Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis. IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1 Einführung 1
1.1 Überblick 1
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 2
2 Definition und Klassifizierung 3
2.1 Die Standard Option 3
2.2 Exotische Optionen. 4
3 Exotische Options rechte. 5
3.1 Pseudoexotische Optionen. 5
3.1.1 Digitale Optionen 6
3.1.1.1 Funktionsweise 6
3.1.1.2 Einsatzmöglichkeiten. 7
3.1.2 Capped-Warrants 7
3.1.2.1 Die Konstruktion. 7
3.1.2.2 Die Kombination von Cap und Floor. 8
3.1.2.3 Fazit. 8
3.1.2.4 Power-Warrants 9
3.1.3 Range-Optionen. 11
3.1.3.1 Der Single-Range-Warrant 11
3.1.3.2 Dual-Range-Warrants 12
3.1.3.3 Knock-Out-Range-Warrants 12
3.1.3.4 Simplex-Korridor-Optionsscheine 12
3.1.3.5 Fazit. 12
3.2 Korrelationsabhängige Optionen. 13
3.2.1 Basket-Optionen. 13
3.2.2 Rainbow-Optionen 14
3.2.3 Quanto-Optionen. 14
3.3 Pfadabhängige Optionen. 15
3.3.1 Barrier-Optionen. 15
3.3.1.1 Konstruktion 15
3.3.1.2 Einsatzmöglichkeiten 16
III
3.3.2 Lookback-Optionen. 17
3.3.2.1 Funktionsweise 17
3.3.2.2 Beispiel. 17
3.3.2.3 Markterwartung. 17
3.3.3 Chooser-Option 18
3.3.3.1 Funktionsweise 18
3.3.3.2 Einsatzmöglichkeiten. 18
3.4 Mischformen. 19
4 Risiken von Finanzderivaten. 19
4.1 Marktpreisrisiko. 20
4.2 Risiko der Hebelwirkung. 20
4.3 Liquiditätsrisiko 20
4.4 Risiko bei kreditfinanzierten Termingeschäften. 21
5 Zusammenfassung 21
Anhang 23
Literaturverzeichnis. 30
Versicherung 34
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Definition Plain-Vanilla-Option.
Abbildung 2: Klassifizierung exotischer Optionen.
Abbildung 3: Auszahlung bei Cap-Floor-Kombination.
Abbildung 4: Am Markt erhältliche Range-Optionsscheine
Abbildung 5: Gehandelte Kontrakte an der EUREX.
Abbildung 6: Gekappter DAX-Optionsschein (Call)
Abbildung 7: EUR/USD-Power Warrants (Call)
Abbildung 8: Anzahl Knock-Out-Prudukte von Dez. 2002 bis Juli 2003.
Abbildung 9: So funktionieren Knock-Out-Papiere
Abbildung 10: Optionsbedingungen Lookback-Put
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Vergleich Standard-Option/Power-Warrant
Tabelle 2: Die größten Terminbörsen der Welt (nach gehandelten Kontrakten)
Abkürzungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
BGH Bundesgerichtshof
Bsp. Beispiel
bzw. beziehungsweise
CBOE Chicago Board Options Exchange
DAX Deutscher Aktienindex
Dez. Dezember
d.h. das heißt
DTB Deutsche Terminbörse
engl. englisch
EUR Euro
EUREX European Exchange
EUWAX European Warrant Exchange
lat. lateinisch
min. mindestens
OTC over-the-counter
o.g. oben genannte
o.V. ohne Verfasser
p.a. per annum
SOFFEX Swiss Options and Financial Futures Exchange
sog. so genannt
USD US-Dollar
Vgl. Vergleiche
WpHG Wertpapier-Handelsgesetz
z.B. zum Beispiel
1 Einführung 1
1 Einführung
1.1 Überblick
Kein anderes Börsensegment hat in den vergangenen Jahren so stark an Gewicht gewonnen wie der Markt für Derivate. Wo früher fast ausschließlich Profis agierten, um ihre Aktienbestände abzusichern, tummeln sich heute beinahe alle Anlegerschichten. Derivate sind künstlich geschaffene Finanzinstrumente, welche von traditionellen Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Indizes und Rohstoffen abgeleitet (lat. derivare = ableiten) 1 worden sind. Zu den populärsten Derivaten zählen Futures und Optionen.
Optionen sind als spekulative Kapitalanlage nicht nur die klaren Favoriten der risikofreudigen Investoren, sondern sie werden in der modernen Finanzwelt auch zu Absicherung, Handel und Arbitrage eingesetzt. 2 Zum Spekulieren werden sie gerade deshalb so gern genutzt, weil sie auf Marktschwankungen mit überproportionalen Wertänderungen reagieren. Allerdings sind nicht nur die Gewinnchancen ungewöhnlich hoch, sondern auch die Verlustmöglichkeiten.
Der Überlieferung nach hat bereits der Mathematiker, Astronom und Philosoph Tales mit Optionen gearbeitet. Wenn er im Winter eine sehr gute Olivenernte für den kommenden Frühling erwartete, kaufte er schon früh die Rechte, die Olivenpressen zu nutzen, billig ein. Während der sehr guten Olivenernte nahm er dann das Recht an, vermietete die Pressen zu einem sehr hohen Preis und machte somit Gewinn. 3
Die USA eröffneten am 26. April 1973 die Chicago Board Options Exchange (CBOE). Hier wurden Optionen erstmals über einen standardisierten Markt gehandelt. In Deutschland startete am 26. Januar 1990 die Deutsche Terminbörse (DTB), welche 1998 mit der Schweizer Terminbörse (SOFFEX) zur EUREX (European Exchange) fusionierte. Nach der Korea Stock Exchange ist die EUREX heutzutage die zweitgrößte Terminbörse der Welt, und handelt über 800 Millionen Kontrakte pro Jahr. 4 Im Jahre 1999 startete die Börse Stuttgart mit der EUWAX (European Warrant Exchange) eine
1 Vgl. Ueli Fink/Insua Jose/Serano Carlos (2000), S. 3.
2 Vgl. Rettberg Udo (2003 a).
3 Vgl. Köhler Ralph (2002), S. 7.
4 Vgl. Tabelle 2, sowie Abbildung 5 im Anhang.
1 Einführung 2
Plattform für den Handel mit verbrieften Derivaten, sog. Optionsscheinen (engl. Warrants). Heute ist die EUWAX mit mehr als 30.000 notierten Wertpapieren das größte börsliche Marktsegment für Hebel- und Anlageprodukte. An der EUWAX werden inzwische n mehr als 80 % des Marktes im börslichen Warrant-Handel in Deutschland abgewickelt. 5
In Deutschland erfreuen sich sog. Exotische Optionen großer Beliebtheit. Das zeigt eine Umfrage der Société Générale unter Optionsscheininvestoren, bei der 85,5 % der Befragten angaben, solche Produkte zu nutzen. 6 Mit diesen, zum Teil over-the-counter 7 (OTC) und zum Teil an Wertpapierbörsen in Form von Optionsscheinen gehandelten Derivaten, kann der fortgeschrittene Investor seine spezifische Marktmeinung und sein individuell gewünschtes Chance-Risiko-Profil umsetzen. Man kann Marktphasen nutzen, in denen mit Standard-Optionen kaum Gewinne zu erzielen sind. 8
„Investigate before you invest“ lautet eine amerikanische Börsenregel - man soll also alle wichtigen Informationen in Erfahrung bringen bevor man investiert. Da es für den Anleger oft sehr schwierig ist, die „Spreu vom Weizen zu trennen“ und nur die guten Körner herauszupicken, ist ein tiefgreifendes Verständnis für die Funktionsweise Exotischer Optionen unabdingbare Voraussetzung für eine auf Dauer erfolgreiche Spekulation.
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit
Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden wie Exotische Optionen funktionieren und wie sie eingesetzt werden. Hierzu werden Exotische Optionen im nächsten Kapitel definiert und klassifiziert, bevor anschließend ausgewählte Vertreter einzelner Klassen mit ihren Einsatzmöglichkeiten beschrieben werden. Ziel ist es exotische Optionen zu präsentieren, welche in bestimmten Börsensituationen sehr interessant sein können. Die Arbeit endet mit der Betrachtung von Risiken die bei Termingeschäften auftreten sowie mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse.
5 Vgl. Willius Andreas (2003).
6 Vgl. Steinbrenner Hans Peter (2000), S. 261.
7 Over-the-counter: („Über den Ladentisch“) Markt für den Handel mit Finanzinstrumenten,
die an organisierten Börsen nicht zugelassen sind. Die Markttransaktionen erfolgen zwischen
Market Makern oder zwischen Market Makern und ihrer Kundschaft.
8 Vgl. Wunde Oliver (2000), S. B 4.
2 Definition und Klassifizierung 3
2 Definition und Klassifizierung
Die meisten Arbeiten definieren Exotische Optionen über den Unterschied zu Standard-Optionen. Ihre Behandlung ist deshalb nicht ohne das Verständnis von sogenannten Plain- Vanilla-Optionen 9 möglich. Aus diesem Grund werden in diesem Abschnitt zuerst Standard Optionen definiert, bevor anschließend eine Definition exotischer Optionen sowie eine Klassifizierung in vier Gruppen vorgenommen wird.
2.1 Die Standard Option
Eine Option ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien. Der Käufer der Option erwirbt gegen Zahlung des Optionspreises (der Prämie) das Recht, beispielsweise
Abbildung 1: Definition Plain-Vanilla-Option 10
Der Verkäufer (Stillhalter/Schreiber) übernimmt die Verpflichtung, den Basiswert zum festgelegten Ausübungspreis zu verkaufen (Call) bzw. zu kaufen (Put), sofern der Käufer sein Recht in Anspruch nimmt, d.h. die Option ausübt.
9 Ein weiterer gebräuchlicher Ausdruck für eine Standard-Option ist der hauptsächlich im
Angelsächsischen verwendete Begriff Plain-Vanilla -Option.
10 Abb. 1: Vgl. Heidorn Thomas (2000), S. 141; sowie o.V. (2001 a), S. 41-43.
Arbeit zitieren:
Dipl.-Betriebswirt (BA) Bernd Schatz, 2004, Exotische Optionsrechte - Systematik und Einsatzmöglichkeiten -, München, GRIN Verlag GmbH
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