Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz
Architekt: Rudolf und Maria Schwarz
Proseminar: Lebensraum Linz
Natur und Design Rudolf Schwarz - St. Theresia
von: Martina Traxler
INHALT 2
1. EINLEITUNG 3
2. RUDOLF SCHWARZ – EINIGE WORTE ZUM ARCHITEKTEN 4
2.1. SCHLAGLICHTER AUS DEN LEBENSDATEN VON RUDOLF SCHWARZ 5
2.1.1. Der theoretische Zugang von Rudolf Schwarz 5
3. ST. THERESIA 6
3.1. BAUGESCHICHTE 6
3.2. BESCHREIBUNG DES KIRCHENBAUS 6
3.3. ZUR BEWÄHRUNG DES KIRCHENBAUS IN DER PRAXIS 11
4. SCHLUSSREFLEXIONEN 12
5. LITERATURVERZEICHNIS 14
1. Einleitung
„Als das Kompromissloseste, was es derzeit gibt“ bezeichnete Rudolf Schwarz seine Aachener Kirche St. Fronleichnam aus dem Jahre 1929. Mit St. Theresia in Linz -Keferfeld schuf er den schönsten modernen Kirchenraum Österreichs“.1 Dieser Meinung kann ich mich nur anschließen, wenn ich den Raum für sich alleine auf mich wirken lasse. Doch wenn ich diesen kosmisch anmutenden Raum als Raum für eine kleine Gottes-Gemeinde sehe, in der in Gemeinschaft gefeiert werden soll, dann zeigen sich mir viele Schwächen. St. Theresia ist ein Raum der Extreme. Wunderbar und göttlich - ein Gottesraum, unpraktisch und unökonomisch - kein Gemeinderaum.
St. Theresia – Linz Keferfeld
Losensteinerstr. 6 / 4020 Linz
Architekten: Rudolf und Maria Schwarz
Weihe: 1962
2. Rudolf Schwarz – einige Worte zum Architekten
Bevor ich mit näheren Ausführungen zum Kirchenbau St. Theresia beginne, möchte ich zunächst den Architekten dieses Baus in aller Kürze vorstellen. Rudolf Schwarz ist ein für den Kirchenbau des 20. Jahrhunderst bedeutender Architekt und dies nicht zuletzt weil er sich mit seinem Bauen nicht nur auf technischer, architektonischer Ebene auseinandergesetzt hat, sondern auch auf theoretisch, theologischer Ebene seine Kirchenbaukunst zu reflektieren versuchte und diese Gedanken in einigen Veröffentlichungen festgeschrieben und somit für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Zwei seiner Bücher die ich persönlich für wichtig erachte möchte ich hier namentlich nennen:
1.) Rudolf Schwarz, Vom Bau der Kirche, Heidelberg 1947
2.) Rudolf Schwarz, Kirchenbau, Heidelberg 1960
In ersterem setzt Rudolf Schwarz sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten die Bewegungsfiguren einer Kirche zu gestalten auseinander und stellt sieben Pläne auf. Diese Pläne könnten auch als visualisierte Stationen eines exemplarischen Lebens gedeutet werden, das in einem Punkt beginnt, sich entfaltet und sich wieder zu einem Punkt zusammenzieht.2 Er gab seinen Plänen so klingende Namen wie: Lichter Kelch, Heiliger Ring, Heilige Fahrt, Dom aller Zeiten,...(Ich möchte diese Pläne hier nicht näher erläutern, da dieses Vorhaben den Rahmen sprengen würde). In seinem Werk zum „Kirchenbau“ setzt Schwarz sich mit seinem Lebenswerk auseinander, erläutert einige seiner Bauwerke und veröffentlicht seine Gedanken, Konzepte und Vorstellungen zu diesen.
2.1. Schlaglichter aus den Lebensdaten von Rudolf Schwarz
Rudolf Schwarz wird 1897 in Straßburg geboren und studiert in Berlin an der Technischen Hochschule und an der Hochschule für bildnerische Künste bei Prof. Pölzig. Von 1927 – 1934 ist er Direktor an der Kunstgewerbeschule in Aachen, nach dem Krieg 1953-61 ist er Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Am 3. April 1961 verstirbt Rudolf Schwarz in Köln, noch während des Baus der Pfarrkirche St. Theresia in Linz.
2.1.1. Der theoretische Zugang von Rudolf Schwarz
[...]
1 www.nextroom.architektur/datenbank-SammlungSpectrum.htm, 14.11.02
2 vgl.: www.nextroomarchitekturdatenbank-SammlungNeueZüricherZeitung.htm / 14-11-02
Arbeit zitieren:
Martina Traxler, 2004, Rudolf Schwarz - St. Theresia, München, GRIN Verlag GmbH
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