7UDQV]HQGHQWH'LPHQVLRQXQG3V\FKLVFKH+\JLHQH Die Bedeutung der Gottesbeziehung in einem ganzheitlichen
3
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1 Einleitung 4
2 Die Bedeutung der Religion in einem System menschlicher Gesundheit. 5
3 Die Situation von Religion in modernen Gesellschaften 8
4 Eine empirische Erhebung zum Zusammenhang von Gottesbeziehung und psychischer
Gesundheit. 11
4.1 Grundannahmen zum Zusammenhang von Religion und psychischer Gesundheit. 13
4.2 Hypothesen zum Zusammenhang von Religion und psychischer Gesundheit. 14
4.3 Ergebnisse der Untersuchung. 15
5 Fazit 17
6 Literaturverzeichnis 18
7 Quellenverzeichnis 19
4
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Das Thema dieser Arbeit ist der Zusammenhang von Gesundheit und Religion bzw. der Zusammenhang von Religiosität und psychischer Hygiene (griech. η υγιεια = *HVXQGKHLW Auf den ersten Blick scheint es ein wenig sinnlos zu sein, die Religion oder das Religiöse in Zusammenhang mit Gesundheit zu bringen. Die meisten Menschen in den europäischen Staaten und auch in Deutschland scheinen doch nur noch selten und meist oberflächlich Kontakt mit Religion zu haben. In anderen Gebieten der Erde sieht dies jedoch ganz anders aus. Schaut man beispielsweise nach Südamerika, Afrika oder Indien, so wird man feststellen, dass die Religion hier noch eine wichtige Rolle spielt. Sie bestimmt hier teilweise noch den gesamten Alltag von Menschen und somit auch deren Gesundheitsempfinden. SCHAEFER 1 belegt dies mit einer Untersuchung zum Gesundheitsbegriff. Demnach sind die Assoziationen zum Gesundheitsbegriff in den Ländern der sogenannten dritten Welt so stark von Religiosität geprägt, so dass Religion in diesen Ländern als ein wesendlicher Teilbereich des Gesundheitsbegriffs zu sein scheint.
Wenn man also einen Gesundheitsbegriff finden will, der allgemein gültig sein soll, darf man also die Religion nicht nur am Rande betrachten, sondern muss sie in einen allgemeinen Gesundheitsbegriff einfügen.
Außerdem ist auch Europa nicht areligiös. SCHAEFER zeigt, dass beispielweise auch in Deutschland noch religiöse Aspekte vorhanden sind 2 . SCHMIDT schreibt: „ Selbst im Alltag einer säkularisierten Umwelt fallen immer wieder auch religiöse oder religionsaffine Äußerungen unterschiedlicher Tendenz.“ 3 Am Beispiel des Christentums macht er deutlich, wie sehr moderne Gesellschaften noch von christlichen Vorstellungen geprägt sind. Diese Vorstellungen bzw. „Säkularisate“ 4 finden sich in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft wieder.
Ist die Bedeutung des Religiösen für die Gesundheit insgesamt nicht zu unterschätzen, so gilt dies natürlich auch für den speziellen Bereich der psychischen Gesundheit. Die Fragestellung dieser Arbeit ist so zweigeteilt. Zum einen soll es um eine generelle Einordnung der Religion bzw. des Transzendenten in einen allgemeinen Gesundheitsbegriff gehen und zum anderen soll der speziellere Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Religiosität beleuchtet werden.
1 SCHAEFER, Gerhard 1998, S. 138.
2 ders. , S. 138.
3 SCHMIDT, Günter R. 1993, S. 128.
4 ders. , S. 188 ff..
5
Es sei jedoch an dieser Stelle noch angemerkt, dass es in dieser Arbeit nicht darum gehen kann und soll, welche Religion bzw. Konfession richtig oder falsch ist. Diese Fragestellung gehört in den Bereich der Theologie. In dieser Arbeit soll es nur um die Frage gehen, wie der Mensch mit dem Phänomen der Religion umgeht und welche Auswirkungen die Beschäftigung mit Religion auf den Menschen hat.
Aus diesen Überlegungen heraus möchte ich in dieser Arbeit zunächst in Kapitel 2. mit einigen Gedanken zur Bedeutung der Religion in einem allgemeines System menschlicher Gesundheit beginnen. Es soll hier um die Frage gehen, warum die Religion als menschliches Phänomen in ein solches System aufgenommen werden muss.
Das 3. Kapitel entfaltet diese Frage noch einmal von der konkreten Situation moderner Gesellschaften her.
Im 4. Kapitel möchte ich eine Untersuchung im Bereich der psychischen Gesundheit vorstellen. Es geht hier um die Frage des Zusammenhangs von Religiosität und psychischer Hygiene.
Kapitel 5. schließlich soll diese Arbeit zusammenfassend beschließen.
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SCHAEFER entwickelt in seinem Buch „Balanceakt Gesundheit“ 5 einen umfassenden Gesundheitsbegriff. Fünf Aspekte spielen innerhalb dieses Begriffes bzw. des Systems aller Faktoren, die für Gesundheit relevant sind, eine wichtige Rolle: die psychische Komponente, die physische Komponente, die soziale Umwelt, die natürliche Umwelt und die transzendente Dimension (s. Abb. 1). Er führt dazu aus: „Dieses System umfasst sowohl das ,QGLYLGXXP (die Einzelperson) als auch dessen 8PZHOW, und zwar in beiden Fällen sowohl die N|USHUOLFK PDWHULHOOH als auch die VHHOLVFKJHLVWLJH Seite (die nach Erfahrungen der internationalen Studie auch den religiösen Bereich mit einbeziehen muss).“ 6
5 SCHAEFER, Gerhard 1998.
6 ders. , S. 8.
In der angesprochenen internationalen Studie geht es um Assoziationen zu Gesundheit. Es hatte sich hier herausgestellt, dass gerade in den Ländern der sogenannten dritten Welt die religiösen Assoziationen zum Gesundheitsbegriff einen wichtigen Stellenwert besitzen. SCHAEFER hält es deshalb für unbedingt erforderlich, die Religion in einen allgemeinen Gesundheitsbegriff mit aufzunehmen. 8
Die Frage ist nun, welche Bedeutung die Dimension des Transzendenten für den Menschen hat. Religion bzw. die Dimension des Transzendenten soll hier verstanden werden als die Suche des Menschen nach Befreiung seiner selbst aus seiner existentiellen Einsamkeit, d. h. der Erfahrung der Trennung von allem, was ihn umgibt. Diese Trennung versucht der Mensch durch die Rückbindung an transzendente Macht zu überwinden. Religion (lat. religio = Rückbindung) bedeutet nichts anderes. 9 Erich Fromm stellt diese Erfahrung der Trennung in den Zusammenhang mit der Erfahrung der Trennung zweier sich liebender Menschen. Die Überwindung der Trennung wird in der gegenseitigen Liebe gesucht. Die Liebe oder die Beziehung zu einer höheren Macht in für ihn das gleiche: „Wir haben bereits festgestellt, dass unser Bedürfnis nach Liebe auf unsere Erfahrung des Getrenntseins und auf das daraus resultierende Verlangen zurückzuführen ist, die aus der Getrenntheit entspringende
7 ders. , S. 8.
8 SCHAEFER, Gerhard 1998, S. 138.
9 ders. , S. 141.
Arbeit zitieren:
M. A. Frank Sauer, 1999, Transzendente Dimension und psychische Hygiene. Die Bedeutung der Gottesbeziehung in einem ganzheitlichen Gesundheitssystem, München, GRIN Verlag GmbH
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