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1. Einleitung
2. Analyse 2.1 Situative Einordnung 2.2 Makrostruktur 2.3 Mikrostruktur 2.3.1 Grammatik 2.3.1.1. Flexion 2.3.1.2. Syntax 2.3.2 Kohäsion und Isotopie
3. Bewertung
4. Anlagen
1. Einleitung
„ Der Fachtext ist Instrument bzw. Resultat der im Zusammenhang mit einer spezialisierten gesellschaftlich-produktiven Tätigkeit ausgeübten sprachlich kommunikativen Tätigkeit. Er bildet eine strukturell- funktionale Einheit und besteht aus einer endlichen geordneten Menge pragmatisch, semantisch und syntaktisch kohärenter Sätze oder satzwertiger Einheiten, die als komplexe sprachliche Zeichen komplexen Aussagen im Bewusstsein des Menschen und komplexen Sachverhalten in der objektiven Realität entsprechen.“ 1
Diese Aussage Hoffmanns verdeutlicht, dass ein Fachtext im Rahmen der Kommunikation zwischen Verfasser und Rezipient diverse Besonderheiten aufweist, die ihn von anderen Textsorten abgrenzen: eine starke strukturelle Gliederung, Kohärenz und Kohäsion, zum Beispiel, sind wichtige Kriterien, die den Fachtext auszeichnen und eine effektive Verständigung der Kommunikationspartner über eine bestimmte Thematik ermöglichen. Der Einsatz unterschiedlicher Mittel auf semantischer, syntaktischer und pragmatischer Ebene ist entscheidend dafür, ob und wie der Text die an ihn gestellten Anforderungen und Ansprüche erfüllt.
9 in: Roelcke, Thorsten. Fachsprachen. Berlin: Erich Schmidt, 1999. S. 21.
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Im Laufe dieser Arbeit möchte ich nun einen ausgewählten Text auf seine Fachlichkeit hin überprüfen. Dabei soll zunächst genauer auf die außersprachliche Situation eingegangen werden. Herkunft und Grund für das Verfassen des Textes sollen näher erläutert werden, zudem das Verhältnis der Kommunikationspartner und die Anforderungen, die an sie bzw. den Text selbst gestellt werden.
Anschließend werde ich mich intensiver der makrostrukturellen Analyse des Textes widmen, dabei die wichtigsten Inhaltsabschnitte herausarbeiten, Gliederungselemente und graphische Mit tel benennen. Den Großteil dieser Arbeit wird die Analyse der Mikrostruktur einnehmen, wobei die Bereiche Grammatik und Syntax genauer beleuchtet werden sollen. Im Anschluss an diese Analyse erfolgt eine Bewertung des Textes auf seine Tauglichkeit, die darstellen soll, ob und inwiefern er den Anforderungen entspricht.
2. Analyse
2.1. Situative Einordnung
Die Textgrundlage dieser Arbeit wurde der Internet-Seite eines kanadischen Zoofachgeschäftskette entnommen, die es sich laut eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht hat, jedem Interessierten das für ihn geeignete Haustier zu finden. Zu diesem Zwecke wurden zusammenfassende Texte verfasst, die dem Leser Informationen zum gewählten Tier vermitteln sollen, so z.B. zu den Anforderungen, der artgerechten Haltung und der Pflege. Das Informationsangebot erstreckt sich dabei neben Hund und Katze auch über Vögel, Reptilien und Nagetiere. Für diese Analyse soll der Text über das Chinchilla von Bedeutung sein.
Dieser hat die Funktion, den am Kauf eines solchen Tieres Interessierten darüber aufzuklären, welche Anforderungen das Chinchilla an den Käufer stellt, und somit zur Entscheidungsfindung über den Kauf beitragen. Um seiner Funktion als Informationsvermittler gerecht zu werden, muss der Verfasser des Textes über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen bzw. selbst Erfahrung im Umgang mit dem Tier haben, da eine falsche Haltung seitens des Tierhalters/ des Lesers des Textes (z.B. bei der Fütterung) gravierende Konsequenzen für das Tier haben könnte. Zudem muss er das zu vermittelnde Wissen zu einem leicht verständlichen Text formen. ***warum?***
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Da man davon ausgehen kann, dass der Leser des Textes kein bzw. nur wenig Wissen über das Tier hat, muss er, auf grundlegende Informationen aufbauend, tiefer in die Materie einführen, da Basis-Informationen allein die positive Kaufentscheidung des Lesers nicht rechtfertigen, und der Verfasser seiner Aufklärungspflicht aufgrund einer lediglich oberflächlichen Einführung nicht nachkommen würde. Dennoch muss dies immer unter der Annahme eines fachexternen Kommunikationspartners geschehen. Der Text ist nicht für Fachleute, wie Tierärzte oder Zoologen, konzipiert. Die Erwartungen an den Leser sind somit minimal. Als Laie soll er die Informationen aufnehmen, und kritisch hinterfragen, ob das entsprechende Tier seinen Wünschen und Vorstellungen entspricht.
Der Text ist öffentlich dauerhaft zugänglich, somit nicht aktuell. Sachlich-neutral bereitet der Verfasser sein Wissen auf. Didaktisch -instruktiv soll neben der Vermittlung theoretischen Wissens allerdings auch das Interesse am Tier geweckt werden, da sich das Unternehmen eine entsprechende Kundschaft erhofft. ***Welche Typologisierung liegt hier zu Grunde?***
2.2. Makrostruktur
Da der Text bzw. der Verfasser den Leser didaktisch- instruktiv einweisen und Informationen effektiv vermitteln soll, muss der Text in leicht nachvollziehbare Abschnitte gegliedert sein.
Der Text weist eine starke Gliederung auf. Sechs große Teilabschnitte werden durch kurze Zwischenüberschriften in Fettdruck und Großbuchstaben optisch und inhaltlich voneinander getrennt. Nach einer sehr knappen Gesamtaussage zum Tier kann der Leser mehr über allgemeine Informationen, die Ernährung, die Pflege, die Haltung, den Käfig und notwendiges Zubehör erfahren. Diese sechs Abschnitte wiederum sind in durchschnittlich drei und mehr Absätze untergliedert, die sehr kurz sind, und die verschiedenen Aspekte der Thematik beleuchten. Die Unterteilung in viele Abschnitte mit Zwischenüberschriften anstelle eines großen, geschlossenen Textkörpers lockert den Text optisch auf, wodurch die Lust des Lesers an der Auseinandersetzung mit dem Text gesteigert wird. Der Text wirkt übersichtlich und leicht nachvollziehbar, da die formale Trennung der inhaltlichen Trennung entspricht. Zudem ist es dem Leser durch die Zwischenüberschriften möglich, gezielt nach Informationen zu suchen, ohne dabei erneut den gesamten Text durchsuchen zu müssen. Auch die Verwendung
Arbeit zitieren:
Mandy Dobiasch, 2003, Analyse eines Fachtextes, München, GRIN Verlag GmbH
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