1.Einleitung................................................................................................... 03
2.Grundlegendes zur Hegelschen Philosophie. 04
3.Die sinnliche Gewissheit oder das Diese und das Meinen. 06
3.1. Das Wesen der sinnlichen Gewissheit. 06
3.2. Das Diese. 07
3.3. Das Meinen. 09
3.4. Die dialektische Bewegung der sinnlichen Gewissheit. 11
4.Zusammenfassung............................................................................... 12
5.Literaturverzeichnis................................................................................... 13
2
1.Einleitung
Schon immer haben PhilosophInnen und Philosophen versucht, die Welt in ihrer Ganzheit zu fassen. Und immer wieder mussten sie erkennen, dass da immer noch ein Stückchen mehr war, was sich nicht so einfach erfassen ließ. Hegel ging einen etwas anderen Weg. Er versuchte ein System zu erstellen, in dem die Philosophie nicht nur Liebe zur Wissenschaft ist sondern Wissenschaft selbst wird, Vernunft und Wirklichkeit so zu bestimmen, dass gilt: “Was vernünftig ist, ist wirklich und was wirklich ist, ist vernünftig.“ Hier lässt sich bereits das dialektische Denken Hegels erkennen, das sein Werke permanent durchzieht. Die „ Phänomenologie des Geistes“ ist dabei der Wegbereiter.
Thema vorliegender Hausarbeit ist es, die Argumentation Hegels im ersten Teil des Bewusstseinskapitels „Die sinnliche Gewissheit oder das Diese und Meinen“ 1 das nachzuvollziehen unter Berücksichtigung seines
Interpretationsrahmens, den er zu Beginn des Kapitels selbst setzt. Vor dem Hintergrund einer raschen Skizze über Grundlegendes der Hegelschen Philosophie werden im Anschluss daran die einzelnen Teilaspekte der „sinnlichen Gewissheit“ analysiert um schlussendlich deutlich zu machen , warum ihr Zustand verändert werden muss.
1 Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Phänomenologie des Geistes, Werke 3, suhrkamp
taschenbuch, Frankfurt am Main, 1986, S. 82-93
3
2.Grundlegendes zur Hegelschen Philosophie
Mit dem Erscheinen der „Phänomenologie des Geistes“, der Summe seiner Jenaer Forschungen 2 , im März 1807 legte Hegel den, seiner Meinung nach, Grundstein für den Wandel der Philosophie als ‚Liebe zur Wissenschaft’ zur Wissenschaft selbst. Die „Phänomenologie des Geistes“ gilt dabei als Einführung beziehungsweise als 1. Teil des Hegelschen Systems - und damit der Wissenschaftslogik vorangestellt - dem die Dialektik 3 zugrunde liegt. Laut Hegel ist nämlich das Wahre das Ganze nur, wenn es als Einheit seiner selbst mit seinem Gegenteil gedacht werden kann. Damit ist gemeint, dass das Ganze, welches mehr als die Summe seiner Teile ist, wohl zwar von seinen Teilen unterschieden, nicht aber von seinen Teilen getrennt werden darf. Und zwar deswegen, da es dann selbst nur Teil des Ganzen ist. Die logische Schwierigkeit besteht nun darin, dass diese Aussage eine Antinomie bildet, die der Verstand nicht denken kann. Die Aussage „A=A und A=B.“ innerhalb eines Satzes führt nämlich verstandesgemäß zum Widerspruch. Der Verstand kann diesen Widerspruch logisch nicht fassen, er muß ihn auflösen. Das widerspricht aber dem Verständnis Hegels vom ‚Ganzen’. Aus diesem Grund führt Hegel die Spekulation ein, die nun das Absolute und damit den Widerspruch und das Absolute denken kann und zwar in einer dialektischen Bewegung. Damit kritisiert Hegel zugleich die Kant’sche Philosophie, die Antinomien dadurch zu vermeiden versucht, indem sie die Vernunft insofern beengt, dass Antinomien gar nicht erst auftreten können. Dadurch entzieht sich die Kant’sche Vernunft allerdings der vernünftigen Erkenntnis der Wirklichkeit (Erreichen absoluten Wissens), weil die Wirklichkeit aus der von Hegel aufgestellten spekulativen Sicht nun einmal widersprüchlich sei. Und da sie widersprüchlich ist, kann sie nach Hegel nur mit Hilfe der Dialektik absolut e rgründet werden. 4
2
vgl. Gessmann, Martin, Hegel. Herder/Spektrum Meisterdenker, Herder, Freiburg im Breisgau,
1999, S.83
3 Zur Konkretisierung der Dialektik siehe ebd., S.39 - 45 und Schnädelbach, Herbert, Hegel. Zur
Einführung, Junius Verlag GmbH, Hamburg, 1999;S. 14-17
4 Schnädelbach, Hegel - Einführung, S.31
4
Arbeit zitieren:
Henning Remisch, 2002, G.W.F. Hegel 'Phänomenologie des Geistes' - Analyse des ersten Kapitels: 'Die sinnliche Gewissheit oder das Diese und das Meinen', München, GRIN Verlag GmbH
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