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3.1. Flexible Planung auf der Basis des Entscheidungsbaums 4
3.2. Realoptionsbasierte Unternehmungsbewertung 6
3.2.1. Von der Finanzoption zur Realoption. 7
3.2.2. Typisierung von Realoptionen 8
3.2.3. Intuitive Bewertung 9
3.2.4. Binomialmethode 10
3.2.5. Black/Scholes-Modell 12
3.3. Vergleich des Entscheidungsbaumverfahrens und der
Realoptionstheorie 13
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Literaturverzeichnis. 17
III
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Investitionsvorhaben werden heutzutage nicht mehr ausschließlich vom Gefühl her beurteilt, sondern mit Hilfe von verschiedenen Bewertungsverfahren berechnet. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass sich der oder die Bewerter/in auf das ermittelte Zahlenwerk verlassen kann, um möglicherweise schwerwiegende Fehlentscheidungen zu vermeiden. In der Vergangenheit sind diesbezüglich vor allem die Möglichkeiten des Managements unterschätzt und außer acht gelassen worden, so dass häufig Investitionsvorhaben abgelehnt worden sind, obwohl diese den Wert der Unternehmung gesteigert hätten.
Die vorliegende Arbeit befasst sich daher mit Unternehmungsbewertungsverfahren, die insbesondere Flexibilität und Unsicherheit berücksichtigen. Dazu werden im Kapitel 2 zunächst die Grenzen der weit verbreiteten kapitalwertbasierten Verfahren aufgezeigt. Im Kapitel 3 werden Verfahren vorgestellt, die bei der Kritik an den kapitalwertbasierten Verfahren ansetzen, aber dennoch nicht der Weisheit letzter Schluss sind, da auch diese Verfahren nicht frei von Nachteilen sind. Abschließend soll im Kapitel 4 ein kurzer Überblick über das Entscheidungsbaumverfahren und die Real-optionstheorie sowie ein Ausblick in die Zukunft geliefert werden.
1
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Bei der Planung von Investitionsvorhaben stellt sich das Problem, dass die Informationslage zum Zeitpunkt der Planaufstellung unvollkommen ist, da zukünftige freie Cash-flows oder Jahresüberschüsse nicht exakt vorhersehbar sind. Bewertungen mittels Kapitalwertverfahren beruhen daher lediglich auf Planzahlen, deren Plausibilität gesichert sein muss. Weiterhin kann davon ausgegangen werden, dass sich der Informationsstand im Zeitablauf ändert. 1 Aus diesen Gründen lässt das Management nach Möglichkeit Handlungsalternativen offen, um über ausreichende Entscheidungsflexibilität bei unvorhergesehenen Umweltzuständen zu verfügen. Der so entstehende strategische Wert einer Investition wird allerdings bei der Anwendung der Kapitalwertverfahren systematisch unterbewertet 2 , was dazu führt, dass eine Reihe von Investitionen abgelehnt würden, obwohl diese sich rentierten. 3
Dem Vorteil der relativ einfachen Anwendbarkeit dieser Verfahren steht ein weiterer Nachteil gegenüber. Sie gehen entweder davon aus, dass ein Investitionsvorhaben vollständig reversibel ist, so dass die getätigten Ausgaben bei schlechter Marktlage zurückgewonnen werden können, oder aber, dass eine Investition irreversibel ist und nur zum festgelegten Zeitpunkt beziehungsweise niemals vorgenommen werden kann. Die Möglichkeit, eine Investition beispielsweise zu verschieben, kann nicht berücksichtigt werden. 4 Ertragswertmethode sowie Kapitalwertmethode (DCF-Methode) zählen zwar zu der dynamischen Investitionsrechnung, tatsächlich gelingt es diesen Verfahren - selbst unter Einbeziehung von Szenarioanalysen - aber nur näherungsweise, die Zukunft entsprechend abzubilden. Sie liefern bei
1 Vgl. Hax, H., Investitionstheorie, 5. Aufl., Würzburg 1985.
2 Vgl. Hommel, U., Pritsch, G., Marktorientierte Investitionsbewertung mit dem Realoptions-
ansatz: Ein Implementierungsleitfaden für die Praxis, in: Finanzmarkt und Portfolio
Management, 13. Jg., 1999, S. 121.
3 Vgl. Hayes, R., Garvin, D., Managing as if tomorrow mattered, in: Harvard Business
Review, Jg. 60, 1982, H. 3, S. 71-72.
4 Vgl. Dixit, A., K., Pyndick, R., S., The Options Approach to Capital Investment, in: Harvard
Business Review, May-June 1995, S. 106-107.
2
Investitionsvorhaben mit vergleichsweise risikolosen Zahlungsströmen und
geringen Abweichungen gute Ergebnisse. 1
1 Vgl. Rams, A., Realoptionsbasierte Unternehmensbewertung, in: Finanz Betrieb, Jg. 1,
1999, H. 11, S. 351.
3
Arbeit zitieren:
Nikolaus Prenz, 2001, Unternehmungsbewertung auf Basis des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie, München, GRIN Verlag GmbH
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