Das Leben an und in Gewässern muss geschützt werden.
Den Schülern sollen grundlegende Kenntnisse über Gewässer, Gewässerbelastungen und Gewässerschutz ver-
mittelt werden. Darüber hinaus sollen sie ihre sozialen und methodischen Kompetenzen verbessern indem sie
die Unterrichtsinhalte weitestgehend in Form eines Lernbüffets selbstständig erarbeiten.
Indem die Schüler mit Hilfe der Lernmappen Unterrichtsinhalte erarbeiten, erweitern sie ihr Wissen über den
beschriebenen Themenbereich. Sie erschließen sich Kenntnisse über die Möglichkeiten und Auswirkungen von
Gewässerbelastungen und über ein naturschonendes Alltagsverhalten. Desweiteren festigen sie während der
selbstständigen Arbeit die wichtigen fachspezifischen Arbeitsweisen Experimentieren, Beobachten, Mikroskopie-ren und Untersuchen. Die Schüler haben durch aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten der verschiedenen
Lernmappen die Möglichkeit, sich handlungsorientiert Wissen anzueignen.
1. Stunde: Sammlungsstunde "Umweltschutz und Gewässer" -Schüleraktivierung-
3. Stunde:
4. Stunde: Einführungsstunde in die Arbeit an den Lernstationen/ Gruppenbildung/Regeln
5. Stunde: Lernbüffet "Gewässer"
8. Stunde:
9. Stunde: Lernbüffet "Gewässer"
Lernbüffet "Gewässer" 2 10. Stunde:
11. Stunde: Wir bauen eine Minikläranlage - Bau und Funktion einer Kläranlage
12. Stunde: Unterrichtsgang zur Kläranlage Sundern
13. Stunde: Lernerfolgskontrolle
2 Je nach Lernfortschritt wird die zeitliche Planung der Unterrichtsreihe in diesem Bereich erweitert
2
♦ ♦ Die Schüler festigen ihre Selbstständigkeit in Denken und Handeln ♦ ♦
♦ ♦ Durch die aktiv-handelnde Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt sollen sich die Schülerinnen mit dem ♦ ♦
Sachverhalt der Stunde identifizieren
♦ ♦ Sie erkennen die negativen Einflüsse des Menschen auf den Lebensraum Wasser. Die Lehrziele der einzel- ♦♦
nen Stationen sind in der folgende Tabelle aufgeführt:
Zusätzlich.....
♦ ♦ Üben die Schüler das Arbeiten am Lernbüffet als eine Arbeitsform im Biologieunterricht. ♦ ♦
♦ ♦ Lernen die Schüler, sich mit den Mitschülern zu verständigen und sich auf sie einzustellen. ♦ ♦
♦ ♦ Üben sie, in Gruppen zusammenzuarbeiten. ♦ ♦
♦ ♦ Werden die Schüler zu einem mehr eigenverantwortlichen handeln "angeleitet" ♦ ♦
Themenunabhängige Lernvoraussetzungen
Am Biologieunterricht nimmt die Klasse 8a der Hauptschule II in Sundern teil. Der Unterricht findet jeweils
mittwochs in der 6. (12 35 - 13 20 Uhr) Stunde im Biologieraum statt.
Die Schüler sind am derzeitigen Unterrichtsstoff interessiert, weil sie die Möglichkeit haben, Sachinformationen
eigenverantwortlich zu erschliessen indem sie vielerlei praktische Versuche durchführen können. Auch die
Gruppenarbeit trägt zu diesem Umstand bei. Das Arbeiten in Gruppen wurde in der vorletzten Unterrichtsstunde
von den Schülern gewünscht und selbstständig durchgeführt.
Die Lerngruppe besteht aus 21 Schülern und Schülerinnen verschiedener Nationalitäten. Bezüglich des Lernver-
haltens weisen die Schüler starke Unterschiede in ihrem Lerntempo und ihren Fähigkeiten im schriftsprachlichen
Bereich auf. Dieser Umstand macht in anderen Unterrichtsformen ein starkes Differenzieren nötig. Auf die heu-
tige Stunde und die Unterrichtsreihe bezogen fällt dieser Aspekt durch die arbeitsteilige Gruppenarbeit der
Schüler in deren Hand.
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Der Biologieraum verfügt leider über fest verschraubte Tische, sodass günstige Voraussetzungen in Form von
Gruppenarbeitstischen nicht zur Verfügung stehen. Trotzdem sollen die Schüler die Möglichkeit erhalten diese
Sozialform im Biologieunterricht kennen zu lernen. Bezüglich des selbstständigen Arbeitens haben die Schüler
sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Einigen gelingt es gut, anderen wiederum nicht so gut selbst aktiv zu
werden und etwas zur gemeinsamen Arbeit beizutragen.
Die an den Biologieraum unmittelbar angrenzende Biologiesammlung ist umfangreich bestückt, was sich vor-
teilhaft auf die Unterrichtsvorbereitung und -durchführung auswirkt.
Als günstig erweist sich auch der Umstand, dass der Schulteich der Hauptschule Sundern schnell zu erreichen
ist und entsprechend fische Teichwasserproben als Anschauungsmaterial zur Verfügung stehen.
Die Lerngruppe zeigt sich an biologischen Sachverhalten zum grössten Teil sehr interessiert und weist innerhalb
des Klassengefüges einen guten Zusammenhalt auf.
Themenabhängige Lernvoraussetzungen
Die Schüler der Lerngruppe haben, obwohl das Thema "Gewässer - Gewässerschutz" ansatzweise, jedoch nicht
im Rahmen der Richtlinien des Landes NRW behandelt wurde, einige Vorerfahrungen zum Thema. Dies ist auch
durch den Umstand bedingt, dass für die Schüler dieser Schule in der Jahrgangsstufe 7 kein Biologieunterricht
erteilt wird. Die Schüler betreuen das Schulaquarium und kümmern sich z.T. auch um die Pflege des Schul-
teichs. Dies erweist sich im Zusammenhang mit dem zu behandelnden Thema als sehr günstig, da die Schüler
von erfahrenem Wissen auf ihre Tätigkeit schliessen. Innerhalb der Unterrichtsarbeit stellte eine Gruppe bei-spielsweise Qualitätsmängel des Wassers aus dem Schulaquarium fest (hohe Nitrat- und PH-Werte). Für diese
Gruppe konnte daher auf eigenen Wunsch kurzfristig die "akute" Pflege des Aquariums (Wasserwechsel und
erneute Untersuchung) zum Thema gemacht werden.
In den vorangegangenen Stunden hat sich die Lerngruppe mit verschiedenen Inhalten zum Thema "Gewässer"
befasst. Ich gehe davon aus, dass die Schüler folgende Voraussetzungen beherrschen:
♦ ♦ Gewässertypen und Abgrenzungen dieser Typen untereinander sind bekannt. ♦ ♦
♦ ♦ Nahrungsnetz und -kette wurden für ein Beispielgewässer erarbeitet. ♦ ♦
♦ ♦ Regeln für ein arbeitsteiliges Arbeiten in Gruppen wurden erarbeitet. ♦ ♦
♦ ♦ Abiotische und biotische Faktoren, die ein Leben in und am Gewässer beeinflussen sind erarbeitet worden ♦ ♦
und bekannt.
Der didaktische Schwerpunkt liegt in dem eigenverantwortlichen und reflexiven Erarbeiten von Sachinhalten
zum Thema "Gewässer - Gewässerschutz". Die Themen des Lernbüffets beschränken sich auf:
♦ ♦ Das Durchführen chemischer Wasseruntersuchungen ♦ ♦
♦ ♦ Das Durchführen biologischer Bestimmungsübungen ♦ ♦
♦ ♦ Das Erarbeiten von "gewässerschonenden" Verhaltensregeln ♦ ♦
♦ ♦ Das Durchführen verschiedener Experimente und Versuche zur Verdeutlichung von Schadstoffeintrag und - ♦♦
minderung in Gewässer
♦ ♦ Erarbeitung von Schadstoffwirkungen auf Gewässer und deren Bewohner ♦ ♦
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♦ ♦ Bezug des eigenen Alltags- und Freizeitverhaltens auf den Bereich des Gewässerschutz ♦ ♦
Ich reduziere die überaus grosse Anzahl von Zielaspekten (vgl. Richtlinien) auf einfache Aspekte, die von der
Lerngruppe erfasst werden. Insbesondere die Experimente "Oberflächenspannung" und "Ölunfall" lassen die
Schüler aus erster Hand erfahren, was passiert, wenn Reinigungs- oder Schmutzmittel in Gewässer eingeleitet
werden.
Für die Jahrgangsstufe 8 ist in den Richtlinien des Landes NRW - Hauptschule [1992, 108ff.] ist das Bearbeiten
des Themas "Das Leben in und an Gewässern muss geschützt werden" gefordert. Die Inhalte der zu bearbei-
tenden Lernmappen schliessen sich den Darstellungen in den Richtlinien an. Schwerpunktmässig werden für die
Unterrichtsarbeit u.a. die folgenden Themen vorgeschlagen:
♦ ♦ Bedeutung und Nutzung von Gewässern ♦ ♦
♦ ♦ Zuordnung von Gewässertypen ♦ ♦
♦ ♦ Pflanzen und Tiere in und an dem Wasser ♦ ♦
♦ ♦ Sinneseindrücke des Wassers (Wasseruntersuchung) ♦ ♦
♦ ♦ Möglichkeiten des Gewässerschutzes ♦ ♦
♦ ♦ Physikalische und chemische Untersuchung des Wassers ♦ ♦
♦ ♦ Die Nahrungskette als Teil des Nahrungskreislaufs ♦ ♦
Die Unterrichtsstunde folgt dem Verfahren des angeleiteten Erarbeitens, wobei eine schüleraktive Auseinan-
dersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand durch die verschiedenen fachspezifischen Arbeitsweisen in Form
des Lernbüffets ermöglicht wird. Die Schüler werden im Rahmen der Arbeit mit Lernmappen in Anlehnung an
das Stationenlernen an das selbstständige Erarbeiten von Lerninhalten herangeführt. Daher liegen die Ar-beitsaufträge für die Schülergruppen in Form von Arbeitsmappen an einem zentralen Arbeitstisch bereit, um ein
möglichst schülernahes und offenes Arbeiten zu ermöglichen (vgl. Stationenlernen 3 BAUER, 1995). Dies hat den
Vorteil, dass den Schülern verschiedene Handlungsvarianten ermöglicht werden, um das Thema zu erschlies-
sen. Alternativ hätte ein problemorientierter Ansatz gewählt werden können, dann wäre jedoch die Fülle an
Themenbereichen nicht möglich gewesen.
Weiterhin ist der Klassenraum der Lerngruppe weit von der Biologiesammlung entfernt und das Bereitstellen
der umfangreichen Arbeitsmaterialien würde erschwert. Auch können die Schüler und die Lehrperson zur Unter-
stützung des Lernens auf die reichhaltige Biologiesammlung zugreifen.
Die Reihenfolge der zu bearbeitenden Themen kann von den Schülern selbst gewählt werden.
Das besondere Problem der Sicherung der Lernergebnisse im Rahmen einer weitläufigen Gruppenarbeit erfolgt
im Rahmen einer Schüler-Selbstkontrolle. Die Schüler haben die Möglichkeit, ihre Arbeitsergebnisse in einer
bereitgestellten Lösungsmappe zu kontrollieren.
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Arbeit zitieren:
Diplomsportlehrer Marcus Lüpke, 1999, Ein "Lernbüffet" zum Themenbereich "Wasser - Gewässer - Gewässerverschmutzung", München, GRIN Verlag GmbH
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am Sunday, January 01, 2006-