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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der politische Realismus nach Hans J. Morgenthau 4
2.1 Die sechs Grundsätze des politischen Realismus 4
2.2 Das Verständnis von internationaler Politik und von politischer Macht
im politischen Realismus 6
3. Amerikas Außenpolitik nach den Grundsätzen des politischen Realismus 7
3.1 Amerikas Außenpolitik richtet sich nach den Grundsätzen des politischen
Realismus 7
3.2 Amerikas Außenpolitik richtet sich nicht nach den Grundsätzen des
politischen Realismus 9
4. Fazit 11
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1. Einleitung
Zu Beginn des 21 Jahrhunderts hat Amerika eine Position in der internationalen Politik eingenommen, die einzigartig in der Geschichte ist. Binnen eines einzigen Jahrhunderts gelang es ihm von einem isolierten Land zu der Supermacht der Neuzeit aufzusteigen, die erstmals als wirkliche Weltmacht angesehen werden kann. 1
Vor allem die neue Art der Hegemonie ist bisher nie da gewesen. Amerika unterwirft nicht kleinere Länder, wie es bei früheren großen Mächten der Fall war, sondern gründet seine Dominanz einzig auf seiner großen Militärmacht und seiner wirtschaftlichen Stärke. Sowohl nach dem z weiten Weltkrieg, als auch knapp 40 Jahre später, nach dem Zerfall des Warschauer Pakts und der UdSSR, gelang es Amerika eine Demokratisierungswelle in Gang zu bringen, die von amerikanischen Vorstellungen geprägt war und noch bis heute ist. 2 Doch was sind die Ziele Amerikas im 21. Jahrhundert? Geht es um den Erhalt des Status quo, oder um eine Erweiterung der Macht bis tief in den eurasischen Kontinent hinein? Wird Amerika auf Grund der Monopolstellung in der Welt ihre Außenpolitik grundlegend verändern? H aben die Anschläge des 11. September 2001 Amerika dazu bewegt, den Terrorismus durch Demokratisierung und Aufoktroyierung der amerikanischen Moralvorstellungen in den sogenannten „Schurkenstaaten“ 3 zu besiegen? War der Krieg in Afghanistan 2002 und der Irakkrieg Anfang 2003 nur der Beginn einer amerikanischen „Invasion“ 4 ? Diese Fragen sind sicherlich sehr schwer zu beantworten, da niemand in die Zukunft blicken kann. Dennoch möchte ich mit dieser Hausarbeit dazu beitragen, die Außenpolitik Amerikas etwas besser zu verstehen. Hier wird mir vor allem die Theorie des politischen Realismus, wie sie von Hans J. Morgenthau Ende der vierziger Anfang der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts geprägt wurde helfen, die Außenpolitik der USA in der jüngeren Vergangenheit unter einem ganz bestimmten Gesichtspunkt zu betrachten. Die Grundlegende Hypothese wird sein: Amerika agiert in seiner Außenpolitik nach den Grundsätzen des politischen Realismus.
Dementsprechend wird im zweiten Kapitel der politische Realismus nach Hans Morgenthau definiert. Anschließend wird im dritten Kapitel überprüft, welche Argumente dafür beziehungsweise dagegen sprechen, dass Amerika in seiner Außenpolitik den
1 Brzezinski, Zbigniew, 1999: Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft. Frankfurt am Main:
Fischer Taschenbuch Verlag. S. 17.
2 Brzezinski, Zbigniew, 1999: Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft. Frankfurt am Main:
Fischer Taschenbuch Verlag. S. 9.
3 Eigene Hervorhebung.
4 Eigene Hervorhebung.
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Gesichtspunkten dieser Theorie entspricht. Im vierten Kapitel werden dann die Ergebnisse betrachtet und ein abschließendes Fazit gezogen.
2. Der politische Realismus nach Hans J. Morgenthau
Der politische Realismus wird zunächst Realismus genannt, weil er sich mit der theoretischen Auseinandersetzung, mit dem menschlichen Wesen, wie es wirklich ist, und den gesellschaftlichen Abläufen, wie sie den Tatsachen entsprechen, beschäftigt. 5 2.1. Die sechs Grundsätze des politischen Realismus
Morgenthau schrieb sein Buch „Macht und Frieden“ zu einer Zeit, in der die Welt immer mehr zweige teilt wurde. Rußland und die USA übernahmen die Vorherrschaft in der Welt, Rußland im „Osten“ und Amerika im „Westen“ 6 . Mit Hilfe von Atombomben und deren Reichweite wäre es binnen weniger Stunden möglich gewesen die Menschheit zu vernichten. Kriege ungeahnter Dimension wären möglich gewesen. In dieser Zeit wollte Morgenthau einen Beitrag zum Frieden leisten und formulierte die Theorie des politischen Realismus. Er hielt sich dabei ganz bewußt an die Realität und nicht an Vorstellungen, wie die Welt sein soll. 7 Wesentlich hierbei waren folgende sechs Grundsätze:
1. Die Gesellschaft und somit auch die Politik ist von objektiven Gesetzen beherrscht, deren Ursprung in der Natur des Menschen liegen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen objektivem Wahrnehmen und subjektiver Meinung innerhalb der Politik. Eine Theorie muß nicht neu sein um besser zu sein, als alte Theorien. Neuheit kann sogar als negativer Aspekt ausgelegt werden, da sich die Theorie noch nicht bewährt hat. Eine Theorie muß also einer doppelten Prüfung unterzogen werden. Der Prüfung durch die Vernunft und der Prüfung durch die Erfahrung. Theorie besteht für den Realismus darin, Tatsachen festzustellen und ihnen durch Vernunft Sinn zugeben. D.h. eine Theorie versucht zu erklären aus welchem Grund eine Situation zustande gekommen ist und eventuell das zukünftige Verhalten der Beteiligten vorauszusehen.
5
Morgenthau, Hans J. 1963: Macht und Frieden. Grundlegung einer Theorie der internationalen Politik, dt.
Ausgabe (engl. Originalausgabe 1948), Gütersloh: C. Bertelsmann. S. 49.
6 Eigene Hervorhebung.
7 http://www.e-politik.de/beitrag.cfm?Beitrag_ID=495 vom 02.05.2003
Arbeit zitieren:
Nils Wiebe, 2003, Die Außenpolitik der USA unter dem Gesichtspunkt des politischen Realismus betrachtet, München, GRIN Verlag GmbH
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