Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2 Probleme, Aufgaben und Ziele der Grundschule aus Expertensicht 5
2.1 Individualisierung, Differenzierung und Integration. 5
2.2 Lernzeit Lebenszeit 6
2.3 Qualität der Leistung 7
2.4 Bildung in der Informationsgesellschaft. 8
2.5 Verantwortung für die Zukunft. 8
3 Zukunft der Grundschule aus bildungspolitischer Sicht. 9
4 Fazit 11
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1 Einleitung
Ich möchte meine Hausarbeit zum Thema „Zukunft der Grundschule“ mit einem kurzen Rückblick über die Geschichte der Grundschule in Deutschland beginnen. Aus der Forderung, eine gemeinsame Erziehung und einen gemeinsamen Unterricht für alle Kinder des Landes verpflichtend anzubieten, wurde die Grundschule 1919 in der Weimarer Verfassung verankert. Bereits in dieser Zeit war die Grundschule eine vierjährige Schulstufe, die den Bewegungen der Reformpädagogik sehr nahe stand. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war die Grundschule jahrelang nicht im Mittelpunkt derzeitiger Diskussionen bzgl. des Bildungswesens, sondern begann erst wieder 1969 mit dem Bundesgrundschulkongress neue Wege zu gehen und alte Wege kritisch zu hinterfragen. Viele Veränderungen wurden vorgenommen und es kam zu sichtbaren Verbesserungen. Dennoch kommen heute mehr Probleme bzw. Herausforderungen auf die Grundschule zu als in den Jahren zuvor. Ein immer wieder zu lesendes Schlagwort ist in diesem Zusammenha ng der gesellschaftliche Wandel, der sich grundsätzlich zuallererst in der nachwachsenden Generation bemerkbar macht und deswegen gerade im Bereich der Grundschularbeit für enorme Schwierigkeiten sorgt, aber auch erste Problemlösestrategien ermöglicht. Die Grundschule wird so zu einem ersten Sensor des gesellschaftlichen Wandels. Im Memorandum der Bundesgrundschulkonferenz 1995 heißt es: „ Der gesellschaftliche Strukturwandel hat die Lebensbedingungen unserer Kinder verändert und wird sie weiterhin verändern. Scharfe soziale Gegensätze, Wohlstand und ausgeprägter Konsum auf der einen, Arbeitslosigkeit und neue Armut auf der anderen Seite, gravierende familiäre Unterschiede, Berufstätigkeit beider Elternteile, viele Alleinerziehende, zahlreiche Einzelkinder und die kulturelle Vielfalt (Aussiedler-und Ausländerfamilien) stellen hohe Anforderungen an die Integrationskraft der Grundschule.
Umweltbelastungen vielfältiger Art beeinträchtigen das alltägliche Leben unserer Kinder: multimediale Berieselung, belastete Atemluft, ungesunde Ernährung, verbauter Lebensraum, Straßenlärm, Bewegungsmangel, Hektik... Nicht zu unterschätzen sind die Ängste, die durch Gewalt, Kriege, atomare Bedrohung und ökologische Katastrophen ausgelöst werden“ ( Arbeitskreis Grundschule- Der Grundschulverband- e.V./Gewerkschaft Erziehung und Bildung/Verband Bildung und Erziehung, 1996, S.13).
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In diesem Zitat tauchen die wesentlichsten Risikofaktoren und Schwierigkeiten auf, welche die Grundschule heute und in Zukunft zu bewältigen hat. Im ersten Abschnitt werde ich Expertenmeinungen zu diesen Punkten vorstellen, welche die Grundschule allgemein betreffen. Im zweiten Abschnitt geht es mir um die Sichtweise der Landespolitik in unserem Bundesland Niedersachsen. Im dritten und letzten Abschnitt werde ich eine kurze Zusammenfassung und einige eigene Eindrücke zur Thematik vorstellen.
2 Probleme, Aufgaben und Ziele der
Grundschule aus Expertensicht
Die Situation unserer Gesellschaft und die damit verbunden Veränderungen im Aufwachsen unserer Kinder sorgen für reichlich Diskussionsstoff. Jeder, der in irgendeiner Weise mit Schule in Verbindung steht fühlt sich aufgefordert, etwas zur heutigen Problematik und eventuellen neuen Wegen der Schule zu sagen. Im folgenden werde ich die Meinungen einiger Bildungsexperten verkürzt wiedergeben und einer aus dem Bundesgrundschulkongress 1999 übernommenen Gliederung zuordnen.
2.1 Individualisierung, Differenzierung und Integration
In der Frankfurter Erklärung (Stand 13.9.1999) zum Bundesgrundschulkongress 1999 heißt es, dass die Grundschule der Zukunft ihre bisherige „ Tendenz zur Homogenisierung und Gleichmacherei“ aufzugeben hat und sich stattdessen auf die Vielfalt der Kinder einlassen soll. Jeder Schüler soll seiner individuellen Lebenslage entsprechend unterrichtet werden, wobei dies in einem Kontext des gemeinsamen Lebens und Lernens erfolgen müsse (Frankfurte r Erklärung zum
Bundesgrundschulkongress, 1999, S.1).
Die Grundschule der Zukunft muss also mehr denn je die starken Unterschiede der Kinder aufgreifen und diese durch Individualisierung und Differenzierung der Methoden, Lernhilfen und Lernziele abbauen. Rudolf Schmitt spricht sich in diesem Zusammenhang auch für eine Individualisierung des Unterrichts, unter Garantie von Gemeinsamkeiten, aus. In altershomogenen Klassen liegt, so Schmitt, das tatsächliche Entwicklungsalter häufig
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Arbeit zitieren:
Markus Markmann, 2003, Zukunft der Grundschule in Niedersachsen, München, GRIN Verlag GmbH
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