Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 4
1.1 Problemstellung und Darstellung des Vorhabens 4
2 THEORETISCHER HINTERGRUND 7
2.1 Geschichte des Inline-Skatens 7
2.2 Das Material 8
2.3 Formen des Inline-Skatings 9
2.4 Darstellung der relevanten Begriffe 10
2.4.1 Inline-Skating 10
2.4.2 Bewegungskunststücke und Fahren an der Könnensgrenze 11
2.4.3 Begriffe, Kunststücke, Techniken 11
3 KONZEPTION DER UNTERRICHTSEINHEIT 15
3.1 Lernziele der Unterrichtseinheit 15
3.2 Lernausgangslage 17
3.2.1 Zur Situation der Lerngruppe sowie allgemeine Lernvoraussetzungen 17
3.2.2 Rahmenbedingungen 18
3.3 Allgemeine didaktische Reflexion 19
3.3.1 Legitimation der Thematik durch die Rahmenrichtlinien und die
Grunds ätze und Bestimmungen 19
3.3.2 Begründete Auswahl der Thematik 21
3.3.3 Didaktische Reduktion 23
3.4 Allgemeine methodische Reflexion 24
4 DIE PRAKTISCHE UMSETZUNG DES VORHABENS 24
4.1 Tabellarische Verlaufsplanung der Einheit 25
4.2 Die erste Doppelstunde der Einheit 26
4.2.1 Lernziele 26
4.2.2 Verlaufsplanung 27
4.2.3 Fach- und inhaltsspezifische Lernvoraussetzungen 29
4.2.4 Methodische Reflexion 29
4.2.5 Resümee 31
2
4.3 Die zweite Doppelstunde der Einheit 34
4.3.1 Lernziele 34
4.3.2 Verlaufsplanung 36
4.3.3 Fotos 38
4.4 Die dritte Doppelstunde der Einheit 39
4.4.1 Lernziele 39
4.4.2 Verlaufsplanung 40
4.5 Die vierte Doppelstunde der Einheit 41
4.5.1 Lernziele 41
4.5.2 Verlaufsplanung 42
4.5.3 Fach- und inhaltsspezifische Lernvoraussetzungen 44
4.5.4 Kinder, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen 45
4.5.5 Methodische Reflexion 46
4.5.6 Resümee 47
5 GESAMTREFLEXION UND AUSWERTUNG 50
6 LITERATUR 55
7 ANHANG 58
3
1 Einleitung
Mit 17 Jahren entdeckte ich die Freude am Inline-Skaten. Zusammen mit Freunden lernte ich auf ausgedehnten Touren die Inline-Skates als ein Sportgerät kennen, das vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglicht. Sowohl das Dahingleiten auf glatten Straßen als auch die Möglichkeit Sprünge und kleine Kunststücke zu vollführen, faszinierten mich. Während meines Studiums nutzte ich die Inline-Skates aktiv zur Freizeitgestaltung. In dieser Zeit besuchte ich auch zwei Semester lang ein Seminar zum Thema „Inline-Skaten in der Schule“. Hier gewann ich selbst durch vielfältige Bewegungsaufgaben enorm an Sicherheit dazu und erhielt erste Einblicke darin, wie man Kindern das Inline-Skaten vermitteln kann. Dieses Vorwissen führte mich zu dem Wunsch, Inline-Skaten zum Thema meiner Examensarbeit zu machen. Bei der Einarbeitung in dieses Thema entstanden folgende Überlegungen und Thesen.
1.1 Problemstellung und Darstellung des Vorhabens
Beim Studium der deutschsprachigen Literatur zum Thema Inline-Skaten fällt auf, dass die meisten Bücher sich größtenteils nur mit der Einführung des Inline-Skatens befassen. Sie sind als eine Art Anleitung für Anfänger geschrieben.
Nach meinen Erfahrungen sind aber die meisten Kinder der 4. Klasse bereits weit über dieses Stadium hinaus. Sie besitzen häufig schon längere Zeit eigene Inline-Skates und können sich oft schon recht gut damit fortbewegen. Viele von ihnen sind sogar bereits so sicher, dass sie auch anspruchsvollere Bewegungsaufgaben meistern können. Diese Erkenntnisse konnte ich in meiner Freizeit und in einer bereits erteilten Unterrichtsstunde zum Thema Inline-Skaten in einer 4. Klasse im vergangenen Schuljahr sammeln. Von 27 Kindern besaßen 25 eigene Skates und konnten auch damit fahren. Bereits in dieser ersten Stunde konnten viele Kinder auch relativ schwere Bewegungsaufgaben auf Anhieb ausführen, wie z.B. das Rückwärtsfahren und das Entlangfahren an einer Bank bei dem mit einem Skate auf der Bank entlang gerollt wird. Es ist daher notwendig den Kindern motivierende Aufgaben zu bieten, die sie weiter fordern und somit fördern. Denn trotz ihrer Vorkenntnisse können die Kinder noch viele zusätzliche Erfahrungen auf ihren Skates sammeln. Diese ermöglichen es ihnen dann noch sicherer zu fahren und auf verschiedene (störende) Einflüsse flexibel reagieren zu können. Aus diesen Überlegungen entstand das Thema für meine Examensarbeit:
In meiner Einheit werde ich die Schüler mit Bewegungskunststücken fordern. Hinzu kommen Übungen, die den Kindern das Überschreiten und Austesten ihres Könnens ermöglichen, denn "wir lernen immer dann besonders wirkungsvoll, wenn wir ´an unsere Grenze gehen´." (Nagel / Hatje 1997, S.30). Dabei soll es nicht darum gehen die Kinder zu Artisten auf Skates auszubilden, sondern um die Sicherung und das Flexibilisieren des Fahrkönnens. Durch die wachsende Vertrautheit mit dem Sportgerät Inline-Skates werden Verletzungsrisiken vermindert und die Sicherheit u.a. im Straßenverkehr erhöht.
Aus diesen Überlegungen resultiert die erste These, die ich in meiner Arbeit beweisen möchte:
Die Lebenswelt von Kindern hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Kinder verbringen einen Großteil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen, sei es in der Schule oder zu Hause. Unter anderem durch die steigende Mediatisierung der heutigen Lebensumwelt besteht die „Entwicklungstendenz von der ‚Straßenkindheit’ zur ‚Verhäuslichung’“ (vgl. Hildebrandt u. a. 1994, S. 5 ff.). Aus diesen Veränderungen der Kindheit resultieren Bewegungsdefizite, die zu gesundheitlichen und motorischen Störungen führen können. Das Unfallrisiko für Kinder ist gestiegen, da sie „auf alltägliche Situationen nicht mehr angemessen reagieren können.’“ (Einladung zum Symposium der Deutschen Olympischen Gesellschaft 1995, zitiert nach: Ramin 1997, S. 109). Aufgabe des Schulsports ist es diesem Bewegungsdefizit entgegenzuwirken. Er muss einen Ausgleich für die bewegungsarme Freizeit der Kinder schaffen und ihnen vor allem Perspektiven für eine aktive sportliche Freizeitgestaltung aufzeigen (vgl. Lütjen 2001, S. 5 f.). Dem hier beschriebenen Bewegungsmangel von Kindern steht glücklicher Weise folgende Feststellung gegenüber: "Inline-Skating ist in den letzten Jahren zu einer Trendsportart geworden. Viele Kinder besitzen Inline-Skates und gestalten damit begeistert einen Teil ihrer Freizeit. Am Wochenende sieht man ganze Familien auf Skates spazieren fahren." (Schlichte 2000, S.7). Bereits 1996 besaß jeder dritte Unter-19-jährige Inline-Skates (vgl. Nagel / Hatje 1997, S.6). Diesen Trend, durch den sich Kinder gern sportlich betätigen, muss der Sportunterricht aufgreifen und fördern, denn schließlich ist es seine Aufgabe "die Freude der Kinder an Bewegung und Spiel zu fördern". (Rahmenrichtlinien für die Grundschule - Sport, S.5). Dieses Ziel kann durch das Erlernen von Bewegungskunststücken verfolgt werden:
5
Die beiden aufgeführten Thesen möchte ich am Ende der Einheit durch Beobachtungen, Fotos und die Auswertung zweier Fragebögen zum Könnensstand der Kinder überprüfen. Die Fragebögen werden vor der ersten Stunde und nach der letzten Stunde verteilt und befragen die Kinder zu ihrer subjektiven Einschätzung ihres Fahrkönnens.
Im Folgenden wird zunächst der theoretische Hintergrund für meine Arbeit dargestellt. Dazu wird ein kurzer Abriss der Geschichte des Inline-Skatens gegeben, das Material beschrieben und themenrelevante Begriffe werden erläutert. Danach folgen die Vorüberlegungen für meine Unterrichtseinheit. Es werden die Ziele der Einheit dargelegt, die Lernausgangslage definiert und eine methodische und didaktische Reflexion geführt. Da die didaktische Reflexion für alle Stunden der Einheit gilt, wird diese bei der ausführlichen Darstellung der Stunden nicht mehr aufgeführt. Im Kapitel zur Konzeption der Unterrichtseinheit werden dann die durchgeführten Stunden dargestellt. Den Abschluss der Arbeit bildet das Gesamtresümee, in dem die aufgestellten Thesen auf ihre Richtigkeit hin geprüft, die Fragebögen ausgewertet und die Unterrichtseinheit auf mögliche Verbesserungen hin untersucht werden.
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2 Theoretischer Hintergrund
Dieses Kapitel soll das Hintergrundwissen zum Verständnis dieser Arbeit liefern. Dazu wird die Geschichte des Inline-Skatens kurz betrachtet und zentrale Begrifflichkeiten werden erläutert.
2.1 Geschichte des Inline-Skatens
Die Geschichte der Inline-Skates lässt sich nicht unabhängig von der der Rollschuhe betrachten. Oft lief die Entwicklung parallel, zeitweise geriet eine der beiden Entwicklungen in den Hinter-grund.
Die Urform des Inline-Skates entstand wahrscheinlich in Holland zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie entstand aus dem Wunsch heraus sich auch im Sommer, ähnlich wie im Winter auf Schlittschuhen, gleitend fortzubewegen. Die ersten Rollschuhe waren mit hölzernen Spulen oder mit zwei hintereinander gelagerten Metallrädchen versehen und besaßen eine festschnallbare hölzerne Stütze bis zum Knie. Sie waren aber nicht sonderlich verbreitet und oft nur als Kuriosität auf Maskenbällen oder auf Theaterbühnen zu sehen (vgl. Hottenrott / Urban 1996, S. 21).
Für ein Theaterballett wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Vorform des ersten Rollschuhs entwickelt. Er führte durch seine 2x2-Rollenverteilung zu mehr Standsicherheit und machte somit das Gleiten auf Rollen einfacher und populärer (vgl. ebd. S. 22). James Leonard Plimton war es dann, der einige Zeit später die ersten typischen Rollschuhe entwickelte. Sie besaßen die bekannten zwei Achsen vorne und hinten mit je zwei Rollen an den Seiten. Aus dem steigenden Interesse an Rollschuhen heraus, entstanden nun die ersten Rollschuhbahnen und 1895 die ersten industriell gefertigten, kugelgelagerten Rollschuhe (vgl. ebd. S.23). „Der ´normale´ Rollschuh verdrängte aufgrund seiner besseren Fahrstabilität den Inline-Skate fast völlig und hatte mit seiner großen und sicheren Auflagefläche eine sehr große Verbreitung.“ (ebd., S. 23).
Zum Ende des 19. Jahrhunderts avancierten die Rollschuhbahnen und -hallen zu gesellschaftlichen Treffpunkten, in denen man sich in gepflegter Kleidung und Atmosphäre begegnete. Nebenher entwickelte sich bis weit in das 20. Jahrhundert hinein der Rollsport. Es gab Vereine für Rollhockey, für Rollschnelllauf und für Kunstlaufen (vgl. ebd. S.24).
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Mitte der 70er Jahre erlebte das Rollschuhlaufen noch einmal eine Hochkonjunktur mit der sogenannten Roller-Skate-Welle, in deren Zuge auch Rollerdiscos entstanden, in denen auf den „Disco-Skates“ getanzt wurde.
Erst 1980 wurden die Inline-Skates in den USA wiederentdeckt und „... diesmal endgültig ´erfunden´“ (ebd., S. 24). Die Eishockeyspieler Scott und Brennan Olsen bauten den eigentlichen Inline-Skate, da die herkömmlichen Rollschuhe das Eislaufgefühl nicht vermitteln konnten. Begeistert von ihrer Entwicklung gründeten sie die Firma Rollerblade, die noch heute marktführend in der Produktion von Inline-Skates ist. „Vor allem die konstruktionellen Verbesserungen von In-Line-Skates gegenüber dem klassischen Rollschuh bzw. Quads“ (ebd., S. 25) führten dazu, dass die Inline-Skates den Rollschuhen den Rang abliefen. Besonders die harte Außenschale, die den sicheren Stand garantiert, ermöglicht es, die Inline-Skates in verschiedensten Disziplinen nutzen zu können. Neben dem Freizeit-Skaten hat sich u.a. das Down-Hill-Skaten, das Speed-Skaten, das Rollkunstlaufen, das Inline-Hockey und das Freestyle-Skaten auf der Straße oder in der Halfpipe etabliert (vgl. ebd. S.25).
Die Geschichte des Inline-Skatens war also immer durch die Entwicklung des Materials bestimmt. Einen Überblick über den heutigen Entwicklungsstand der Technik soll das nächste Teilkapitel liefern.
2.2 Das Material
Sie bestehen aus einem gepolsterten Innenschuh, der in einem Außenschuh aus hartem Kunststoff steckt. Diese Kunststoffschale, ähnlich wie beim Ski- oder Eishockeystiefel, gibt dem Fuß festen Halt. Ohne diese Schale würde der Fuß, aufgrund der schmalen Auflagefläche der Rollen, weg knicken. Der Schuh wird mit Schnürsenkeln oder Schnallen fest verschlossen und ermöglicht so den sicheren Sitz am Fuß (vgl. Nagel / Hatje 1997, S. 15 f.). An der Unterseite des Schuhs ist das Laufrollengestell, die so genannte Schiene, befestigt. In dieser Halterung aus verstärktem Kunststoff oder Aluminium sind die vier Rollen befestigt (vgl. ebd. S. 19 f.).
Die kugelgelagerten Rollen bestehen in der Regel aus Polyurethan und unterscheiden sich in Härtegrad, Durchmesser, Auflagefläche und Qualität der Kugellager. Die Güte der Kugellager wird in ABEC (Annular Bearing Engineers Commitee) angegeben.
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Rollen mit großem Radius, geringer Auflagefläche und teuren Kugellagern werden im Speed-Skating-Bereich eingesetzt, sehr harte, verschleißarme Rollen mit kleinem Radius und großer, sicherer Auflagefläche im Stunt-Skating-Bereich. Zwischen diesen beiden Extremen liegen die Rollen, die für den Normalverbraucher, dem so genannten Fitness- oder Recreation-Skater, gedacht sind (vgl. ebd. S. 17 f.).
An der Ferse eines Schuhs ist der Stopper befestigt. Durch Anheben der Spitze des Schuhs wird der Stopper auf den Boden gesetzt und bremst den Skater ab (vgl. ebd. S. 16 f.).
Zur nötigen Schutzausrüstung gehören:
Helm (auch ein Fahrradhelm ist geeignet), - Knieschützer, - Ellbogenschützer, - Handgelenkschützer! - (vgl.GUV 1999, S. 3)
Die Schützer stammen ursprünglich aus dem Skateboardbereich. Sie bestehen aus widerstandsfähigem Nylon-Material, sind innen gepolstert und besitzen außen eine stabile Plastikkappe. Sie werden mit Klettverschlüssen an den Gelenken befestigt.
Die Handgelenkschützer haben außen eine gebogene Plastikschiene an der Handinnenseite, die Stürze abfedert und so das Handgelenk schützt (vgl. Sauter 1996, S.21). Diese Schützer sollten immer getragen werden, egal welche Form des Inline-Skatens betrieben wird.
2.3 Formen des Inline-Skatings
Die zwei bekanntesten Varianten des Inline-Skatings sind das Recreation-Skating und das Aggressive- oder Stunt-Skating. Ersteres bezeichnet das „normale“ Inline-Skaten zur Gesunderhaltung oder zur schnellen Fortbewegung, das ca. 60 Prozent der skatenden Bundesbürger betreiben (vgl. Nagel / Hatje 1997, S.7).
Das Aggressive- oder auch Stunt-Skating bezeichnet das Vollführen waghalsiger Kunststücke, wie das „Grinden“ (seitliches Rutschen) (vgl. ebd., S. 11) auf Treppengeländern, das Überspringen von Treppen oder das Fahren in der Halfpipe. Die in meiner Einheit verwandten Bewegungskunststücke möchte ich aber deutlich von den eben genannten abgrenzen. Mein Ziel ist es nicht die Kinder zu Stunt-Skatern auszubilden, sondern sie durch vielfältige Bewegungserfahrungen sicherer auf ihren Skates zu machen.
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2.4 Darstellung der relevanten Begriffe
In diesem Unterkapitel sollen die im Thema genannten Begriffe Inline-Skaten, Bewegungskunststück und Könnensgrenze definiert werden. Danach werden die in der Unterrichtseinheit benutzten Übungen und Techniken erläutert.
2.4.1 Inline-Skating
„In-line“ bezeichnet dabei die Anordnung der Rollen am Inline-Skate. Sie sind „in a line“ (engl. in einer Reihe) angeordnet. Ebenfalls aus dem Englischen stammt das Wort „Skating“. Es kann sowohl Schlittschuh laufen als auch Rollschuh laufen heißen (vgl. PONDS 2001, skating). In der Literatur findet man verschiedene Schreibweisen: Inline-Skating (Nagel / Hatje 1997) In-Line Skating (Hottenrott / Urban 1996), (Sauter 1996) In-Line-Skating (Bucher 1994), (Pappert / Sindinger 1996), (Sauter 1997) Inlineskating (Encarta 2002)
Ebenfalls verwendete Bezeichnungen für den Sport auf Rollen sind: Rollerblading (Johnson 1996) Skaten (Nagel / Hatje 1997, S. 7)
In meiner Arbeit benutze ich die Schreibweisen von Nagel / Hatje 1997 und werde von Inline-Skating, Inline-Skaten oder Skaten sprechen. Analog verwende ich die Begriffe Inline-Skates und Skates. Inline-Skating umschreibt dabei die weltweit verbreitete Sportart selbst, Inline-Skaten die (technische) Ausführung dieses Sports.
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2.4.2 Bewegungskunststücke und Fahren an der Könnensgrenze
Der von mir verwendete Begriff „Könnensgrenze“ bezieht sich auf die Grenzen der Fahrgeschicklichkeit, des Gleichgewichts und der Koordination. Damit ist nicht die konditionelle Leistungsgrenze gemeint.
Der Begriff „Bewegungskunststück“ bezieht sich, wie bereits erwähnt, nicht auf die spektakulären Tricks aus dem Aggressive-Skate-Bereich, sondern auf ungefährliche, aber herausfordernde Übungen. Diese werden nun im folgenden Kapitel beschrieben.
2.4.3 Begriffe, Kunststücke, Techniken
„Im Lot sein“ gegenüber „X-Beinen“
Eine gelenkschonende und ökonomische Grundhaltung beim
Skaten zeichnet sich dadurch aus, dass der Skater in den Gleitphasen möglichst lange Zeit auf einem Bein gleitet. Dies erreicht er, indem er seinen Körperschwerpunkt möglichst exakt über den gleitenden Skate bringt. Er befindet sich dann im Lot über dem fahrenden Skate. Im Gegensatz dazu steht das oft bei Anfängern zu sehende x-beinige Fahren. Diese Haltung schädigt sowohl die
Gelenke als auch die Rollen und ermöglicht nur eine vergleichsweise langsame Fahrt. Sie sollte vermieden werden. T-Bremse
Einer der Skates wird quer zur Fahrtrichtung hinter dem anderen Skate hergeschliffen. Das Gewicht liegt dabei zu einem großen Teil auf dem gerade laufenden Skate.
Fersen-Bremse
Der Skate mit dem Stopper an der Ferse wird nach vorn geschoben und mit
der Spitze angehoben. Dabei wird der Stopper auf den Boden gesetzt und bremst. Damit der Skater nicht durch das Bremsen nach vorne kippt, geht er etwas in die Knie um den Körperschwerpunkt zu verlagern.
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Rasen-Bremse
Mit Rasen-Bremse (vgl. Bucher 1994, S. 16) ist das Auslaufen auf dem Grünstreifen gemeint, ein sehr wirkungsvoller Notstopp. Der Grünstreifen wird in der Halle durch Turnmatten ersetzt.
C-Cuts oder Halbes-Eieruhr-Fahren-Vorwärts
Ein Skate hält die Spur, der andere fährt kleine Bögen. Dadurch bekommt der Skater Fahrt und fährt um die Kurve. Die C-Cuts sind gut als Vorübung für das Übersetzen geeignet. Die Inline-Skates würden folgende Spur auf den Boden malen.
Vorwärts-Übersetzen
Das Übersetzen ist eine Methode Kurven zu fahren ohne dabei Schwung zu verlieren. Dabei wird in einer Linkskurve der bogenäußere Skate (rechts) gekreuzt vorn über den bogeninneren (links) gesetzt. Dieser wird dann mit einem kurzen Nachstellschritt wieder links neben den rechten Skate gesetzt und das Überkreuzen beginnt von Neuem. Während der gesamten Kurvenfahrt werden dabei der Körper und beide Skates in die Kurve gelehnt.
Das Übersetzen ist eine recht schwierige Technik, die vom Skater viel Gefühl für seine Skates und seinen Körper verlangt. Duck-Walk
Der Duck-Walk ist eine Figur, bei der der vordere Fuß auf der
hinteren Rolle und der hintere Fuß auf der vordersten Rolle fährt (vgl. Nagel / Hatje 1997, S. 116 f.)
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Arbeit zitieren:
Hauke Lütjen, 2001, Sicherung und Flexibilisierung des Inline-Skatens: Inline-Skaten für Fortgeschrittene einer 4. Klasse, München, GRIN Verlag GmbH
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Hauke Lütjen hat den Text Sicherung und Flexibilisierung des Inline-Skatens: Inline-Skaten für Fortgeschrittene einer 4. Klasse veröffentlicht
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