinder zu sich. Offiziell nur zum Wohle der Kinder, doch lieber leben die Turings im Exil als zugeben zu müssen, dass sie ihren Kindern keine vernünftige Schulausbildung leisten können. 2
Das Leben bei seinen Eltern bekommt Alan sehr gut. Seine Eltern stellen jedoch schnell fest, dass Alan kein normales Kind ist. Obwohl Alan beim Lesen und Schreiben
1 Paul Strathern, Turing & der Computer [1998] S.35
2 Paul Strathern, Turing & der Computer [1998] S.36
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Schwierigkeiten hat und sich dieses nur mit Selbstdisziplin beibringen kann, überrascht er seine Eltern immer wieder.
Mit 7 Jahren erklärt Alan seinen Eltern, dass sie keinen Honig mehr vom Imker kaufen müssen, da er weiß wo die Bienen Ihre Waben haben. Er erzählt ihnen, dass er die Flugbahnen der Bienen beobachtet und dabei festgestellt hat, dass sich die Flugbahnen treffen. An dem Punkt wo sich die Flugbahnen der Bienen treffen, vermutet er die Waben. Bereits am nächsten Morgen bringt Alan seinen Eltern eine Honigwabe.
Gleichzeitig hat Alan eine ungewöhnliche Mathematische Begabung. Er kann bereits mit sieben Jahren alle sechsstelligen Seriennummern der Straßenlaternen in seinem Wohnort auswendig. Und mit 9 Jahren gelingt es ihm die Höhen von Hügeln und Bergen fast exakt zu berechnen. Mit 11 Jahren begeistert er sich für die organische Chemie und so kommt es, dass er mit 12 Jahren aus Tang, welches er sich aus dem Meer holt, Jod destilliert.
Andererseits muss Alan sich einen Punkt auf den Daumen malen, damit er links von rechts unterscheiden kann. Ein weiteres Beispiel für Alan ist, dass er einen Brief in drei Minuten verfassen kann. Danach aber erstmal 1 ½ Stunden nach einem Kuvert suchen muss und wenn er diesen gefunden hat muss er wieder weitere 1 ½ Stunden nach dem aus der Hand gelegten geschriebenen Brief suchen. 3
Seine Ferien verbringt Alan gerne in Frankreich, wo er schnell die Sprache lernt. Schon bald weckt seine gute schulische Ausbildung seine Fähigkeiten und er soll Latein lernen, damit er auf die Public School gehen kann. Zur Erleichterung aller ergattert Alan noch einen letzten freien Platz in der Sherborne Schule. Dies ist eine angesehene Privatschule in Dorset.
2.2 Sherborne Schule (1926-1931)
Bereits am Anfang macht der gerade mal 13jährige von sich reden. Für seinen Schulanfang fährt er alleine mit der Fähre von Frankreich nach England. Als er in Southhampton ankommt, erfährt er von einem Generalstreik. Die Auswirkung dieses Streikes betreffen ihn, denn es fahren keine Züge mehr. Um zur Schule zu kommen, kauft Alan sich eine Landkarte und radelt die restlichen 75 Kilometer mit dem Fahrrad. In Sherborne angekommen wird Alan als Held gefeiert. Dieses Bild bleibt jedoch nicht
3 Rowohlts Monographien [1998] S. 22
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lange von dem schmuddeligen und linkischen Stotterer, der sich gegen jede Art der Freundschaft wehrt. 4
Alan passt sich in der Schule mit seinem Verhalten nicht an, aber er lehnt sich gegen die bestehenden Verhältnisse auch nicht auf, so dass er sich auf eine andere Weise doch anpasst. Dieses Verhalten prägt Alan.
In den Schulen wird zu dieser Zeit sehr viel Wert auf Sport gelegt. Alan der kein guter Sportler ist entscheidet sich für den Langstreckenlauf. Diese Sportart festigt seine Ausdauer körperlich wie intellektuell und er entwickelt sich an der Sherbone Schule sogar zu dem besten Langstreckenläufer.
Obwohl Alan sein Interesse für Mathematik hier entdeckt, hat er Probleme dem Unterricht zu folgen. Zum einen findet er die Lehrbücher nicht anspruchsvoll genug, zum anderen interessiert er sich für nur wenige Fächer. Am besten kann Alan lernen, wenn er es sich selbst beibringt, ohne Fremde Hilfe. Der Kryptographie schenkt er dabei besonderes Interesse.
Als 15jähriger gewinnt Alan in Christopher Morcorm, der als bester Mathematiker der Schule bekannt ist, einen Freund. Die Freundschaft festigt sich schnell durch das gemeinsame Interesse. Die beiden führen mehrere chemische Experimente durch, beobachten den Himmel mit Teleskopen, basteln einen Sternglobus und erfinden neue Spiele. Bei Alan wird aus der Freundschaft schnell mehr. Er verliebt sich in den blauäugigen und schmächtigen Christopher. Das Thema Homosexualität wird in der
4 Paul Strathern, Turing & der Computer [1998] S.38
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Stephanie Kretschmar, 2004, Alan Turing. Sein Leben und sein Werk, Munich, GRIN Publishing GmbH
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