Gliederung
Gliederung I
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
Einleitung 1
1. Science Center 1
1.1 Definition 1
1.2 Abgrenzungen 2
1.2.1 Museen 2
1.2.2 Vergnügungsparks 3
1.3 Historische Entwicklung 3
1.3.1 Weltweit 3
1.3.2 Deutschland 4
1.4 Intention 5
1.5 Zielgruppe 5
1.6 Förderungsbedarf 6
2. Bestandsaufnahme der Science Center Deutschlands 7
3. Strukturierung deutscher Science Center 13
3.1 Typen 13
3.1.1 Klassische 13
3.1.2 Moderne 13
3.2.3 Hybride 14
3.2 Betreiber- und Finanzierungsmodelle 14
3.3 Thematische Ausrichtung 15
4. Zukünftige Entwicklungen im deutschen Markt 16
4.1 Projekte 16
4.2 Marktentwicklung 20
4.2.1 Nachfrageentwicklung 20
4.2.2 Angebotsentwicklung 20
4.3. SC im WWW 21
5. Schlusswort 22
Quellenverzeichnis 23
1. Bücher und Broschüren 23
2. Aufsätze/Artikel in Zeitschriften und Zeitungen 23
3. Diplomarbeiten 24
4. Internetquellen 24
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Geografische Verteilung und Besucherzahl der SC im Jahr 1999
Abbildung 2: Überblick SC in Deutschland
Abbildung 3: Science Center in Deutschland
Abbildung 4: Aktuelle Science Center Projekte in Deutschland
Abkürzungsverzeichnis
ASTC Association of Science - Technology Centers DTM Deutsches Technikmuseum ECSITE European Collaborative for Science, Industry and Technology Exhibitions HNF Heinz Nixdorf Museums Forum i.e.S. Im engeren Sinne i.w.S. Im weiteren Sinne PUS Public Understanding of Science PUSH Public Understanding of Science and Humanities SC Science Center STC Science- und Technologie-Center u.a. Unter anderem USP Unique Selling Proposition WWW World Wide Web
Einleitung
Museen sind bedeutende Kultureinrichtungen unserer Gesellschaft. Um auch weiterhin viele Interessierte anzusprechen entwickelten sich einige Sonderformen. Zu ihnen gehören auch die Science Center.
Der folgende Text behandelt die Thematik „Science Center in Deutschland: Bestandsaufnahme, Strukturierung und zukünftige Entwicklungen“. Dadurch soll die heutige und spätere Bedeutung dieser Einrichtungen hervorgehoben werden. Beginnend wird nicht nur der Begriff Science Center definiert, sondern auch Informationen zur Abgrenzung gegenüber verwandten Freizeiteinrichtungen, der historischen Entwicklung, Intention, sowie den potenziellen Zielgruppen gegeben. Im weitern Verlauf der Arbeit erfolgen dann die Bestandsaufnahme und darauf aufbauend der Versuch einer Strukturierung dieser Institutionen nach verschiedenen Kriterien. Abschließend sollen weitere deutsche Projekte und deren Chancen im Markt als Ausblick auf zukünftige Entwicklungen präsentiert werden.
1. Science Center
In diesem Abschnitt erfolgt sowohl die nähere Erläuterung des Begriffes Science Center als auch die der Hintergrundinformationen sowie -entwicklungen. So soll näher auf die Intention, potenzielle Zielgruppen und Betreibermöglichkeiten eingegangen werden.
1.1 Definition
Science Center werden in der Literatur unterschiedlich definiert und zumeist nach thematischer Ausrichtung oder Konzepten abgegrenzt, beispielsweise „… Institutionen .. die naturwissenschaftliche Phänomene in experimenteller Weise präsentieren, und über Handson-Exponate dazu anregen, aktiv zu experimentieren.“ 1 . Aufgrund der vielfältigen Erläuterungsansätze ist die eindeutige Zuordnung einzelner Institutionen zur Gruppe der SC oftmals kompliziert
Deshalb soll es auch im Rahmen dieser Arbeit eine spezifische Begriffsklärung geben, auf welcher die weiteren Inhalte aufbauen.
Es handelt sich bei Science Centern um naturwissenschaftliche, oft thematisierte, Info- und gleichsam Edutainment-Ausstellungen geprägt durch die vordergründige Interaktivität 2 der Besucher. Diese wird durch entsprechende Dramaturgie, Inszenierung sowie dem Hands-on (zum Anfassen), Minds-on (zum Mitdenken) teilweise sogar schon Body-on Prinzip erzeugt, wozu der Einsatz modernster Technik und Multimedia erfolgt. Science Center symbolisieren ein Übergangselement zwischen traditionellen Museen und Freizeit- oder Erlebnisparks.
1 Vgl. Schaper-Rinkel, P.; Giesecke, S.; Bieber, D. (2002) S. 1.
So steht der Ausdruck Science Center als Gattungsbegriff für einen bestimmten Typ von Ausstellungen 3 . Trotzdem ist es heutzutage noch schwierig die vorhandenen Institutionen einheitlich diesem Label zuzuordnen, da sich interaktive Elemente zunehmend in verschiedenen kulturellen Einrichtungen verbreiten. Zu diesem Zweck gründete man beispielsweise ASTC und auch ECSITE. Dabei handelte es sich um spezielle Dachverbände für Science Center, die vorhandene Institutionen als Vollmitglieder oder assoziierte Mitglieder aufnehmen. Eine solche Unterscheidung erfolgt aufgrund des Grades der Abweichung von den getroffenen Ansprüchen an ein SC. Des Weiteren sind diese Verbände auch für die Vernetzung und dem Realisieren von Synergien nützlich. 4
Innerhalb der Freizeitwirtschaft gehören die Center zu den künstlichen Freizeit- und Erlebniswelten und demnach zur Gruppe der Freizeit- und Erlebnisparks, insbesondere zu den modernen Themenparks. Hierbei bilden sie Untereinheiten „…die Wissensvermittlung auf unterhaltungsorientierte Art betreiben...“ 5 .
1.2 Abgrenzungen
Aus der Definition kann man Unterschiede zu herkömmlichen Freizeit- und Kultureinrichtungen ableiten. In diesem Gefüge der Institutionen bilden Science Center Knotenpunkte zwischen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft und sind einerseits von den traditionellen Museen andererseits von Vergnügungsparks gut abgrenzbar. Sie beinhalten die klassischen Elemente beider Varianten und sind sowohl Ausstellungen für pädagogische Zwecke als auch unterhaltend. Somit bilden sie wie eingangs bereits erwähnt eine Art Verbindungsglied.
1.2.1 Museen
In herkömmlichen Museen besteht klassischerweise eine physische Trennung zwischen den Exponaten und Besuchern. Die Klientel ist stets passiv und lediglich Betrachter der Ausstellungsstücke, demnach ist das Kommunikationskonzept monologisch angelegt. Vor allem Kindern wird Public Understanding of Science and Humanities (PUSH) in solchen Einrichtungen erschwert, denn sie haben Mühe Zusammenhänge zwischen Realität und Ausstellungsstücken zu begreifen. Der pure Informationsgehalt, meist durch erklärende Tafeln realisiert, ist höher als der eigentliche Bildungsfaktor und deshalb nicht von Dauer. Das typische sammeln, systematisieren, bewahren und natürlich präsentieren unterscheidet das traditionelle Museum entscheidend vom Science Center.
2 Siehe auch dazu Fiesser, L.; Kiupel, M. (2001) S.1.
3 Vgl. Petri & Tiemann GmbH (2002) S. 9.
4 Siehe auch dazu www.ecsite.net.
5 Altenhöner, N. (2003) S. 102.
1.2.2 Vergnügungsparks
Diese Institutionen sind in Deutschland weit verbreitet. Sie beziehen sich vom Angebot her fast ausschließlich auf Entertainment-Konzepte, welche in einer inszenierten Atmosphäre, zum Teil dramaturgisch verwirklicht werden. „Aus der Passivität wird der Besucher in eine Pseudo-Aktivität geschleudert, denn er tut ja nichts selbst, sondern es geschieht alles um ihn herum.“ 6 Das heißt, dass der Besucher durch eine Fülle von Fahrgeschäften und Shows unterhalten wird, aber nur begrenzt selbst aktiv werden kann.
Freizeit- und Vergnügungsparks sind „…Sammelbegriff für alle großflächig angelegten, in sich abgeschlossenen Freizeitanlagen…“ die „…in erster Linie, schwerpunktartig auf Unterhaltung .. setzen“ 7 .
Im starken Gegensatz zu Museen und Science Centern ist ein Bildungsauftrag in den klassischen Vergnügungsparks meist nicht vorhanden. Zumeist werden solche Einrichtungen privatwirtschaftlich betrieben und sind nicht wie wissenschaftliche und didaktische Institutionen auf öffentliche Mittel angewiesen. Somit verfügen sie über einen Vorteil bezüglich der Kapitalverwendung sowie der allgemeinen Finanzierung 8 .
1.3 Historische Entwicklung
Um im nächsten Hauptpunkt eine realitätsnahe Bestandsaufnahme zu vollziehen, ist es vorab nötig, näher auf die weltweite und regionale Evolution der Center einzugehen.
1.3.1 Weltweit
Auf der ganzen Welt gibt es mehr als tausend Science Center mit insgesamt 184 Millionen Besuchern 9 . Wissenschaftsausstellungen sowie technische Museen des 16. und 17. Jahrhunderts sind ihre Wurzeln. In den 1850ern entstand einer der primären institutionellen Ansätze Europas angeregt durch die Premiere der Weltausstellung, das South Kensington Museum of Industrial Arts in London. Einen weiteren europäischen Fortschritt bedeutete der Pariser Palais de la Découverte. Hier wurden erstmals keine Artefakte sondern Exponate mit pädagogischer Ausrichtung präsentiert. 10
Im Laufe der Zeit entwickelten sich solche Einrichtungen zu dem was sie heute sind, Erlebnismuseen mit erzieherischem Charakter. Hierbei spielt die veränderte Bedeutung des Besuchers eine wichtige Rolle, denn durch das hands-on und minds-on Prinzip wandelte er sich vom passiven Betrachter zum Aktiven. Die Realisation dieser Prinzipien erfolgt unter anderem durch Erzeugung von Temperaturen, Gerüchen oder Geräuschen, Einsatz von
6 Fiesser, L. (2001).
7 Kagelmann, H. J.(2004) S. 160.
8 Vgl. Schaper-Rinkel, P.; Giesecke, S.; Bieber, D. (2002) S. 6.
9 Vgl. Abbildung 1 S. 4 dieser Arbeit.
10 Vgl. Persson, P.-E. (1999).
Arbeit zitieren:
Anika Baumgarten, 2004, Science Center in Deutschland: Bestandsaufnahme, Strukturierung und zukünftige Entwicklungen, München, GRIN Verlag GmbH
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