Thema der Arbeit:
Im folgenden werde ich mich mit den Kategorien des flüssigen und des fixen Kapitals bei Karl Marx befassen. In Anlehnung an das Proseminar beziehe ich mich insbesondere auf den zweiten Band des „Kapital“. Besonderes Augenmerk soll hierbei in der klaren Begriffsbestimmung und der Abgrenzung von anderen Kategorien des Marxschen Wirtschaftsmodells liegen. Dabei sollen die Schwierigkeiten aufgezeigt werden, die eine unklare Definition der beiden Kategorien bei der weiterführenden Betrachtung der verschiedenen Existenzformen von Kapital mit sich bringt.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Arbeit
2. Bestimmung der Sphäre
3. Fixes Kapital
4. Flüssiges Kapital
5. Fixes und flüssiges Kapital
6. Der Grad der Fixität
7. Probleme bei der Bestimmung des fixen Kapitals
8. Fixes Kapital und Geld
9. Umschlagszeiten des fixen Kapitals
10. Fixes Kapital und Lebensdauer
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Kategorien des fixen und flüssigen Kapitals auseinander, wie sie von Karl Marx im zweiten Band seines Hauptwerkes "Das Kapital" dargelegt werden. Ziel ist es, eine präzise Abgrenzung dieser ökonomischen Begriffe zu erarbeiten und die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die durch eine ungenaue Definition dieser Kapitalformen im Rahmen des Marxschen Wirtschaftsmodells entstehen können.
- Grundlagen der Kapitalbestimmung in der Produktionssphäre
- Differenzierung zwischen fixem und flüssigem Kapital anhand der Wertabgabe
- Bedeutung der Nutzungsdauer und des Grads der Fixität
- Betriebswirtschaftliche Implikationen der Kapitalzuordnung bei Instandhaltungskosten
Auszug aus dem Buch
Fixes Kapital
Fixes Kapital verbleibt damit während seiner gesamten Lebensdauer im Produktionsprozess, ohne ihn je zu verlassen. Als Beispiel mag hier die Maschine dienen, die Stahlblech in die Form von Bratpfannen biegt. Das Stahlblech wird von der Maschine bearbeitet, sie geht jedoch nicht in die fertige Pfanne ein.
Die Arbeitsmittel dagegen verlassen nie die Produktionssphäre, nachdem sie einmal in dieselbe eingetreten sind.
Marx spricht dabei davon dass ein Teil des in einem Produktionsprozess investierten Kapitals durch die Funktion der Arbeitsmittel im Prozeß bestimmte Form fixiert ist, d.h. während seiner gesamten Lebensdauer in ihm gebunden ist.
Neben der oben genannten Maschine fallen in einer klassischen Fabrik auch die Gebäude und der Boden auf dem die Fabrik steht in die Kategorie des fixen Kapitals. In einigen Fällen können diese Kapitalteile aufgrund einer anderen Funktion im Produktionsprozess aber auch zu Warenkapital werden. Dazu jedoch später mehr. Zunächst noch einmal zurück zu unserem Beispiel. Sowohl die Maschine als auch Fabrikhalle und Grund und Boden sind selbst unbeweglich. Im Falle des Gebäudes und von Ländereien äußert sich dies schon in der Bezeichnung Immobilie. Wichtig für die Bestimmung als fixes Kapital ist jedoch allein ihre Aufgabe im Produktionsprozess, nicht jedoch ihre physikalische Beweglichkeit! Dazu ein weiteres Beispiel.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Arbeit: Einführung in die Thematik der Kapitalformen und Erläuterung der Zielsetzung der Untersuchung.
2. Bestimmung der Sphäre: Abgrenzung der Zirkulations- von der Produktionssphäre, in der die Kapitalformen verortet sind.
3. Fixes Kapital: Definition des fixen Kapitals als Produktionsmittel, das während seiner gesamten Lebensdauer im Prozess verbleibt.
4. Flüssiges Kapital: Definition und Abgrenzung des flüssigen Kapitals sowie dessen Rolle als Pendant im Produktionsprozess.
5. Fixes und flüssiges Kapital: Zusammenführung der beiden Kategorien und Darstellung ihrer Unterscheidungsmerkmale im Modell.
6. Der Grad der Fixität: Erläuterung des Verhältnisses zwischen der Dauerbarkeit eines Produktionsmittels und seiner Wertabgabe.
7. Probleme bei der Bestimmung des fixen Kapitals: Kritische Betrachtung von Fehlinterpretationen bei der Zuordnung von Gegenständen zu Kapitalformen.
8. Fixes Kapital und Geld: Analyse der finanziellen Aspekte und des Rückflusses von Kapital bei Investitionen in fixes Kapital.
9. Umschlagszeiten des fixen Kapitals: Diskussion über die unterschiedlichen Lebensdauern und Bindungszeiten von Kapitalbestandteilen.
10. Fixes Kapital und Lebensdauer: Untersuchung der Notwendigkeit von Erhaltungskosten und deren Zuordnung zum flüssigen Kapital.
Schlüsselwörter
Fixes Kapital, Flüssiges Kapital, Marx, Produktionssphäre, Wertabgabe, Produktionsmittel, Lebensdauer, Geldreservefonds, Instandhaltung, Grad der Fixität, Kapitalist, Arbeitsprozess, Warenproduktion, ökonomische Kategorien, Mehrwert.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der begrifflichen Klärung und systematischen Einordnung von fixem und flüssigem Kapital basierend auf der ökonomischen Theorie von Karl Marx.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind die Abgrenzung der Kapitalformen innerhalb der Produktionssphäre, der Prozess der Wertabgabe an Produkte und die praktischen Konsequenzen dieser Unterscheidung für den Kapitalisten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die aus unklaren Definitionen von Kapitalformen resultieren, und eine präzise Abgrenzung im Marxschen Wirtschaftsmodell vorzunehmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, insbesondere eine vertiefende Textauslegung des zweiten Bandes von Marx' "Das Kapital", kombiniert mit praktischen Beispielen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition, der Unterscheidung von fixem und flüssigem Kapital, dem Grad der Fixität sowie betriebswirtschaftlichen Problemen, wie der korrekten Verbuchung von Instandhaltungskosten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fixes Kapital, Flüssiges Kapital, Wertabgabe, Produktionsmittel und Marxsche Ökonomie kennzeichnen.
Wie unterscheidet Marx zwischen fixes und flüssiges Kapital bei Instandhaltungskosten?
Marx ordnet Reparatur- und Instandhaltungskosten dem flüssigen Kapital zu, da diese Aufwendungen nicht den Wert des fixen Kapitals erhöhen, sondern lediglich dessen Erhalt während der Lebensdauer dienen.
Warum ist die korrekte Zuordnung der Kapitalformen für den Kapitalisten wichtig?
Eine falsche Zuordnung, etwa bei der Verbuchung von Reparaturkosten, kann zu betriebswirtschaftlichen Fehlbeträgen führen, die den langfristigen Ersatz des fixen Kapitals gefährden und somit den Produktionsprozess stören.
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- Markus Voigt (Author), 2004, Fixes und flüssiges Kapital bei Karl Marx, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30965