In der folgenden Arbeit soll die Theorie der Öffentlichkeitsarbeit von Albert Oeckl dargestellt und untersucht werden. Dies soll dazu beitragen zu klären, welchen Beitrag Albert Oeckl zur Entwicklung und zum Aufbau des Bereiches Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland geleistet hat. Zu Beginn wird auf wichtige Punkte der Biographie Albert Oeckl`s eingegangen. Im zweiten Schritt erfolgt eine Darstellung und Analyse seiner Auffassung, beziehungsweise Theorie, der Public Relations, in ihren einzelnen Bestandteilen. Eine kritische Betrachtung der gesamten Theorie, hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und ihres Nutzens für die PRWissenschaft, schließt die Untersuchung ab.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Wer war Albert Oeckl?
2 Die Theorie der Öffentlichkeitsarbeit nach Albert Oeckl
2.1 Theoretische Vorüberlegungen und Grundlagen
2.1.1 Angst und Misstrauen in der Massengesellschaft
2.1.2 Der Kommunikationsprozess und seine Struktur in der Öffentlichkeitsarbeit
2.2 Begriffe und Definitionen
2.2.1 Öffentlichkeiten und öffentliche Meinung
2.2.2 Öffentlichkeitsarbeit
2.2.2.1 Abgrenzungen
2.3 Aufgaben und Ziele der Öffentlichkeitsarbeit
2.4 Funktionen der Öffentlichkeitsarbeit
2.5 Der wissenschaftliche Standort der Public Relations
3 Kritik und Betrachtung der Anwendbarkeit
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Anhang
Anhang I Schematische Darstellung der Theorie
Anhang II Der Kommunikationsprozess
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Theorie der Öffentlichkeitsarbeit von Albert Oeckl umfassend darzustellen, zu analysieren und kritisch zu bewerten. Dabei soll insbesondere geklärt werden, welchen Beitrag Oeckl zur Verwissenschaftlichung der Public Relations in Deutschland geleistet hat und inwieweit seine Ansätze heutigen wissenschaftlichen Anforderungen genügen.
- Biographische Einordnung von Albert Oeckl und seinem beruflichen Werdegang
- Analyse der theoretischen Grundlagen (Angst und Misstrauen in der Massengesellschaft)
- Untersuchung des Kommunikationsprozesses und der Definitionsansätze der Öffentlichkeitsarbeit
- Kritische Reflexion über Funktionen, Aufgaben und Ziele der Öffentlichkeitsarbeit
- Bewertung des wissenschaftlichen Standorts der Public Relations und der Anwendbarkeit der Oecklschen Theorie
Auszug aus dem Buch
Angst und Misstrauen in der Massengesellschaft
Angst und Misstrauen sind für Oeckl`s Theorie bestimmende und grundlegende Elemente. Er geht davon aus, dass in der heutigen Massengesellschaft, deren Existenz er unterstellt, Angst und Misstrauen immer weiter zunehmen werden, und dass „Angst (...) eines der beherrschenden Themen unserer Tage“ ist. Zudem birgt die Entstehung und Existenz einer Massengesellschaft, die insbesondere durch Verstädterung und Landflucht entsteht, die Gefahr einer gefährlichen Entfremdung. Zwar verweist er darauf, dass es auch schon früher Ängste gab, doch heute nehmen diese übermäßig zu, so dass die Menschen „...beinahe unlösbaren Makroproblemen gegenüber“ stehen und es heute „...zahlreiche, beinahe zahllose Ängste“ gibt.
Er klassifiziert die heutigen Ängste in vier Hauptsektoren, in denen diese besonders deutlich erkennbar werden. Diese Kategorien sind das gesellschaftliche Umfeld, der politische Bereich, der sozioökonomische Raum und die Ebene der Religionsgemeinschaften und Stämme. Früher gründeten sich Ängste auf Naturkatastrophen, Seuchen oder den Aberglauben, die gegenwärtigen Makroprobleme sind beispielsweise die ansteigende Staatsverschuldung, die wachsende Umweltgefährdung oder der eskalierende Terrorismus. Die Folgen dieser Vorgänge sind zunehmende Verständnislosigkeit, Hoffnungslosigkeit und schließlich Angst. Des Weiteren kommt es hierdurch zu einem steigenden Vertrauensverlust und zu Misstrauen. All dies gipfelt schlussendlich in einer massiven Vertrauenskrise.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es werden der historische Kontext der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland sowie die Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit erläutert.
1 Wer war Albert Oeckl?: Das Kapitel bietet einen biographischen Abriss von Albert Oeckl, seinen beruflichen Stationen und seiner Bedeutung als Nestor der deutschen Public Relations.
2 Die Theorie der Öffentlichkeitsarbeit nach Albert Oeckl: Dieser Hauptteil analysiert die theoretischen Fundamente, Definitionsansätze, Aufgaben, Ziele und Funktionen der Öffentlichkeitsarbeit nach Oeckl sowie deren wissenschaftliche Einordnung.
3 Kritik und Betrachtung der Anwendbarkeit: Eine kritische Auseinandersetzung mit Oeckls Theorien im Hinblick auf ihre wissenschaftliche Validität, Praxisorientierung und ihren Beitrag zur Disziplinbildung.
Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Arbeit, welche die wesentlichen Erkenntnisse zur Bedeutung und den Defiziten der Theorie Oeckls zusammenführt.
Schlüsselwörter
Albert Oeckl, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Theoriebildung, Kommunikationsprozess, Massengesellschaft, Angst, Misstrauen, Vertrauenskrise, Konsensbildung, Integration, PR-Praxis, Fachgeschichte, Wissenschaftlicher Standort, Praktikertheorie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Aufarbeitung der Öffentlichkeitsarbeit durch Albert Oeckl, einem der wichtigsten PR-Pioniere in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die biographischen Wurzeln Oeckls, sein Verständnis von Massengesellschaft, den Kommunikationsprozess, Begriffsdefinitionen sowie die Funktionen und Ziele der PR.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Oeckls Theorie darzustellen, deren wissenschaftlichen Gehalt zu bewerten und seinen Beitrag zur Etablierung der PR als Disziplin in Deutschland kritisch einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, die Oeckls zentrale Schriften untersucht und in den wissenschaftlichen Diskurs einbettet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die Definition der Begriffe (Öffentlichkeit, PR), die Aufgaben- und Zielstrukturen sowie die Funktionen der PR detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit, Albert Oeckl, Theoriebildung, Kommunikationsprozess und Vertrauenskrise.
Warum ordnet die Autorin Oeckls Arbeit als „Praktikertheorie“ ein?
Die Arbeit stützt sich stark auf berufliche Erfahrungen, Leitsätze und deskriptive Ansätze, statt rein auf empirisch prüfbare wissenschaftliche Modelle.
Wie bewertet die Arbeit Oeckls Definition „Information + Anpassung + Integration“?
Die Arbeit sieht darin eine wichtige, wenn auch teilweise unspezifische und normative Formel, die den Kern von Oeckls Dialogverständnis gut zusammenfasst.
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- Kerstin Dahnert (Author), 2003, Die Praktikertheorie der Öffentlichkeitsarbeit nach Albert Oeckl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28040