Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Hauptseminar Soziologie der Medien und Kommunikation
Prof. Dr. R. Münch
Sommersemester 2001
Medien und Journalismus
Sarah Pust
c/o Universiteit van Amsterdam
International School for Humanities and Social Sciences
Oude Turfmarkt 129
1012 GC Amsterdam
The Netherlands
6. Fachsemester, Diplomsoziologie
Gliederung
1. Prolog S. 01
2. Medien und Journalismus S. 02
2.1 Was sind Medien? S. 02
2.2 Was ist Journalismus? S. 04
3. Die soziologische Basierung des Sozialsystems Journalismus S. 09
3.1 Reduktion der Komplexität durch Differenzierung S. 10
3.2 Journalismus als soziales System S. 12
3.2.1 Code S. 12
3.2.2 Programme S. 14
3.2.3 Autopoiesis S. 15
3.2.4 Organisationen und Institutionen S. 16
3.2.5 Rollen S. 16
4. Der soziale Kontext des Systems Journalismus S. 18
4.1 Massenmedien und ihre Wirkungen S. 18
4.2 Exkurs: Erläuterung der Wirklichkeitskonstruktion durch Medien am Beispiel der Reaktionen auf die US Attacken vom 11. September 2001 S. 21
4.3 Two Step Flow S. 26
4.4 Uses and Gratification S. 27
4.5 Gatekeeper S. 28
5. Epilog S. 30
Literaturverzeichnis S. 31
Homepageverzeichnis S. 33
Abbildungsverzeichnis S. 34
1. Prolog
Diese Arbeit entstand aus dem Hauptseminar ,Soziologie der Medien und Kommunikation′ unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Münch im Sommersemester 2001 an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema `Medien und Journalismus′, das aus soziologischer Perspektive dargestellt werden soll. Die Grenzen des Themas ,Medien und Journalismus′ sind weitläufig. Es existieren zahllose Beiträge von renommierten Autoren und der Inhalt der ,Medien und Journalismus′ wird von mindestens drei Studiengängen, nämlich der Soziologie, der Journalistik und der Publizistik bearbeitet. Trotzdem bietet die Systemtheorie einen Ansatz, der es möglich macht, das Thema in einer kurzen Arbeit wie dieser in seinem Aufbau zu strukturieren. Daher folgt diese Arbeit in soziologietheoretischer Perspektive Niklas Luhmanns Systemtheorie. Leider kann die Systemtheorie hier nur ansatzweise dargestellt werden, da sonst der Umfang der Arbeit bei weitem die übliche Seitenzahl überschreiten würde. Das Thema dieser Ausarbeitung entstammt der Speziellen Soziologie der Medien und Kommunikation. Diese bildet eine Schnittstelle zwischen den Kommunikationswissenschaften und der Soziologie. Aus der Kommunikationswissenschaft werden maßgeblich Weischenbergs Ausführungen dargestellt und mit den Beiträgen von Blöbaum, Rühl und Merten ergänzt. Diese Autoren haben mit der soziologischen Perspektive des Journalismus gearbeitet. Die Darstellung des Journalismus als Sozialsystem mit seinen Codices, Programmen, den Organisationen und Institutionen, Rollen und der selbsterhaltenden Autopoesis, nimmt den Hauptteil der Ausführungen ein. Die Medien nehmen in diesem System die Position sozialer Institutionen ein1.
Doch die schlichte Darstellung des Systems Journalismus genügt nicht, um die Bedeutung des Journalismus in der Gesellschaft darzustellen. In welchem gesellschaftlichen Kontext befindet sich das Sozialsystem? Welche Effekte haben seine Leistungen auf die Gesellschaft? Dieser Frage wird im zweiten Teil der Arbeit nachgegangen. Am Beispiel zweier Ansätze aus der Wirkungsforschung, dem Two
Step Flow und dem Uses and Gratification Ansatz, soll die Wirkung der Medien und des Sozialsystems Journalismus auf die Individuen und Gruppen der Gesellschaft verdeutlicht werden. Aus der Kommunikatorforschung wird der Gatekeeper-Ansatz belangt, um darzustellen, welche Faktoren Journalisten bei der Themenselektion tangieren.
Um die theoretischen Effekte des Systems Journalismus anschaulich zu präsentieren, werden die Wirkungen von Medien mit einem Beispiel belegt. Dieser Exkurs beschäftigt sich mit der jüngeren politischen Vergangenheit. Am Beispiel der Zuschauerreaktionen auf die Attacken in den USA am 11. September 2001 werden die grundlegende Annahmen der Medienwirkungsforschung erklärt.
Zu Beginn sollen die grundlegenden Begriffe ,Medien′ und ,Journalismus′ definiert werden.
1 Siehe unten
Arbeit zitieren:
Sarah Pust, 2001, Medien und Journalismus, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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