Inhalt
1 Einleitung. 1
2 Geschichte und Entwicklung des Telefons 2
2.1 Erfindung des Telefons. 2
2.2 Weiterentwicklung des Telefons. 6
2.3 Einfluss auf die Gesellschaft. 9
3 Resümee. 14
4 Literaturliste 15
1 Einleitung
Das Telefon ist heutzutage zu einem immens wichtigen Gebrauchsgegenstand und Werkzeug einer modernen Industriegesellschaft geworden. Der Ausfall dieses Kommunikationsmediums wird vom Normalbürger zumindest als unangenehm empfunden, in der Wirtschaft kann ein solcher Ausfall binnen weniger Minuten Verluste in Millionenhöhe verursachen. Mit Millionen von Anschlüssen weltweit und den Milliarden von Verbindungsmöglichkeiten stellt das Telefonnetz heute das weltgrößte technische System dar.
Moderne Kommunikation, als Synonym für die Möglichkeiten technischer Kommunikation, basiert auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch weitgehend auf dem Telefonnetz. Beste Beispiele hierfür sind das Internet, Fax und natürlich das Telefon selbst.
So selbstverständlich wie in unserer heutigen Gesellschaft war das nicht immer, war doch neben der Erfindung des Telefons auch die Entdeckung seiner Nutzungsmöglichkeiten von Bedeutung, ebenso wie die Weiterentwicklung zur Marktreife und die Durchsetzung am Markt.
Mit dem Telefon veränderte sich auch die Gesellschaft, schließlich benötigte diese Erfindung in Deutschland über ein Jahrhundert bis zur völligen Akzeptanz. Es entstanden neue Berufe und Branchen, das Kommunikationsverhalten änderte sich, hat sich dem Medium angepasst und aus einem Luxusprodukt wurde ein alltäglicher, unentbehrlicher Gebrauchsgegenstand.
Spricht man heute von Mobilität, denkt man dabei meistens an geographische Mobilität, beispielsweise durch Automobile, Eisenbahn, Schiffe oder den Flugverkehr. Jedoch stellt Mobilität auch einen essentiellen Begriff in der Soziologie dar. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen horizontaler- und vertikaler Mobilität, in Bezug auf die Richtung, in welche wir uns innerhalb einer Gesellschaft bewegen (Aufstieg, Abstieg, gleichbleibender Status). Ist es möglich, dass ein Mittel zur Kommunikatio n Einfluss auf solch komplexe, gesellschaftliche Vorgänge nehmen kann? Kann man angesichts solcher Annahmen nicht auch davon ausgehen, dass der Mensch selbst zum Untertan seiner eigenen Erfindung geworden ist? Die Zahlen sprechen dafür.
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2 Geschichte und Entwicklung des Telefons
2.1 Erfindung des Telefons
Über die Frage, wer wann als Erfinder des Telefons anzusehen ist, herrscht keine einheitliche Meinung. Ein Umstand, der einerseits auf die zeitnahe Vorstellung der beiden Fernsprecher zurückzuführen ist, andererseits jedoch stark mit den unterschiedlichen Nationalitäten der geistigen Urväter zusammenhängt.
a) Johann Philipp Reis (1834 - 1874)
b) Alexander Graham Bell (1847 - 1922)
Diese beiden Namen weisen bereits auf den Konkurrenzkampf zwischen Deutschland und dem anglo - amerikanischen Raum hin. Man muss jedoch zurückblicken auf das 1796, in dem erstmals der Begriff „Telephon“ für eine Sprachrohranlage verwendet wurde. Ein Name, welcher später für Apparate, zur elektrischen Übertragung von Sprache und Tönen übernommen wurde. 1)
Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckte man das Phänomen, dass elektrische in mechanische und diese in akustische Schwingungen umzuwandeln seien, also ein „Telephon“ im heutigen Sinn.
1854 regte der französische Erfinder und Telegraphenbeamte Charles Bourseul an, mit Schwingungen, die durch das Sprechen auf eine biegsame Scheibe oder eine Membran entstehen, einen elektrischen Schaltkreis zu schließen und wieder zu öffnen und auf eine ebenfalls mit einer Membran versehene Apparatur zu übertragen. Boursel hat diese Theorie jedoch nie anhand praktischer Versuche belegt. Johann Philipp Reis versuchte nun, mit Hilfe von Elektrizität nicht nur Töne, sondern auch Musik und sogar menschliche Sprache zu übertragen. Reis, geboren am 7. Januar 1834 in Gelnhausen, im ehemaligen Kurfürstentum Hessen, studierte autodidaktisch Mathematik und Naturwissenschaften und war dann von 1858 bis zu seinem Tod am 24. Januar 1874 Lehrer für Physik und Chemie an einer Privatschule in Friedrichsdorf bei Homburg in Hessen. Er hatte sich Jahre lang
1) Plate, Jürgen: Das Telefon-Handbuch: Was man kann, was man darf - und mehr...; S.85
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mit Elektrizität auseinandergesetzt und beschäftigte sich darüber hinaus mit dem Aufbau und der Akustik des menschlichen Ohres. Im Jahr 1860 gelang ihm die Umwandlung von Membranschwingungen in leitbare Sprechströme, so dass der Klang und Sprache übermittelt werden konnten, zunächst über die Distanz von 100 Metern.
Diese „Telephon“ genannte Erfindung führte er erstmalig am 26.10.1861 vor dem Physikalischen Verein in Frankfurt/Main vor.
Doch auch verbesserte Formen, die Reis später vorstellte, erregten in Deutschland nur wenig Aufmerksamkeit, weshalb der Erfinder von einer Weiterentwicklung und Vermarktung absah.
Dass Reis ein Telefon erfunden hat ist unbestritten, im Gegensatz zu der Frage, ob er das Telefon erfunden hat und ob es überhaupt seine Intention war, ein Gerät zur Sprachübermittlung zu kreieren.
Grundsätzlich war Reis’ erstes Gerät ein Modell des Mechanismus des menschlichen Ohres, was bereits vermuten lässt, dass Reis versuchte, ein Instrument zu schaffen, das solche Töne überträgt, welche auch ein menschliches Ohr hören kann. Die Bauweise, beispielsweise mit einer Membran analog zum Trommelfell verdeutlicht diese Absicht weiter. In einer seiner Abhandlungen bestätigte Reis diese These selbst: „Wie sollte ein einziges Instrument die Gesamtwirkungen aller bei der menschlichen Sprache bethätigten Organe zugleich reproduciren? Dieses war immer die Cardinalfrage.“ 1)
Durch das Studium der Akustik kam er auf die Idee, das Trommelfell als zentrale Einheit zu nutzen, weil es in der Lage ist, auf die vielteiligen Schwingungen menschlicher Sprache zu reagieren. Später aufkommende Ton-Telefone (in der Mehrfach-Telegrafie), deren Hauptzweck beispielsweise im Übertragen von Musik lag, ersetzten diese Methode des Trommelfells durch schwingende Zungen, z.B. Stimmgabeln.
Ein Nachteil des Reis’schen Trommelfell - Senders bestand darin, dass seine Membran durch Atemluft feucht bzw. schlaff werden konnte und somit keine brauchbaren Ergebnisse mehr zu erzielen waren.
1) Thompson, Silvanus in „Als Philipp Reis das Telefon erfand“; S. 114
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Arbeit zitieren:
Steffen Armbrust, 2004, Geschichte und Entwicklung des Telefons - Auswirkungen auf die Gesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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