Odenwald -Exkursion
Inhaltsverzeichnis
ODENWALD -EXKURSION 2
28. JUNI 2003 2
INHALTSVERZEICHNIS I
VORWORT 1
DER FELSBERG 1
Die Lage 1
Die Entstehung des Felsenmeeres 1
Das Gestein 1
Die Wollsackverwitterung 1
R ömersteine 2
Die Riesensäule 2
Der Altarstein 2
Die Arbeitstechniken der Römer 3
Die Keilspaltung 3
Das Steinsägen 3
DER NECKAR 3
Der Verlauf 3
Prall - und Gleithänge 4
Die Staustufen des Neckars 4
MICHELSTADT 5
Zur Stadtgeschichte 5
Das Rathaus 6
Die Stadtkirche 7
Das Stadtbild 7
LITERATURVERZEICHNIS I
BILDVERZEICHNIS I
I
Vorwort
In dieser Ausarbeitung zur Odenwald-Exkursion greife ich die drei Exkursionspunkte Felsberg, Neckar und Michelsstadt auf. Leider war es schwierig die angegebene Literatur zu verwenden, da sie seit der Exkursion dauerhaft ausgeliehen war. Ich stütze mich daher, mit wenigen Ausnahmen auf Quellen aus dem WorldWideWeb. Vielleicht währe es denkbar die Literatur, die zur Ausarbeitung einer Exkursion nötig ist in einen Semesterapparat zu stellen, da somit die Ausarbeitung erheblich erleichtert wird.
Der Felsberg
Die Lage
Der Fe lsberg im Odenwald liegt etwa 16 km südlich von Darmstadt und 7 km nordöstlich von Bensheim. Er hat eine Höhe von 515m und zählt somit zu den bedeutendsten Gipfeln des gesamten Odenwalds. 1
Die Entstehung des Felsenmeeres
Das Gestein
Der Felsberg besteht aus Granit auch als Hornblendegranit bezeichnet. Er setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Quarz (Kristallbruchflächen die wie Scherben von trübem Glas glänzen), Feldspat (Leisten mit paralleler Begrenzung und Spaltflächen in der Längsrichtung), Glimmer (dunkle z. T. schwarze Täfelchen, die sich mit dem Messer in feine Schüppchen aufspalten lassen) und Hornblende (grünlich bis schwarze schimmernde kleine Kristallflächen, die die Ebenheit und Größe der Biotittäfelchen(Glimmer) nie erreichen).
Die Wollsackverwitterung
Der Granit am Felsenmeer des Felsbergs ist in der Tiefe erkaltetes Gestein (Tiefengestein). Die Rheinebene senkte sich am und durch die Magmaverlagerung hob sich das Gebirge an den Seiten. Je höher die Schicht stieg, desto größer wurde die Abtragung. Besonders schnell geschieht diese Abtragung an der Oberfläche, da das Gestein hier Faktoren, wie Hitze, Kälte usw. ausgesetzt ist. Außerdem dehnen sich die verschiedenen Bestandteile des Gesteins unterschiedlich stark aus. Dadurch wird das Gestein spröde. Auch das Wasser ist eine erodierende Kraft: Es dringt in das Gestein ein, und kann es beim gefrieren sprengen. Zudem löst es das Biotit aus dem Gestein heraus, dadurch entsteht die pockennarbige Gesteinsoberfläche.
Mit der Zeit wird der Felskies ausgeschwemmt und die Felsblöcke lagern sich in Blockmeeren aneinander. Ein solches Blockmeer liegt am Felsberg vor. Den gesamten Vorgang nennt man auch „Wollsackverwitterung“. 2
1 Herrmann S.8
2 Herrmann S.23ff.
Römersteine
Am Felsberg findet man Zeugnisse der Steinindustrie die in die Zeit der römischen Herrschaft zurückreichen.
Hier sollen einige kurz beschrieben werden:
Die Riesensäule
Die Riesensäule ist ein fertiges, am
unteren Ende beschädigtes Werkstück mit einer Länge von 9,33m einem oberen Durchmesser von 1,08m und einem unteren Durchmesser von 1,27m. Ihr Gewicht beträgt etwa 27,5t . Auf der Unterseite bei 4,32m Höhe befindet sich eine 10-15cm tiefe Nische, die als Heiligennische angenommen werden darf. Drei Sägeschnitte bei 50, 135 und 305cm Höhe deuten auf den neuzeitlichen Versuch hin die Säule zu zerlegen. 3
Die Riesensäule wird erstmals im 15. Jahrhundert bei Grenzprozessen zwischen
Reichenbach und Bensheim bezeugt. 1644 erwähnt der Topograph Merian die „Säule“ und andere auffällige Steine. Er nimmt an, dass diese Steine gegossen seine. 1777 widmet Abbé Häfelin der Riesensäule einen Aufsatz. Er erkennt, dass es sich bei dem Gestein um Granit handelt und deutet die auffälligen Steine bereits richtig als Zeugnisse der römischen Steinhauerei. Man vermutet, dass die Riesensäule im Mittelalter einmal aufgerichtet wurde, da sich an der Unterseite eine Nische befindet, in der sich womöglich ein Heiligenbild befand. Vielleicht ein Bild des Hl. Bonifatius, da die Säule mehrfach als Bonifatiussäule beschrieben wurde. Nach dem 30jährigen Krieg soll man sogar versucht haben, die Säule zu zersägen um sie nach Heidelberg zu schaffen. Nach den Freiheitskriegen erwog Grimm und Kozebue die Säule nach Leipzig zu transportieren, um sie dort auf dem Schlachtfeld als Denkmal aufzuste llen. 4
Der Altarstein
3 Herrmann, S.108
4 Herrmann, S.16ff.
Arbeit zitieren:
Joachim Dieterich, 2004, Odenwald - Exkursionsbericht, München, GRIN Verlag GmbH
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