1
Inhalt
1. Einleitung
2
2. Vorgehensweise, Aufbau, erste Ergebnisse
4
2.1 Untersuchungsabschnitt I
4
2.1.1 Methodik 4
2.1.2 Vor- und Nachteile der Analyse von Kurzbeschreibungen 4
2.1.3 Untersuchte Variablen und erste Befunde 5
2.2 Untersuchungsabschnitt II
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2.2.1 Methodik 9
2.2.2 Untersuchte Variablen und erste Befunde 10
3. Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse 13
3.1 Fiktive Journalisten als Reporter
13
3.2 Ersatzmotiv: „Journalist als Detektiv“
13
3.3 Journalisten als Gegeneliten
14
3.4 Das Image der Journalistin
14
3.5 Die Bilder des Kinos und die Bilder im Kopf
14
4. Kritik an Inhalt und Vorgehensweise
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5. Schlussbemerkung
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Literaturverzeichnis
18
2
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Magisterarbeit von Thomas Quast, „Funktion und Gestaltung von Journalisten und Journalistinnen im Spielfilm“, auseinander. Dabei soll ein Überblick über Aufbau, Struktur, Methodik und Intention der Arbeit gewährt werden. Desweiteren werden besondere Schwerpunkte auf einzelne Forschungsergebnisse und Aspekte der Arbeit gelegt, die im Zusammenhang mit dem Thema „Der Journalist im Spielfilm im Vergleich zum Berufsbild des realen Journalisten“ stehen. Dieses Thema scheint gerade für die Publizistik ein besonders relevantes zu sein. Im Gegenzug werden Aspekte, die vor allem filmwissenschaftlichen Hintergrund haben, teilweise ausgeblendet, denn sie erscheinen für den Publizistikwissenschaftler speziell weniger interessant. In diesem Zusammenhang wird Quasts Arbeit auch auf Mängel in der Darstellung und der Ausarbeitung untersucht und kritisiert.
Im Folgenden soll also Quasts Arbeit konkret dargestellt und analysiert werden. Aus diesem Grund wurde auf Zuhilfenahme von zusätzlicher Literatur weitgehend verzichtet. Der Leser soll speziell einen Eindruck von Quasts Forschungen bekommen. 1
Welche Forschungsziele verfolgt Quast? Schon in seiner Einleitung macht er deutlich, dass die interessanteste Frage bei der Untersuchung fiktiver Journalisten im Spielfilm wohl jene sei, ob und inwieweit die im Film dargestellten Fiktionen den Bildern in den Köpfen der realen Journalisten entsprechen (S. 6). Es geht also nicht primär um den Vergleich zwischen Journalismus im Spielfilm und Journalismus in der Realität, sondern viel-
1 Ausdiesem Grund erscheint es als sinnvoll, Zitate aus Quasts Arbeit nicht bei jedem Auftreten
mit einer Fußnote zu versehen, dies würde den Lesefluss unnötig stören. Deshalb werden seine
Zitate nur mit der entsprechenden Seitenzahl gekennzeichnet. Zitate zusätzlicher Literatur werden
jedoch in Fußnoten beschrieben.
3
mehr um den Vergleich zwischen Fiktion im Film und mögliche Wechselwirkung mit der Selbsteinschätzung realer Journalisten. Desweiteren untersucht Quast die Hypothese, dass „die Darstellung von Journalisten stark an das amerikanische Reporterideal des investigativ recherchierenden Journalismus angelehnt ist“ (S. 31). Das angesprochene Reporterideal entstand in den USA schon im 19. Jahrhundert durch die Trennung der beiden Berufsrollen des „reporters“ und des „editors“, wobei sich der Reporter immer mehr als ein „aufdeckender“ Journalist verstand, dessen vornehmliche Aufgaben im Sammeln von Informationen und Erstellen erster Berichtentwürfe bestanden. 2
Ein weiterer Untersuchungsgegenstand in Quasts Arbeit ist das Auftreten sogenannter Ersatzmotive, welche die Tatsache bezeichnen, dass dargestellte Journalisten nicht als Journalisten, sondern als „von entspreche nden Genrecodes determinierte Figuren agieren“ (S.31), will sagen, dass die Figuren zwar im Film als Journalist bezeichnet werden, jedoch eine andere filmische Rolle, z. B. die des Detektivs, übernehmen. Zudem legt Quast besonderen Wert auf Unterschiede journalistischer Spielfilme in Bezug auf das Geschlecht der Darsteller, Regisseure und Drehbuchautoren.
In den folgenden Kapiteln soll nun ein Einblick gegeben werden, auf welche Art und Weise Quast die vorgestellten Hypothesen untersucht hat und zu welchen Ergebnissen er gekommen ist. Zunächst jedoch wird der formale Aufbau der Magisterarbeit beschrieben.
2 Vgl. Donsbach, Wolfgang: Journalist. (S.66). In: Elisabeth Noelle -Neumann, Winfried Schulz,
Jürgen Wilcke (Hg.): Fischer Lexkion Pubilizistik Massenkommunikation. Frankfurt am Main:
Fischer 2000, S. 64-91
4
2. Vorgehensweise, Aufbau, erste Ergebnisse
Quasts Arbeit gliedert sich in zwei Untersuchungsabschnitte, denen j eweils Inhaltsanalysen als Methode zu Grunde liegen. Im ersten Abschnitt führt er die Analyse von Kurzkritiken und Beschreibungen von Filmen durch, die er nach speziellen Kriterien ausgewählt hat. Im zweiten Abschnitt führt er eine Analyse der Filme selbst durch.
2.1 Untersuchungsabschnitt I
2.1.1 Methodik
„Stop the Presses“ (Barris), „Lexikon des Internationalen Films“, „filmdienst“, „rororo Filmlexikon“, so die Namen der Quellen, aus denen Quast die Kurzbeschreibungen und -kritiken zu Filmen mit „journalistischer Beteiligung“ bezieht. Untersuchungsgegenstand wird dabei neben dem Film an sich auch die einzelne Hauptrolle. Auf diese Weise kann Quast Strukturdaten und technische Daten (Film) von rollengebundenen Daten (Geschlecht, Lebensweise) unterscheiden (S. 56).
Quast untersucht 525 Hauptrollen und 467 Filme 3 auf verschiedene Kate-gorien und Variablen, die in einem Untersuchungsbogen zusammengefasst sind.
2.1.2 Vor- und Nachteile der Analyse von Kurzbeschreibungen
Mit der Analyse von Kurzkritiken liefert sich der Forscher der Subjektivität der Autoren ebensolcher Beschreibungen aus. Beschreibungen, die eine journalistische Rolle nicht erwähnen, werden nicht in das Sample aufgenommen, auch wenn eine journalistische Rolle eventuell eine Bedeutung besitzt. Aus diesem Grund hält es Quast für unabdinglich, sich möglichst mehrerer Quellen zu bedienen, die sich ergänzen können, und um Verzerrrungen, die durch die Subjektivität der Autoren entstehen, auszugleichen (S. 45).
3 Untersuchungszeitraum: von 1949 bis 1989 produzierte und in Deutschland erhältliche Filme
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Positive Aspekte dieser Methode sind, die Möglichkeit, das Sample mit relativ (im Vergleich zur echten Filmanalyse) geringem Zeitaufwand zu vergrößern und damit auch repräsentative Ergebnisse zu erhalten sowie die Gelegenheit, eine leichtere Vorauswahl treffen zu können.
2.1.3 Untersuchte Variablen und erste Befunde
In seiner Arbeit untersucht Quast eine Vielzahl von Variablen, die er unterteilt in extra- und intrastrukturelle Daten. Erstere geben Auskunft über die Strukturdaten eines Films, letztere informieren über dessen Inhalte. Im Folgenden sollen die wichtigsten Ergebnisse dargestellt werden.
a) Produktionszeit
Quast findet heraus, dass vor allem in den fünfziger und achtziger Jahren eine Vielzahl von Journalistenfilmen gedreht wurde, und dass es insgesamt zu einer Zunahme der Produktion von Journalistenfilmen im Zeitverlauf gekommen ist, „gerade unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Zahl der in der Bundesrepublik aufgeführten Filme seit den 50ern insgesamt eher sinkt“ (S. 65).
b) Produktionsland
Bei der Untersuchung der „Herkunft“ der Filme wurde deutlich, dass die meisten Journalistenfilme aus den USA stammen; England, Frankreich und Italien sowie die Bundesrepublik folgen. Diese Verteilung überrascht nicht sonderlich, denn sie entspricht tendenziell der Verteilung der Filmproduktionen insgesamt: „Länder mit hoher Filmproduktion haben ein hohes Aufkommen von Journalistenfilmen und umgekehrt“ (S. 69). Abbildung 1 zeigt die Verteilung anhand eines Balkendiagramms.
Arbeit zitieren:
Joachim Schück, 2001, Funktion und Gestaltung von Journalisten und Journalistinnen im Spielfilm, München, GRIN Verlag GmbH
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