Gliederung
1 Einleitung S.01
2 Interne Kommunikation S.02
2.1 Mitarbeiterkommunikation S.04
2.2 Computervermittelte Kommunikation S.05
3 Neue Medien in Unternehmen S.07
3.1 Der „cues filtered out“ Ansatz S.08
3.2 Der „Social Information Processing“ Ansatz S.09
4 Intranet in Unternehmen S.11
4.1 Mögliche Einsatzfelder des Intranet S.11
4.2 Einführung des Intranet S.12
4.3 Mitarbeiterkommunikation im Intranet S.14
4.3.1 Interpersonelle Kommunikation S.15
4.3.2 Gruppenkommunikation S.16
5 Ausblick 17
1 Einleitung
In der Arbeits- und Organisationspsychologie werden Unternehmen als soziale Systeme begriffen. Für die Unternehmen heisst das, dass für ihr Bestehen eine interne Kommunikation notwendig ist und eine externe Kommunikation, der
Informationsaustausch mit der Umwelt, garantiert sein muss (Frey, Bente & Frenz 1995, S.353).
Durch die rasante technische Entwicklung auf dem Gebiet der Informationstechnologie, sehen sich Unternehmen neuen Herausforderungen gegenüber gestellt. Mit dem technischen Fortschritt erfolgt gleichzeitig eine Entwicklung neuer Medien zur Kommunikation. Durch die Einführung des Internet und die damit verbundene Bereitstellung von Netzwerktechnologie haben sich auch für Unternehmen neue Möglichkeiten der Kommunikation aufgetan.
Für Unternehmen ergeben sich neue Optionen der überregionalen bzw. weltweiten Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen. Ebenso können Stellenangebote „online“ dargeboten, oder Werbung über das Internet geschaltet werden. Neben diesen Möglichkeiten der externen Kommunikation mit der Umwelt, bieten sich auch für die interne Kommunkation neue Möglichkeiten und Notwendigkeiten. Durch die zunehmende Konkurrenz auf den Weltmärkten und der durch das Internet gebotenen weltweiten Vermarktung wird eine auf Kundenwünsche zugeschnittene Produktion notwendig. Diese setzt eine gut funktionierende Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten voraus. Der Informationsfluss zwischen Produktion, Entwicklung, Marketing, Marktforschung und auch Servicegruppen muss gewährleistet sein, will das Unternehmen auf dem Markt konkurrenzfähig bleiben (Batinic 1999,
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S.165). Ein Möglichkeit bietet hier ein computergestütztes Informationsmedium.
Dieses als Intranet bezeichnete Informationsmedium ist Thema der vorliegenden Arbeit. Es soll versucht werden, Chancen und Probleme dieses neuen
Kommunikationsmediums darzustellen. Ein Aspekt hierbei ist die Betrachtung computervermittelter Kommunikation (CMC). Was unterscheidet diese von der „natürlichen“ Grundform zwischenmenschlicher Kommunikation, der Face-to-face Situation?
Ferner sollen die Auswirkungen des Intranet auf die Kommunikation in Unternehmen betrachtet und die möglichen Auswirkungen auf die Mitarbeiterkommunikation aufgezeigt werden. Eine These lautet hierbei, dass die klassische Face-to-Face Kommunikation nicht durch neue Formen der Kommunikation ersetzt wird. Vielmehr stellt das Intranet eine Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeiten in Unternehmen dar. In diesem Zusammenhang soll der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss das Intranet auf hierarchische Strukturen in der Mitarbeiterkommunikation haben kann.
2 Interne Kommunikation
Für Unternehmen lassen sich zwei Formen der Kommunikation unterscheiden (vgl. Hoffmann 2000, S.20). Auf der einen Seite steht die organisationsexterne Kommunikation. Diese umfasst wirtschaftliche Beziehungen und Öffentlichkeitsarbeit
Demgegenüber steht die interne Organisationskommunikation. Sie stellt einen elementaren Baustein für den Bestand des Unternehmens dar. Ihr wird eine Integrations- und Identifikationsfunktion zugeschrieben (vgl. Wiest 1994, S.44 f.). Interne Kommunikation findet zum einen zwischen Mitarbeitern, Führungskräften und Arbeitern bzw. Angestellten, unmittelbar und direkt statt (Face-to Face). Zum anderen wird in Unternehmen über technische Medien kommuniziert. Beispiele hierfür sind die Mitarbeiterzeitschrift, das schwarze Brett, Infobriefe oder eben auch das Intranet. Hierbei spielt der Begriff der Information für die interne Kommunikation in Unternehmen eine entscheidende Rolle.
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Durch das Betriebsverfassungsgesetz von 1972 ist das Informationsrecht der Mitarbeiter festgelegt. Das Gesetz hat eine verstärkte Information der Mitarbeiter durch die Führung des Unternehmens zu einer Rechtspflicht gemacht und „dadurch ihre Bedeutung für die betriebliche Praxis erheblich erhöht.“ (Kalmus 1998, S.20)
Auf einer sachlichen Ebene wird dem Austausch von Informationen ein größeres Wissen und ein damit verbundenes besseres Verständnis des Mitarbeiters bezüglich unternehmensrelevanter Aspekte zugeschrieben. Zusätzlich werden der Weitergabe von Informationen psychologische Folgen für die Motivation der Mitarbeiter beigemessen. „Das Informieren ist ein Führungsmittel, das unmittelbar Einfluss auf die Leistungsbereitschaft hat, weil hierin ein Moment der persönlichen Zuwendung mitwirkt, das zur Befriedigung des Selbstwertgefühls und damit zur Motivation des Mitarbeiters beiträgt.“ (Kalmus 1998, S.21)
Zusammenfassend lässt sich die Bedeutung interner Kommunikation und damit der Austausch von Information für Unternehmen wie folgt darstellen.
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2.1 Mitarbeiterkommunikation
„Die Mitarbeiterkommunikation dient der Förderung betrieblicher Leistungserstellung, indem sie Mitarbeiter einer Organisation informiert und dabei Kommunikation ermöglicht und gezielt fördert.“ (Klöfer 1998, S.93)
Mitarbeiterkommunikation ist Teil der internen Organisationskommunikation (Hoffmann 2000, S.20). Sie ist zentrales Instrument für die Kommunikationsprozesse zwischen Organisationsleitung bzw. -führung und Mitarbeitern. Sie ist als gegenseitiger Austausch von Informationen zwischen Mitarbeitern auf gleichen und unterschiedlichen Hierarchiebenen zu begreifen. Sie umfasst neben der Information der Mitarbeiter auch das Einbeziehen dieser in Zielfindungs-, Planungs-, Entscheidungs- und Kontrollfunktionen (ebenda, S. 21). Es ergeben sich so genannte „Task Messages“ zur Erfüllung von Arbeitsaufgaben, „Maintenance Messages“ zur Steuerung und Erhaltung der Organisation, „Human Messages“ zu Einstellungen, Fähigkeiten, Motivation und Beziehungen zwischen Mitarbeitern, sowie „Innovative Messages“ zur Anpassung des Unternehmens an eine sich verändernde Umwelt (nach Hoffmann 2000, S.27).
Mitarbeiterkommunikation hat zwei zentrale Funktionen zu erfüllen (ebenda, S.28). Sie umfasst aufgabenorientierte und soziale Leistungen. Zu den aufgabenorientierten Leistungen zählen „Task Messages“ und „Maintenance Messages“. Die „Human Messages“ bilden die sozialen Leistungen. Hier sollen soziale Verhältnisse gestaltet, Beziehungsgefüge hergestellt und eine Integration des Mitarbeiters in das Unternehmen gewährleistet werden.
Neben diesen elementaren Funktionen hat Mitarbeiterkommunikation zwei Ziele, die sich mit Hinblick auf aufgabenbezogene und soziale Funktion in unternehmensorientiert und mitarbeiterorientiert einteilen lassen (Hoffmann 2000, S.40)
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Arbeit zitieren:
Johannes Steigleder, 2002, Einsatz von Informationsmedien in Unternehmen: Intranet, München, GRIN Verlag GmbH
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