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Inhalt
Einf ührung 3
1. Der Teppich von Bayeux 3
2. Übers etzung der lateinischen Inschriften 5
2.1 Harolds Reise in die Normandie 5
2.2 Der Feldzug in die Bretagne 6
2.3 Der Eid 7
2.4 Der Tod König Edwards 7
2.5 König Harold 8
2.6 Die Invasion 8
2.7 Die Schlacht von Hastings 9
3. Der geschichtliche Hintergrund 10
3.1 Harolds Reise in die Normandie 10
3.2 Harold erbt die Krone Englands 11
3.3 Wilhelm setzt nach England über 11
3.4 Die Schlacht von Hastings 12
4. Das fehlende Schlussstück 12
5. Zusammenfassung 13
6. Literatur S 14
3
Einführung
Im vorangegangenen Seminar „Ästhetische Konzepte in der mittelalterlichen Textilkunst“ haben wir uns mit den verschiedensten Arten von Textilien aus der Zeit des Mittelalters beschäftigt. Da Textilien gegenüber den Einflüssen der Zeit sehr empfindlich sind und nicht so haltbar wie etwa Bilder, Statuen oder Gebäude, sind die uns erhaltenen Stücke dieser Zeit etwas ganz besonderes. Die meisten erhaltenen Textilien findet man in Kirchen und Klöstern, wo sie wohl behütet gepflegt, restauriert und aufbewahrt wurden. Auch der Teppich von Bayeux hat die Zeit in einer Kathedrale überdauert, wobei ich im folgenden Kapitel auc h der Vermutung nachgehen werde, wo und für welchen Ort der Teppich Ursprünglich hergestellt wurde. Ich werde zunächst eine äußerliche Beschreibung des Teppichs geben (s.a. Anhang). Dabei werde ich auch auf die Bildkomposition und den Einsatz verschiedener stilistischer Mittel eingehen. Danach folgt die Übersetzung der Inschrift, sowie eine genaue Inhaltsangabe der Bildergeschichte. In Kapitel drei gehe ich dann auf den geschichtlichen Hintergrund der Jahre 1065 bis 1066 ein. Im 4. Kapitel werde ich über die Vermutungen zum fehlenden Schlussstück des Teppichs berichten und dann ein Resümee meiner Arbeit wiedergeben.
1. Der Teppich von Bayeux
Der Teppich von Bayeux, entstanden um 1070/80, ist ein Wandbehang von ursprünglich wohl über 70 Metern Länge (erhalten sind 68,38 Meter) und 45,7 bis 53,6 cm Höhe. Die 60 farbigen Stickereibilder sind mit Wollfäden in sieben verschiedenen Farben auf Leinen ausgeführt. Am oberen und unteren Rand ist der Teppich mit Ornamenten verziert: Der Teppich berichtet, wie Wilhelm, Herzog der Normannen, König von England wurde. „Ein kinderloser König ist immer ein Problem. Im Mittelalter führte ein derartiger Mangel geradewegs in ein nationa les Drama, und der letzte Akt war unausweichlich voller Blutvergießen.“ 1
Sein Thema ist also die Vorgeschichte und der Verlauf der berühmten Schlacht von Hastings 1066. Dabei behandelt er die historischen Ereignisse nicht viel anders, als die Heldenlieder des Mittelalters ihre Stoffe behandeln: Er erzählt eine Saga in Bildern, nämlich die Geschichte zweier Helden, die einander ebenbürtig, gleich adelig und gleich tapfer gegenüberstehen.
1 http://www.gazette.de/Archiv/Gazette-6-September1998/Schaufenster.html
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Wilhelm, der schließlich als Sieger hervorgeht, und Harold, der Führer des angelsächsischen Adels, der auf tragische Weise unterliegt.
Der Berichtszeitraum umfasst ein knappes Jahr, von der Abreise des Grafen Harold von Wessex in die Bretagne Anfang November 1065 bis zum Tag der Schlacht von Hastings, dem 14. Oktober 1066. Schnell wird der Betrachter mit den Hauptakteuren vertraut: Neben Harold sind dies Herzog Wilhelm der Normandie und König Edward der Bekenner. Ein besonderes Merkmal des Teppichs ist die kontinuierliche Darstellungsweise. Durch
Stelle aber stört ein abrupter Wechsel des Ortes oder ein zeitlicher Bruch den Ablauf der Ereignisse. Wo durch trennende Bäume oder Türme ein Bild sich zu isolieren droht, werden Überleitungsfiguren platziert. Dies sind z.B. Boten, Späher, Spione oder Personen, die mit dem Finger auf die Hauptakteure zeigen, so das Geschehen transparent machen und die Handlung weitertreiben.“ 3
Bei den Oberhalb der Bilder angebrachten Schriften ist anzunehmen, dass die lateinische Beschriftung erst nachträglich hineingestickt wurde, da sie Rücksicht auf die Bildelemente nimmt. Die Fläche die an manchen Stellen für die Schrift verblieb, ist so schmal, dass Wörter auseinander gerissen werden mussten. „Die deutliche Schriftüberladenheit wirft die Frage auf, ob ein derartiger Wortreichtum in der ursprünglichen Konzeption überhaupt vorgesehen war.“ Bischof Odo von Bayeux, der Halbbruder Herzog Wilhelms, dürfte der Auftraggeber gewesen sein. Er ist mehrmals an bevorzugter Stelle auf dem Teppich dargestellt und er war der Hüter der Reliquien von Bayeux. Die Bildergeschichte wurde wohl in England entworfen und
2 U. Kuder (94)
3 http://www.ibl.uni-bremen.de/lui/user/ag26/wilhelm.html
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gestickt, dafür spricht die Tradition solcher Wandteppiche in diesem Land (auch wenn nur Fragmente überliefert sind), und dafür sprechen manche Anklänge an das Altenglische in Schrift und Sprache der Bildüberschriften. Der Wandbehang war sicher für die Halle eines Adelssitzes und nicht für die Kathedrale von Bayeux bestimmt. Überliefert ist, Dass Odo in Bayeux einen Palast bauen ließ.
2. Übersetzung der lateinischen Inschriften 4
4 http://www.uni-muenster.de/ZIV/Mitarbeiter/BennoSueselbeck/bayeux/bayeux.html
Arbeit zitieren:
Kathrin Dubas, 2004, Ästhetische Konzepte in der mittelalterlichen Textilkunst: Der Teppich von Bayeux, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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