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Existenzialismus: Grenzsituationen als Weg zur individuellen Freiheit

Title: Existenzialismus: Grenzsituationen als Weg zur individuellen Freiheit

Term Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Birgit George (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Während ich mich mit dem Thema Existenzialismus beschäftigte und näher auf den Begriff der Angst und somit auf den der Grenzsituation einging, entstand die Frage, ob diese Existenzphilosophie, von Sören Kierkegaard begründet, nur eine trockene, pessimistische Philo-sophie sei oder aber ein Leitfaden zum Bewußtwerden der eigenen Existenz, zum Erlangen der individuellen Freiheit.
Auf die philosophiegeschichtliche Entwicklung und die Bedeutung des Begriffes Existenz gehe ich nur geringfügig ein, da dies zu weitschweifig wäre. Doch eine kurze Erklärung halte ich für angebracht, damit die Bedeutung der Wahlmöglichkeiten des Menschen, begründet in dem Begriff der Existenz, klar erkennbar wird.
Stattdessen konzentriere ich mich auf die sogenannten Grenzsituationen, deren Entstehung, den Tod als individuelle Einzelsituation und die Probleme der Umsetzung dieser Philosophie in die Realität.
Hauptsächlich beschäftigte ich mich mit dem Werk „Karl Jaspers, Psychologie der Weltan-schauungen“ und verwendete ebenso „Sören Kierkegaard, Der Begriff Angst“, „Thomas Seibert, Existenzphilosophie“, „Franz Zimmermann, Einführung in die Existenzphilosophie“, „Otto Friedrich Bollnow, Existenzphilosophie“, „Arne Grön, Angst bei Sören Kierkegaard: Eine Einführung in sein Denken“ und einige Online-Texte: „Ion Georgiou, Existentialism - an ethical dilemma“ und „ Karl Jaspers, Philosoph“, „Man and Human Relationships“
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Begriffsprägung durch Sören Kierkegaard: Existenz

2.2. Existenz als Faktum

2.3. Existenz als Vollzug

3.1. Der Zusammenhang zwischen Angst und Existenz

3.2. Der Begriff Angst

4.1. Karl Jaspers: Biographie

4.2. Karl Jaspers: Grenzsituationen

4.3. Leiden

4.4. Reaktionen

4.5. Der Tod als äußerste Grenzsituation des menschlichen Daseins

5. Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Existenzialismus und die Bedeutung von Grenzsituationen als essenzielle Wegbereiter für die individuelle Freiheit des Menschen. Im Zentrum steht die philosophische Frage, ob die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit und der Angst eine bloß pessimistische Lebenssicht darstellt oder die notwendige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes und eigentliches Leben bildet.

  • Die begriffliche Bestimmung der Existenz bei Sören Kierkegaard.
  • Die konstitutive Rolle der Angst für das menschliche Selbstverständnis.
  • Die Philosophie der Grenzsituationen nach Karl Jaspers.
  • Der Tod als ultimative Grenzsituation und Herausforderung zur aktiven Lebensgestaltung.
  • Die Umdeutung des Existenzialismus als lebensbejahende "Philosophie der Aktion".

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Begriff Angst

Im alltäglichen Leben wird Angst meist als eine Schwäche empfunden, die es zu überwinden gilt. Die Existenzphilosophie erkennt Angst jedoch in ihrer grundlegenden Bedeutung als die unerlässliche Bedingung für das Werden der eigentlichen Existenz.

Sören Kierkegaard schrieb in "Der Begriff Angst" eine Abhandlung über die Bedeutung der Angst nicht als Zustand, sondern als etwas, das sie über das Menschsein enthüllt. Sie sei die Wirklichkeit der Freiheit als Möglichkeit für die Möglichkeit.

Angst hat einen unbestimmten, umfassenden Charakter. Lebensangst ist eine Angst vor Katastrophen, in denen das Leben, so wie wir es kennen, aufhört, menschliches Leben gar verschwindet. Eine solche Angst verweist auf eine zugrundeliegende Todesangst, die Angst vor einer drohenden Vernichtung, in der man selbst untergeht.

Daß der Gegenstand der Angst "Nichts" sein kann, bedeutet nicht, daß die Angst nicht eine Situation betrifft. In der Angst verhält man sich durchaus zu seiner eigenen Situation, doch zeigt sich die Situation in der Angst als unbestimmt. Kierkegaard vergleicht die Angst mit einem Schwindelgefühl: Man schaue hinunter in eine Tiefe oder einen Abgrund, der einen zu verschlingen drohe. In der Angst sei es, als ob man einen Halt verliere, indem die Welt, die man kenne, ihre Vertrautheit verliere. Es scheine, als würde man selbst mit dieser Welt untergehen und zugleich auch von ihr getrennt werden. Die Unbestimmtheit der Situation, die man in der Angst entdecke, weise auf einen selbst zurück: Weil die Situation unbestimmt oder unentschieden sei, müsse man sich selbst zu ihr verhalten. In der Angst könne man auf sich selbst reagieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob der Existenzialismus eine pessimistische Philosophie ist oder einen Leitfaden zur individuellen Freiheit bietet, und benennt die verwendeten Quellen.

2.1. Begriffsprägung durch Sören Kierkegaard: Existenz: Dieses Kapitel arbeitet die Umdeutung des Existenzbegriffs von einem bloßen Wesensbegriff hin zu einer spezifischen Vollzugsweise des menschlichen Lebens heraus.

2.2. Existenz als Faktum: Es wird definiert, dass Existenz das faktische Sein des Menschen ("dass ich bin") beschreibt, welches jeder inhaltlichen Wesensbestimmung vorausgeht.

2.3. Existenz als Vollzug: Hier wird Existenz als die Möglichkeit des Menschen verstanden, sich durch Entscheidungen zu sich selbst zu verhalten und seinen Charakter zu prägen.

3.1. Der Zusammenhang zwischen Angst und Existenz: Das Kapitel erläutert, wie der Mensch sich seiner Existenz durch Phänomene wie Angst, Verzweiflung oder Ekel bewusst wird, die ihn auf sein pures Faktum zurückwerfen.

3.2. Der Begriff Angst: Die Angst wird hier als unerlässliche Bedingung für die Freiheit begriffen, die den Menschen aus dem gedankenlosen Alltag herausreißt.

4.1. Karl Jaspers: Biographie: Dieser Abschnitt bietet einen chronologischen Überblick über das Leben und Werk des Philosophen Karl Jaspers.

4.2. Karl Jaspers: Grenzsituationen: Es wird erklärt, dass Grenzsituationen unvermeidbare Bedrohungen sind, die das Dasein in seinen Grundfesten erschüttern und den Menschen zur Entscheidung zwingen.

4.3. Leiden: Das Kapitel beschreibt, wie Leid zwar eine Grenzsituation bedingt, aber gleichzeitig als Kraft zur persönlichen Entfaltung und Wertschöpfung fungieren kann.

4.4. Reaktionen: Hier werden verschiedene menschliche Verhaltensweisen und Strategien im Umgang mit Leid analysiert, von der Flucht bis hin zur aktiven Bewältigung.

4.5. Der Tod als äußerste Grenzsituation des menschlichen Daseins: Der Tod wird als absolute Grenze des Erlebens analysiert, die den Menschen zur Konfrontation mit der Endlichkeit seines Daseins zwingt.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Annahme der Angst und der Grenzsituationen den Weg zu einer höheren Form der Freiheit ebnet und der Existenzialismus somit als optimistische Philosophie der Aktion verstanden werden kann.

Schlüsselwörter

Existenzialismus, Grenzsituationen, Freiheit, Angst, Karl Jaspers, Sören Kierkegaard, Existenz, Tod, Leid, Lebensgestaltung, Philosophie der Aktion, Selbstbestimmung, Endlichkeit, Weltbezug, Subjektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Existenzialismus und die zentrale Rolle, die Grenzsituationen (wie Leid und Tod) bei der Entdeckung der individuellen Freiheit spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Existenz, das Phänomen der Angst, die Bedeutung von Grenzsituationen nach Karl Jaspers und die philosophische Einordnung als "Philosophie der Aktion".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob der Existenzialismus lediglich eine pessimistische Weltsicht vermittelt oder einen konstruktiven Leitfaden für ein bewusstes Leben bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Literaturanalyse basierend auf Werken von Sören Kierkegaard, Karl Jaspers sowie zeitgenössischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung der Existenz, die Analyse der Angst als notwendige Bedingung für die Freiheit sowie eine detaillierte Untersuchung der Grenzsituationen, insbesondere des Todes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Existenzialismus, Grenzsituationen, Angst, Freiheit, Karl Jaspers, Tod und Lebensgestaltung.

Warum wird der Tod in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Der Tod wird als "äußerste Grenzsituation" angesehen, die das menschliche Leben zur Konfrontation mit seiner eigenen Endlichkeit zwingt und dadurch erst wirkliche Entscheidungsfreiheit ermöglicht.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen passiven und aktiven Reaktionen auf Leid?

Während passive Reaktionen oft zur Schilderung des Wertnegativen führen, gehört das Wertpositive zum aktiven Leben, welches durch eigene Wertung und handelnde Synthese eine Weiterentwicklung aus der Krise ermöglicht.

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Details

Title
Existenzialismus: Grenzsituationen als Weg zur individuellen Freiheit
College
Humboldt-University of Berlin  (Philosophie)
Course
Tagebuch und Rhetorik
Grade
1,3
Author
Birgit George (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V2799
ISBN (eBook)
9783638116879
Language
German
Tags
Existenzialismus Grenzsituationen Freiheit Tagebuch Rhetorik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgit George (Author), 2001, Existenzialismus: Grenzsituationen als Weg zur individuellen Freiheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2799
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