Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Grundlagen und Begriffsabgrenzungen 1
2.1 Reputation und Glaubw urdigkeit 1
2.2 Das Zeitinkonsistenzproblem 2
3 Das Barro Gordon Modell 3
3.1 Allgemeine Darstellung des Modells im Einperiodenfall 4
3.1.1 Die Modellstruktur 4
3.1.2 Diskretion are Politik 6
3.1.3 Regelgebundene Politik 7
3.1.4 T auschung 8
3.2 Anwendung des Modells im Mehrperiodenfall 9
3.2.1 L osung bei einem endlichen Zeithorizont 11
3.2.2 L osung bei einem unendlichen Zeithorizont 12
4 Effekte bei asymmetrischer Information 17
5 Resultate 20
A Anhang 21
A.1 Herleitung von Gleichung (20) 21
A.2 Herleitung von Gleichung (27) 22
B Literaturverzeichnis 23
II
Abbildungsverzeichnis
1 Versuchung und Bestrafung 15
III
Symbolverzeichnis
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tats¨ achliche Arbeitslosenrate in Periode t
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Kosten in Periode t IV
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Reputation der Zentralbank. Es sollen zun¨ achst Erkl¨ arungen zu grundlegenden Begriffen gegeben werden. Desweiteren wird in diesem Teil der Arbeit das Zeitinkonsistenzproblem kurz erl¨ autert.
Die L¨ osung des Zeitinkonsistenzproblems mittels Reputationsmechanismen soll anhand des Modells von Barro und Gordon (1983) dargestellt und analysiert werden. Zun¨ achst wird dabei der Einperiodenfall betrachtet, bei dem sich drei m¨ ogliche Inflationsstrategien ergeben k¨ onnen. Im zweiten Teil dieses Kapitels wird dann der Mehrperiodenfall dargestellt. Je nachdem, ob man einen endlichen oder unendlichen Zeithorizont betrachtet, ergeben sich unterschiedliche Inflationsstrategien, die auch auf die Reputation verschiedene Effekte haben.
Abschließend wird dann ein Spiel mit asymmetrischer Information betrachtet. In diesem realistischen Modell von Cukierman und Liviatan (1991) geht man von zwei verschiedenen Zentralbanktypen aus. Die Auswirkungen f¨ ur die Zentralbank unter diesen Bedingungen werden f¨ ur das einperiodige Spiel dargestellt.
2 Grundlagen und Begriffsabgrenzungen
In diesem Kapitel sollen zun¨ achst Begriffe erkl¨ art werden, die zum Verst¨ andnis der Arbeit n¨ utzlich sind. Als erstes wird dazu der Unterschied, sowie die Beziehung der Begriffe Reputation und Glaubw¨ urdigkeit erl¨ autert. Im zweiten Unterkapitel wird das Problem der Zeitinkonsistenz er¨ ortert, auf welches man bei der Darstellung von Glaubw¨ urdigkeitsaspekten st¨ osst.
2.1 Reputation und Glaubw¨ urdigkeit
Im allgemeinen spricht man von der Reputation der Zentralbank und von der Glaubw¨ urdigkeit der Geldpolitik. Die Reputation spiegelt das Ansehen der Zentralbank in der ¨ Offentlichkeit wider. Es wird dabei im folgenden davon ausgegangen, dass das Ansehen der Zentralbank gesteigert werden kann,
1
wenn f¨ ur sie bei der Ausf¨ uhrung ihrer Geldpolitik das Ziel der Geldwertstabilit¨ at besondere Relevanz hat. 1
Kydland und Prescott beschreiben dies wie folgt: “The policy of maintaining price stability is preferable.” 2
Glaubw¨ urdigkeit der Geldpolitik dagegen dr¨ uckt aus, ob und wie sehr die Privaten den Ank¨ undigungen der Zentralbank Glauben schenken. Man kann den Unterschied der beiden Begriffe anhand der Inflationserwartungen der Privaten verdeutlichen. Die Wirtschaftssubjekte bilden ihre Inflationserwartungen, die mit der tats¨ achlichen Inflation differieren kann. Ist diese Differenz klein, so ist die Glaubw¨ urdigkeit der Geldpolitik hoch. Die Geldpolitik ist voll glaubw¨ urdig, wenn erwartete und tats¨ achliche Inflationsrate ¨ ubereinstimmen.
Die Reputation der Zentralbank dagegen nimmt Einfluss auf die H¨ ohe der Inflationserwartungen. Bei einem hohen Ansehen der Zentralbank haben die Privaten niedrige Inflationserwartungen. Sie gehen davon aus, dass die Zentralbank auch in den zuk¨ unftigen Perioden das Ziel der Geldwertstabilit¨ at verfolgt. Die Privaten bilden dagegen hohe Inflationserwartungen, wenn die Zentralbank keine konstante Geldpolitik betreibt, und schon bei einem geringen R¨ uckgang der Besch¨ aftigung ihre Geldpolitik ¨ andert. In diesem Fall ist das Ansehen der Zentralbank schlecht.
2.2 Das Zeitinkonsistenzproblem
Erstmals in der Literatur machten Kydland und Prescott (1977) in ihrem Aufsatz “Rules Rather than Discretion: The Inconsistency of Optimal Plans“ auf das Problem der Zeitinkonsistenz optimaler Pl¨ ane aufmerksam. Die beiden Autoren stellen das Abweichen des Staates 3 von seinem urspr¨ unglichen Versprechen als zeitkonsistentes Verhalten dar. Das bedeutet, dass der Staat zu jedem Zeitpunkt t die optimale Strategie w¨ ahlt und die Gesamtwohlfahrt der Gesellschaft maximiert. 4 . Diese Strategie f¨ uhrt allerdings nur zu der firstbest-L¨ osung, wenn die Privaten vor Beginn einer neuen Periode nicht vermuten werden, dass der Staat sein Versprechen in der kommenden Periode nicht einhalten wird.
Von einem zeitinkonsistenten Verhalten dagegen spricht man, wenn der Staat sein Versprechen auch wirklich erf¨ ullt. Allgemein gilt also eine Strategie
1 vgl. Backus und Driffill (1984), S.530
2 vgl. Kydland und Prescott(1977), S.477
3 Der Staat/Regierung ist in der Arbeit identisch mit der Zentralbank. vgl. Barro und Gordon (1983)
4 vgl. Kydland und Prescott(1977), S.474-475
2
als zeitinkonsistent, wenn sie zu einem Zeitpunkt t 0 optimal ist, zu einem sp¨ ateren Zeitpunkt t 1 aufgrund ge¨ andeter Entscheidungsgrundlagen jedoch nicht mehr optimal ist. 5 Allgemeine Voraussetzungen, damit zeitinkonsistente Strategien auftreten k¨ onnen sind:
• min. ein Spieler ist bei der Wahl seiner Strategie frei; ein anderer Spieler muss sich dagegen fr¨ uhzeitig auf eine Strategie festlegen
• die Rolle der Glaubw¨ urdigkeit spielt eine zentrale Rolle
Das Problem der Zeitinkonsistenz optimaler Pl¨ ane wird in der Literatur mit Hilfe spieltheoretischer Ans¨ atze und Modelle erkl¨ art. Im folgenden Kapitel soll darum das weit verbreitete Modell von Barro und Gordon vorgestellt werden.
3 Das Barro Gordon Modell
Barro und Gordon haben 1983 ein Modell entwickelt, dass Glaubw¨ urdigkeits-und Reputationsaspekte der Geldpolitik betrachtet. Sie gehen in ihrem Modell von zwei Spielern aus, der Zentralbank und den Privaten. Die Zentralbank ist dabei identisch mit der Regierung zusehen, die danach strebt, die gesellschaftlichen Ziele zu verfolgen.
Desweiteren unterstellen Barro/Gordon, dass vollst¨ andige Information vorliegt, alle Wirtschaftssubjekte identische Pr¨ aferenzen haben und rationale Erwartungen bilden. Vollst¨ andige Information bedeutet hier, dass die Wirtschaftssubjekte wissen, dass die Zielfunktion der Zentralbank mit ihrer ¨ ubereinstimmt. Zum anderen bedeutet vollst¨ andige Information in diesem Zusammenhang auch, dass von unvorhersehbaren Schocks abgesehen wird. Somit kann das Preisniveau durch die Zentralbank optimal gesteuert werden. In folgenden sollen die zentralen Bestandteile des Barro/Gordon - Modells formal dargestellt werden.
5 vgl. Bofinger (1996), S.138
3
Arbeit zitieren:
Katrin Vogt, 2003, Zentralbankreputation, München, GRIN Verlag GmbH
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Finn E. Kydland 'For their contributions to dynamic macroeconomic...
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