Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Beschreibung der Kursgruppe 1
3 Realistische Einordnung in das Gesamtkonzept des Rückenschulkurses 2
4 Detaillierte Beschreibung der Inhalte und des Aufbaus der Kursstunde 6
4.1 Begrüßung der Teilnehmer und Stundeneinstieg 6
4.2 Theorieeinheit zu wirbelsäulenfreundlichen
und unfreundlichen Aspekten von Sportarten 6
4.3 Theorie: Vorstellung der Einordnung von Sportarten
und Einordnung der eigenen Sportarten 7
4.4 Rückenschonend Joggen Laufen 8
4.5 Rückenschonend Radfahren 9
4.6 Wirbelsäulenunfreundliche Sportarten 10
4.7 Zusammenfassung der Stundeninhalte 11
Literaturverzeichnis 13
Anhang/Anlagen
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1 Einleitung Bei der vorliegenden Ausarbeitung handelt es sich um eine Kursstunde im Rahmen eines präventiven Rückenschulkurses, welcher nach der Karlsruher Rückenschule konzeptionell als Grundkurs eingeordnet wird und für Personen ohne Erfahrungen in Bezug auf Rückenschulkurse ausgelegt ist. Das Thema der Stunde lautet Sport und Rücken, wobei der Schwerpunkt auf der Erarbeitung ausgewählter Sportarten liegt.
Im Folgenden soll zunächst die teilnehmende Rückenschulgruppe beschrieben werden, bevor anschließend eine Einordnung der geplanten Kursstunde in das Gesamtkonzept des Rückenschulkurses vorgenommen wird. Dabei soll vor allem die Sinnhaftigkeit des gesamten Rückenschulkurses, hauptsächlich mit Blick auf Inhalte und Ziele, näher beleuchtet werden. Des Weiteren erfolgt ein Rückblick auf die zuvor absolvierten Stunden, mit dem Schwerpunkt der für die aktuelle Stunde notwendigen bzw. vorauszusetzenden Kenntnisse. Anschließend folgt eine detaillierte Beschreibung der geplanten Kursstunde, wobei explizit die Ziele, Organisationsformen, Materialien, Zeitvorgaben und das didaktisch-methodische Vorgehen erläutert werden.
2 Beschreibung der Kursgruppe Das Rückenschulseminar wird von der AOK-Baden Württemberg im Landkreis Ravensburg veranstaltet und findet über 10 Termine, jeweils einmal pro Woche, in den Räumlichkeiten eines ansässigen Sportvereines statt. Die Gruppe besteht ausschließlich aus AOK- Versicherten, wodurch die einzelnen Teilnehmer kostenfrei an dem Seminar teilnehmen dürfen.
Die Kursgruppe gestaltet sich in Bezug auf das Alter, das Geschlecht und Leistungsfähigkeit sehr heterogen. Das Alter der Teilnehmer bewegt sich zwischen 40 und 55 Jahren und der Anteil der Frauen liegt bei etwa 60%, bei einer Gruppengröße von 12 Personen. Homogenität zeigt sich hingegen in Bezug auf das oberflächliche bzw. wenig vorhandene anatomisch- physiologische Grundwissen über den Rücken und den damit verbundenen Problemen und Bewältigungsstrategien. Des Weiteren besuchen alle Teilnehmer zum ersten Mal eine Rückenschule.
Aufgrund der unterschiedlichen Berufe, alltäglichen Aktivitäten und Hobbys der Teilnehmer, sind einige von ihnen, in Bezug auf Rückenprobleme, leicht vorbelastet und klagen gelegentlich über Rückenbeschwerden. Der Großteil der Gruppe ist jedoch beschwerdefrei, wobei mehrere Teilnehmer muskuläre Dysbalancen und leichte Haltungsschwächen
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aufweisen. Akut liegen jedoch bei den Teilnehmern keine patho-physiologischen Einschränkungen vor.
Beweggründe zur Teilnahme an diesem Kurs sind meist primärpräventiver Natur. Die Teilnehmer haben die Absicht sich über rückenschädliches Verhalten und mögliche Verhaltensänderungen zu informieren, um einer Erkrankung vorzubeugen oder die schon zum Teil auftretenden Beschwerden zu lindern, verhindern oder sogar zu beseitigen.
3 Realistische Einordnung in das Gesamtkonzept des Rückenschulkurses Bevor im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung auf das Konzept der Kursstunde eingegangen wird, sollen die Sinnhaftigkeit und die Ziele der Rückenschule aufgezeigt werden und eine realistische Einordnung des geplanten präventiven Rückenschulkurs in das Gesamtkonzept der Rückenschulkurse erfolge n.
Nach der Karlsruher Rückenschule soll ein Rückenschulseminar die Patienten dazu befähigen, ihre Gesundheit eigenverantwortlich zu wahren bzw. eine Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Kempf (2003b, S. 10-11) führt aus:
„Die Rückenschule ist ein gezieltes Verhaltenstraining, das neben Einstellungs- und Verhaltensänderungen auch ein verbessertes Körperbewusstsein anstrebt. Die Rückenschule zielt ganz im Sinne der Gesundheitsförderung darauf ab, den Menschen zu einem eigenverantwortlichen gesundheits- und umweltbewussten Handeln hinzuführen und ihn damit zu befähigen, sein Wohlbefinden und seine Gesundheit zu verbessern“.
Um dorthin zu gelangen, sind Übungen die zur Wiederherstellung, Verbesserung und Erhaltung der Rückengesundheit dienen, feste Bestandteile der Rückenschulkurse. Des Weiteren soll das Körperbewusstsein geschult, rückenfreundliches Verhalten gelernt und die körperliche Fitness verbessert werden. Darüber hinaus sollen den Teilnehmern Problemlösungsstrategien, welche sie in ihren Alltag transferieren können, an die Hand gegeben werden.
Der geplante präventive Rückenschulkurs verläuft, wie oben beschrieben, über zehn Termine, wobei für eine Einheit 60 Minuten veranschlagt werden. Ziel eines präventiven Kurses ist, durch die Anwendung und Akzeptanz wirkungsvoller Alltagsstrategien, die Teilnehmer zu befähigen, einen effizienten Weg zur Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten zu bestreiten. Einzelziele der präventiven Rückenschule sind zum einen, die Hinführung zu rückenfreundlichem Verhalten im Alltag und Beruf, zum anderen Lernprozesse zu fördern, in denen rückenschonende Verhaltensweisen erkannt, entwickelt, verändert und festgehalten werden. Die Lernziele werden aufgegliedert in:
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- motorische Ziele zur Verbesserung der motorischen Handlungsfähigkeit
- kognitive Ziele zur Vermittlung rückenspezifischer Kenntnisse
- affektiv-emotionale Ziele zur Förderung von freudbetontem Bewegen
- soziale Ziele zur Verbesserung der sozialen Kompetenz (vgl. Kempf 2003b, S.18-20)
Im Zuge der Gesundheitsreform und der Novellierung des §20 SGB V sind Präventionsmaßnahmen, wie z.B. der geplante Rückenschulkurs, bezuschussungsfähig. Voraussetzung ist jedoch, dass dieser Kurs von einem qualifizierten Übungsleiter mit der Zusatzqualifikation Rückenschullehrer durchgeführt wird (vgl. Sudeck 2003, S. 3-4). Wie schon erwähnt sind alle Teilnehmer des Kurses Versicherte der AOK- Baden Württemberg und besuchen alle zum ersten Mal einen Rückenschulkurs, wodurch dieser für die Teilnehmer kostenfrei angeboten werden kann.
Das Kurskonzept dieses präventiven Rückenschulgrundkurses ist nach dem Prinzip der Karlsruher Rückenschule ausgerichtet und gliedert sich, aufgeteilt in zehn aufeinander aufgebauten Kursstunden mit unterschiedlichen Kursinhalten, nach folgenden Schwerpunktthemen:
1. Organisation und Vorstellung des Kursleiters (KL) und der Teilnehmer (TN), mit
anschließender Visualisierung des Kursverlaufs. Möglichkeit der Äußerung von Themenwünschen, sowie Erhebung allgemeiner und individueller Probleme und von den TN praktizierte Sportarten. Erste Körperwahrnehmungsschulung und Beobachtung.
2. Theorie über Aufbau und Funktion der Wirbelsäule und den Bandscheiben,
methodische Übungsreihen zum Sitzen mit Fremd- und Selbstbeobachtung, Erarbeitung des Funktionskreises: Hinsetzen-Sitzen-Aufstehen mit kurzem Exkurs: Sitzmöbel.
3. Theorie über Muskulatur des Rumpfes bzw. beanspruchte Muskulatur, Wdh. des
Funktionskreises Hinsetzten-Sitzen-Aufstehen, methodische Übungsreihe zum Stehen, Erarbeitung des Funktionskreises: Stehen-Gehen-Laufen.
4. Theorie über Erkrankungen der Wirbelsäule mit Wdh. des Aufbaus, methodische
Übungsreihe zum Heben, Erarbeitung des Funktionskreises: Heben-Tragen-Absetzen und Ziehen, Schieben von Gegenständen.
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5. Theorie Rücken, Psyche, Schmerzbewältigung mit Reflexion der bisher erarbeiteten Funktionskreise und Bewältigungsstrategien, methodische Übungsreihe zur Erarbeitung des Funktionskreises: Hinlegen-Liegen-Aufstehen, Körperwahrnehmung, Exkurs: Das „richtige Bett“ und der „erholsame Schlaf“.
6. Theorie Ergonomie am Arbeitsplatz und zu Hause, Erarbeitung stehender und
sitzender Alltagstätigkeiten (Beruf, Haushalt etc.) mit Fremd- und Eigenbeobachtung, Entspannungsübungen.
7. Rückenparcours zur Wdh. aller bisher erarbeiteten Funktionskreise mit anschließender
Diskussion der unterschiedlichen Stationen mit Reflexion in Bezug auf bisher erlernte Verhaltensmaßnahmen, Körperwahrnehmung.
8. Theorie und Praxis zum Auf- und Abwärmen vor sportlicher Betätigung, praktische
Erarbeitung funktioneller Dehn- und Kräftigungsübungen speziell für Rumpfmuskulatur mit Wdh. der unterschiedlichen Muskelgruppen, Partnerentspannung mit Igelmassage; Hausaufgabe: Gedanken zu bisherig gesammelten Erfahrungen mit eigenem Sport in Verbindung bringen.
9. Theorie zum Thema Sport und Rücken, Vorstellung und selbstständiges Einordnen von
Sportarten in Bezug auf Rückenfreundlichkeit, praktische und theoretische Erarbeitung unterschiedlicher Verhaltensweisen zur Ausführung von rückenfreundlicherem Sport.
10. Rückentipps für den Alltag, Reflexion und Diskussion des Kurses mit
Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, Vorstellung bzw. Verweis auf mögliche Nachfolgekurse (vgl. Kempf 2003a, S. 65).
Wie aus dem allgemeinen Kurskonzept ersichtlich, ist die erste Stunde des Kurses ausschließlich für Organisatorisches und das Kennenlernen der TN und des KL bestimmt. Zusätzlich füllen die TN einen Fragebogen aus, aus welchem der KL wichtige Informationen (Beschwerden, Berufe, Sport etc.) filtern kann, um die Inhalte adäquat auf die TN ausrichten zu können. Des Weiteren absolvieren die TN erste Körperwahrnehmungen und versetzen sich erstmals in die Lage eines Beobachters.
Die folgenden vier Stunden sind jeweils in einen Theorieteil, zur Erarbeitung anatomischer, physiologischer und pathophysiologischer Grundlagen des Rückens, und in mehrere Praxiseinheiten, die sich mit den unterschiedlichen Funktionskreisen beschäftigen, unterteilt. Ziel ist es, die TN durch unterschiedliche Übungen, Körperwahrnehmung und Fremd- und
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Daniel Pfender, 2004, Präventive Rückenschule - Thema Rücken und Sport, Munich, GRIN Publishing GmbH
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