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1 Thema der Reihe ................................................................................................................. 3 2 Aufbau der Unterrichtsreihe ............................................................................................... 3 3 Didaktischer Schwerpunkt der Unterrichtsstunde.............................................................. 5 4 Übergeordnete Aufgabe und Teilaufgaben im Sinne von Lernanforderungen undmöglichkeiten........................................................................................................................... 12 5 Lernvoraussetzungen der Schüler bezogen auf die Teilaufgaben.................................... 14
6 Stundenverlauf.................................................................................................................. 17 7 Literatur ............................................................................................................................ 18
1 Thema der Reihe
„Wir hinterlassen unsere Spuren in der Schule“: Kennen lernen sowie produktive und rezeptionsorientierte Auseinandersetzung mit Graffitis und dem Maler Keith Haring mit dem Ziel, die Stilmerkmale für eigene Gestaltungsabsichten zu nutzen und des Weiteren die entstandenen Werke als Erinnerung an die Klasse in der Schule zu platzieren.
2 Aufbau der Unterrichtsreihe 2.1 Auflistung der Stundenthemen
2.1.1 „Graffiti - Kunst in unserer Umgebung“: Ausflug zu einer Graffitiwand sowie
2.1.2 „Graffiti - Kunst oder Schmiererei?“: Sichten und Besprechen verschiedener Graffitiabbildungen und anschließende Skizze des eigenen Namens mit dem
2.1.3 „Mein Graffiti-Name wird bunt“: Übertragen der Skizze sowie farbliches
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2.1.4 „Was hat Keith Haring mit Graffiti zu tun?“: Museumsrundgang zu einer
Parallele n zu Graffitis zu erkennen.
2.1.5 „Lauter kleine Männchen“: Begegnung mit dem Werk „Pop Shop Quad I“, Nachstellen einer ausgewählten Szene des Werkes mit der Methode des
2.1.6 „Keith Harings Männchen werden lebensgroß“: Rezeptionsorientierte Auseinandersetzung mit dem Werk „Pop Shop Quad I“ in Form des
arbeiten. 2.1.7 „Keith Harings Männchen werden bunt“: Farbliches Gestalten der Skizzen
2.1.8 „Wir verabschieden uns“: Aufstellen und Montage der Gruppenarbeiten mit
2.1.9 Das habe ich im Kunstunterricht des vierten Schuljahres gelernt und wünsche mir für die neue Schule…“: Eintragen der im Laufe des Schuljahres
ziehen.
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3 Didaktischer Schwerpunkt der Unterrichtsstunde
Der didaktische Schwerpunkt der heutigen Stunde liegt auf der rezeptionsorientierten Auseinandersetzung mit dem Werk „Pop Shop Quad I“ von Keith Haring. In Anlehnung an das Werk sollen die Schüler in Gruppenarbeit eine ausgesuchte Begebenheit ihrer Grundschulzeit unter Berücksichtigung der Gestaltungselemente Harings auf Karton zeichnen, indem sie die Körper der miteinander agierenden Kinder, die vor dem Plakat stehen und den Begebenheiten entsprechende Körperhaltungen einnehmen, mit Kreide umfahren.
Bezug zur Fachwissenschaft
Keith Haring (1958-1990) wurde in den frühen achtziger Jahren durch seine Kreidezeichnungen, die er in der New Yorker Untergrund-Bahn auf nicht vermietete Werbetafeln zeichnete, bekannt. Um möglichst viele Menschen mit seiner Kunst zu erreichen und sie an der Entstehung der Werke teilhaben zu lassen, zeichnete er seine Bilder in den U-Bahnhöfen zu Hauptverkehrszeiten. So konnte er seine Kunst den Passanten näher bringen und Menschenmassen versammelten sich um ihn, waren erstaunt, wie er mit schneller Hand und wenigen Linien ein Kunstwerk schuf und spekulierten über die Bedeutung seiner Bilder (vgl. Celant 1992, 10). „Wenn ich in den New Yorkern U-Bahnstationen zeichne, passiert es mir
Keith Harings Bilder sind durch Zufall und Spontaneität gekennzeichnet. Seine Zeichnungen sind nicht im Vorfeld geplant gewesen, und es unterliegen ihnen keine vorher angefertigten Skizzen. Haring wurde in seinem Malstil von Graffitikünstlern beeinflusst, da sie ebenfalls nach dem Prinzip des Zufalls arbeiten (vgl. Celant 1993, 9).
Die Bildfiguren Harings bestehen aus einer geschlossenen Umrisslinie. Sie sind durch Klarheit, Eindringlichkeit und Einfachheit gekennzeichnet. „Für den durch den Flur Eilenden, Wartenden oder mit dem Zug Vorbeifahrenden sind die Zeichnungen markant und einprägsam. In Erinnerung an ähnliche Kompositionen a n verschiedenen Stationen entsteht die Vorstellung einer permanent
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rekombinierbaren immateriellen Zeichenwelt“ (Dreher 1993, 10). Haring beabsichtigte also, mit seiner Kunst eine Sprache zu erfinden, die jeder verstehen konnte. In seinen Bildern thematisiert er Unterschiede zwischen schwarz und weiß, hetero-und homosexuell sowie zwischen Mensch und Tier. Obwohl seine Themen meist provokativen Charakter haben und sein Leben als Homosexuellen kommentieren, akzeptiert ihn die sonst eher prüde Gesellschaft der USA als innovativen Maler (vgl. Pröschel 2003, 25).
In einzelnen Werken, wie z.B. im Werk „Pop Shop Quad I“, sind die Zeichen einander so zugeordnet, dass der Eindruck einer Szene entsteht (vgl. Dreher 1993, 10). Die Männchen interagieren miteinander oder mit Objekten. Harings Figuren werden auf den verschiedensten Gegenständen in Massenauflagen verbreitet. Wie kein anderer zeitgenössischer Künstler hat er es geschafft, einen Zugang zu einem breit gefächerten Publikum zu erreichen und die Grenzen zwischen populärer und elitärer Kunst aufzuheben (vgl. Celant 1993, 30). „‚Meine Arbeit muss reproduziert werden? “ (Haring, zit. n. Dreher 1993, 10).
Bezug zur Fachdidaktik
Die Kinder setzen sich in der heutigen Stunde mit zeitgenössischer Kunst am Beispiel des Malers Keith Haring auseinander. Die kindliche Kunsterfahrung richtet sich nicht nur auf die kritische Beurteilung eines bestimmten Werkes, sondern besonders auf die subjektiven Erkenntnisprozesse. Hierbei können die Kinder das wahrnehmen, was die Bilder präsentieren, und bringen diese Wahrnehmungen mit ihren eigenen Wünschen, Vorstellungen und Erfahrungen in Verbindung (vgl. Kirchner 1996, 17).
KIRCHNER nennt verschiedene Formen des Umgangs mit künstlerischen Objekten: „zu Bildern zeichnen, malen, spielen, sammeln, sprechen, nachdenken, reflektieren, schreiben, nachlesen, Infos heranziehen, Geschichten erfinden, Anregungen in eigene Gestaltungen aufnehmen etc“ (ebd.). Die Kinder können demnach in der heutigen Stunde die durch das gemeinsam besprochene Bild hervorgerufenen Gedanken oder Gefühle für ihre eigene Gestaltung nutzen. Sie treten in einen Dialog mit dem Kunstwerk, indem sie die Wirkung des eigenen Bildes mit dem Harings vergleichen und dabei Absicht und Wirkung gegenüberstellen. Im Dialog mit dem gena nnten Kunstwerk lernen die Schüler die Ausdrucksweise Haring zu verstehen und erweitern ihre Kompetenzen, indem sie die technischen Gestaltungsmöglichkeiten Harings auf ihre eigenen Arbeiten übertragen (vgl. ebd.).
Arbeit zitieren:
Alexandra Illgen, 2003, Keith Haring, Wir hinterlassen unsere Spuren in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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