Inhalt
INHALT 2
0. EINLEITUNG 3
1. BEGRIFFSKLÄRUNGEN 4
1.1. PLANUNG 4
1.2. PLANUNGSSYSTEM 5
1.3. INNOVATIONSPROBLEME 7
2. SELBSTORGANISATION - EIN KONZEPT UND SEINE 8
IMPLIKATIONEN 8
2.1. WAS BEDEUTET SELBSTORGANISATION? 8
2.2. FREMDORGANISATION 8
2.3. SELBST- VS. FREMDORGANISATION 8
2.3.1. Formen der Selbstorganisation 9
2.3.2. Nutzung selbstorganisatorischer Prozesse in Unternehmen 10
2.3.3. Merkmale selbst- vs. fremdorganisatorischer Gestaltungsansätze 11
3. ENTWICKLUNGSFÄHIGKEIT VON UNTERNEHMEN 13
LITERATUR 16
2
0. Einleitung
In Zeiten zunehmender Globalisierung der Märkte und Schnelligkeit ihrer Veränderung finden sich Unternehmen in einer neuen Situation wieder. Um langfristig am Markt bestehen zu können und gleichzeitig ein eigenständiges Profil bzw. eine U nternehmensidentität wahren zu können, ergeben sich z. T. ambivalente Anforderungen an Unternehmen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Innovationsfähigkeit, um einerseits wechselnden Bedürfnissen betroffener Personen, Gruppen, Organisationen etc. gerecht zu werden und andererseits bei der Gestaltung neuer Angebote am Markt mitzuwirken und erfolgreich neue Bedürfnisse zu schaffen.
Aus der Innensicht eines Unternehmens stellt sich die wichtige Frage, wie und von wem i n welcher Form Innovationen entwickelt und eingeführt werden können. Da die Innovationskraft ein entscheidender Faktor zur Existenzsicherung und Weiterentwicklung eines Unternehmens darstellt, müssen entsprechende Strategien zum Umgang mit Innovationsproblemen und deren Planung vorhanden sein. Strategien können ihren Niederschlag in der Einrichtung von spezifischen Organisationsstrukturen und Regeln finden, die dazu dienen sollen, die Planung von Innovationsproblemen zu ermöglichen bzw. zu unterstützen.
Gleichzeitig laufen in Unternehmen selbstorganisierende Prozesse auf seiten der Mitarbeiter, Gruppen, Abteilungen etc. ab. Diese selbstorganisierenden Prozesse sind nicht auf dem Wege eines strategischen Managements direkt bestimmbar, sondern entwickeln sich eigendynamisch und führen z. T. zu eigenen Strukturen und Regeln in Unternehmen. Aus der Sicht des Managements ist es nun wichtig zu wissen,
1. das überhaupt selbstorganisierende Prozesse parallel zu den formal geplanten Prozessen ablaufen;
2. welche Auswirkungen diese Prozesse konkret auf die Effektivität und Effizienz in der Planung von Innovationen haben können und
3. unter welchen Bedingungen selbstorganisierende Prozesse fruchtbar genutzt werden können.
Zu möglichen Antworten auf diese Fragen soll die vorliegende Hausarbeit einige Anregungen bieten. Sie basiert auf einem Handout, welches als Diskussionsgrundlage für eine Sitzung im o. g. Seminar angefertigt wurde. Zusätzlich wurde diese Ar-
3
beit um einige inhaltliche Aspekte und Ergebnisse ergänzt, die in der Sitzung vertiefend behandelt und diskutiert wurden.
Nachfolgend werden zunächst die Begriffe Planung, Planungssystem und Innovationsproblem näher erläutert. Weiterhin werden die Konzepte der Selbst- und Fremd-organisation in ihren Grundzügen charakterisiert und ihr Verhältnis in betrieblichen Realitäten angedeutet. Im Anschluß daran wird das Modell des „Entwicklungsorientierten Managements“ nach Klimecki, Probst und Eberl (1994) skizziert. Hierbei geht es insbesondere darum, auf der Grundlage systemtheoretischer und selbstorganisatorischer Prämissen Grundsätze und Perspektiven für das strategische Management zur Erhöhung der Problemlösefahigkeit von Unternehmen aufzuzeigen und somit zur Entwicklungsfähigkeit von Organisationen beizutragen.
1. Begriffsklärungen
1.1. Planung
Der Begriff der Planung wird je nach zugrundeliegendem theoretischen Bezugsrahmen unterschiedlich in der Literatur verwendet. Gemeinsame Merkmale verschiedener Begriffsbestimmungen von Planung sind nach Reihlen (1997, S. 13-17):
Unter Einbeziehung dieser Merkmale kann der Begriff der Planung wie folgt definiert werden:
1.2. Planungssystem
Ein Planungssystem läßt sich als betriebliches Teilsystem verstehen, an dem mehrere Akteure (Planungsträger) beteiligt sind. Es übernimmt planerische Aufgaben in e inem Unternehmen. Bevor näher auf den Begriff des Planungssystems eingegangen wird, soll in aller Kürze der Systembegriff unter Rückgriff auf systemtheoretische Überlegungen definiert werden:
Aus dieser allgemeinen Systemdefinition in Verbindung mit dem skizzierten Planungsverständnis können Planungssysteme wie folgt definiert werden 1 :
Weiterhin können verschiedene n achfolgend aufgeführte Planungsfelder- und ebenen in Unternehmen unterschieden werden, in bzw. auf denen Planungssysteme bzw. deren -träger agieren:
1 An dieser Stelle sei angemerkt, daß Reihlen nicht auf die Konzeption sozialer Systeme á la Luhmann
(1999) aufbaut, sondern das Verständnis von Bunge und Boulding teilt, die Menschen als Elemente
sozialer Systeme konzipieren (vgl. Reihlen, a. a. O., S. 28). Diese theoretisch-analytischen Unter-
scheidungen sollen hier nicht weiter verfolgt werden, da sie für die weiteren Ausführungen nicht rele-vant sind.
5
Arbeit zitieren:
Sascha Wingen, 1999, Strategisches Management im Kontext von Innovationsproblemen und der Selbstorganisation, München, GRIN Verlag GmbH
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