Freie Universität Berlin, Journalistenkolleg
Studiengang: Journalistenweiterbildung JWB
Politik des 21. Jahrhunderts
von: Hans-Joachim Birk
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Definition des Globalisierungsbegriffs 1
3. Charakteristika der Globalisierung 2
3.1 Die Reichweite der Entwicklung 2
3.2 Das Ausmaß der Entwicklung 2
3.3 Rechtfertigung des Globalisierungsbegriffs 3
4 Auswirkungen der Globalisierungstendenzen 4
4.1 Auswirkungen auf politisches Handeln 4
4.2 Auswirkungen auf das Sozialgefüge 5
4.3 Globalisierungsfolgen in der Diskussion 5
5. Betroffene der Globalisierung 7
5.1 Nationale Regierungen 7
5.2 Supranationale Regie rungsorganisationen 7
5.3 Soziale Gruppierungen 8
6 Globalisierungsthesen in der Kritik 9
6.1 Zur angenommenen Dimension der Globalisierung 9
6.2 Zum Ausmaß der Globalisierung 10
6.3 Zu den politischen Herausforderungen durch die Globalisierung 10
6.4 Zur Globalisierung im Spannungsfeld sozialer Gerechtigkeit 12
6.4.1 Befürworter wirtschaftsliberaler Globalisierung 12
6.4.2 Kritik einer wirtschaftsliberalen Globalisierung 13
6.5 Konsequenzen aus dem Status Quo der Globalisierung 14
6.6 Grundkonsens in der Globalisierungsdebatte 15
7. Globalisierung und Journalismus 16
Literaturverzeichnis 17
Quellenverzeichnis 18
1. Einleitung
Kaum ein Thema erfährt derzeit mehr Beachtung im wissenschaftlichen Diskurs und der öffentlichen Diskussion wie das der Globalisierung. Gleichzeitig sind wenige Themen mit derart unterschiedlichen Prämissen, Inhalten und Wertungen besetzt. Diese Arbeit nähert sich dem „Streitfall“ Globalisierung zunächst über einige angebotenen Definitionen des Begriffs, um danach anhand aktueller Literatur die verbreitetsten Charakteristika der Globalisierung herauszuarbeiten. Ausgehend von den vorliegenden Positionen der Sozialwissenschaften zum Thema soll eine eigene Stellungnahme und Begriffsdefinition gefunden werden. Ausgehend von einem konkreten Szenario werden danach die Aus- und Wechselwirkungen der Globalisierung beleuchtet und politische Maßnahmen als Antwort auf diese Globalisierungs-Effekte diskutiert. Eine abschließende Stellungnahme ist der Relevanz des Themas für meine persönliche journalistische Arbeit gewidmet.
2. Definition des Globalisierungsbegriffs
Zunächst ist festzustellen, dass eine allgemein anerkannte, gültige Definition des Begriffs noch nicht vorliegt. Vielmehr spiegelt die Vielfalt der bisher versuchten Erklärungen auch die Vielzahl unterschiedlicher Positionen zu der als Globalisierung gekennzeichneten Entwicklung. Häufig fließen auch Wertungen und Haltungen mit in diese Deutungen ein – abhängig davon, ob Globalisierung eher als Chance oder als Bedrohung, als Faktum oder vielmehr als „Legende“ verstanden wird. So konstatieren auch Engelhard/Hein „in Abhängigkeit vom Standpunkt der jeweiligen Autoren z.T. erhebliche Definitionsunterschiede“. 1 Nach Brockhaus ist Globalisierung die „Bezeichnung für die Entstehung weltweiter Märkte, das heißt die zunehmende Internationalisierung des Handels, der Finanz-, Waren- und Dienstleistungsmärkte sowie die internationale Verflechtung der Volkswirtschaften.“ Globalisierung, so weiter, werde durch neue Technologien im Kommunikations-, Informations- und Transportwesen, neue Organisationsformen der betrieblichen Produktionsprozesse sowie Liberalisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen in vielen Ländern vorangetrieben; Hauptakteure dabei sind multinationale Unternehmen (auch Multis, Global Players genannt). 2 Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD „definiert Globalisierung als einen „Prozess, durch den Märkte und Produktion in verschiedenen Ländern immer mehr voneinander abhängig werden – dank der Dynamik des Handels mit Gütern und Dienstleistungen und durch die Bewegungen von Kapital und Technologie“.
3. Charakteristika der Globalisierung
3.1 Die Reichweite der Entwicklung
Diesen und ähnlichen Definitionen ist gemeinsam, dass sie von der Globalisierung als einem Prozess, nicht von einem statischen, bereits vollendeten Zustand sprechen.4 Außerdem erscheint Globalisierung als ein vorrangig (oder ausschließlich) ökonomisches Phänomen: Motor der Entwicklung ist demnach die zunehmende weltweite Vernetzung von Märkten und Produktionsfaktoren, Marktteilnehmern und Kapital. Allerdings wird diese Prämisse nicht von allen Autoren geteilt. So übernimmt beispielsweise Herma nn Lübbe den Begriff wie selbstverständlich in den Kontext der Politik: „Die Erde wird zum politisch geschlossenen Raum, und „Globalisierung“ ist dafür das aktuelle, Theoriebildungsversuche bündelnde Stichwort“. 5 Andere Autoren bieten einen noch umfassenderen Globalisierungsbegriff an, der sowohl wirtschaftliche als auch soziale, kulturelle, technologische und ökologische Aspekte umfassen kann. 6 So definiert etwa die Gruppe um David Held Globalisierung als ,,...einen historischen Prozess, in dessen Verlauf die Netzwerke und Systeme gesellschaftlicher Beziehungen sich räumlich ausdehnen und die menschlichen Verhaltensweisen, Aktivitäten sowie die Ausübung gesellschaftlicher Macht transkont inentalen (oder interregionalen) Charakter annehmen." 7
3.2 Das Ausmaß der Entwicklung
[...]
1 Politik im 21. Jahrhundert, S.28
2 Aus: „Brockhaus in einem Band“, Quelle: www.brockhaus.de/nachschlagen/
3 Politik im 21. Jahrhundert S. 29
4 ebenda S.28
5 ebenda S. 408, nach: Lübbe 1996, S. 39-63
6 vgl. Beck, Ulrich: Was ist Globalisierung. Edition Zweite Moderne. Fünfte Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1998. S. 39 - 47
7 Perraton / Goldblatt / Held / McGrew: Die Globalisierung der Wirtschaft. In: Beck, Ulrich: Politik der Globalisierung. Edition Zweite Moderne. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1997 S.134 - 168, hier S.136
Arbeit zitieren:
Hans-Joachim Birk, 2004, Politik des 21. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag GmbH
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