Tagesexkursion: Hunsrück
Inhaltsverzeichnis
TAGESEXKURSION: HUNSRÜCK 1
INHALTSVERZEICHNIS ______________________________________________________I
WONNEGAU 1
DER HUNSRÜCK 1
Lage und Relief 1
Nahemündung und Binger Loch 2
Der Rochusberg 2
Der Soonwald 3
Der Erbeskopf 3
Die Trollfelsen 4
Bergwerk auf der Amalienhöhe 4
Die Steinbachtalsperre 5
Steinbachtalsperre - Wasseraufbereitung 5
Die Wildenburg 6
LITERATURVERZEICHNIS 1
I
Tagesexkursion: Hunsrück
Wonnegau
Der Wonnegau, der touristisch kaum erschlossen ist, liegt zwischen dem Alzeyer Hügelland und Worms. Die Landschaft ist vor allen durch Weinberge, kleine Wälder und Bachläufen geprägt.1 Der Wonnegau zählt zu den wärmsten und trockensten Gegenden in Deutschland. Lange Zeit war man der Ansicht, dass auf den kalkhaltigen, oft auch schweren Lehmböden keine Spitzenweine gewonnen werden können. Inzwischen gehören ausgewählte Weine dieses Gebietes zu den absoluten Spitzenweine Deutschlands.
Der Hunsrück
Lage und Relief 2
Der Hunsrück ist eine Mittelgebirgslandschaft bestehend aus sanften Hügeln und schroffen Felsen. Den Großteil dieser Landschaft wird von Schieferböden gebildet, in einzelnen Regionen gibt es auch Granit. Den Schieferböden verdanken wir auch unser vergleichsweise mildes Klima: Schiefer speichert die Wärme der Sonneneinstrahlung und geben sie dann langsam wieder an ihre Umgebung ab. Mit einer Vegetationsdauer von ü ber 210 Tagen gehört der Hunsrück zur Region der kühlgemäßigten Laub- und Mischwälder.
Der Hunsrück ist der südlichste Teil des Rheinischen Schiefergebirges und erstreckt sich in Höhenlagen zwischen 200m (Tal-Lagen) und 818 m (Erbeskopf). 1 Vgl. Gallé, Volker, Kunstreiseführer „Rheinhessen“, auf: www.swr.de, Stand: 6.7.2004, 01:00. 2 vgl. Holze, Peter, Das Klima im Hunsrück – Die Klimafaktoren und Klimaelemente, auf: http://www.hunsnet.de, Stand: 04.07.2004, 16:00.
1
Tagesexkursion: Hunsrück
Mit dem „Binger Loch“ beginnt das Engtal des Rheins durch das Schiefergebirge. Das anstehende Gestein ist ein aus Quarzit bestehendes Felsenriff, das hier bei km 530,7 den Rhein quert. Durch das starke Gefälle, sowie die rechtwinklige Richtungsänderung des Stromes wird das Beschiffen hier zur Gefahr.
Schon die Römer versuchten am „Binger Loch“ die Schaffung einer Durchfahrt. 1816 wurde das Gebiet um das „Binger Loch“ unter preußische Verwaltung gestellt. 1830 wurde die Durchfahrtsöffnung von ca. 8 auf 30 m verbreitert. 1860 wurde am linken Ufer zudem eine zweite Durchfahrt geschaffen.
Gegenwärtig wird an einer dritten Durchfahrt gearbeitet, dem „Mittleren Fahrwasser“.
Der Rochusberg
Der Rochusberg ist nach dem Heiligen Rochus benannt. Dieser ist der Schutzheiliger, der vor der Pest schützen sollte. Vom Rochusberg
aus, kann man in südlicher Richtung den Donnersberg erkennen. Auch kann man in Richtung der Saar-Nahe-Senke Beobachtungen am Relief anstellen. Schön zu erkennen ist hier die Plateaubildung, die durch die unterschiedliche Abtragung des anstehenden Gesteins ausgelöst wurde.
Goethe weilte hier auf dem Rochusberg und widmete dem Gebiet sogar eine Novelle. Hierbei schöpfte er aus einem Besuch bei einem Aufschluss in der Nähe von Kempen (Steinbruch Kemptener Eck). Hier entdeckte Goethe am Fuß des Berges im Schurf Quarzitscherben, die durch Kieselsäure so mit dem Gestein verbunden waren, dass sie sich nicht herauslösen liesen. 3 Vgl. Sperling, W., Nahemündung und Binger Loch, in: Topographischer Atlas Rheinland-Pfalz, 1973.
2
Arbeit zitieren:
Joachim Dieterich, 2004, Der Hunsrück, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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