Präsentiert wird eine Examensstunde zum 2. Staatsexamen in Biologie. Die Stunde lief (Note: 1.0) einwandfrei und lässt bzgl. Planung und Vorbereitung keine Wünsche offen. Wie gewohnt mit Grafiken aufgelockerter Text zu schülernahem & motivierendem Unterricht. Wichtig ! Da diese Stunde im Rahmen eines Lernbüffets gehalten wurde (Sicherungsstunde/ Abschlussstunde) solltet Ihr wegen der aufwändigen Materialien (über 40 Seiten inklusive) auch die vorangegangene Stunde zur Stationsarbeit anschauen.
I Thema der Unterrichtsreihe
Das Leben an und in Gewässern muss geschützt werden.
II Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsreihe
Den Schülern sollen grundlegende Kenntnisse über Gewässer, Gewässerbelastungen und aktiven Gewässerschutz vermittelt werden. Darüber hinaus sollen sie ihre sozialen und methodischen Kompetenzen verbessern indem sie die Unterrichtsinhalte weitestgehend selbstständig erarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
I THEMA DER UNTERRICHTSREIHE
II LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE
III ZUR STRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE
IV LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE
V LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSSTUNDE
VI LEHR-, LERNZIELE UND HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN
VII BEDINGUNGSFELD
VIII LEGITIMATION
IX SACHSTRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE
X DIDAKTISCHE REDUKTION
XI METHODISCHE SCHLÜSSELENTSCHEIDUNGEN
XII GEPLANTER STUNDENVERLAUF
Zielsetzung und Themen
Ziel der Arbeit ist die Erstellung einer schriftlichen Unterrichtsplanung für eine Biologiestunde, in der Schüler durch den Bau eines Modells einer Minikläranlage grundlegende Kenntnisse über Gewässerverschmutzung und -reinigung erwerben und fachspezifische Arbeitsweisen erproben.
- Entwicklung und Erprobung eines Funktionsmodells zur Schmutzwasserreinigung
- Förderung der Selbstständigkeit und methodischer Kompetenzen durch entdeckendes Lernen
- Umsetzung handlungsorientierter Unterrichtsformen in Kleingruppen
- Sensibilisierung für aktiven Gewässerschutz durch praktisches Tun
- Verknüpfung von Fachwissen mit der Lebenswelt der Schüler
Auszug aus dem Buch
Sachbeschreibung
Als Kläranlage bezeichnen wir im Allgemeinen eine Anlage, in der eine Säuberung von Schmutzwasser stattfindet. Zunächst wird das Wasser mechanisch behandelt. Ein Sieb fängt grobe Abfallstoffe auf, Sand und Kies werden ausgesondert und abgesaugt. Im sog. Vorklärbecken wird langsam sinkender Schmutz abgetrennt. An die mechanische Reinigung schliesst sich die biologische an. Hier wird dem Wasser für Bakterien du Wimpertierchen lebensnotwendiger Sauerstoff oder Luft zugeführt. Diese bauen wie in einem natürlichen Gewässer Schmutzstoffe ab. Im Nachklärbecken setzt sich wiederum Schlamm ab und das darüber stehende Wasser wird in ein Gewässer geleitet. Dies ist die in der Bundesrepublik am häufigsten zu findende Art der Reinigung. Da in vielen Anlagen eine chemische Reinigung nicht stattfindet, gelangen viele chemische Abfallprodukte in die Gewässer. Nur in Kläranlagen mit einer chemischen Reinigungsstufe werden diese Abfallstoffe zum grössten Teil entfernt.
Zusammenfassung der Kapitel
I THEMA DER UNTERRICHTSREIHE: Einführung in das zentrale Thema des Schutzes von Gewässern.
II LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE: Vermittlung von Kenntnissen über Gewässer und Förderung sozialer und methodischer Kompetenzen durch selbstständiges Arbeiten.
III ZUR STRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE: Detaillierter Zeitplan der zwölf Unterrichtsstunden inklusive Lernbüffet und Praxiseinheiten.
IV LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE: Die Schüler sollen durch die Reihe befähigt werden, aktiv zum Gewässerschutz beizutragen.
V LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSSTUNDE: Fokus auf das experimentelle Entwickeln und Erproben eines Kläranlagenmodells zur Wissensaneignung.
VI LEHR-, LERNZIELE UND HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN: Auflistung kognitiver, psychomotorischer, sozialer und affektiver Lernziele für die Unterrichtsstunde.
VII BEDINGUNGSFELD: Analyse der anthropogenen, soziokulturellen und sachstrukturellen Voraussetzungen der Lerngruppe.
VIII LEGITIMATION: Begründung der Unterrichtsthemen durch Richtlinien, Erfahrungsorientierung und Wissenschaftsorientierung.
IX SACHSTRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE: Grafische und textliche Darstellung der fachlichen Inhalte und Kompetenzen sowie eine technische Beschreibung der Kläranlage.
X DIDAKTISCHE REDUKTION: Erläuterung der didaktischen Entscheidungen, den Fokus auf das entdeckende Lernen statt auf Detailwissen zu legen.
XI METHODISCHE SCHLÜSSELENTSCHEIDUNGEN: Darlegung des methodischen Konzepts des entdeckenden Lernens und der Sozialform der Kleingruppenarbeit.
XII GEPLANTER STUNDENVERLAUF: Tabellarische Aufschlüsselung der Unterrichtsphasen mit Inhalten, Methoden und Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Biologieunterricht, Gewässerschutz, Kläranlage, Minikläranlage, Unterrichtsplanung, entdeckendes Lernen, Experimentieren, mechanische Reinigung, biologische Reinigung, handlungsorientierter Unterricht, Kleingruppenarbeit, Umwelterziehung, Sachstruktur, Didaktische Reduktion, Schmutzwasser.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um eine schriftliche Planung für eine Unterrichtsprobe im Fach Biologie, die im Rahmen des zweiten Staatsexamens für das Lehramt der Sekundarstufe I erstellt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf das Thema "Das Leben in und an Gewässern muss geschützt werden" und behandelt insbesondere den Aufbau und die Funktion einer Kläranlage.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, den Schülern durch den Bau und die Erprobung eines Modells einer Minikläranlage ein grundlegendes Verständnis für die Reinigung von Schmutzwasser und die Notwendigkeit von Gewässerschutz zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterrichtsgestaltung orientiert sich an dem Konzept des entdeckenden Lernens, bei dem die Schüler durch praktisches Handeln und Experimentieren in Kleingruppen eigene Erfahrungen sammeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die didaktische Analyse, die Lernziele, die Legitimation, die Sachstruktur der Reihe sowie die methodischen Entscheidungen für den Ablauf der konkreten Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewässerschutz, entdeckendes Lernen, Kläranlagenmodell, handlungsorientierter Unterricht und Biologieunterricht charakterisiert.
Warum wurde bei dem Kläranlagenmodell auf eine biologische Reinigungsstufe verzichtet?
Um das Modell für die Schüler handhabbar und verständlich zu halten, wurde auf den komplexen biologischen Vorgang verzichtet und der Schwerpunkt primär auf die mechanische Reinigung sowie ergänzend auf eine stark vereinfachte chemische Reinigung mittels Aktivkohle gelegt.
Wie werden die Schüler an der inhaltlichen Gestaltung der Stunde beteiligt?
Die Schüler formulieren während der Experimentierphase eigene Fragestellungen auf einem Wandplakat, die im abschließenden Unterrichtsgespräch aufgegriffen werden, um die weitere Gestaltung der Unterrichtsreihe zu beeinflussen.
- Arbeit zitieren
- Diplomsportlehrer Marcus Lüpke (Autor:in), 1999, Das Leben in und an Gewässern muss geschützt werden - Wir bauen und erproben das Modell einer Minikläranlage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30366