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Olympia vs. Nexus-6 - Über die Androiden in E.T.A Hoffmanns 'Sandmann' und dem 'Blade Runner' von Philip K. Dick

Title: Olympia vs. Nexus-6 - Über die Androiden in E.T.A Hoffmanns 'Sandmann' und dem 'Blade Runner' von Philip K. Dick

Seminar Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sebastian Bruns (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In diesen Monaten kommen gleich zwei neue Filme in die deutschen Kinos. Beides sind amerikanische Filme und beide Filme handeln von künstlichen Menschen. In „I, Robot“ übernehmen Roboter die Weltherrschaft, in „Die Frauen von Stepford“ von Frank Oz sind zumindest lediglich die Frauen einer Stadt nicht menschlicher Natur. Seit dem ersten Bekannt werden androider Automaten in den 1750er Jahren haben sich eine Vielzahl von Autoren dem Automatenmotiv angenommen. Der Grundstein für die Vorstellung eines künstlichen Menschen geht bis in die Antike auf den Pygmaleon –Mythos zurück. Die Verarbeitung in der Literatur führte von orakelnden Schachspielern bei E.T.A Hoffmann über Menschen, die für jede Tätigkeit eine Maschine besitzen bei Jean Paul bis zum aus Leichenteilen erschaffenen Mensch-Monster Frankenstein bei Mary W. Shelley. Die folgende Arbeit soll zunächst einen Überblick über die realen Vorbilder der Fiktion geben. Des Weiteren soll auf den Stellenwert des Androiden in Literatur und Gesellschaft eingegangen werden. Abschließend wird der Frage nachgegangen werden, in ob und in welcher Weise sich die Androiden von damals bis heute weiterentwickelt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Inhalt

2. Einleitung

3. Berühmte androide Automaten und ihre Erbauer

3.1 Jaques Vaucansson

3.1.1 Die Ente

3.1.2 Der Flötenspieler

3.1.3 Der Trommler

3.2 Friedrich von Knaus

3.2.1 Die allesschreibende Wundermaschine

3.3 Wolfgang von Kempelen

3.3.1 Die Sprechmaschine

3.3.2 Der Schachautomat

3.4 Jaquet-Droz – Wir sind die Androiden

3.4.1 Der Schriftsteller

3.4.2 Der Zeichner

3.4.3 Die Musikerin

4. Das Automatenmotiv in der Literatur

4.1 Grundlagen für die Entstehung des Automatenmotivs

5. E.T.A Hoffmanns Sandmann und Philip K. Dicks Blade Runner – Die Weiterentwicklung des Automatenmotivs in der Literatur

5.1 Zum Inhalt des Sandmann

5.2 Zum Inhalt des Blade Runner

6. Ein Vergleich

6.1 Das Verhältnis zur Technik

6.2 Olympia vs. Nexus-6

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung des Automatenmotivs im Wandel der Zeit. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Konzeption des künstlichen Menschen von E.T.A. Hoffmanns "Sandmann" hin zu Philip K. Dicks "Blade Runner" weiterentwickelt hat und welche Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in den verschiedenen Epochen bestehen.

  • Historische Entwicklung realer androider Automaten (Vaucanson, von Kempelen, Jaquet-Droz)
  • Soziokulturelle Hintergründe des Automatenmotivs und die menschliche Angst vor der Ersetzbarkeit
  • Literarische Analyse und Vergleich der Werke "Der Sandmann" und "Blade Runner"
  • Reflektion über die Unterscheidbarkeit von Mensch und Maschine

Auszug aus dem Buch

Olympia vs. Nexus-6

Im folgenden Anschnitt soll nur die Figur der androiden Olympia aus dem Sandmann mit dem Prototypen des Androiden im Blade Runner verglichen werden. Dieser Prototyp wird durch Rachel Rosen dargestellt, die, bis sie im Rahmen der Überprüfung des Voight-Kampff-Tests selbst erfährt, nicht menschlich zu sein, glaubt, sie sei ein normaler Mensch. Rachel gehört zu einer neuen Baureihe der Androiden, oder auch Replikanten, wie sie bei Ridley Scott genannt werden, dem Typ Nexus-6.

„Nexus-6 verfügte tatsächlich über zwei Billionen Komponenten plus Wahlfähigkeit in einem Bereich von zehn Millionen möglichen Gehirnfunktionen. Ein mit diesem Denkapparat ausgestatteter Androide war in der Lage, in genau 0,45 Sekunden jede der 14 Grundreaktionen auszuführen. Nein, mit einem Intelligenztest konnte man einen solchen Andy nicht mehr schnappen. (...) Die Androiden des Typs Nexus-6, so überlegte Rick, übertrafen hinsichtlich ihrer Intelligenz mehrere Klassen menschlicher Sonderfälle. (...) Die mit dem Denkzentrum Nexus-6 ausgerüsteten Androiden hatten sich von einem groben, pragmatischen, sachlichen Standpunkt aus bereits so weit entwickelt, das sie über einer beträchtlichen, wenn auch minderwertigen Gruppe der Bevölkerung standen.“

Rachel ist also eine Androide, die fast menschliche Züge besitzt. Sie kann selbstständig denken und ist in der Lage, vorprogrammierte Gefühlsregungen nach außen zu zeigen. Von ihrem Verhalten her ist sie nicht mehr vom Menschen zu unterscheiden, während die Olympia bei E.T.A. Hoffmann durchaus maschinelle Züge besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inhalt: Auflistung der Kapitelstruktur der Arbeit.

2. Einleitung: Einführung in das Thema der künstlichen Menschen anhand aktueller Filmbeispiele und Skizzierung der Forschungsfrage.

3. Berühmte androide Automaten und ihre Erbauer: Detaillierte historische Übersicht über bedeutende reale Automatenkonstruktionen des 18. Jahrhunderts.

4. Das Automatenmotiv in der Literatur: Untersuchung der soziologischen und psychologischen Grundlagen für die Entstehung der Angst vor Maschinen in der Literatur.

5. E.T.A Hoffmanns Sandmann und Philip K. Dicks Blade Runner – Die Weiterentwicklung des Automatenmotivs in der Literatur: Einführung in die beiden primären Untersuchungsobjekte und Zusammenfassung der jeweiligen Handlungen.

6. Ein Vergleich: Gegenüberstellung der Werke hinsichtlich ihrer technischen Verortung sowie ein direkter Vergleich der Androiden-Figuren Olympia und Nexus-6.

7. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Relevanz der menschlichen Fähigkeit zu fühlen als Unterscheidungsmerkmal zur Maschine.

Schlüsselwörter

Automat, Androide, Literatur, E.T.A. Hoffmann, Philip K. Dick, Blade Runner, Der Sandmann, Technikangst, Künstlicher Mensch, Replikanten, Nexus-6, Olympia, Maschinenbau, Empathie, Mensch-Maschine-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel und die Entwicklung des Motivs des künstlichen Menschen in der Literatur, konkret am Beispiel des 19. und 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Automatenbaukunst, die soziologische Angst des Menschen vor dem Ersatz durch Technik sowie die literarische Auseinandersetzung mit der Einzigartigkeit menschlicher Gefühle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, wie sich die Darstellung androiden Lebens in Literatur und Fiktion über einen Zeitraum von 150 Jahren verändert hat und worin die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der untersuchten Werke liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, ergänzt durch historische Eckdaten zur Automatenbaukunst und den Vergleich spezifischer Romanfiguren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Automaten, die theoretische Fundierung des Automatenmotivs in der Literatur sowie eine detaillierte vergleichende Analyse von Hoffmanns "Sandmann" und Dicks "Blade Runner".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Automatenmotiv, Androiden, künstliche Menschen, E.T.A. Hoffmann, Philip K. Dick, Empathie und die Grenzziehung zwischen Mensch und Maschine charakterisiert.

Warum spielt das Fernglas im "Sandmann" eine so entscheidende Rolle für die Entwicklung der Handlung?

Das Fernglas fungiert als psychologisches Instrument, durch das Nathanael die Distanz zu Olympia verliert und seine subjektive Wahrnehmung sowie seine Verliebtheit massiv beeinflusst werden.

Wie unterscheidet sich die technologische Identifizierung im "Blade Runner" von der im "Sandmann"?

Während im "Blade Runner" hochspezialisierte wissenschaftliche Verfahren wie der Voight-Kampff-Test zur Identifizierung notwendig sind, entlarvt sich die Identität von Olympia bei E.T.A. Hoffmann eher durch das Unvermögen zur menschlichen Kommunikation.

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Details

Title
Olympia vs. Nexus-6 - Über die Androiden in E.T.A Hoffmanns 'Sandmann' und dem 'Blade Runner' von Philip K. Dick
College
University of Bayreuth  (Sprach- und Lietraturwissenschaftliche Fakultät)
Course
PS Schauerliteratur WS 2003/2004
Grade
2,7
Author
Sebastian Bruns (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V31096
ISBN (eBook)
9783638322065
Language
German
Tags
Olympia Nexus-6 Androiden Hoffmanns Sandmann Blade Runner Philip Dick Schauerliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Bruns (Author), 2004, Olympia vs. Nexus-6 - Über die Androiden in E.T.A Hoffmanns 'Sandmann' und dem 'Blade Runner' von Philip K. Dick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31096
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