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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Welche Sprache spricht die Jugend 4
2.1. Bestimmung des Begriffes Jugend 4
2.2. Zur Problematik einer Definition von Jugendsprache 5
2.3. Der Forschungsstand 5
3. Eigenständige Untersuchung verschriftlichter Jugendsprache 7
3.1. Vorhaben Arbeitshypothese Vorgehensweise...................................................................7
3.2. Die untersuchten französischen Jugendzeitschriften 8
3.3. Linguistische Analyse 9
3.3.1. Lexikon 9
3.3.1.1. Wortentlehnung: Fremdwörter - Lehnwörter 9
3.3.1.2. Wortbildung 14
3.3.1.2.1. Komposition 14
3.3.1.2.2. Derivation 15
3.3.1.2.3. Wortkürzungen 17
3.3.1.2.4. Onomatopoetika 18
3.3.2. Semantik 19
3.3.2.1. Das Jules Phänomen 19
3.3.2.2. Français argotique et populaire 21
3.3.2.3. Verlan 25 Verlan.....................................................................................................................25
3.3.2.4. Sprachliche Bilder 26
3.3.2.5. Wortspiele 27
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3.4. Ergebnisse zusammengefaßt 28
3.4.1. Was unterscheidet Jugendsprache von Erwachsenensprache 28
3.4.2. Bestehende Probleme 30
3.4.2.1. Wie schnell erfolgt der jugendsprachliche Wandel 30
3.4.2.2. Welche Sprache spricht die Jugend 30
3.4.2.3. Sprechen alle Jugendlichen dieselbe Sprache 31
4. Schlußbetrachtungen 33
Literaturverzeichnis..................................................................................................................34
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1. Einleitung
Die Franzosen sind berühmt - oder auch berüchtigt - dafür, sehr stolz auf ihre Sprache zu sein. Der Frankreichurlauber, der dazu in der Lage ist auch nur ein paar Wörter Französisch zu sprechen, ist viel mehr willkommen als jener, welcher sich mit seinem Schulenglisch zu helfen versucht; dreht er das Radio auf, so wird er bemerken, daß überwiegend Lieder in französischer Sprache gespielt werden, obwohl zumindest die österreichischen Jugendlichen derzeit englische Lieder viel „cooler“ finden. Da der Geschmack zwischen Erwachsenen und Jugendlichen in sehr vielen Bereichen oft getrennte Wege geht, stellt sich die Frage, welchen Wert die französischen Jugendlichen ihrer Sprache beimessen und wo sie selbst sich im Sprachsystem bewegen.
2. Welche Sprache spricht die Jugend?
2.1. Bestimmung des Begriffs Jugend
Zu Beginn meiner Seminararbeit möchte ich mich zunächst mit der Frage: Was ist Jugendsprache? beschäftigen. Eigentlich ist die Erklärung ganz einfach: Jugendsprache ist die Sprache der Jugend. Doch diese Definition veranlaßt mich zu glauben, es gäbe eine Sprache, deren Besitzer ausschließlich die Jugend wäre und die nur von Jugendlichen gesprochen würde. Von Sprachwissenschaftlern wird Jugendsprache jedoch heute als komplexes sprachliches Register betrachtet (Vgl. Schlobinski, Kohl, Ludewigt 1993, 12). Diese Definition wirft eine weitere Frage auf: Was ist Jugend selbst überhaupt? Je nachdem, was in der Jugendzeit im Vordergrund steht, verwendet man in der Wissenschaft verschiedene Begriffe, um diese Lebensphase zu beschreiben. Psychologen sprechen eher von der Adoleszenz, Biologen von der Pubertät, Jugend ist ein soziologischer Begriff. In der Soziologie steht „die historische Bedingtheit einer nach Alter sortierten Gruppe von Menschen“ (Fend 2000, 22) im Vordergrund. Kinder, Jugendliche, Erwachsene usw. werden als soziale Gruppen voneinander unterschieden (Vgl. Fend 2000, 22f.). Von dieser Theorie geht die Jugendsprachforschung aus. Viele Wissenschaftler bezeichnen den Lebensabschnitt zwischen zwölf und 25 Jahren als Jugendphase (Vgl. z. Bsp. Fend 2000, 91-93). Diese Phase ist vor allem von der Suche nach der eigenen Identität und der Ausbildung i ndividueller Persönlichkeit geprägt.
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2.2. Zur Problematik einer Definition von Jugendsprache
Es ist bereits kompliziert, den Begriff Jugend zufriedenstellend abzuklären. Dazu kommt noch, daß oft übersehen wird, daß Jugend in unserer heutigen Gesellschaft einen ganz besonderen Stellenwert innehat. Viele Menschen, die im entwicklungspsychologischen Sinne nicht mehr als Jugendliche gelten, fühlen sich dennoch jung und jugendlich, was sie durch ihre Kleidung, ihre Umgangsformen und auch durch ihre Sprache ausdrücken. Somit ist es vorstellbar, daß das Streben nach ewiger Jugend die Benutzergruppe der Jugendsprache erweitert. Fragwürdig ist nur, ob die Jugendsprache der Erwachsenen mit der Sprache, die Jugendliche tagtäglich verwenden und auch ständig abwandeln (schließlich ist ein Zweck der Jugendsprache die Abgrenzung von den Erwachsenen), überhaupt vergleichbar ist. Tatsache ist, daß man sich die kommerzialisierte Form von Jugendsprache sogar schon aus eigens angelegten Wörterbüchern – welche in großer Anzahl sogar im Internet angeboten werden - aneignen kann.
Hinzu kommt noch, daß Jugendliche (wie auch alle anderen sozialen Gruppen) ihren sprachlichen Ausdruck je nach Gesprächspartner variieren, womöglich ihre Jugendsprache innerhalb ihrer Gruppe noch intensivieren. Die Sprache einiger Gruppen von Jugendlichen könnte stärker von der Sprache der Erwachsenen abweichen, als die von anderen Gruppen von Jugendlichen. Weiters ist der mit Jugend bezeichnete Lebensabschnitt sehr weit gesteckt, woraus sich ergeben könnte, daß sich auch altersbedingte Unterschiede in der Jugendsprache ergeben.
Hier wurden nur einige Probleme aufgezeigt, welche die Definition von Jugendsprache erschweren. Zusammenfassend ist festzuhalten, daß es – auch in der Wissenschaft - keine einheitliche Definition von Jugendsprache gibt.
2.3. Der Forschungsstand
Untersuchungen zum Thema Jugendsprache stimmen generell darin überein, daß sich der Sprachgebrauch im sozialen Alter der Jugend von dem Sprachgebrauch anderer Altersgruppen sowie von der Standardvarietät der jeweiligen Einzelsprache in der einen oder anderen Weise unterscheidet.
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Umstritten ist aber die Konzeptualisierung von Jugendsprache und der Sprachphänomene, die sie bestimmen. Wenn die Auffassung von Jugendsprache als Sondersprache, Slang oder Argot den Blickwinkel auf den Wortschatz einschränkt, so macht die Auffassung von Jugendsprache als Varietät den Weg frei für Phänomene auf anderen Beschreibungsebenen (Phonologie, Morphosyntax), beansprucht aber für den Forschungsgegenstand eine soziolinguistische Komplexität.
Im Gegensatz dazu steht die Auflösung von einer abstrakten Jugendsprache in eine Vielzahl von konkreten gruppenspezifischen Sprechstilen, die sich nicht strukturell, sondern durch Diskursphänomene in weitesten Sinn kennzeichnen. Man sollte nämlich gar nicht von einer einheitlichen Jugendsprache sprechen, zumal die Jugend nicht als homogene Gruppe betrachtet werden kann. Daher kann man auch behaupten, daß eine Vielzahl von Sprechstilen vorherrscht.
Grundsätzlich läßt sich eine Spaltung des Forschungsgegenstandes Jugendsprache in verschiedene Richtungen und Einzelfragen beobachten, die zwar als Bestandteile einer weit verstandenen Soziolinguistik miteinander verwandt sind, jedoch in der Literatur kaum aufeinander bezogen werden. (Vgl. Androutsopoulos, 1998, S.1)
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3. Eigenständige Untersuchung verschriftlicher
Jugendsprache
3.1. Vorhaben, Arbeitshypothese, Vorgehensweise
Grundsätzlich gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Jugendsprachforschung und Erforschung fremder Sprachen beziehungsweise Varietäten. Während die Erforschung fremder Sprachen und Varietäten vor allem ihr Augenmerk darauf richtet, unverständliche Ausdrucksformen mit Hilfe von grammatikalischen und lexikalischen Regeln verständlich und lernbar zu m achen, sieht die Jugendsprachforschung ihre Aufgabe darin, bereits verstehbare Ausdrucksformen bezüglich ihrer Bedeutungsnuancen präziser zu erklären. Ich stimme mit Januschek überein, welcher hervorhebt, daß hierbei keine Sprachanalyse, sondern Diskursanalyse vorliegt (Vgl. Januschek 1989: 125- 155).
Meine eigene Untersuchung soll die geschriebene Sprache in französischen Jugendzeitschriften behandeln. Kennzeichnend für diese Arbeit ist, daß mein Forschungsmaterial von Autoren verschiedenen Alters, welche auch aus unterschiedlichen sozialen Schichten und regionalen Gebieten stammen, zusammengesetzt ist.
In den Zeitschriften befinden sich natürlich in erster Linie Artikel von Redaktionsmitgliedern der Zeitschriften, unter welchen sich sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene befinden, welche ihre Sprache offensichtlich jener der Jugendlichen anpassen. Einen beachtlichen Teil der Zeitschriften nehmen Leserbriefe von Jugendlichen ein (wobei die Leser in Bezug auf das Alter alle Abschnitte der Jugendphase abdecken). Daneben werden in Jugendzeitschriften immer wieder Interviews mit (meist jugendlichen) Stars abgedruckt, was uns erlaubt, auch einen kleinen Eindruck von Literatur zu gewinnen, die stark an die Mündlichkeit gebunden ist.
Quote paper:
Michael Guntschnigg, 2004, Jugendsprachliche Wortbildungsmittel anhand ausgewählter französischer Jugendzeitschriften, Munich, GRIN Publishing GmbH
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