Inhalt
1. Einleitung
2. Definition
3. Modelle der Bewegungskoordination
3.1 koordinative Fähigkeiten
3.2 koordinatives Anforderungsprofil
3.3 koordinative Funktionen
4. Praxisbeispiel aus der Sportart Laufen
5. Literaturangaben
6. Anhang - Handout
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1. Einleitung
Im Fremdwörterduden ist unter ‚Koordination‘ folgendes zu finden: „...das harmonische Zusammenwirken der bei einer Bewegung tätigen Muskeln.“ 1 Harmonie, Bewegung, Muskeln. Diese Komponenten spielen bei jeder Tätigkeit eine Rolle. Egal ob man läuft, sich setzt, oder einen Brief schreibt. Unterschiedliche Tätigkeiten bedürfen unterschiedlicher koordinativer Vorgänge in unserem Körper. Im Sport ist eine gute Koordination die Voraussetzung für ein erfolgreiches Training. Sie fördert ein gutes Körpergefühl und macht den Körper geschmeidig und flexibel. Da Sport eine extreme Leistung vom Körper abverlangt, ist ein gezieltes Koordinationstraining obligatorisch, wenn man in seiner Sportart besser werden will. Aber auch weniger sportliche Tätigkeiten sind koordinativ anspruchsvoll, wie z.B. das Spielen einer Geige: Das ist ein derart komplexer Vorgang wobei die Finger und Hände, die Körperhaltung und nicht zuletzt der Geist müssen topfit sein. Auch das Dirigieren erfordert ein gutes Körpergefühl, bspw. gibt man mit der rechten Hand einen zackigen Impuls der Schläge und mit der Linken die Lautstärke, in einer fließenden Auf- und Abbewegung, an. Da Koordination unser Leben beeinflusst und ein Thema ist, das ins Bodenlose ginge, wollen wir uns auf den Bereich Sport beschränken.
2. Definition
„Die Koordination der Bewegung ist die Überwindung der Steuerbarkeit des Bewegungsapparates“ (vgl. Scheid/Prohl: Kursbuch Sport: Trainingslehre. 8. völl. neu bear. Aufl. S.163) ist eine Kurzdefinition von Nikolai Alexandrowitsch Bernstein (1896-1966). Der Bewegungsapparat steht uns Menschen zur Verfügung und wir können damit machen was der Körper zulässt. Und doch gibt es Bewegungen die uns schwer fallen, für die wir Übung brauchen und ein Körperempfinden, bzw. – gefühl entwickeln müssen. Diesen Prozess nennt Bernstein ‚Steuerbarkeit’. Bis man
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Vgl. Der große Duden – Fremdwörterbuch, Band 5 (Seite 383)
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soweit ist, dass der Körper alle Bewegungen „fehlerfrei“ ausführen kann, braucht es Übung und Disziplin. Das kann man sich an der Entwicklung eines Kindes gut vorstellen. Zuerst kann ein Neugeborenes nur saugen und sich durch Weinen mitteilen. Es besitzt keine Sprache und keine definierte Motorik. Im Laufe der ersten Monate lernt es sehr schnell. Es erkennt seine Mutter, die Sehkraft bildet sich aus, die Aufmerksamkeit für die Umwelt steigt. Es kann irgendwann sitzen, krabbeln und endlich macht es die ersten Stehversuche und nach Übung und Willenskraft kann das Kind plötzlich laufen. Erst wackelig und dann immer zielsicherer. Wenn man sich klar macht was das für ein Prozess ist, und dass der Prozess mit dem Laufen eines Kindes nicht endet, ist auch gut zu verstehen, dass man koordinatives Training braucht um seine Motorik immer weiter zu schulen. Es ist wichtig, zu lernen, was passiert, wenn ich dieses oder jenes mache, ein Gefühl für Timing und Antizipation zu entwickeln und Widerstände, Hemmungen, Impulse, Beschleunigungen, Kräfte und Rhythmen zu erspüren. Dieses differenzierte Körper- und Bewegungsgefühl kann man nur durch ständiges gezieltes Koordinationstraining erreichen.
Koordination schafft Ordnung in Bewegungsabläufe n, das heißt bestimmte Bewegungsaufgaben und Techniken werden durch gezieltes Training strukturiert was zu einer größeren Gestaltungsfreiheit und Erfolgswahrscheinlichkeit führt. Hierbei entwickelt der Sportler koordinative Kompetenz: Diese Kompetenz „zeigt sich in einem Bewegungsverhalten, das zur rechten Zeit, am richtigen Ort mit optimaler Energie- und Geschwindigkeitsdosierung auf ein bestimmtes, meist klar definiertes, Funktions - oder Leistungsziel hinsteuert“ (s. Scheid/Prohl: Kursbuch Sport: Trainingslehre. 8. völl. neu bear. Aufl. S.162). Je nach Sportart ist das Leistungsziel mit anderen Attributen beschrieben. Im Jazztanzen, das ist unsere bevorzugte Sportart, kann man das Ziel mit folgenden Fachbegriffen eingrenzen: Anspannen, Auge-Hand und Auge-Fuß-Koordination, Anpassen, Ablaufvariante, Balance, Dehnung, Fantasie, Flexibilität, Beweglichkeit, Bewegungsgefühl, Drehvermögen, Dynamik, Elastizität, Entspannen, Geschmeidigkeit, Geschicklichkeit, Gruppendynamik, Körpererfahrung, Körpergefühl, Komplexhandeln, Kontrolle, Kinästhetik, Lernen, Orientieren, Präzision, Raumgefühl, Rhythmisierung, Richtungskontrolle, Tempogefühl, Timing, Wendigkeit, Zeitkontrolle (vgl.
Scheid/Prohl: Kursbuch Sport: Trainingslehre. 8. völl. neu bear. Aufl. S.163). Nun haben wir uns klar gemacht, welche Fähigkeiten man im Jazztanz braucht, aber wie
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Arbeit zitieren:
Madeleine Wagner, 2004, Bewegungskoordination, München, GRIN Verlag GmbH
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