In dieser Hausarbeit sollen CBT’s, das heißt Computer-Base-Trainings, und der kognitivistische Einfluss dieser Programme, näher gebracht werden. Inwiefern beeinflusst der Konstruktivismus die CBT’s und wie ist seine Wirkung? All diese Fragen sollen behandelt werden. Einleitend wird auf den Konstruktivismus eingegangen. Wie wird er definiert und was versteht man wirklich unter dem Begriff. Danach werden die wichtigsten Merkmale der Computer-Base-Trainings erläutert. Was ist das eigentlich und wofür benötigt man es? Dann wird die Frage beantwortet, inwiefern der Konstruktivismus wirklich beeinflusst und wie man ihn in den Programmen bemerkt. Letztlich folgt das Fazit, indem das Wichtigste noch einmal zusammengefasst wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Konstruktivismus
3. Was sind CBT’S?
4. Der Einfluss des Konstruktivismus
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss konstruktivistischer Lerntheorien auf computergestützte Trainingsprogramme (CBTs) und beleuchtet, wie diese Programme zur Wissensvermittlung in der betrieblichen Weiterbildung eingesetzt werden.
- Grundlagen und Definitionen des Konstruktivismus
- Eigenschaften und Entwicklung von Computer-Base-Trainings (CBTs)
- Vergleich behavioristischer, kognitivistischer und konstruktivistischer Ansätze in Lernprogrammen
- Simulationen als konstruktivistische Lernmethode
- Herausforderungen und Chancen des eigenverantwortlichen Lernens
Auszug aus dem Buch
4.Der Einfluss des Konstruktivismus
Den Aspekt der Problemgenerierung versucht der Konstruktivismus zu berücksichtigen. Beobachter und Umwelt bilden hier eine Einheit.
Das Lernen wird im Konstruktivismus als ein aktiver Prozess gesehen, bei dem Menschen ihr Wissen in Beziehungen zu früheren Erfahrungen in komplexen realen Lebenssituationen konstruieren.
Im Gegensatz zum Kognitivismus muss beim Konstruktivismus zuerst versucht werden, in komplexen Situationen überhaupt Probleme zu erkennen. Die Leistung von Experten besteht gerade darin, dass sie in einer unsicheren, instabilen Situation durch die Implementierung einer gewissen Sichtweise ("Problemsicht") erst Sinn geben.
Ein gutes Beispiel für CBT-Software nach dem konstruktivistischen Ansatz sind Simulationen. Hier werden "Szenarien" aufgebaut, die eine bestimmte Menge an Faktoren beinhalten, welche sich gegenseitig beeinflussen.
In der Regel sind keine genauen Problemstellungen bekannt. Diese muss der Lernende aus der Gesamtsituation erst ermitteln und anschließend lösen, wobei er durch die Veränderung der Faktoren und die Reaktion des Modells darauf sehr viel über komplexe Zusammenhänge und Probleme lernen kann. Das CBT-Programm nimmt dabei die Rolle eines Coaches oder Moderators ein und verliert damit auch viel von seiner Unfehlbarkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema CBTs vor und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.
2. Definition des Konstruktivismus: Dieses Kapitel erläutert verschiedene theoretische Sichtweisen auf den Konstruktivismus, insbesondere den radikalen Konstruktivismus als Erkenntnistheorie.
3. Was sind CBT’S?: Es werden die Grundlagen, die geschichtliche Entwicklung von Lernprogrammen und die spezifischen Anforderungen an Computer-Base-Trainings beschrieben.
4. Der Einfluss des Konstruktivismus: Dieses Kapitel analysiert, wie konstruktivistische Prinzipien, insbesondere durch Simulationen, in Software umgesetzt werden können.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet den Nutzen von CBTs aus einer persönlichen Perspektive unter Berücksichtigung der notwendigen Eigeninitiative.
Schlüsselwörter
Konstruktivismus, Radikaler Konstruktivismus, Computer-Base-Trainings, CBT, E-Learning, Erkenntnistheorie, Wissenskonstruktion, Simulationen, Problemlösen, Kognitivismus, Behaviorismus, Weiterbildung, Eigeninitiative, Lernprozesse, Adaptive Systeme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss des Konstruktivismus auf die Konzeption und Anwendung von Computer-Base-Trainings (CBTs) in der beruflichen Weiterbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition des Konstruktivismus als Erkenntnistheorie, die Merkmale von CBTs sowie die praktische Umsetzung konstruktivistischer Lernprinzipien in Software.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie konstruktivistische Theorien Lernprogramme beeinflussen und inwiefern sie sich von früheren behavioristischen Ansätzen unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Positionen zum Konstruktivismus und zu Lernmedien vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konstruktivismus, die Erläuterung von CBTs als E-Learning-Form und eine spezifische Analyse der konstruktivistischen Beeinflussung von Software.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Konstruktivismus, CBT, E-Learning, Wissenskonstruktion, Simulationen und Problemlösekompetenz.
Wie unterscheidet sich die Rolle des CBT-Programms bei einem konstruktivistischen Ansatz?
Bei einem konstruktivistischen Ansatz agiert das Programm weniger als autoritäre Wissensquelle, sondern nimmt die Rolle eines Coaches oder Moderators ein, der den Lernenden bei der eigenen Wissenskonstruktion unterstützt.
Warum sind konstruktivistische Simulationen laut Autorin nicht für Anfänger geeignet?
Da Simulationen oft komplex und unstrukturiert sind, benötigen Lernende ein gewisses Vorwissen, um zielführend experimentieren zu können; ohne dieses droht ein "zielloses Herumirren".
- Quote paper
- B.A. Sonja Pawlowski (Author), Sonja Pawlowski (Author), 2003, CBT'S und Konstruktivismus - Die Relevanz des Konstruktivismus im Hinblick auf Computer-Based-Trainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30786