I. Inhaltsverzeichnis. II
II. Abkürzungsverzeichnis. III
III. Tabellenverzeichnis. IV
1. Einleitung. 1
2. Grundlagen. 2
2.1 Grundlagen der Beschaffung. 2
2.1.1 Definitionen und Begriffserklärung. 2
2.1.2 Aufgaben der Beschaffung. 3
2.1.3 Ziele. 4
2.2 Grundlagen des Outsourcing. 5
2.2.1 Definitionen und Begriffserklärung. 5
2.2.2 Bereiche des Outsourcing. 7
2.2.3 Ziele. 8
3. Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing der Beschaffung. 9
3.1 Möglichkeiten des Outsourcing der Beschaffung. 9
3.1.1 Konventionelle Möglichkeiten. 10
3.1.2 E-Procurement und E-Procurement Service Provider. 12
3.1.3 Outsourcing der Beschaffung mit E-Procurement am
Beispiel der BMW Group. 16
3.2 Grenzen des Outsourcing der Beschaffung. 17
3.2.1 Das Know-how-Verlust-Problem 18
3.2.2 Das Kontrollproblem. 29
3.2.3 Das Synergieproblem. 20
3.2.4 Grenzen des Outsourcing der Beschaffung mit
E -Procurement am Beispiel der DaimlerChrysler AG. 20
4. Zusammenfassung und Ausblick. 22
5. Anhang. 23
IV. Literaturverzeichnis. V
II
II. Abkürzungsverzeichnis
Abb.…………………Abbildung
B2B………………… Business-to-Business Bd………………….. Band
BME……………….. Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. BMW………………. Bayrische Motorenwerke BPO………………... Business Process Outsourcing CIO………………… Chief Information Officer Diss………………… Dissertation DPS………………… Desktop-Purchasing-System EDV………………... Elektronische Datenverabeitung EPS………………… Electronic Procurement Service EPSP……………….. Electronic Procurement Service Provider f…………………….. folgende Seite ff…………………… fortfolgende HP………………….. Hewlett-Packard Hrsg………………... Herausgeber
IKT………………… Informations- und Kommunikationstechnologie MCC………………. Micro Compact Car MRO……………….. Maintenance, Repair, Operation o.g………………….. oben genannt
PS.............................. Procurement Services PSP............................ Procurement Service Provider ROI............................ Return of Investment Tab………................. Tabelle u.U…………………. unter Umständen ZfB…………………. Zeitschrift für Betriebswirtschaft
III
III. Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Aufgaben der Beschaffung (prozessorientiert)..............................................3 Tab. 2: Ziele der Beschaffung.................................................................................... 5
IV
1. Einleitung
Die zunehmende Komplexität des Unternehmensumfeldes sowie der Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einer gestiegenen Dynamik der Märkte geführt. Für die Unternehmen wird es daher immer wichtiger, taktisch und strategisch flexibel zu agieren, ihre Kosten unter Kontrolle zu haben, sowie ihr Leistungsniveau im Wettbewerb zu erhalten bzw. zu steigern. 1
Dazu müssen Unternehmen strukturelle Anpassungen vornehmen, die sowohl Kosten- und Effizienzaspekte als auch die Konzentration auf die Kernkompetenzen des Unternehmens umfassen. Die Auslagerung (das Outsourcing) an Zulieferer- und Dienstleistungsunternehmen wird von vielen Unternehmungen als wesentliche Strategie zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit angesehen. 2 Dabei werden die neuen Kommunikations- und Informationstechniken in immer stärkerem Maße eingesetzt. 3
Die vorliegende Arbeit soll zeigen, welche Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing der Beschaffung es gibt, um die o.g. Aspekte umzusetzen. Neben konventionelle Möglichkeiten des Outsourcing sind in den vergangenen Jahren zunehmend neue elektronische Beschaffungslösungen getreten, die in dieser Arbeit verstärkt betrachtet werden. Dazu werden zunächst im Kapitel 2 die Grundlagen der Beschaffung und des Outsourcing erarbeitet, wobei speziell auf die Begriffe, Ziele, Aufgaben und Bereiche näher eingegangen wird. Darauf aufbauend werden im Kapitel 3 die jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen sowohl konventioneller Formen des Outsourcing als auch neuerer Beschaffungslösungen vorgestellt. Zur Veranschaulichung der Problematik sollen dabei zwei Beispiele aus der Automobilindustrie, die BMW Group und die DaimlerChrysler AG, dienen. Die Arbeit schließt im Kapitel 4 mit einer Zusammenfassung sowie dem Ausblick auf künftige unternehmerische Herausforderungen des Outsourcing der Beschaffung.
1 Vgl. Koppelmann, (Outsourcing), S. 9.
2 Vgl. Femerling, (Strategische Auslagerungsplanung), S. Vorwort.
3 Vgl. Schneider, (Outsourcing), S. 7f.
1
2. Grundlagen
2.1 Grundlagen der Beschaffung
2.1.1 Definitionen und Begriffserklärung
Der Begriff Beschaffung umfasst sämtliche unternehmens- und/oder marktbezogene Tätigkeiten, die darauf gerichtet sind, einem Unternehmen die benötigten, aber nicht selbst hergestellten Objekte zur Verfügung zu stellen. 4
In der Wissenschaft und Praxis liegt eine teils synonyme Verwendung der Begriffe Beschaffung (Procurement) und Einkauf (Purchasing/Buying) vor. 5 Daher erfolgt zunächst eine Abgrenzung der beiden Begriffe. Nach Arnold wird der Beschaffungsbegriff in der Wissenschaft fast immer zur Kennzeichnung der prozessual vor der Produktion und dem Absatz liegenden Grundfunktion verwendet. 6 Dobler/Burt betrachten die Beschaffung als breites Aufgabenfeld, welches auch strategische Funktionen einschließt: „The procurement process, or concept, encompasses a wider range of supply activities than those included in the purchasing function. And it typically includes a broadened view of the traditional buying role, with more buyer participation in related materials activities. [...] In essence, procurement tends to be broader and more proactive, with some focus on strategic matters, as compared with the typical implementation of the purchasing concept. 7
Der Einkauf stellt dagegen eine Teilaufgabe innerhalb des Beschaffungsprozesses dar und ist auf die Erlangung der Verfügungsgewalt über die Produktionsfaktoren ausgerichtet (Güterbezug). 8 In Handelsbetrieben wird der Einkauf als Schlüsselfunktion gesehen. Die Aufgaben des Einkäufers reichen hier bis zur Absatzverantwortung. In Industrieunternehmen obliegen dem Einkäufer hauptsächlich marktbezogene Tätigkeiten, wie beispielsweise die Verhandlungsführung beim Kauf von Sachgütern. Somit unterliegt der Begriff Einkauf einer engeren Sichtweise als der des Beschaffungsbegriffs. 9
4 Arnold, (Beschaffungsmanagement), S. 3.
5 Vgl. Grochla/Schönbohm, (Beschaffung in der Unternehmung), S. 4f.
6 Arnold, (Beschaffungsmanagement), S. 5.
7 Dobler/Burt, (Purchasing and supply Management), S. 35f.
8 Vgl. Corsten, (Lexikon der Betriebswirtschaftslehre), S. 108.
9 Vgl. Grochla/Schönbohm, (Beschaffung), S.5f.
2
2.1.2 Aufgaben der Beschaffung
Die Hauptaufgabe der Beschaffung ist die Umsetzung der Kundenwünsche auf dem Beschaffungsmarkt. 10 Die Beschaffungsaufgaben lassen sich unterschiedlich strukturieren. Roland leitet die Einzelaufgaben aus den Funktionen der Beschaffung ab. 11 Es soll an dieser Stelle zunächst auf die unterschiedlichen Sichtweisen der Beschaffungsfunktionen eingegangen werden.
Die vielfältige Verwendung des Beschaffungsbegriffs in der Literatur hat ihre Ursachen in den unterschiedlichen Funktionen, die dem Begriff zugeschrieben werden. Arnold, Heege und Tussing sehen die Aufgabe der Beschaffung im engeren Sinne als die Übernahme von Erzeugnis- und Betriebsstoffen vom Markt in die Unternehmung, während die Beschaffung im weiteren Sinn darüber hinaus auch die Bereitstellung von Betriebsmitteln, Arbeitskräften und Kapital umfasst. 12 In der engeren Bedeutung zählen Bloech und Rottenbacher nur den Einkauf als Beschaffungsaufgabe. 13 Im weiteren Sinne nennen sie neben dem Einkauf auch die Materialdisposition als Beschaffungsfunktion. 14
Die Aufgaben der Beschaffung werden hier anhand der prozessorientierten Darstellung in Tab. 1 den einzelnen Phasen des Beschaffungsprozesses Beschaffungsvorbereitung,anbahnung,- abschluss,- realisation, -und kontrolle - zugeordnet. 15
Tab. 1 Aufgaben der Beschaffung (prozessorientiert) 16
10 Vgl. Bichler, (Beschaffungs- und Lagerwirtschaft), S. 31.
11 Vgl. Roland, (Beschaffungsstrategien), S. 12.
12 Vgl. Arnolds/Heege/Tussing, (Materialwirtschaft und Einkauf), S. 20.
13 Vgl. Bloech/Rottenbacher, (Materialwirtschaft), S. 9.
14 Ebenda, S. 4.
15 Vgl. Friedl, (Grundlagen) S. 64; Lippmann, (Beschaffungsmarketing), S. 50ff; Hammann/Lohrberg,
(Beschaffungsmarketing), S. 7; Bichler, (Beschaffungs- und Lagerwirtschaft), S. 32.
16 Quelle: Eigene Darstellung auf der Grundlage von Roland, (Beschaffungsstrategien), S. 12f;
Bichler, (Beschaffungs- und Lagerwirtschaft), S. 32.
3
Zunächst wird in der ersten Phase der Beschaffungsvorbereitung der Beschaffungsbedarf ermittelt, wonach sich in der nächsten Phase die Suche nach Lieferanten und deren Auswahl anschließt. Nachdem von den Lieferanten entsprechende Angebote eingeholt und geprüft wurden, können die Vertragsverhandlungen mit der Bestellung abgeschlossen werden. In der Phase der Beschaffungsrealisation erfolgen u.a. die zeitliche Überwachung der Vertragserfüllung sowie die Raumüberbrückung zum Lieferanten. Die Phase der Beschaffungskontrolle beinhaltet die Waren-, Lieferanten-, und Rechnungsprüfung sowie Qualitätskontrollen.
Dieser traditionelle Beschaffungsprozess, wie er in Tab. 1 dargestellt ist, kann durch Auslagerung bestimmter Phasen an externe Dienstleister, mit Hilfe elektronischer Beschaffunglösungen (E-Procurement) effizienter gestaltet werden. Darauf soll im Kapitel 3 näher eingegangen werden.
2.1.3 Ziele der Beschaffung
Unter einem Beschaffungsziel werden im Allgemeinen erwünschte Zustände verstanden, die als Ergebnis von Handlungen im Beschaffungsbereich eintreten sollen. 17 Die Ziele der Beschaffung sind von den Unternehmenszielen abhängig und müssen konsequent aus dem Zielsystem des Unternehmens abgeleitet sowie mit den anderen Unternehmensbereichen abgestimmt werden. 18
Bei der Planung der Beschaffungsziele ist zunächst das im Hinblick auf die Erreichung der Unternehmensziele dominante Beschaffungsziel festzulegen, dem dann Nebenziele unter Berücksichtigung der Kompatibilität zugeordnet werden. Anschließend ist die Kompatibilität der Beschaffungsziele mit anderen Funktionszielen zu überprüfen. 19 Ausgehend von den Sach- und Formalzielen der Unternehmung können die Sachziele (als Hauptsachziel gilt die Sicherstellung der Versorgung) und die Formal- ziele (Kostenreduzierung, Leistungsverbesserung und Autonomieerhaltung) der Beschaffung abgeleitet werden. 20 Um konkrete Aktivitäten ableiten zu können, werden dabei die globalen Beschaffungsziele präzisiert und in differenzierte Teilziele aufgegliedert. [...] Friedl unterteilt die Beschaffungsziele nach ihrer Fristigkeit in strategische und taktisch-operative Ziele. 21
17 Vgl. Friedl, (Grundlagen), S. 83f.
18 Vgl. Hammann/Lohrberg, (Beschaffungsmarketing), S. 47.
19 Vgl. Stangl, (Beschaffungsmarkforschung), S. 13.
20 Vgl. Grochla/Schönbohm, (Beschaffung), S. 25ff.
21 Friedl, (Grundlagen), S.103.
4
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Martin Ruppe, 2004, Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing der Beschaffung, München, GRIN Verlag GmbH
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