Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 1
II Grundlagen des Branding 2
2.1. Historie und Definition 2
2.2. Ziele 3
2.3. Grundlegende Markenstrategien 3
2.3.1. Geographische Aspekte der internationalen Markenpolitik 4
2.3.2. Horizontale Markenstrategien 5
III Das Branding Dreieck 7
3.1. Branding als ganzheitliche Aufgabe 7
3.2. Markenname 9
3.3. Markenlogo 10
3.4. Produkt- und Verpackungsdesign 11
IV Branding im internationalen Aspekt 12
4.1. Differenzierung vs. Standardisierung 12
4.1.1. Einfluss der Produktelemente auf die Standardisierbarkeit 13
4.1.2. Einfluss der Produktart auf die Standardisierbarkeit 14
4.2. Möglichkeiten der Internationalisierung von Produkt- und Markenpolitik 15
4.2.1. Vereinheitlichung des Produktkerns 16
4.2.2. Internationale Markennamen 16
4.2.3. Internationale Logos 17
4.2.4. Internationales Produkt- und Verpackungsdesign 18
4.3. Brand Migration 19
V Fazit 20
Literaturverzeichnis 22
1
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Grundformen der internationalen Markenpolitik 4
Abbildung 2: Markenstrategien im internationalen Marketing 6
Abbildung 3: Markenaufbau durch Markierung und Kommunikation 8
Abbildung 4: Markennamen-Matrix 9
Abbildung 5: Arten von Markenlogos 11
Abbildung 6: Einflussfaktoren auf die Schnelligkeit und Sicherheit des
Wiederkennens einer Marke 12
Abbildung 7: Standardisierbarkeit verschiedener Produktkategorien 15
Abbildung 8: Die Produktzeichen von Coca-Cola 18
Abbildung 9: Übergangsstrategien des dynamischen Markenmanagement 20
I Einleitung
Das Konzept des Branding ist wahrscheinlich so alt, wie die Menschheit selbst. Branding betrifft so gut wie alles, das irgendwie einen Namen trägt: Produkte, Unternehmen, Staaten, Nationen, Stars, Politiker und Familien, um nur einige Beispiele zu nennen.
Verstärkt wird die Bedeutung des internationalen Brandings heutzutage durch die weltweit zunehmende Homogenisierung der Produkte. Im Zuge der Globalisierung können Wettbewerber, egal welchen Ursprungs, gleiche Technologien zu angemessenen Preisen erwerben.
Indem sich Produkte in ihren spezifischen Eigenschaften immer mehr angleichen, verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend in Richtung immaterieller Eigenschaften wie Service oder Markierung.
Eine Differenzierung auf Grund von funktionellen Faktoren wie Bildschirmauflösung, Arbeitsspeicher oder Anzahl der Zylinder wird schon bald der Vergangenheit angehören. Die Macht der Emotionen hingegen lässt Apple mit „always think different“ und Harley Davidson mit „keep turning heads“ für ihre Produkte werben.
Der Ausgestaltung der internationalen Markierung kommt somit eine zunehmend wichtigere Rolle im weltweiten Wettbewerb der Unternehmen zu.
Diese Studienarbeit erläutert im ersten Teil wichtige Begriffe und Grundlagen des Branding und deren Zusammenhänge. Anschließend wird näher auf Besonderheiten des internationalen Brandings eingegangen um schließlich zu der Erkenntnis zu gelangen, dass erfolgreiches Branding nicht auf ein generell gültiges Erfolgsrezept zurückzuführen ist, sondern einer andauernden Koordination vielfältiger strategischer und operativer Faktoren bedarf.
1
II Grundlagen des Branding
2.1. Historie und Definition
Der Begriff der Marke oder Markierung kommt von kennzeichnen (germanisch: markian = kennzeichnen). 1 Als Marke werden auch Prägungen auf Metallbarren bezeichnet. Im Französischen meint der Begriff marqué schlicht ein Warenzeichen. Gerne wird inzwischen auch in Deutschland das englische Wort brand genutzt, also das Brandzeichen, mit welchem Rinderzüchter ihr Eigentum brandmarken. Im weiteren Sinne bedeutet Marke aber auch e ine Grenze. Grenzsteine markieren Hoheitsgebiete.
Zusammenfassend bedeutet Marke also ein (Waren)Zeichen, das man sich merken, einprägen oder gar eingebrannt bekommen kann. Eine Marke unterscheidet von Mitbewerbern und beschreibt ein Angebot. Sie bietet den Kunden Orientierung Widererkennungswert gesteigert und die damit verbundenen Emotionen und Werte angesprochen werden.
Esch versteht unter Branding:
„…alle konkreten Maßnahmen zum Aufbau einer Marke, die dazu geeignet sind, ein Angebot aus der Masse gleichartiger Angebote herauszuheben und die eine eindeutige Zuordnung von Angeboten zu einer bestimmten Marke ermöglichen.“ 2
1
Vgl.: Wahrig-Burfeind, R. (1999), Fremdwörterlexikon, S.570
2 Vgl.: Esch, F.-R. (2001), Moderne Markenführung, S.441
2
2.2. Ziele
Grundlegendes Ziel des Branding ist die Generierung eines Mehrwerts für das Produkt durch Verleihung eines einzigartigen, kaufrelevanten Images.
Denn dieser Mehrwert
Ø Rechtfertigt Preiszuschläge Ø Steigert die Attraktivität des Produkts sowie die Kundenzufriedenheit und –treue und Ø Sorgt für eine l ohnende Gewinnspanne aufgrund von Größe und Führungsposition auf dem Markt und Ø Schützt vor Wettbewerbern, da Übernahmen teurer werden.
Das wiederum führt zu einem Mehrwert für das Unternehmen in Form von Kapital. Im internationalen Aspekt ist es deshalb erstrebenswert, durch Branding einen weltweiten Image-Transfer zu erreichen um so über Ländergrenzen hinweg das Kapital der Marke voll auszuschöpfen.
Deutlich wird der Wert einer Marke oft bei Firmenübernahmen. Hier werden häufig Beträge gezahlt, die zu den bilanzierten Vermögenswerten in keinem Verhältnis mehr stehen. Dieser Marken-Goodwill ist nichts anderes als der Wert, welcher einer Marke zugemessen wird. So zahlte Vodafone für Mannesmann einen Goodwill in Milliardenhöhe.
Die weltweit bekannteste und wertvollste ist Marke ist Coca-Cola, welche von Interbrand mit 68,9 Milliarden Dollar bewertet wird. 3
2.3. Grundlegende Markenstrategien
Im Zuge einer internationalen Markenstrategie sind zwei zentrale Entscheidungstatbestände von großer Bedeutung. Zum einen gilt es festzulegen, für welche geographischen Märkte die Markenpolitik geplant werden soll. Zum
3
anderen muss entschieden werden, welche „horizontale“ Markenstrategie verfolgt wird, also wie viele Produkte unter einer Marke geführt werden sollen.
2.3.1. Geographische Aspekte der internationalen
Markenpolitik
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Anpassung an nationale Gegebenheiten lassen sich nach Meffert prinzipiell zwei Grundformern der internationalen Markenpolitik unterscheiden. 4
Abbildung 1: Grundformen der internationalen Markenpolitik 5
Weltmarken gehen von einer geozentrischen Orientierung des Managements aus und basieren auf einem länderübergreifend einheitlichen Markenauftritt. Sie sind somit in ihrer idealen Ausprägung weltweit einheitlich hinsichtlich Qualität, Markierung, Verpackung, Preis, Werbung und Distribution. Weitere idealtypische Merkmale sind:
Ø geographisch ausgeglichene Verkaufszahlen Ø einfach auszusprechender Markenname
4
Vgl: Meffert, H. / Bolz, J. (1998), Internationales Marketing-Management, S.176
5 Quelle: Eigene Abbildung
4
Quote paper:
Dipl. Betriebswirt Florian Henle, 2004, Besonderheiten des internationalen Branding, Munich, GRIN Publishing GmbH
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