I
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung 1
1 Grundlagen Definitionen 1
1.1 Früherkennung Frühwarnung und Frühaufklärung 2
1.2 Definition im Sinne dieser Arbeit 3
2 Geschichtliche Entwicklung der Frühwarnung 4
3 Entwicklung und Arten von Frühwarnsystemen 4
3.1 Erste Generation von Frühwarnsystemen 4
3.1.1 Kennzahlenorientierte Frühwarnsysteme 5
3.1.2 Hochrechnungsorientierte Frühwarnsysteme 6
3.2 Zweite Generation von Frühwarnsystemen 6
3.2.1 Prinzip und Ausgestaltung bei Systemen der zweiten Generation 7
3.3 Dritte Generation von Frühwarnsystemen 8
3.3.1 Das Ansoff sche Konzept 9
3.3.2 Scanning Monitoring 9
3.3.3 Prinzip der Frühwarnung der dritten Generation 10
3.4 Operative vs Strategische Frühwarnsysteme 11
4 Frühwarnsysteme im Tourismus 12
4.1 Bedeutung der Frühwarnung im Tourismus 12
4.2 Das touristische Umfeld 13
4.3 Einordnung der Frühwarnsysteme in das touristische Marketing 14
4.4 Kennzahlen im Tourismus 15
4.5 Indikatoren im Tourismus 15
4.5.1 Indikatoren des politischen Umfeldes 16
4.5.2 Indikatoren des ökologischen Umfeldes 17
4.5.3 Indikatoren des ökonomischen Umfeldes 17
4.5.4 Indikatoren aus dem Mikroumfeld 18
5 Fazit 19
III
Abkürzungsverzeichnis
AWACS Airborne Warning and Control System
BERI Business Environment Risk Index
BOT Berner Oberland Tourismus
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
Ifo Institut für Wirtschaftsförderung
HMS High-Water Monitoring System
ORI Operations Risk Index
o. V. ohne Verfasser
PRI Political Risk Index
ROI Return on Investment
sog. sogenannte
SWOT Strength-Weakness-Opportunities-Threats
u. a. unter anderem
u. a. m. und andere mehr
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
ZEW Zentrums für europäische Wirtschaftsförderung
ZVEI Zentralverband der elektrotechnischen Industrie
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 3 1: Prozess der strategischen Früherkennung 11
Abbildung 3 2: Entwicklungsstufen der Frühwarnung 12
Abbildung 4 1: Mikro Makroumfeld für Tourismusunternehmen 14
V
Anhangverzeichnis
Anhang 1 – Aufbaustufen eines betrieblichen Frühwarnsystems VI
Anhang 2
– Prinzipdarstellung der strategischen Frühwarnung
Anhang 3
– Beobachtungsbereiche mit ausgewählten Indikatoren
Anhang 4
– Du Pont Schema – Kapitalrentabilität IX
0
Da früher das Umfeld der Unternehmen eher berechenbar war und die Positionierung im Wettbewerb auf Basis eigener Stärken und Schwächen stattfand, ergab sich eine eher innenorientierte Strategieentwicklung der Unternehmen. Mittlerweile zeigen Absatz- und Beschaffungsmärkte, Technik, Gesetzgebung, Wettbewerb, Werte u. a. m. eine Dynamik, die zu vielen relevanten und überraschenden Veränderungen im Umfeld einer Unternehmung führen. Die Steigerung der Sensibilisierungsqualität des Managements auf Umfeldentwicklungen ist durch die zunehmende Koevolution von Umwelt und Unternehmen zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor geworden. Mit dem Ziel einer möglichst überraschungsfreien Unternehmensentwicklung wird nach konzeptionellen Möglichkeiten gesucht, die auf künftige Ereignisse oder Entwicklungen hinweisen. Da Überraschungen für ein Unternehmen meist mit Spitzenbelastungen, eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten, vorübergehenden Qualitätsverlusten, hohem Konfliktpotential und negativen Auswirkungen auf die Ertragssituation verbunden sind, erscheint es vollkommen einleuchtend, möglichst früh relevante Zustände und Vorgänge in der Umwelt zu erkennen, um bezüglich der Aktionen/Reaktionen noch über ausreichend Optionen zu verfügen (Manövrierfähigkeit) und diese schrittweise durchführen zu können. Diese Arbeit soll einen Überblick über die möglichen Frühwarnsysteme im Bereich des Tourismus geben und aufzeigen wie die Tourismusunternehmen mit diesen Systemen ihr Umfeld besser vorhersehen können und somit auf eventuelle Veränderungen und Trends besser reagieren zu können.
1 Grundlagen - Definitionen
In diesem Abschnitt sollen erst einmal zum besseren Begriffsverständnis die in der Literatur unterschiedlichen Begriffe und Definitionen zum Thema „Frühwarnsystem“ verdeutlicht und zusammengetragen werden. In der Literatur existieren die Begriffe „Frühwarnung“, „Früherkennung“ und „Frühaufklärung“. Es ist daher sinnvoll eine Abgrenzung der synonym verwendeten Begriffe vorzunehmen.
2
1.1 Früherkennung, Frühwarnung und Frühaufklärung Unter dem Begriff der Frühwarnung versteht man vor allem das Aufzeigen von Bedrohungen und Gefahren und assoziiert gleichfalls etwas Negatives damit. 1 Ein Frühwarnsystem versteht daher HAHN, als eine spezielle Art von Informationssystem mit dem mögliche Gefahren für das Unternehmen aus dem Umfeld mit einem zeitlichen Vorlauf erkannt werden können, um geeignete Gegenmaßnahmen zur Abwendung oder Minderung ergreifen zu können. 2 Dabei stellt dieses die ursprünglichste Form dieser speziellen Informationssysteme dar, die aber dem Nutzer nur einseitig Risiken und Bedrohungen aufzeigen.
Bei der Früherkennung geht es darum neben den Gefahren / Risiken auch die Chancen zuerkennen, die sich für ein Unternehmen ergeben. Die Früherkennung umfasst somit alle Handlungen der Wahrnehmung, Sammlung, Auswertung und Weiterleitung von Informationen über Chancen und Risiken zu einem Zeitpunkt, wo Maßnahmen zur Chancennutzung oder zur Risikenvermeidung getroffen werden können. 3 Früherkennungssysteme nach HAHN und KRYSTEK sind somit spezielle Informationssysteme, mit denen mögliche Risiken und Chancen für das Unternehmen aus dem Umfeld (intern und extern) mit einem zeitlichen Vorlauf erkannt werden können, um diese gezielt zu nutzen oder abzuwenden. 4 Ein Frühwarnsystem kann daher aufgrund seiner Aufgabenstellung als eine spezifische Ausprägung beziehungsweise als ein Subsystem eines Früherkennungssystems gedeutet werden. 5 Schließt man nun zu der Früherkennung der Chancen und Risiken für das Unternehmen zusätzlich noch die informationelle Sicherung von Planung, Steuerung und Kontrolle relevanter Strategien und Maßnahmen mit ein, so spricht beispielsweise KRYSTEK dann von der Frühaufklärung. 6 Dies ist der am weitesten gefasste Begriff in der Literatur. KREILKAMP sowie WELGE/ AL-LAHAM sprechen prinzipiell bei ihren Betrachtungen von
1 Vgl. Welge / Al-Laham (1999), S. 296 und Hahn (1983), S. 4.
2 Vgl. Hahn (1979), S. 25.
3 Vgl. Weigand/Buchner (2000), S. 9.
4 Vgl. Hahn (1983), S. 4, Hahn (1996), S. 244 und Krystek (2003), S. 122.
5 Vgl. Hahn (1983), S. 4.
6 Vgl. Krystek (2003), S. 122.
3
Frühaufklärungssystemen 7 während WEIGAND/BUCHER und KRYSTEK von Früherkennungssystemen sprechen. 8
Es lässt sich festhalten, dass in der Literatur mehrere unterschiedliche Begriffe und Verständnisse zum Thema Frühwarnung, Früherkennung und Frühaufklärung existieren. Jedoch wird in der Praxis und von den Autoren meist das gleiche gemeint, so dass die Begriffe oft synonym verwendet werden können und auch werden. 9 Bei allen Auffassungen ist nach neustem Verständnis klar, dass es bei den Systemen nicht nur um die Einbeziehung von Risiken geht sondern auch von Chancen für das Unternehmen in seiner Umwelt. Unter dieser Vorraussetzung hat auch der Begriff Frühwarnsystem seine Gültigkeit nicht verloren.
Im weiteren Verlauf der Arbeit, anlehnend ebenfalls an FREYER, werden daher die Begriffe Früherkennungssystem, Frühaufklärungssystem und Frühwarnsystem synonym verwendet und unter dem Begriffe Frühwarnsystem weitergeführt.
1.2 Definition im Sinne dieser Arbeit
Frühwarnsysteme, im Sinne dieser Arbeit, verstehen sich somit aus systemtheoretischer Sicht heraus, als reale, komplexe und offene Systeme, die durch ihre gesamten Elemente und den zwischen diesen bestehenden Beziehungen gekennzeichnet sind. 10 Sie erfassen mögliche Chancen und Risiken für das Unternehmen aus seiner Umwelt (intern und extern) sowie dienen der informationellen Steuerung und Kontrolle des Management. Somit können Frühwarnsysteme als ein Instrument der strategischen Kontrolle und Unternehmensführung für das Management betrachtet werden. 11
7 Vgl. Kreilkamp (1987), S. 255f. und Welge/ Al-Laham (1999), S.296.
8 Vgl. Krystek (2003), S. 122 und Wiegand/Buchner (2000), S. 9f.
9 Vgl. Pfohl (1988), S. 809.
10 Vgl. Hahn (1983), S. 5.
11 Vgl. Pfohl (1988), S. 809.
Arbeit zitieren:
Thomas Merkel, 2004, Frühwarnsysteme im Tourismus, München, GRIN Verlag GmbH
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