Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die römische Eroberung Niedergermaniens 1
3. Die Ubier- Ureinwohner Kölns 2
3.1 Der Zweck der Umsiedlung 3
3.2 Die Anfänge Kölns als Ubierstadt 4
4. Kampf der Kulturen 5
4.1 Verteidigung des antiken Kölns durch die Ureinwohner 6
4.2 Stadtleben im antiken Köln 8
5. Schlussbetrachtung 9
6. Quellen- und Literaturverzeichnis 10
1
1. Einleitung
Das römische Heer und seine ausgedienten Soldaten verbreiteten die römische Kultur im gesamten Reich. Besonders schnell und gründlich vollzog sich die Romanisierung bzw. Verstädterung im Rheinlande, da dieses lange eine Grenzprovinz des Reiches war und damit Standort vieler Legionen. Der römische Einfluss in den besetzten Gebieten war äußerst dominierend. Nicht nur das Land, sondern oft auch die dort ansässigen Menschen wurden “geradezu mit erobert“. Dies geschah nicht nur durch Gewalt. Viele Menschen schlossen sich auch freiwillig an die Eroberer an.
Warum dies so war und welche Rolle dabei den Städten zukam, wird im Folgenden unter Einbeziehung verschiedener Quellen am Beispiel des antiken Kölns dargelegt.
Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Fragestellung: „Inwieweit hatte der Romanisierungsprozess Einfluss auf das Stadtleben im antiken Köln?“ gerichtet. Speziell das vierte Buch, Kapitel 65 aus den Historien von Tacitus soll zur Beantwortung dieser Fragestellung dienen.
2. Die römische Eroberung Niedergermaniens
Die Geschichte der Römer im Rheinland beginnt mit Gaius Julius Caesar, der 58 v.Chr. anfing Gallien einzunehmen.
Sein Eroberungsfeldzug führte Caesar auch durch die Rheinlande, wo damals der keltisch-germanische Stamm der Eburonen lebte. Zunächst unterwarfen sich die Eburonen den Römern, aber im Winter 55/54 v.Chr. erhoben sie sich zusammen mit ihren Nachbarstämmen zu einem Aufstand unter der Führung ihres Häuptlings Ambiorix.
Die Eburonen löschten ein ganzes römisches Winterlager mit anderthalb Legionen (ca. 9.000 Mann) an der unteren Maas aus.
Nun holte Caesar zum Gegenschlag aus. Er hob in Norditalien neue Legionen aus und kehrte mit insgesamt 10 Legionen in die Rheinlande zurück, wo er einen Vernichtungsfeldzug gegen die Eburonen führte.
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Die Reste des zerschlagenen Stammes gab er der Beutegier der Nachbarstämme preis. Danach war der Stamm der Eburonen aus der Geschichte verschwunden. Das Rheinland war weitgehend entvölkert.
Dies änderte sich erst unter Marcus Vipsanius Agrippa, der von Oktavian, dem späteren Kaiser Augustus, 39 v.Chr. zum Statthalter für ganz Gallien eingesetzt wurde.
Ihm unterlag auch das von Caesar eroberte linksrheinische Germanien. Er veranlasste hier den Aufbau dessen, was man heute als Infrastruktur bezeichnen würde. 1 Es wurden Rodungen durchgeführt, Straßen gebaut, Kastelle und Poststationen errichtet sowie Siedlungen und Gehöfte angelegt. Dies konnte das römische Heer allein nicht leisten. Man brauchte Menschen, die sich dauerhaft niederließen, das Land urbar machten und verteidigten. Hierfür besonders geeignet erschien ein Germanenstamm, der auf der anderen Rheinseite lebte - die Ubier.
3. Die Ubier - Ureinwohner Kölns
Die Ubier, lateinisch Ubii, war ein germanischer Volksstamm, der im 1. Jahrhundert v. Chr. zwischen Main und Sieg siedelte.
Nach Caesars „De bello Gallico“ waren die Ubier eine nach germanischen Verhältnissen umfangreiche und blühende Gemeinde und etwas zivilisierter als die übrigen Germanen. Sie wohnten am Rheine, wurden vielfach von Kaufleuten besucht und in ihrer Lebensweise von den ihnen nahe wohnenden Galliern beeinflußt worden 2 .
48 v.Chr. schickten die Ubier Gesandte zu den Römern um mit ihnen Freundschaft zu schließen 3 . Daher galten sie als abgesichert römerfreundlich. Caesar beschreibt, dass die Ubier mehrere befestigte Städte hatten 4 , in welche sie sich bei Einfällen feindlicher, unruhiger Nachbarn mit der beweglichen Habe von
1 Vgl. Linfert-Reich, Inge: Römisches Alltagsleben in Köln, 4. Aufl., S. 11
2 Vgl. Caes. B. G. 4, 3, 3
3 Vgl. Tac Ann. 12,27 und Caes. B. G. 4,16, 5
4 Vgl. Caes. B. G. 4, 10 ff.
Arbeit zitieren:
2002, Inwieweit hatte der Romanisierungsprozess Einfluss auf das Stadtleben im antiken Köln?, München, GRIN Verlag GmbH
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