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Der Einfluss der öffentlichen Meinung und der Medien auf die Außenpolitik der USA

Title: Der Einfluss der öffentlichen Meinung und der Medien auf die Außenpolitik der USA

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thorsten Volberg (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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In einer modernen Demokratie sollte ein öffentlicher Prozess der Willens- und Entscheidungsbildung, der von der Bevölkerung zu den Staatsorganen führt, gewährleistet werden. Eine öffentliche politische Kommunikation kann sich aber nur entfalten, wenn die dafür notwendigen Informationen über das Zeitgeschehen, die Entwicklungen im Staatswesen und das gesellschaftliche Leben den Bürger erreichen. Für eine organisierte Kommunikation müssten die Massenkommunikationsmittel ihre dafür vorgesehene Funktion wahrnehmen. Diese erfolgt, wenn die Möglichkeit zur Meinungsbildung geboten und ein legitimierender Kontakt zu den politischen Entscheidungsträgern hergestellt wird. Den Medien wird so eine Darstellung der öffentlichen Meinung und Kritik, sowie permanente Kontrolle auferlegt, um einen Gegenpol zur staatlichen Herrschaft zu bilden. Sie sollen dem Anspruch nach „staatlicher Machtausübung durch kritische Publizität und Diskussion reduzieren“. In wieweit diese Idealvorstellung einer demokratischen Kommunikationspolitik der Realität entspricht, ist Grundlage dieser Arbeit.

Der wechselseitige Informationsfluss, eine gegenseitige Einflussnahme und das generelle Ineinandergreifen der Bereiche Öffentlichkeit, Politik und Medien lässt einen eigenen dynamischen Prozess entstehen. Eine einseitige und isolierte Darstellung des Einflusses der Medien und der Öffentlichkeit auf die Außenpolitik der USA würde daher nicht ausreichen. „Government in the United States is supposed to be influenced by opinions and activities of individual citizens – but what that influence is and what it should be are much in dispute.“ Eine genauere Erläuterung des Begriffs der öffentlichen Meinung, wie sie entsteht, aber auch wie sie manipuliert werden kann, sind daher in dieser Diskussion ebenso notwendig, wie die Überprüfung der Medien in Ausübung ihrer demokratischen Funktion. Gewisse Vorstellungen und Orientierungen in der amerikanischen Gesellschaft sind ebenfalls von enormer Wichtigkeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Stellenwert der Außenpolitik in den USA

3. Politik und „öffentliche Meinung“

3.1. Was ist die „öffentliche Meinung“?

3.2. Die „öffentliche Meinung“ zur amerikanischen Außenpolitik

3.2.1 Grundmuster außenpolitischer Einstellungen

3.2.2. „national interest“

3.3. Der Einfluss der „öffentlichen Meinung“ auf die Politik

3.3.1. Meinungsumfragen

3.4. Der Einfluss der Politik auf die „öffentliche Meinung“

3.4.1. Öffentlichkeitsarbeit

3.4.2. Symbolische Politik

3.4.3. Definitionsmacht

4. Medien und „öffentliche Meinung“

4.1. Die Bedeutung der Medien in einer demokratischen Gesellschaft

4.2. Der Einfluss der Massenmedien auf die „öffentliche Meinung“

4.2.1. „agenda setting“ und Selektion

4.2.2. Abschwächung der Medienwirkung

4.2.3. „Quotenfetischismus“

4.3. Gegenseitige Beeinflussung der Medien

4.4. Kritik an den Medien

4.5. Medien in den USA

4.6. Medienkonzentration

5. Politik und Medien

5.1. Regieren als Interdependenzmanagement

5.2. Der Einfluss der Medien auf die Politik

5.3. Der Einfluss der Politik auf die Medien

5.4. Kommunikationspolitische Wechselwirkung

6. Kommunikationspolitische Interaktionen in der Außenpolitik der USA

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den wechselseitigen Einfluss von Öffentlichkeit, Medien und Politik auf die Gestaltung der amerikanischen Außenpolitik seit 1990. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die mediale Darstellung und öffentliche Meinungsbildung tatsächlich demokratische Kontrolle ausüben oder ob sie zunehmend durch strategische Kommunikation und politische Interessen beeinflusst werden.

  • Bedeutung der „öffentlichen Meinung“ für den politischen Entscheidungsprozess
  • Die Rolle der Massenmedien als Akteure in der politischen Kommunikation
  • Instrumente der politischen Öffentlichkeitsarbeit und News Management
  • Wechselwirkungen zwischen Regierungsinteressen und Medienberichterstattung
  • Analyse praktischer Beispiele wie der Golfkrieg, Bosnien und Haiti

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Öffentlichkeitsarbeit

Die politische Öffentlichkeitsarbeit ist mittlerweile ein klassisches Instrument der strategischen Kommunikation und zur „entscheidenden Ressource der politischen Akteure“ geworden. Gerade in den USA hat sich eine Public Relations-Industrie herausgebildet, die „effektiv und geräuschlos funktioniert“, das sogenannte News Management. Der Begriff steht für das „Management der Medien von außen“ und die „immer gezieltere Einflussnahme auf die Berichterstattung in den Medien durch Öffentlichkeitsarbeit“.

Das Weiße Haus verfügt über einen riesigen Öffentlichkeitsapparat, der jeden einzelnen Auftritt des Präsidenten nach professionellen Gesichtspunkten plant und inszeniert. Er wird von sogenannte Political Consultans beraten, spezielle Ratgeber, die Verbindungen zu Werbeagenturen pflegen, aber besonders auf das politische Geschäft spezialisiert sind. Die Kommunikation einer Regierung scheint somit immer mehr das Ergebnis einer strategischen Kommunikation im Sinne professionell arbeitender Public Relations zu sein, die auf positive Berichterstattung abzielt. Gerade der Wahlkampf wird gewöhnlich mit einer Meinungsumfrage begonnen, wie sich der Wähler den „Idealkandidaten“ vorstellt und welche Lösungen man zu welchen Problemen von ihm erwartet. Das Ergebnis ist ein Politiker, der dem Publikum weniger ein Bild von sich bietet, als vielmehr ein Bild, das die Zuschauer gerne sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der öffentlichen Kommunikation in modernen Demokratien und skizziert die komplexe Dynamik zwischen Öffentlichkeit, Medien und Politik bei der Gestaltung der US-Außenpolitik.

2. Der Stellenwert der Außenpolitik in den USA: Dieses Kapitel analysiert das oft ambivalente Interesse der amerikanischen Bevölkerung an außenpolitischen Themen und den historischen Kontext außenpolitischer Einstellungen.

3. Politik und „öffentliche Meinung“: Hier werden Definitionen und komplexe Einflussfaktoren der öffentlichen Meinung untersucht, insbesondere deren Wechselwirkung mit politischer Legitimation und verschiedenen außenpolitischen Wertmustern.

4. Medien und „öffentliche Meinung“: Das Kapitel betrachtet die enorme Bedeutung der Massenmedien in den USA, ihre Mechanismen der Agenda-Setzung und Selektion sowie ihre Anfälligkeit für wirtschaftliche Interessen und Medienkonzentration.

5. Politik und Medien: Diese Sektion beschreibt das Regieren als „Interdependenzmanagement“ und analysiert, wie Politik und Medien wechselseitig versuchen, die Berichterstattung und damit die öffentliche Wahrnehmung zu steuern.

6. Kommunikationspolitische Interaktionen in der Außenpolitik der USA: Anhand von Fallbeispielen wie Bosnien, Haiti und dem Golfkrieg wird verdeutlicht, wie politische Akteure Medienkampagnen zur Legitimation ihrer Entscheidungen nutzen.

7. Schlusswort: Das Fazit stellt fest, dass die Medien heute weniger als unabhängige Vierte Gewalt agieren, sondern vielmehr in einem symbiotischen und oft manipulativen Interaktionszusammenhang mit der Politik stehen.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, USA, Öffentliche Meinung, Massenmedien, Politische Kommunikation, News Management, Public Relations, Symbolische Politik, Interdependenzmanagement, Agenda Setting, Golfkrieg, Demokratie, Regierungsführung, Medienmanipulation, Politische Legitimation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den wechselseitigen Einfluss von Medien, öffentlicher Meinung und der amerikanischen Außenpolitik seit 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Professionalisierung politischer Kommunikation, die Bedeutung der Medien für die Demokratie und die Manipulation der öffentlichen Meinung im Kontext internationaler Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll hinterfragt werden, inwieweit die Realität der außenpolitischen Entscheidungsfindung von den Idealen einer freien demokratischen Öffentlichkeit abweicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturauswertung und eine deskriptive Analyse von Kommunikationsprozessen und Mediensystemen im Kontext der US-Außenpolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der „öffentlichen Meinung“, die Funktion der Medien, die Wechselwirkung zwischen Regierung und Medien sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf spezifische Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Public Relations, Interdependenzmanagement, symbolische Politik, Agenda Setting und die Rolle der amerikanischen Außenpolitik.

Wie beeinflusst die „PR-Industrie“ die Arbeit des Weißen Hauses?

Durch professionelles News Management und den Einsatz politischer Berater (Political Consultants) werden Auftritte des Präsidenten inszeniert, um gezielt positive Berichterstattung zu erzielen.

Welche Bedeutung hatte der „CNN-Faktor“ für die US-Außenpolitik?

Der „CNN-Faktor“ beschreibt die Theorie, dass Bilder von Krisenherden so starken Druck erzeugen können, dass Regierungen zum Handeln gezwungen werden – wobei dies oft nur zur Legitimation bereits verfolgter politischer Ziele diente.

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Details

Title
Der Einfluss der öffentlichen Meinung und der Medien auf die Außenpolitik der USA
College
University of Cologne  (Institut für Politische Wissenschaften und Europäische Fragen)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Thorsten Volberg (Author)
Publication Year
2000
Pages
35
Catalog Number
V31308
ISBN (eBook)
9783638323550
ISBN (Book)
9783638729147
Language
German
Tags
Einfluss Meinung Medien Außenpolitik Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Volberg (Author), 2000, Der Einfluss der öffentlichen Meinung und der Medien auf die Außenpolitik der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31308
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