Inhaltsverzeichnis 3
I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis 3
II. Abbildungsverzeichnis 5
III. Tabellenverzeichnis 7
IV. Abkürzungsverzeichnis 8
A Einleitung 9
1. Problemstellung 9
2. Zielsetzung und Verlauf der Untersuchung. 10
B Marketingplan für die Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN 11
GmbH 11
1. Corporate Identity Management 11
1.1 Elemente der Corporate Identity 11
1.1.1 Vision 12
1.1.2 Mission 13
1.1.3 Unternehmensleitlinien 15
1.2 Instrumente der Corporate Identity
17
2. Informationsgestaltung und Beschaffung 18
2.1 Unternehmensanalyse 18
2.1.1 Unternehmenscharakteristika 19
2.1.2 Angebotspotenzial 26
2.1.3 Distribution. 29
2.1.4 Kommunikationspolitik 34
2.1.5 Kontrahierungspolitik 36
2.1.6 Personalpolitik
2.1.7 Zusammenfassende Stärken-/Schwächen- 38
Analyse 39
2.2 Analyse des relevanten Marktes 39
2.2.1 Branchenanalyse
2.2.2 Kundenanalyse 44
2.2.3 Konkurrenzanalyse 47
Inhaltsverzeichnis 4
2.3 Umweltanalyse 53
2.3.1 Gesetzliche Umweltbedingungen 54
2.3.2 Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung 56
2.4 SWOT Analyse 58
3 Planung der Marketingziele 61
3.1 Marktökonomische Ziele 63
3.2 Marktpsychografische Ziele 64
4 Entwicklung der Marketing- und Instrumentalstrategien 65
4.1 Marketingstrategien 65
4.1.1 Marktfeldstrategien 66
4.1.2 Marktstimulierungsstrategien 69
4.1.3 Marktparzellierungsstrategien 71
4.1.4 Marktrealstrategien 74
4.2 Instrumentalstrategien - Marketing - Mix
Entscheidungen 77
4.2.1 Produkt-/Leistungspolitik 77
4.2.2 Kontrahierungspolitik 79
4.2.3 Distributionspolitik 80
4.2.4 Kommunikationspolitik 82
4.2.4.1 Werbung 83
4.2.4.2 persönlicher Verkauf 86
4.2.4.3 Direkt Marketing 87
4.2.4.4 Sponsoring 88
4.2.4.5 Verkaufsförderung 89
4.2.4.6 Public Relations 90
C Schlussbetrachtung 92
V. Literaturverzeichnis 93
Abbildungsverzeichnis
II. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Corporate Identity im Überblick 11
Abb. 3:
Abb. 4:
Abb. 5: Gesamtverkaufsvolumen 20003 20
Abb. 6: Modellmix im Vergleich 2002/2003 21
Abb. 8:
Abb. 9: Kilometerstände des Fahrzeugbestands 23
Abb. 10: Einkaufswerte des Fahrzeugbestands 23
Abb. 11: Werkstattauslastung 2003 24
Abb. 12: Beziehungsebenen einer Multi-Unternehmung 26
Abb. 13: Zubehörangebot im Hauptbetrieb 28
Abb. 15:
Abb. 16:
Abb. 18:
Abb. 19:
Abb. 20:
Abb. 22:
Abb. 24:
Tabellenverzeichnis
III. Tabellenverzeichnis
Tab. 2:
Tab. 4:
Tab. 5:
Tab. 6:
Tab. 7:
Tab. 9:
Tab. 11:
Tab. 12:
Tab. 13:
Tab. 14:
Abkürzungsverzeichnis
IV. Abkürzungsverzeichnis
BD
EDV Elektronische Datenverarbeitung
GVO Gebrauchtwagenverordnung
MIS Markt-Informations-System
MVG Marktverantwortungsgebiet
SCN Sportclub Wiesbaden
TKP Tausend Kontakt Preis
UVP unverbindliche Preisempfehlung
VKB Verkaufsberater
ZDK Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe
Einleitung 9
A Einleitung
1. Problemstellung
Die Automobilwirtschaft befindet sich im Wandel. Die seit einigen Jahren anhaltende rezessive Wirtschaftsentwicklung stellt neue Anforderungen an den Automobilhandel. Neue Richtlinien der GVO, steigende Fixkosten und wachsender Wettbewerbsdruck sind nur einige Erschwernisse, die es zu bewältigen gilt. Laut ZDK gaben im Geschäftsjahr 2003 rund 1.100 1 Autohändler auf. Die Zahl der Insolvenzen stieg sogar auf 1.400 2 . Allein diese Zahlen zeigen deutlich, dass sich die Strategie vieler Autohändler so schnell wie möglich ändern muss, um eine Insolvenz oder Geschäftsaufgabe zu verhindern. Ein Problem liegt darin, dass der Begriff Marketing sehr oft mit Werbung gleichgesetzt wird und diese meist mit einfacher Anzeigenwerbung. Es besteht akuter Handlungsbedarf. Begriffe wie Marketingstrategien und Corporate Identity sind vielen Händlern unbekannt.
„Ich erinnere mich noch gut an damals. Die Autos wurden uns regelrecht aus den Händen gerissen. Bei jeder Sonderveranstaltung wurden mindestens 10 Fahrzeuge verkauft und das innerhalb von 2 Tagen, das ist jetzt gut 7 Jahre her. […]Bei unserer letzten Veranstaltung, im September 2003, waren es gerade noch 2 Neuwagen. “ 3
Die Zeiten haben sich geändert und die Händler müssen mit diesem Wandel Schritt halten. Ein Marketingplan kann die Position eines Unternehmens verbessern. Es gilt, genaue Ziele und Strategien zu definieren, um die Existenz eines Unternehmens langfristig zu sichern.
1 Vgl. ZDK - Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (2004) http://www.kfzgewerbe.de/presse/
promotor/rub_20040227145151/ artikel_20040227145428.htm vom 15.03.2004
2 ebd.
3 aus einem Gespräch mit dem Geschäftsführer MUSTERUNTERNEHMEN GmbH (Mustermann) vom März 2004 in Wiesbaden
Einleitung 10
Daraus ergibt sich auch das Thema dieser Diplomarbeit: „Erarbeitung eines Marketingplanes für den Automobilhandel am Beispiel der Nissan Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN GmbH“.
2. Zielsetzung und Verlauf der Untersuchung
Das grundlegende Ziel dieser Arbeit ist es, der Firma MUSTERUNTERNEHMEN mittels eines Marketingplanes mögliche Ansätze aufzuzeigen, um den gestiegenen Anforderungen als Autohändler gerecht zu werden. Gleichzeitig soll sie als Leitfaden dienen, der es dem Unternehmen ermöglicht, alle Verhaltensweisen und Aktionen sowohl am Markt als auch intern auf spezielle Ziele zu fokussieren.
Der Marketingplan beginnt mit der Darstellung des Corporate Identity Management. Mit seinen Elementen bildet es die Grundlage allen unternehmerischen Handelns.
Im zweiten Kapitel soll die unternehmerische Ist-Situation mittels einer Unternehmensanalyse untersucht werden. Weiterhin erfolgt eine Untersuchung des Marktes hinsichtlich der Branche, der Konkurrenten, sowie den Kunden. Zusammen mit den Informationen aus der Umweltanalyse, wird das Kapitel mit einer SWOT-Analyse abgeschlossen.
Aufgabe des dritten Kapitels ist es mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Analysephase, Ziele für die die MUSTERUNTERNEHMEN GmbH zu entwickeln.
Aufbauend auf den Zielinhalten wird im letzten Kapitel ein Strategieplan zur Durchführung der festgelegten Ziele festgelegt. Weiterhin umfasst das Kapitel die Erarbeitung speziell abgestimmter Aktionsmaßnahmen zur Erreichung der definierten Ziele.
Einleitung 11
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 12
B Marketingplan für die Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN GmbH
1. Corporate Identity Management
Ein Unternehmen sollte, um am Markt bestehen zu können, Unternehmensgrundsätze für sich und seine Kunden festschreiben. Dafür müssen Wertvorstellungen definiert und nach außen getragen werden. Im Marketing spricht man auch von den so genannten Meta-Zielen. Sie reichen von Engagement gegenüber Gesellschafts-, Wirtschafts- und Wettbewerbpolitik bis hin zu „Verhaltensweisen für den Umgang mit Mitarbeitern, Kunden Kapitaleignern, Lieferanten, Konkurrenten und Öffentlichkeit“ 4 . Das Corporate Identity Management beinhaltet folgende Bereiche:
1.1 Elemente der Corporate Identity
1.1.1 Vision
Die Vision setzt auf neue Ideen und Fortschritt. Dabei steht sie nicht neben, sondern eher über der Mission. Die Vision soll ergänzend wirken. Durch die Realisierung sollen Existenz und Wachstum auf Dauer gesichert
4 Becker (2002) S.29
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 13
werden. Die Charakterisierung erfolgt durch die Beantwortung folgender Basisfragen: 5
1. Wo müssen wir hin?
2. Wie müssen wir uns entwickeln? 3. Wie können wir unsere Existenz und unser Wachstum sichern? 4. Wovon träumen wir?
Die Antworten kennzeichnen die ziel-strategische Soll-Situation des Unternehmens mittel- und langfristig. 6 Die „machbare Utopie“ 7 kann große Mobilisierungskräfte im Unternehmen auslösen. Eine schwache oder zu kühne Vision löst Widerstände aus. Für die Firma
MUSTERUNTERNEHMEN wurde im Rahmen eines Workshops 8 folgende VISION festgelegt:
„Im MVG ist MUSTERUNTERNEHMEN ist die erste Adresse in Sachen Automobil.“
1.1.2 Mission
„Unternehmen werden heutigen Markt- und Umfeldbedingungen nur gerecht, wenn sie ihre Aufgabe (Mission) markt- bzw. kundenorientiert verstehen und danach konsequent das ganze Unternehmen ausrichten.“ 9 Die Mission hat eine sinngebende Funktion und wird durch die Beantwortung folgender Grundfragen charakterisiert:
1. Was sind wir? 2. Warum existieren wir? 3. Wofür stehen wir? 4. Woran glauben wir?
5 vgl. Becker (2002) S.46
6 ebd.
7 ebd.
8 Workshop vom 03.05.04 im Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN
9 Becker (2002) S. 43
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 14
Bei den Antworten handelt es sich um die unternehmerische Ist-Situation, also ziel-strategische Aussagen zum Unternehmensgegenwartswert. 10 Nicht der Vertrieb von Produkten, sondern Kundenorientierung gilt als Basis der Gesamtorientierung. 11 Für die Firma MUSTERUNTERNEHMEN wurde im Rahmen des Workshops folgende MISSION festgelegt:
„Wir sind das freundliche Autohaus, wo der Service stimmt! Wir verstehen uns als Freund aller Autokunden unabhängig vom Alter, der Herkunft oder des sozialen Status. Bei uns ist jeder willkommen, egal zu welcher Zeit und mit welchem Anliegen! MUSTERUNTERNEHMEN steht für absolute Kundenzufriedenheit in allen Belangen. VERTRAUEN wird bei uns groß geschrieben. Bei MUSTERUNTERNEHMEN ist der KUNDE = König!
1.1.3 Unternehmensleitlinien
Die Unternehmensgrundsätze bzw. -leitlinien setzen sich aus den Bereichen Unternehmenskultur sowie Unternehmensphilosophie zusammen.
Unternehmenskultur
Der Begriff Unternehmenskultur (Corporate Culture) ist unter anderem von Spitzenunternehmen wie McDonald’s, Mercedes-Benz (heute
DaimlerChrysler) und IBM geprägt worden. Sie beschäftigt sich mit der Anwendung kultureller Grundsätze auf die Geschäftspolitik des Unternehmens. 12 Das Unternehmen wird als eine kleine Gesellschaft mit spezifischen Normen, Werten und Idealen angesehen. 13 Nach Heinen/Dill ist die Kultur die Grundgesamtheit aller Werte- und Normvorstellungen sowie Denk- und Verhaltensmuster“ 14 , welche die Entscheidungen und
10 vgl. Becker (2002) S. 43
11 ebd.
12 vgl. Fill (2002) S. 69
13 vgl. Becker (2002) S. 37
14 vgl. Heinen/Dill (1990) S. 17
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 15
Aktivitäten der Mitarbeiter prägen. 15 Abbildung 1 verdeutlicht, dass die Entwicklung einer firmenspezifischen Unternehmenskultur als Regelkreis angesehen werden kann:
Abbildung 2: Entstehung und Wirkungsmechanismen einer Unternehmenskultur. 16
Unternehmensphilosophie
Die Unternehmensphilosophie, auch Corporate Philosophy genannt, stellt das oberste Leitbild einer Unternehmung da und ist schwer von der Unternehmenskultur zu trennen. 17 Den Mitarbeitern werden die Unternehmensziele in Form von einfach und klar strukturierten Unternehmensgrundsätzen dargelegt. Alle Mitarbeiter müssen sich an diesen Grundsätzen orientieren. Gerade deshalb hat die
Unternehmensleitung eine Vorbildfunktion. 18 Für die Firma MUSTERUNTERNEHMEN wurden im Rahmen des Workshops 19 folgende Unternehmensgrundsätze festgelegt:
15 vgl. Meffert (2000) S. 1110
16 Rüttinger (1986) S. 58.
17 vgl. Hungenberg (1995) S. 173 ff.
18 vgl. Meffert (2000) S. 1110
19 Workshop vom 03.05.04 im Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 16
1. Wir wollen ein verantwortungsvoller Partner für unsere Kunden und Lieferanten, die Öffentlichkeit und unsere Umwelt sein. 2. Wir arbeiten wirtschaftlich und kundenorientiert, um die Existenz unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiter langfristig abzusichern.
3. Jeder Kunde soll mit Vergnügen und Anerkennung an seinen Besuch in unserem Autohaus zurückdenken und all seinen Freunden davon erzählen.
4. Alle Mitarbeiter tragen zu einer fairen und kooperativen Zusammenarbeit bei.
5. Im täglichen Miteinander wird besonderer Wert auf Toleranz und Vertrauen gelegt.
6. Auftretende Probleme am Arbeitsplatz werden offen angesprochen und Problemlösungen gemeinsam erarbeitet.
7. Alle Mitarbeiter behandeln Dritte in gleicher Weise wie sie es von ihnen erwarten.
8. Alle Mitarbeiter sind sich bewusst, dass Sie mit ihrem Auftreten das Unternehmen repräsentieren und damit den Ruf nach außen prägen.
9. Für die eigene Darstellung in der inner- und außerbetrieblichen Öffentlichkeit gelten absolute Fairness und Wertschätzung.
Die Leitsätze sind in ihrer Gesamtheit zu lang, um langfristig im Gedächtnis der Kunden gespeichert zu werden, so ist notwendig ein Motto zu entwickeln. 20 Das neue Motto Der MUSTERUNTERNEHMEN GmbH könnte lauten: Nissan Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN …
„Beim Autokauf ein Muss!!!“
1.2 Instrumente der Corporate Identity
20 vgl. Herbst (2003) S. 61
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 17
Die Instrumente des Corporate Identity Managements setzen sich zusammen aus den Teilbereichen Corporate Design (visuelles Erscheinungsbild), Corporate Behavior (Verhalten) und Corporate Communication (Kommunikatives Erscheinungsbild). 21 Die Aufgabe des Corporate Design besteht in der einheitlichen Gestaltung des
Erscheinungsbildes. Dazu gehören zum Beispiel Geschäftspapiere, Anzeigen und Werbespots. Sie werden geprägt durch
Gestaltungskonstanten wie Logo, Hausfarben und Hausschrift. Nachfolgende Abbildung 3 zeigt ein mögliches Logo inkl. Slogan der Firma MUSTERUNTERNEHMEN:
DIESE ABBILDUNG KANN AUS DATENSCHUTZ RECHTLICHEN GRÜNDEN NICHT GEZEIGT WERDEN!
Abbildung 3: Logo & Slogan der MUSTERUNTERNEHMEN GmbH 22
Die Corporate Communication umfasst alle Instrumente des Kommunikationsmix eines Unternehmens: Werbung, persönlicher Verkauf, Direkt Marketing, Sponsoring, Public Relations und Verkaufsförderung. Entscheidend für ein starkes und widerspruchsfreies Image ist das strategische Gesamtkonzept, welches aus den Unternehmensleitlinien abgeleitet wird. 23 An dieser Stelle soll nicht weiter auf den Kommunikationsmix eingegangen werden, da dieser ausführlich in Kapitel 4.2.4 betrachtet wird.
Das dritte Instrument ist das Corporate Behavior, also das Verhalten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter nach innen und außen. Das Firmenverhalten zeigt sich unter anderem darin, wie Mitarbeiter mit internen und externen Partnern umgehen, wie Konflikte gelöst werden und
21 vgl. Herbst (2003) S. 61
22 das aktuelle Logo besteht ausschließlich aus dem Schriftzug „Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN GmbH“ Herstellerlogo und Slogan sind Vorschläge des Verfassers
23 vgl. Herbst (2003) S. 66
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 18
wie viel Vertrauen im Umgang mit der Öffentlichkeit existieren soll. 24 Das Verhalten des Unternehmens MUSTERUNTERNEHMEN und seiner Mitarbeiter wurde bereits in den Unternehmensleitlinien (vgl. Kapitel 1.1.3) festgelegt.
2. Informationsgestaltung und -beschaffung
Grundsätzlich ist jede Marketingentscheidung abhängig von der marktwirtschaftlichen Situation der Marktteilnehmer und des eigenen Unternehmens. Die Analyse der momentanen Marktsituation ist somit der Ausgangspunkt aller marketingspezifischen Überlegungen. Für die Präzisierung der Marketingziele ist eine genaue und vollständige Erfassung der Umweltzustände unbedingt notwendig. 25 Im zweiten Abschnitt des Marketingplanes geht es um das Sammeln von Informationen über das eigene Unternehmen, den relevanten Markt, die Umwelt, den Wettbewerb sowie den Kunden. Die nachfolgende Abbildung gibt einen kurzen Überblick:
Abbildung 4: Informationsmanagement und Marktforschung
24 ebd. S. 68 ff.
25 vgl. Meffert (2000) S. 63
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 19
2.1 Unternehmensanalyse
2.1.1 Unternehmenscharakteristika
Die Nissan Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN GmbH wurde im Mai 1990 in Wiesbaden gegründet. Das Unternehmen besteht aus drei Gesellschaftern: Herrn H., Mustermann und Harr K.. Die Geschäftsführer sind Mustermann und Herr H., Werner Labs ist der Verkaufsleiter. Die MUSTERUNTERNEHMEN GmbH beschäftigt insgesamt 21 Mitarbeiter 26 und setzt sich aus einem neu erbauten Hauptbetrieb sowie einer Filiale zusammen. Beide befinden sich in der kreisfreien Stadt Wiesbaden. Für die Zweigstelle „MUSTERUNTERNEHMEN I“ 27 steht ein rekonstruiertes Gebäude zur Verfügung, welches auf modernste Anforderungen ausgerichtet wurde. Die Filiale ist in Innenstadtnähe an einer weniger stark befahrenen Durchgangsstraße gelegen. Der Hauptbetrieb wurde 1996 neu erbaut und befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Automeile. Die Firma MUSTERUNTERNEHMEN erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinn von 10.493,70 € 28 bei einem Umsatz von 8.267.370,23 € 29 . Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung während der letzten drei Jahre:
Tabelle 1: Wirtschaftliche Entwicklung der MUSTERUNTERNEHMEN GmbH während der letzten 3 Jahre 33
26 Stand: März. 2004
27 interne Bezeichnung der Filiale im laufenden Tagesgeschäft
28 vgl. Bilanz Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN Geschäftsjahr 2003
29 ebd.
30 entspricht dem Kalenderjahr
31 EBITDA- bezeichnet das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
32 Umsatzrendite = Umsatzerlöse / Gewinn * 100
33 vgl. Bilanz Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN Geschäftsjahr 2003
Marketingplan für die Autohaus Mustermann GmbH 20
Aus der Vier-Jahresübersicht vom 31. Dezember 2002 34 lässt sich ein kontinuierlicher Umsatzrückgang seit 1999 feststellen. Betrugen die Umsatzerlöse 1999 noch 8,56 Mio. €, waren es im Jahr 2000 noch 8,17 Mio. € und in 2001 8,05 Mio. €. Mit den Ergebnissen aus der Bilanz 2003 (vgl. Tabelle 1) ergibt das einen Umsatzrückgang von ca. 10 % bis Ende 2002. Der Grund für die Umsatzsteigerung von 7,4 % im Geschäftsjahr 2003 liegt allein in den Preissteigerungen der Neuwagen und verfälscht somit das Bild geringfügig, da die Margen gleich blieben. Aufgrund tief greifender Kosteneinsparungen verbesserte sich das Ergebnis von 2003 vor Steuern und Abschreibungen um knapp 90 %. Die insgesamt rückläufige Entwicklung kann mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die seit einigen Jahren anhaltende, deutschlandweite rezessive
Wirtschaftsentwicklung (vgl. Kapitel 2.3.2) sowie die zunehmend geringere Kaufkraft im MVG zurückgeführt werden (vgl. Kapitel 2.2.2). Trotz rückläufiger Umsätze und schwierigem Marktumfeld erreicht MUSTERUNTERNEHMEN mit 259 verkauften Neuwagen im
Geschäftsjahr 2003 deutschlandweit Platz xx 35 von insgesamt 709 36 Nissan-Vertragshändlern.
2.1.2 Angebotspotenzial
Grundsätzlich lässt sich die Firma in die üblichen Geschäftsbereiche eines Autohauses gliedern. Dazu gehören in erster Linie der Neu-/ Gebrauchtwagenverkauf, Kundendienst/Werkstatt sowie Teilewesen/ Zubehörverkauf.
Neuwagen
Je zwei verantwortliche Verkaufsberater sind in den Filialen beschäftigt. Die Verkaufszahlen für Neuwagen sind ebenso wie die Umsatzerlöse seit 1999 rückläufig. So ist seit 1999 ein Rückgang von ca. 14 % oder 50 Neuzulassungen zu verzeichnen. Wie im Punkt 2.1.1 erwähnt, verkaufte
34 vgl. Bilanz Autohaus MUSTERUNTERNEHMEN Geschäftsjahr 2002
35 www.autohaus.de vom 30.03.2004 Pfad: Daten&Studien/die größten Händler/Nissan
36 aus einem Telefongespräch von 30.03.2004 mit der Renault/Nissan AG
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Diplom Betriebswirt (FH) Ralf Köhler, 2004, Erarbeitung eines Marketingplanes für den Automobilhandel, München, GRIN Verlag GmbH
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