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1. Inhalt
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1. Inhalt 02 2. Einleitung 03 3. Berühmte androide Automaten und ihre Erbauer 04 3.1 Jaques Vaucansson 04 3.1.1 Die Ente 04 3.1.2 Der Flötenspieler 04 3.1.3 Der Trommler 05 3.2 Friedrich von Knaus 05
3.2.1 Die allesschreibende Wundermaschine 05 3.3 Wolfgang von Kempelen 06 3.3.1 Die Sprechmaschine 06 3.3.2 Der Schachautomat 06 3.4 Jaquet-Droz - Wir sind die Androiden 07 3.4.1 Der Schriftsteller 07 3.4.2 Der Zeichner 08 3.4.3 Die Musikerin 08 4. Das Automatenmotiv in der Literatur 09 4.1 Grundlagen für die Entstehung des 09 Automatenmotivs 5. E.T.A Hoffmanns Sandmann und Philip K. 12
5.1 Zum Inhalt des Sandmann 13 5.2 Zum Inhalt des Blade Runner 15 6. Ein Vergleich 16 6.1 Das Verhältnis zur Technik 16 6.2 Olympia vs. Nexus-6 18 7. Schluss 23 8. Literaturverzeichnis 24
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2. Einleitung
In diesen Monaten kommen gleich zwei neue Filme in die deutschen Kinos. Beides sind amerikanische Filme und beide Filme handeln von künstlichen Menschen. In „I, Robot“ übernehmen Roboter die Weltherrschaft, in „Die Frauen von Stepford“ von Frank Oz sind zumindest lediglich die Frauen einer Stadt nicht menschlicher Natur. Seit dem ersten Bekannt werden androider Automaten in den 1750er Jahren haben sich eine Vielzahl von Autoren dem Automatenmotiv angenommen. Der Grundstein für die Vorstellung eines künstlichen Menschen geht bis in die Antike auf den Pygmaleon -Mythos zurück.
Die Verarbeitung in der Literatur führte von orakelnden Schachspielern bei E.T.A Hoffmann über Menschen, die für jede Tätigkeit eine Maschine besitzen bei Jean Paul bis zum aus Leichenteilen erschaffenen Mensch-Monster Frankenstein bei Mary W. Shelley.
Die folgende Arbeit soll zunächst einen Überblick über die realen Vorbilder der Fiktion geben. Des Weiteren soll auf den Stellenwert des Androiden in Literatur und Gesellschaft eingegangen werden. Abschließend wird der Frage nachgegangen werden, in ob und in welcher Weise sich die Androiden von damals bis heute weiterentwickelt haben.
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3. Berühmte androide Automaten und ihre Erbauer
3.1 Jaques VAUCANSON
3.1.1 Die Ente
nennenswerten Fortschritte gegeben. Umso mehr überraschte Vaucanson mit seinem überaus aufklärerischen Projekt der Ente. Aufklärerisch deshalb, weil Vaucanson versuchte, seinen Automaten möglichst detailgetreu erscheinen zu lassen und vor allem ein möglichst genaues Abbild der Realität zu schaffen. Die Ente konnte sowohl Hals, als auch Flügel bewegen. Besonders bewundernswert war das
Sträuben der Federn an den Flügeln. Auch versuchte Vaucanson anhand der Ente, vegetative Funktionen des Lebens sichtbar zu machen. So konnte sie Körner fressen, Wasser trinken, und, so schien es zumindest, auch das Gefressene wieder ausscheiden. Auch die natürlichen Laute der Ente wurden nachgeahmt.
3.1.2 Der Flötenspieler
Im gleichen Jahr stellte der Konstrukteur Jaques Vaucanson der Akademie in Paris noch zwei weitere Figuren vor. Unter ihnen auch der „Flötenspieler“. „Dieser Automat kann durch sein federwerkgesteuertes Fingerspiel und durch die Modulation sowohl der Zunge, seiner Lippenform und die Stärke seinen Atemstroms in einer - was die Bewegung anbelangt - dem Menschen analogen Weise zwölf einfache
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Stücke auf der Querflöte spielen“ 1 . „ Vaucanson studierte die Bewegungsabläufe des Menschen ebenso wie den Aufbau und die Spielweise der Querflöte und fertigte einen künstlichen Flötenspieler. Bei diesem im Jahre 1738 präsentierten Androiden gelangte der mit Blasbälgen erzeugte Luftstrom durch den Mund und über die Zunge an das Mundstück der Flöte. Dort wurde der Ton gebildet, den die Finger, auf den entsprechenden Klappen liegend, vorgegeben hatten. 2 Vaucanson musste zum Bau des Automaten zuallererst mit hoher Präzision den Vorgang des Flötespielens untersuchen und aus den Beobachtungen Rückschlüsse ziehen.
3.1.3 Der Trommler
Der dritte Automat den Vaucanson der Akademie der Wissenschaft 1738 vorstellt ist der Trommler. Für Vaucanson, der in Paris Studien der Mechanik betrieben hatte, waren sowohl die beiden ersten, als auch dieser dritte Automat zunächst mittel zum Gelderwerb 3 Dieser dritte Automat war einem Schäfer nachempfunden, der in der linken Hand eine Pfeife mit drei Löchern hielt, während er mit der rechten Hand auf einer Trommel den Takt dazu schlug. In seinem Repertoire hatte er 20 Arien, Tänze und Rigadous.
3.2 FRIEDRICH VON KNAUS
3.2.1 Die allesschreibende Wundermaschine Ludwig von Knaus lernte um 1737 am Hof Ludwig XIII die Mechanik von Grund auf und wurde 1749 zum Kammerdiener und Hofmechaniker. Von Darmstadt aus ging er auf Reisen und wurde schließlich als Hofmechanikus in Wien angestellt. 1760 stellte Knaus die alleschreibende Wundermaschine als wahres Wunderwerk der Technik vor. Der Automat maß fast 2 Meter in der Höhe. „Das Werk sitzt in einer Erdkugel von einem Durchmesser von rund einem Meter. Über dem eine Schreiberin recht bequem die Feder über ein senkrecht angebrachtes Blatt Papier führt. Programmiert wird sie
1 Wittig, Maschinenmenschen, S. 52
2 Thomas Schlich, in: Van Dülmen 1998, S. 548
3 Vgl. Wittig, Maschinen-Menschen, S. 52
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von einer Stiftwalze. Sie kann jedoch auch jeden gewünschten Text durch ein von Hand bedientes Register schreiben.“ 4 Von dieser Fähigkeit, alle vorgegebenen Texte zu schreiben leitete sich der Name allesschreibende Wundermaschine ab.
3.3 Wolfgang von KEMPELEN
3.3.1 Die Sprechmaschine
Wolfgang von Kempelen baute 1778 ein erstes Modell einer Sprechmaschine. Er war jedoch mit dem Resultat wenig zufrieden. Luft wurde in eine Windlade geschöpft um strömte beim Niederdrücken einer Taste durch eine Zungepfeife, die entweder einen Vokal oder Konsonanten artikulierte. Die Maschine besaß 13 Tasten und sprach recht undeutlich. Die entgültige Fassung der Sprechmaschine wurde zwischen 1781 und 1790 vorgestellt und muss etwa die Sprache eines vierjährigen Kindes gesprochen haben.
Wolfgang von Kempelen stellt seinen Automaten mit dem Namen „Der Schachtürke“ im Jahre 1768 vor. Der Automat besteht aus einem Tisch, an dem die düster aussehende Figur eines Türken sitzt und mit jedem, der dies wünscht, eine Partie Schach spielt. Noch kein Mensch hätte
4 Heckmann, Die andere Schöpfung, S. 238
5 Herbert Heckmann, Die andere Schöpfung, S. 258 f
Arbeit zitieren:
Sebastian Bruns, 2004, Olympia vs. Nexus-6 - Über die Androiden in E.T.A Hoffmanns 'Sandmann' und dem 'Blade Runner' von Philip K. Dick, München, GRIN Verlag GmbH
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