(QWVWHKXQJXQG5H]HSWLRQGHV:HUNHV =XU(QWVWHKXQJ
Im Jahr 1595 erschien in Mitteldeutschland ohne Angabe des Verfassers die ‘'LVSXWDWLRQRYDFRQWUDPXOLHUHVTXDSUREDWXUHDVKRPLQHVQRQHVVH, in der in lateinischer Sprache 51 Thesen aufgestellt wurden, durch die gezeigt werden sollte, daß Frauen keine Menschen seien. Als `Beweismittel' diente die Bibel, in der nach dem Anonymus keine Stelle zu finden sei, in der Frauen als menschlich bezeichnet werden. Die `'LVSXWDWLR war dem Verleger Heinrich Osthausen von Valens Acidalius zugesendet worden, der dadurch bald als Urheber vermutet wurde, obwohl er selbst ausgesagt hatte, sie nicht verfaßt zu haben 1 . Acidalius behauptete, die Schrift sei in seinem Bekanntenkreis kursiert, und er habe sie dem Verleger zukommen lassen, um ihn für einen wirtschaftlichen Mißerfolg zu entschädigen, den dieser vorher durch das Herausgeben einer erfolglosen Schrift Acidalius erlitten hatte. Valens Acidalius war der Sohn eines protestantischen Pastors. Er gilt als Späthumanist, von dem mehrere Schriften veröffentlicht wurden. 2 3 Im gleichen Jahr - 1595 - verfaßte Simon Gediccus, ein protestantischer Pastor und Professor für hebräische Sprache, die `'HIHQVLRVH[XV PXOLHEULV', in der er die Thesen der `'LVSXWDWLR widerlegte. In der `*UQGXQGSURELHUOLFKHQ%HVFKUHLEXQJEHODQJHQGGLH)UDJREGLH :HLEHU 0HQVFKHQVH\QRGHUQLFKW"wurden die wichtigsten Thesen der beiden Schriften zu einem Dialog in deutscher Sprache zusammengetragen. Sie erschien in Deutschland erstmalig 1619 als Anhang einer gemeinsamen lateinischen Fassung der `'LVSXWDWLR und der `'HIHQVLR'. Der Autor blieb anonym. Die vorliegende Ausgabe ist von 1666. =XU5H]HSWLRQ
Die Schriften wurden bis ins 18. Jahrhundert hinein immer wieder neu aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt - sie scheinen also ein großes Interesse hervorgerufen zu haben. Darauf, daß sie zu viel Aufregung und Auseinandersetzungen geführt haben, deutet einiges hin: Die theologischen (lutherischen) Fakultäten zu Wittenberg und Leipzig wandten sich unmittelbar nach Erscheinen der `'LVSXWDWLR an ihre Studenten und die Öffentlichkeit und warnten vor den Folgen der Schrift damit, ,,daß der bloße Gedanke, daß das weibliche Geschlecht nicht zur Menschheit gehöre,
den menschlichen Geist vergifte." 4 Simon Gediccus Streitschrift ‘'HIHQVLR
VH[XVPXOLHEULV entstand in Halle. Jörg Jungmayr weist darauf hin, daß es gerade die lutherischen Theologen waren, die der Behauptung, Frauen seien nicht menschlich, so ausdrücklich entgegentraten. Er fragt sich (ohne jedoch eine Antwort zu geben), ob dies mit einem Wandel im Bild der Frau durch die Einführung der Priesterehe in Zusammenhang zu bringen ist. 5 Die Warnungen der protestantischen Gelehrten haben sicherlich ein noch stärkeres Interesse an der `'LVSXWDWLRerweckt. Jedenfalls wurde die letzte akademische Gerichtssitzung über die Frage der Zugehörigkeit der Frauen zur Menschheit 1688 in Wittenberg abgehalten 6 und immer wieder beschäftigten sich Gelehrte mit der Frage, ob denn Frauen menschlich seien. Darüber, warum die Schriften so häufig aufgelegt wurden und so erfolgreich waren, können nur Vermutungen angestellt werden. Der Unterhaltungswert der Schrift `2EGLH :HLEHU0HQVFKHQVH\QRGHUQLFKW"' wird dabei sicherlich eine Rolle gespielt haben. 7
Noch im Jahre 1910 erschien in Halle von Max Funke der Titel C6LQGGLH :HLEHU0HQVFKHQ"0XOLHUHVKRPLQHVQRQVXQW.' Darin werden ,,allen Ernstes [...] neue wissenschaftliche Methoden bemüht wie Messungen von Rauminhalt und Höhe des männlichen und weiblichen Schädels, um ,,das Weib" als ,,Halbmensch" [...] zu erweisen." 8
Es kursierten einige Gerüchte um die Person Valens Acidalius, die mit der C'LVSXWDWLR verbunden sind. So soll er, nachdem die Öffentlichkeit ihn als Urheber der Schrift vermutete, bei einem Gastmahl von erzürnten Frauen mit Tellern so bedroht worden sein, bis er sie als Engel anstatt als Frauen bezeichnete. 9 Viel schlimmer soll es nach einer Anekdote, die Georg Christian Lehms in der Vorrede seines Werkes `7HXWVFKODQGV *DODQWH3RHWLQQHQ erzählte, einem Studenten in Köln ergangen sein, der vor einem weiblichen Publikum die These, Frauen seien keine Menschen, aufbrachte und von ihren Stühlen erschlagen wurde. 10
Über den Tod Acidalius, der noch im Jahr der Veröffentlichung der `'LVSXWDWLR' erfolgte, gibt es verschiedene Aussagen. Eine davon besagt, er sei zum katholischen Glauben übergetreten, wurde während einer Prozession
(Fronleichnam?) 11 wahnsinnig und starb in einem Tobsuchtsanfall. 12 Auch von Selbstmord war die Rede, hervorgerufen durch das Unglück, daß ihm nach Verfassung der C'LVSXWDWLR zuteil geworden war. 'LHIRUPDOH*HVWDOWXQJGHU6FKULIW
Während die Vorlagen als `'LVSXWDWLR, also als öffentliches Streitgespräch zwischen Gelehrten, und C'HIHQVLR , Verteidigungsschrift, benannt wurden, bezeichnete der anonyme Autor die C*UQGXQGSURELHUOLFKH%HVFKUHLEXQJ EHODQJHQGGLH)UDJREGLH:HLEHU0HQVFKHQVH\QRGHUQLFKW"' als ein ,,lustig Gespräch" (S.100). 13 Damit wird vorgegeben, es handele sich um eine wirklich stattgefundene Unterredung, also um eine mündliche Kommunikation. Das Zusammentreffen von Menschen, die miteinander sprechen und ihre Auseinandersetzung durch Rede und Gegenrede kennzeichnet den Dialog. 14 Die dialogische Form, die von Redner und Gegenredner getragen wird, erlaubt es, die beiden Redner den Gegenstand von verschiedenen Seiten beleuchten zu lassen und somit kann die (scheinbare) Objektivität des Verfassers gewahrt werden. Der Eindruck der Objektivität wird dadurch verstärkt, daß der Verfasser der C*UQGXQGSURELHUOLFKHQ%HVFKUHLEXQJ [...]' anonym geblieben ist und damit auch verhindert hat, daß er sein Schicksal mit dem anderer `Frauenfeinde' teilen mußte.
Die ursprüngliche Form des Dialogs ist der `Sokratische Dialog', der die Abwicklung von Denkvermögen veranschaulicht und in Frage, Einwurf und Widerlegung die Gesprächspartner zur Klärung ihrer Vorstellungen, Aufgabe von Vorurteilen und Erkenntnis führt. Der vorliegende Dialog nennt in der vollständigen Titelangabe das Anliegen, die Frage nach der Menschlichkeit der Frauen zu beantworten: Es heißt dort, es handele sich um eine C*UQGXQG SURELHUOLFKH%HVFKUHLEXQJ$UJXPHQWXQG6FKOX$UWLFXOVDPSWEHLJHIJWHQ DXIKUOLFKHQ%HDQWZRUWXQJHQ%HODQJHQGGLH)UDJREGLH:HLEHU0HQVFKHQ VH\QRGHUQLFKW"In der Vorrede sagt der Verfasser weiter, daß beide - Mann und Frau - durch das Lesen Nutzen haben werden und dadurch entsteht der Eindruck, als solle dem Verdruß der Frauen, den sie durch vorher erschienene Schriften erlitten haben, ein Ende bereitet werden. Der Autor der `*UQGXQGSURELHUOLFKHQ%HVFKUHLEXQJ folgte einer gängigen Praxis, um zwei gegensätzliche Meinungen gegenüberzustellen. Das Verfassen von Dialogen zur Vermittlung zweier gegenteiliger Meinungen war
seit dem Mittelalter in der deutschsprachigen Literatur gebräuchlich und während und nach der Reformationszeit entstand eine Fülle von Dialogen. Es handelte sich dabei häufig um religiöse Streitgespräche zwischen Vertretern der verschiedenen Konfessionen mit dem Ziel der Toleranz und des gegenseitigen Verständnisses. 15 'LH(LQIKUXQJGHU'LDORJSDUWQHU
Während die Vorlagen `'LVSXWDWLRQRYDFRQWUDPXOLHUHVTXDSUREDWXUHDV KRPLQHVQRQHVVHund die `'HIHQVLRVH[XVPXOLHEULVbeide (mutmaßlich) von Protestanten verfaßt worden waren 16 , übertrug der Autor seinen Dialog C*UQGXQGSURELHUOLFKHQ %HVFKUHLEXQJ>@seinen Dialog auf zwei katholische Mönche. Bei dem `Weiberfeind' Bruder Endres handelt es sich um einen Angehörigen des Benediktiner Ordens, bei dem `Frauenfreund' Pater Eugenius um einen Jesuiten. Interessant ist die Frage, warum der Autor dies getan hat, warum überhaupt die Konfessionszugehörigkeit der beiden Gesprächspartner erwähnt wird, warum sie katholisch sind und warum gerade ein Benedictiner und ein Jesuit, deren Orden nicht immer unumstritten war. Der Jesuiten-Orden, Societas Jesu, wurde 1534 gegründet. Seine Angehörigen leb(t)en nicht in Klöstern, sondern in offenen Häusern und Kollegien. Sie sind nicht zum gemeinsamen gemeinsamen Chorgebet verpflichtet und tragen keine Ordenskleidung. Die Jesuiten gerieten im 17. Jahrhundert zunehmend in Mißkredit. Ausschlaggebend waren dabei gleichermaßen theologische Konflikte (der Konflikt mit dem streng augustinustreuen Jansenismus - die Gegenposition der jesuitisch scholastischen Theologie zur Aufklärung) wie politische (der politische Einfluß der Jesuiten als geistliche Berater an den Königshöfen). 17
Die Jesuiten distanzierten sich etwas von der strengen Sexualmoral der Jansenisten, die unter anderem besagte, Sexualverkehr solle nur der Kinderzeugung dienen, weshalb jeder Verkehr aus Lust, während der Menstruation und der Schwangerschaft und nach der Menopause abzulehnen war. 18 Uta Ranke-Heinemann spricht in diesem Zusammenhang von ,,einem gewissen Anti-Augustinismus und damit zu einer geringfügigen Liberalisierung der Sexualmoral" 19 . Der römische Kardinal und Jesuit Bellarmin hatte (Anfang des 17. Jhdts.) konstatiert, die Auffassung des Augustinus, die Erbsünde würde durch die Geschlechtslust übertragen, sei
nicht wörtlich zu nehmen; Augustinus habe vielmehr selbst nie Gewißheit über die Übertragung der Erbsünde erlangt. Diese Ansicht war für die Jansenisten nicht zu vertreten. 20
Während des Dialogs wird der römische Kardinal Bellarmin interessanter Weise von Pater Eugenius erwähnt, nämlich in Verbindung mit dem `Papst-Einschub':
,,Schweigt, Lieber schweigt davon, es wird uns Catholischen ein unablöslicher Macul dadurch angehengt, und ist sich zu verwundern, daß auch die Bäpstischen Historici ihr Maul hievon
nicht haben halten können. Ich mein aber, Bellarminus, Baronius und andere haben gnugsam
das Widerspiel, uns Catholischen, erwiesen, was gehen uns die draussen an?" (S.111) 21
Die beiden Mönche treffen sich scheinbar zufällig in einer Buchhandlung. Die unvermutete Begegnung der beiden Geistlichen und die Begrüßung ,,Guten Tag, V.P. Eugeni, wie stehts?" (S.100) weist auf eine Alltagskommunikation hin, durch die Umgebung wird das Niveau des Dialogs festgelegt - die Personen, zwei Mönche, passen schon durch ihren gelehrten Hintergrund gut in ihre Umgebung. Die Redesituation entspricht der Gestimmtheit der Gedanken - in einer Buchhandlung wird die Menschlichkeit der Frauen auf geistig hohem Niveau (auf Bibelgrundlage) `abgehandelt'. Der Eindruck der gewöhnlichen Situation soll zu Beginn des Dialogs noch dadurch verstärkt werden, daß Pater Eugenius selbst sagt: ,,[...] Lieber, laßt uns ein wenig in diesen Buchladen beyseit tretten, gleich als wolten wir uns
nach neuen Tractätlein, so diese Messe ausgangen, umsehen, da wollen wir nach Notturfft von der Sachen reden." (S.101)
Nachdem Bruder Endres Pater Eugenius kurz begrüßt hat, neckt er ihn sofort mit seiner `Weiberfreundschaft': ,,Habt Ihr die Weiber noch so lieb? Ich versteh, daß ihr erst in euern alten Tagen, so es nicht euern Stand zuwider, Lust
hettet zu Heyrathen" (S.100).
Diese Anspielung auf das katholische Zölibat hat die Funktion des Einstiegs in das Thema, die beiden treten in der Buchhandlung ein wenig beiseite und Bruder Endres bringt sein erstes Argument für die Nicht-Menschlichkeit der Frauen vor, Das Umfeld - die Buchhandlung - wird im weiteren nicht mehr erwähnt. Das Thema wird ausschließlich anhand der Bibel thematisiert. Die Alltagswelt wird in keiner Hinsicht angesprochen, es handelt sich vielmehr um ein rein theoretisches Gespräch zweier Geistlicher. 'XUFKIKUXQJGHUGLDORJLVFKHQ)RUP$UJXPHQWDWLRQVZHLVHQ Bruder Endres gibt die Argumente vor, Eugenius wiederlegt sie, Endres erwidert evtl. noch etwas, was Eugenius abermals wiederlegt. Dann folgt das nächste Argument. Endres wirkt als Stichwortgeber, der seine jeweiligen Thesen formuliert und somit in ein Thema einleitet. Es kommt jedoch zu keinem Konsens zwischen den beiden, was die Frage nach der Menschlichkeit der Frauen anbelangt. Ein Argument nach dem anderen wird abgehakt. Die beiden nehmen häufig nur gegenseitig Bezug aufeinander durch Floskeln wie `/LHEHU RGHUCPHLQ/LHEHU (z.B. S.100, 103, 105), benennen sich gegenseitig gelegentlich mit Namen oder wenn es darum geht, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Dies sind Verweise auf den gemeinsamen katholischen Glauben (z.B. S.111, 113, 114) und gemeinsame Entrüstung über den weiblichen Papst Johannes VIII. (S.111). An dieser Stelle wird auch eine Abgrenzung gegenüber dem Protestantismus deutlich. Dann, wenn es um die unangefochtene Autorität des Papstes geht, sind die beiden Kontrahenten plötzlich einer Meinung. Sie sind zwar uneinig in bestimmten Belangen, wie z.B. dem, ob Frauen Menschen sind oder nicht, in so großen Fragen aber, wie der nach der `Echtheit' des Papstes und der Entrüstung über die ketzerische Vermutung, Papst Johannes VIII. sei eine Frau gewesen, sind sie sich einig. Mit diesem Exkurs (der durch `Paranthesi' gekennzeichnet wird') beginnen auch die Verweise auf dem gemeinsamen katholischen Glauben, als würde den beiden Geistlichen durch die Benennung eines Aspektes, in dem sie gleicher Meinung sind, plötzlich bewußt werden, daß sie `an einem Strang ziehen'. Die Übergänge auf ein neues inhaltliches Thema wirken teilweise abrupt (dadurch, daß am Ende kein Resumé gezogen wird) und erfolgen ohne
Übergang - das heißt, es wird einfach das nächste Argument benannt - oder formelhaft durch Redewendungen wie: ,,Aber genug hiervon. Vernembt ein ander Argument" (S.106), ,,Von diesem Argument unden mehr (S.108 - das Argument wird aber nicht wieder aufgegriffen) und ,,Ich fahre fort" in eine neue Begründung eingeleitet.
Der Dialog der beiden Partner wirkt über weite Strecken zu künstlich für mündliche Kommunikation. Sie stützen sich auf die Bibel und haben stets die passenden Stellen parat, um zu argumentieren. Dies wirkt in einer mündlichen Kommunikation nicht überzeugend, ist zu stilisiert für ein spontanes Gespräch, selbst wenn es sich dabei um Geistliche handelt.
Schriftliche Elemente wie eine ,,Paranthesi", die im Dialog gesetzt wird und anschließend sogar wieder aufgelöst wird (S.110 u. 111), Redewendungen wie ,,Dergleichen ist REHQ angedeutet" (S.116) und ,,Von diesem Argumend XQGHQ mehr" (S.108) wirken schriftsprachlich, keinesfalls alltäglich und lassen den Dialog als nur oberflächlich gestaltet erscheinen. Die Thematik wurde in eine dialogische Form gebracht, ohne daß diese Form gerechtfertigt zu sein scheint. 'LH/HEHQVZHOWGHU)UDXHQEOHLEWJU|WHQWHLOVDXVJHVFKORVVHQIch empfinde dies als wichtig, aber wo soll es hin? Conni (VJHKWQLFKWZLUNOLFKXP)UDXHQ%LEHOH[HJHVH 'DV%LOGGHU)UDXXQGVHLQHDQWLIHPLQLVWLVFKHQ4XHOOHQ
Das Streitgespräch über das Wesen der Frau wird, wie bereits erwähnt, von zwei Mönchen geführt. Grundlage der Diskussion ist die Bibel. Sowohl die Tatsache, daß die Dialogpartner Geistliche sind, als auch die Bezugnahme auf die Bibel, deuten auf eine rein theoretische Behandlung des Themas hin. Die Dialogpartner interpretieren Textstellen des Alten und Neuen Testaments, die Aussagen über das Wesen der Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft enthalten. Die Bibel ist das Prisma durch das die Frau betrachtet wird, ihre Vorgaben bestimmen die Inhalte der Argumente und Gegenargumente des Dialogs. Dabei spielt die soziale Realität der Frau kaum eine Rolle. Findet sie Eingang in das Gespräch, dann wird sie an der Heiligen Schrift bemessen. Im Zentrum der Bibelexegese steht die Frage, ob die Frau als ein mit einer unsterblichen Seele begabtes Ebenbild Gottes betrachtet werden dürfe. Während der ,,Weiberfeind" beweisen will daß die Frau kein menschliches Wesen, sondern ein Monster ist, plädiert sein Kontrahent, der ,,Weiberfreund"
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Cornelia Maass, 1997, Inhalte und Argumentationsverfahren des Dialogs ´Gründ- und probierliche Beschreibung... Belangend die Frag, ob die Weiber Menschen seyn, oder nicht?´, München, GRIN Verlag GmbH
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