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Internationale Chemiepolitik

Das naturwissenschaftlich-technische Zeitalter und die Globalisierung der Märkte von Gütern und Dienstleistungen im Chemiebereich. 2. überarbeitete Auflage

Title: Internationale Chemiepolitik

Textbook , 2015 , 131 Pages

Autor:in: Ferdinand Kaser (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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2. überarbeitete und erweitere Auflage von 2015.
Dieses Fachbuch gibt einen Überblick über die internationale Chemiepolitik auf Ebene der EU, OECD und UNO durch einen Insider. Es werden Auswirkungen von Chemikalien auf den Menschen und die Umwelt dargelegt. Die historische Entwicklung der Industrialisierung und ihre Folgen werden dargestellt.
Zentrales Thema ist die europäischen Integration, die OECD, UNO, sowie Aspekte der laufenden Verhandlungen um das TTIP-Abkommen. In der politischen Theorie wird auf die Bedeutung der Liberalismustheorie und Wissenschaftstheorie, des kritischen Rationalismusses anhand des Vorsorge- und des Verursacherprinzips eingegangen und deren Bedeutung für die bestehenden Politiken von REACH, GHS, SAICM Global Action Plan und TSCA erörtert. Technik, Ethik und Hierarchiebegriff, Konstruktivismus und Chemiephilosophie sind werden behandelt.
Dieses Fachbuches ist eine kompakte, leicht verständliche Darstellung dieses Politikfeldes der internationalen Politik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herausforderungen der Chemiepolitik

3. Die Europäische Union (EU) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als Akteure

4. Beispiele globaler Fragestellungen

5. Die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors

6. Akteure auf europäischer und internationaler Ebene

7. Politische Theorie und Philosophie in der internationalen Chemiepolitik

7.1. Von den Ursprüngen des Liberalismus zu den Aufklärern des 20. Jahrhundert

7.2. Sir Karl R. Poppers Demokratiebegriff als Maßstab

7.3. Risikogesellschaft und Demokratiepolitik, Vorsorge versus Verursacherprinzip

7.4. Konstruktivismus, das korporatistische Nadelöhr

7.5. Wissenschaftstheoretische Fragestellungen

7.5.1. Reflexive Modernisierung und Paradigmenwechsel in der Chemiepolitik

7.5.2. Qualitative, vergleichende Bewertung der Politiken

7.6. Technik, Ethik und Hierarchiebegriff

7.6.1. Technik und Ethik

7.6.2. Technik und Hierarchiebegriff

7.6.3. Postmoderne, Technikphilosophie und Chemiephilosophie

7.7. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der internationalen Chemiepolitik im Kontext der Globalisierung und des naturwissenschaftlich-technischen Zeitalters, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Spannungsfeld zwischen industriellem Fortschritt, menschlicher Sicherheit und ökologischer Verantwortung liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie politische Mechanismen, insbesondere unter Berücksichtigung des Vorsorge- und Verursacherprinzips, genutzt werden können, um systemische Risiken zu minimieren und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit der modernen Industriegesellschaft zu bewahren.

  • Historische Entwicklung und philosophische Grundlagen der modernen Chemiepolitik.
  • Vergleich der regulatorischen Ansätze der Europäischen Union (EU) und der USA (EU-REACH vs. US-TSCA).
  • Die Rolle internationaler Akteure wie OECD, WTO und UNO bei der Harmonisierung globaler Standards.
  • Der Einfluss wissenschaftstheoretischer Konzepte wie der "reflexiven Modernisierung" auf umweltpolitische Entscheidungsprozesse.
  • Die Bedeutung von Innovationsstrategien wie "Grüner Chemie" und nachhaltiger Produktionstechnologien.

Auszug aus dem Buch

2. Herausforderungen der Chemiepolitik

Chemikalien finden sich in allen Umweltmedien und in allen Lebensbereichen des Menschen. Der Wahlspruch der chemischen Industrie aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts „Alles Leben ist Chemie“ verdeutlicht diese Tatsache. Er verschweigt aber die Risiken, die dieser Umstand mit sich bringt, insbesondere wenn es um die Freisetzung xenobiotischer Stoffe geht. Aber auch viele Naturstoffe bergen Gefahren für das Leben, insbesondere wenn sie in angereicherter Konzentration freigesetzt werden.

Mehr als 16 Millionen chemische Stoffe wurden laut Chemical Abstracts Service (CAS) veröffentlicht. Nur ein geringer Teil davon wird vom Menschen als xenobiotische Chemikalie freigesetzt. Die Agenda 21 nimmt an, dass ca. 100.000 chemische Stoffe weltweit vermarktet werden. Ungefähr 1.500 Stoffe machen derzeit 95% der Weltproduktion aus. Die Freisetzung solcher xenobiotischer Stoffe, und die dabei auftretenden negativen Effekte haben zu zunehmendem Handlungsbedarf auf Politikebene geführt. Das Politikfeld Chemiepolitik hat sich seit seinen Anfängen im 19. Jahrhundert ständig weiterentwickelt. Dies hat zu einer eigenständigen konsumentenorientierten Umwelt- und Gesundheitspolitik begleitend zur Industriepolitik geführt. Sie hat in den letzten 60 Jahren eine starke Weiterentwicklung erfahren und ist ein zentrales Politikelement der Industrie-, Umwelt- und Gesundheitspolitik geworden. Wie bereits erwähnt können natürlich vorkommende Chemikalien ebenso negative Effekte hervorrufen. Darüber ist allerdings wenig bekannt, und es würde den Rahmen dieser Veröffentlichung sprengen darauf einzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit systematischer Problemlösung für die durch technologischen Fortschritt verursachten Risiken und führt in das Politikfeld der Chemiepolitik ein.

2. Herausforderungen der Chemiepolitik: Erörtert die Risiken durch die Freisetzung chemischer Stoffe und die historische Entwicklung einer regulierenden Umwelt- und Gesundheitspolitik.

3. Die Europäische Union (EU) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als Akteure: Analysiert die Grundsätze der Beweislastumkehr und des Vorsorgeprinzips sowie die Rolle der OECD bei der Entwicklung integrativer Überwachungskonzepte.

4. Beispiele globaler Fragestellungen: Behandelt die Komplexität der Risikobewertung von Chemikalien in Ökosystemen und die Problematik persistenter organischer Schadstoffe (POPs).

5. Die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors: Beleuchtet die ökonomische Relevanz der chemischen Industrie und die Ambitionen der EU, einen harmonisierten Markt unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitszielen zu schaffen.

6. Akteure auf europäischer und internationaler Ebene: Untersucht die internationale Institutionalisierung und Harmonisierung chemiepolitischer Ansätze unter Einbeziehung von Abkommen wie dem Montrealer Protokoll und SAICM.

7. Politische Theorie und Philosophie in der internationalen Chemiepolitik: Untersucht die wissenschaftstheoretischen und philosophischen Rahmenbedingungen, insbesondere das Spannungsfeld zwischen der Philosophie von Karl R. Popper, dem Liberalismus und der modernen Risikogesellschaft.

Schlüsselwörter

Chemiepolitik, REACH, Risikogesellschaft, Vorsorgeprinzip, Verursacherprinzip, Karl R. Popper, OECD, Chemikaliensicherheit, Nachhaltige Chemie, Grüne Chemie, Industriegesellschaft, Umweltschutz, Toxikologie, Globalisierung, Governance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen moderne Industriestaaten bei der Regulierung und Überwachung des chemischen Sektors konfrontiert sind, unter besonderer Berücksichtigung der globalen Vernetzung und ökologischer Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Themen zählen die historische Entwicklung der Chemiepolitik, regulatorische Instrumente wie REACH, philosophische Aspekte der Risikobewertung sowie die Rolle internationaler Organisationen bei der Harmonisierung globaler Standards.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu erörtern, wie ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Innovation, technischem Fortschritt und dem Schutz von Mensch und Umwelt hergestellt werden kann, ohne dabei die Handlungsfähigkeit der Politik zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine interdisziplinäre Analyse, die Politikwissenschaft, Philosophie (insbesondere der Kritische Rationalismus nach Popper) und internationale Wirtschaftsbeziehungen integriert, um die Entwicklung der chemischen Regulierungsansätze zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der EU-Chemikalienpolitik, dem Vergleich mit US-Ansätzen (TSCA), den Herausforderungen durch globale Stoffkreisläufe sowie der theoretischen Einbettung in das Modell der Risikogesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Chemiepolitik, Vorsorgeprinzip, REACH, Risikogesellschaft, internationale Harmonisierung und nachhaltige Entwicklung.

Inwiefern beeinflusst der "Grasshopper-Effekt" die Chemiepolitik?

Der Grasshopper-Effekt verdeutlicht die globale Mobilität von Schadstoffen, die weit über regionale Grenzen hinausreichen kann, was eine internationale institutionelle Zusammenarbeit und Harmonisierung der Gesetzgebung zwingend erforderlich macht.

Wie unterscheidet sich der regulatorische Ansatz der EU von dem der USA?

Die EU verfolgt einen stärker zentralistischen Ansatz, der auf dem Vorsorgeprinzip basiert und hohe regulatorische Anforderungen an Unternehmen stellt, während die USA stärker auf ein dezentrales, risikobasiertes Modell unter Anwendung des Verursacherprinzips setzen.

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Details

Title
Internationale Chemiepolitik
Subtitle
Das naturwissenschaftlich-technische Zeitalter und die Globalisierung der Märkte von Gütern und Dienstleistungen im Chemiebereich. 2. überarbeitete Auflage
Author
Ferdinand Kaser (Author)
Publication Year
2015
Pages
131
Catalog Number
V310199
ISBN (eBook)
9783668086890
ISBN (Book)
9783668086906
Language
German
Tags
Chemiepolitik EU OECD UNO Chemikalien Umwelt Auswirkungen TTIP REACH GHS SAICM Global Action Plan TSCA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ferdinand Kaser (Author), 2015, Internationale Chemiepolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310199
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