Epidemiologische Befunde über den Gesundheitszustand der Bevölkerung sind alarmierend. Chronische Erkrankungen sind in der BRD, sowie in allen Industriestaaten, die größte Herausforderung für das Gesundheitssystem. Herz- Kreislauferkrankungen führen die Statistiken über Todesursachen an. Die größten Risikofaktoren für diese Erkrankungen sind Bluthochdruck, erhöhter Blutfettspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress. Die Rückenproblematik ist die Volkskrankheit Nr. 1. Fast 80 % der deutschen Bevölkerung leiden sporadisch oder chronisch unter Rückenschmerzen. Bei fast 50 % aller Menschen, die vorzeitig aus dem aktiven Arbeitsprozess ausscheiden, ist der Grund eine erhebliche Einschränkung der Belastungs- und Bewegungsfähigkeit der Wirbelsäule.
Die Bevölkerung wird immer älter, aber keineswegs gesünder. Im Gegenteil, die Körperkonstitution hat sich in den letzten Jahrhunderten deutlich geändert. In Deutschland sind 50 % der Bevölkerung übergewichtig, bei ca. 20 % ist eine Adipositas (Fettleibigkeit Volkskrankheit Nr. 2) zu diagnostizieren. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland damit an der Spitze. Zum einen führen Körpergewichtsprobleme und die Adipositas bei den Betroffenen selbst zu körperlichen, aber auch zu schwerwiegenden psychosozialen Problemen. Zum anderen verursachen körpergewichtsbedingte Krankheiten sehr hohe Kosten im Gesundheitswesen. Allein die Behandlung der Addipositas und ihre Folgen belastet das Gesundheitssystem jährlich mit ca. 17,5 – 20 Milliarden Euro (7% der gesamten Kosten des Gesundheitswesens in Deutschland). 1995 starben in Deutschland fast 900 000 Menschen, wobei die Werte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 48,5 %, bei Herzinfarkt mit 76 000 bzw. 8,6 % und auch bei Krebs mit 25 % über den Durchschnittswerten der gesamten Industrieländer lagen. In der Zukunft ist mit einer weiteren Zunahme chronischer Erkrankungen zu rechnen, wenn nicht entscheidende Maßnahmen dagegen getroffen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführendes Kapitel
1.1 Gesundheitszustand und soziodemografische Daten
1.1.1 Bedeutung von Prävention und Gesundheitssport für die Gesundheit
1.2 Aufgaben, Ziele und Inhalte des Präventions- und Gesundheitssportes
2. Ist-Analyse für den Fitness- und Wellnesspark well.come in Wittlich
2.1 Ist - Analyse Fitnessanlage
2.2 Kundenkreis / Kundenpotential
3. Planung und Konzepterstellung eines ganzheitlichen Präventions- und Gesundheitssportangebotes
3.1 Darstellung der Inhalte, Angebotsbereiche
3.2 Organisation der neuen Angebote
3.2.1 Kurskonzept „Präventives Rückentraining“
3.3 Kursablaufplan
3.4 Kurskonzept „Präventives Gesundheitstraining“
3.5 Kursablaufplan
3.6 Umsetzung der neuen Angebote
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Implementierung gesundheitsorientierter Sportangebote in einem bestehenden Fitness- und Wellnesspark, um dem steigenden Bedarf an Präventionsmaßnahmen bei chronischen Zivilisationskrankheiten zu begegnen.
- Analyse des aktuellen Gesundheitszustands der Bevölkerung und der Relevanz von Prävention.
- Evaluation des Ist-Zustands des Fitness- und Wellnessparks "well.come".
- Entwicklung spezifischer Kurskonzepte für Rückentraining und allgemeines Gesundheitstraining.
- Strategien zur organisatorischen Umsetzung und Kundenbindung im Präventionssport.
Auszug aus dem Buch
Aufgaben, Ziele und Inhalte des Präventions- und Gesundheitssportes
Präventiv- und Gesundheitssport muss im Sinne der ganzheitlichen Definition von Gesundheit (körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden) so angelegt sein, dass neben Einstellungs- und Verhaltensänderungen (zur Verbesserung des Körperbewusstseins) der Abbau von Risikofaktoren (medizinische: Übergewicht, Cholesterin, Bluthochdruck; psychosoziale) und der Aufbau von Schutzfaktoren (körperliche: Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination; psychosoziale) erreicht wird. Er zielt darauf ab, den Menschen zu gesundheitsbewusstem „Life – time – Sport“ hinzuführen und ihn damit zu befähigen, langfristig eigenverantwortlich sein Wohlbefinden und seine Gesundheit zu verbessern und zu erhalten.
Hauptanliegen des präventiven und Gesundheitsorientierten Sportes im Überblick:
- Erhaltung und Wiederaufbau des körperlichen und geistigen Wohlbefindens
- Verhaltensänderung (mehr Eigenverantwortung)
- Altersbedingten degenerativen Prozessen entgegenwirken
- Haupttodesursachen, Zivilisations- und Bewegungsmangelkrankheiten vorbeugen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführendes Kapitel: Dieses Kapitel erläutert die alarmierende epidemiologische Lage bezüglich chronischer Erkrankungen in Deutschland und definiert den Stellenwert von Prävention und Gesundheitssport als aktive Maßnahme zur Lebensqualitätssteigerung.
2. Ist-Analyse für den Fitness- und Wellnesspark well.come in Wittlich: Hier wird der Fitness- und Wellnesspark detailliert beschrieben, inklusive seiner Ausstattung, des bestehenden Angebots sowie des Kundenpotenzials im Einzugsgebiet Wittlich.
3. Planung und Konzepterstellung eines ganzheitlichen Präventions- und Gesundheitssportangebotes: Dieses Kapitel liefert die konkrete Ausarbeitung von Kursen für Rückentraining und allgemeines Gesundheitstraining, inklusive zeitlicher Abläufe, methodischer Anforderungen und Strategien zur erfolgreichen praktischen Umsetzung.
Schlüsselwörter
Prävention, Gesundheitssport, Rückentraining, Fitnessanlage, Lebensqualität, Risikofaktoren, Gesundheitsförderung, Kurskonzept, Sporttherapie, Zivilisationskrankheiten, Bewegungsangebot, Trainingseinheit, Gesundheitsbewusstsein, Wellnesspark, Anamnese.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und organisatorische Einbettung von speziellen Präventions- und Gesundheitssportangeboten in einem bestehenden Fitnessstudio, um auf die gesundheitlichen Probleme der Bevölkerung zu reagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Epidemiologie von Zivilisationskrankheiten, die Analyse von Fitness-Infrastrukturen sowie die didaktische Planung und Umsetzung von gesundheitsorientierten Trainingskursen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch gezielte, qualifizierte Sportangebote und begleitende Maßnahmen die Eigenverantwortung der Kunden für ihre Gesundheit zu stärken und somit einen Beitrag zur Prävention zu leisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Ist-Analyse des Fitnessstandorts, einer Literaturrecherche zu den Grundlagen des Gesundheitssports sowie der methodischen Konzeption von Kursabläufen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Fitnessanlage, die detaillierte Darstellung von Trainingskonzepten für den Rücken und das Herzkreislaufsystem sowie die Strategie zur Implementierung dieser Angebote.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Prävention, Gesundheitssport, Rückentraining, Fitnessanlage und Gesundheitsförderung.
Wie unterscheidet sich das „Präventive Rückentraining“ in der zeitlichen Struktur?
Das Rückentraining ist auf einen Zeitraum von 8 Wochen ausgelegt, mit einer betreuten wöchentlichen Einheit, die theoretische Unterweisungen mit praktischem Zirkeltraining verbindet.
Welche Rolle spielt die moralische Verpflichtung gegenüber dem Kunden?
Der Autor betont, dass Kunden nicht nur als zahlende Nutzer gesehen werden dürfen, sondern dass eine moralische Verpflichtung besteht, sie ganzheitlich bei der Verbesserung ihrer Gesundheit zu unterstützen und durch Motivation langfristig zu binden.
- Quote paper
- Christian Kubny (Author), 2004, Gesundheitstrainer - Planung und Konzepterstellung eines ganzheitlichen Präventions- und Gesundheitssportangebotes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30047