Gliederung
Der geschichtliche Hintergrund zur Entwicklung
der Inhaltsanalyse Seite 03
Die charakteristischen Merkmale der Inhaltsanalyse
und ihre Techniken Seite 03 - 05
Die Phasen einer Inhaltsanalyse Seite 05 - 07
Die Vorteile der Inhaltsanalyse und warum sie
so oft verwendet wird Seite 07
Fazit Seite 07
Quellennachweis Seite 08
Prim ärquellen Seite 08
Sekund ärquellen Seite 08
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Der geschichtliche Hintergrund zur Entwicklung der Inhaltsanalyse ‚Content Analysis’, aus dem Englischen übersetzt, heißt Inhaltsanalyse. Betrachtet man die Geschichte der Inhaltsanalyse wird deutlich, dass mit Freud und seiner Traumdeutung, schon sehr früh die Ansätze der heutigen Form genutzt wurde. In den USA prägte Paul F. Lazarsfeld in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts den Begriff ‚Content Analysis’. 1952 wurde das erste Buch zur Methodenbeschreibung von Berelson veröffentlicht. Daraufhin erfolgten die Erweiterungen und Differenzierungen, die noch heute bestand haben. Der methodische Ansatz wurde nun auf die Linguistik, Psychologie, Soziologie, auf die Geisteswissenschaften und Kunstwissenschaften verbreitet. 1 Im Zuge der Entwicklung wurde auch die Vorgehensweise verändert und verfeinert. Man entwickelte zum Beispiel Kommunikationsmodelle, um die Einordnung zu vereinfachen, und man bezog nonverbale Merkmale ein.
Die charakteristischen Merkmale der Inhaltsanalyse und ihre Techniken Die Inha ltsanalyse wird auch als Mischform von Analysetechniken und Datenerhebungsverfahren charakterisiert, die sich mit der Erhebung und Auswertung von Texten, Bildern sowie Filmen befasst. Die aufgefundenen Kommunikationsinhalte jeder Art werden nach festgelegten Regeln in Kategorien definiert und klassifiziert. Nutzt man diese Form der Bearbeitung spricht man oft von der konventionellen (herkömmlichen) Inhaltsanalyse, die oft von so genannten, erfahrenen und geschulten, Kodierkräften bearbeitet wird.
Bei der quantitativen (auf die Menge bezogenen) Inhaltsanalyse werden für jede einzelne Dimension, die auftritt, Kategorien entwickelt. Das Material, was dem Forscher zu Grunde liegt, wird diesen Analysekategorien zugeordnet, um eine gute Basis für die Auswertung zu erreichen. Wie die Definition schon besagt, bezieht sich diese Form auf die Menge bestimmter Textmerkmale, beispielsweise das Auftreten von Wörtern, Wortgruppen, grammatikalischen Konstruktionen oder Redewendungen. Diese werden erfasst, quantifiziert und gezählt. Die quantitative Inhaltsanalyse kann eingeteilt werden in die wichtigsten klassischen Verfahren, die jedem Forscher zur Verfügung stehen: A. Frequenzanalyse - in der Untersuchungseinheit wird die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Merkmale festgestellt, aus der Häufigkeit wird auf Intensität oder Art geschlossen;
1 vgl. http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/FORSCHUNGSMETHODEN/Inhaltsanalyse.shtml
[Zugriff: 21.06.04]
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B. Valenzanalyse - untersucht, welche Bewertungen mit dem Untersuchungsgegenstand verbunden sind, bspw. ob Personen positiv, neutral oder negativ zu einem Thema eingestellt sind;
C. Intensitätsanalyse - erfasst wie stark Wertungen im Analysematerial vorkommen; D. Kontingenzanalyse - zeichnet auf, welche Merkmale im Ausgangsmaterial zusammen auftreten, man interessiert sich v.a. dafür, ob bestimmte Merkmale häufiger gemeinsam auftreten, als zu erwarten wäre. 2
Die qualitative (auf den Inhalt bezogene) Inhaltsanalyse bezieht sowohl äußere Merkmale, als auch Kommunikationsinhalte ein. Sie müssen nicht maßgeblich wortwörtlich auftreten, sondern werden durch eine gezielte Interpretation erfasst. Nach Philipp Mayring, Prof. für Pädagogische Psychologie am Institut für Pädagogische Psychologie und Soziologie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, kann man an dieser Stelle vier Formen der qualitativen Inhaltsanalyse unterscheiden:
A. Zusammenfassende Inhaltsanalyse - verkleinert das Textmaterial zu einem Kurztext, die wesentlichen Merkmale gehen nicht verloren;
B. Induktive Kategorienbildung - Entwicklung von Kategorien bzw. Codes, denen die Inhalte zugeordnet werden können;
C. Explizierende Inhaltsanalyse - mit Hilfe von Hintergrundinformationen wird versucht der Inhalt verständlich zu machen;
D. Strukturierende Inhaltsanalyse - das Textmaterial wird unter bestimmten Kriterien analysiert, wodurch wesentliche Aspekte hervorgehoben werden. 3
In den Sozialwissenschaften, wenn nicht explizit das quantitative Verfahren gefordert ist, wird oftmals eine Mischform verwendet. Häufig gilt die eine Form als Voraussetzung für die andere. „Qualitative Analysen versuchen, den Prozeß des Verstehens […] (und den) Sinn möglichst umfassend nachzuvollziehen, während quantitative Analyse eher versuchen, die erfassten Sinngehalte in Form von Häufigkeiten […] auszuwerten, um so zu statistisch analysierbaren Vergleichen, Trendmustern etc. zu kommen.“ 4 Umgangssprachlich wird die Inhaltsanalyse auch als Textanalyse, Dokumentanalyse oder Bedeutungsanalyse bezeichnet.
2 vgl. http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/FORSCHUNGSMETHODEN/Inhaltsanalyse.shtml
[Zugriff: 21.06.04]
3 vgl. http://qualitative-research.net/fqs/fqs-d/2-00inhalt-d.htm [Zugriff: 21.06.04]
4 http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/FORSCHUNGSMETHODEN/Inhaltsanalyse.shtml
[Zugriff: 21.06.04]
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Arbeit zitieren:
Saskia Pohl, 2004, Vorgehensweise bei einer Inhaltsanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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