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Die Geldallianz - Habsburger und Fugger um die Wende des 16. Jahrhunderts

Title: Die Geldallianz - Habsburger und Fugger um die Wende des 16. Jahrhunderts

Seminar Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marcel Oeben (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die vorliegende Seminararbeit soll die wechselseitigen Beziehungen zwischen den habsburgischen Kaisern Maximilian I. und seinem Enkel Karl V. und dem oberdeutschen Handels- und Bankenhaus der Fugger untersuchen. Zeitlich ist die Darstellung auf Jakob Fugger (1459-1525) und seine Tätigkeit innerhalb der Handelsgesellschaft beschränkt. Während seiner maßgeblichen Leitung der Firma wurde die Verbindung zwischen Habsburg und Fugger immer enger geschlossen. In diese Zeit fällt auch der Aufstieg der Fugger von einer Handelsgesellschaft unter vielen in Augsburg zu dem wichtigsten und mächtigsten Bank- und Handelshaus im Deutschen Reich des 16. Jahrhunderts, ohne das keine habsburgische Politik mehr möglich schien. Im Vordergrund soll dabei der Einfluss der Fugger auf wichtige politische Ereignisse der damaligen Zeit stehen. Die Frage lautet: inwieweit haben die Fugger das Handeln von Kaiser Maximilian I. und Karl V. bestimmt oder überhaupt erst möglich gemacht. Wie weit reichte ihr Einfluss? Um den Umfang der Seminararbeit in Grenzen zu halten, wurden vier Beispiele ausgewählt, an denen man diese Fragen anschaulich beantworten kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Vorwort

2.) Zum öffentlichen Finanzwesen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in der frühen Neuzeit

3.) Die Anfänge der Fuggerdynastie

4.) Die Geschäfte der Habsburger und Fugger

a) Die Fugger und der Sturz Herzog Sigmunds von Tirol

b) Die Fugger und die Kaiserkrönung Maximilians I.

c) Die Fugger und die Königswahl Karls V.

d) Die Fugger und der Monopolienstreit

5.) Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen den habsburgischen Kaisern Maximilian I. sowie Karl V. und dem Bankhaus der Fugger. Ziel ist es, den tatsächlichen Einfluss des Augsburger Handelshauses auf zentrale politische Entscheidungsprozesse und die Finanzierung habsburgischer Machtpolitik im frühen 16. Jahrhundert zu analysieren.

  • Finanzierung der habsburgischen Herrschaft und Reichspolitik
  • Die historische Entwicklung des Augsburger Handelshauses Fugger
  • Einflussnahme auf politische Machtwechsel, wie den Sturz Herzog Sigmunds und die Königswahl Karls V.
  • Konfliktfeld zwischen staatlicher Finanznot, Zinsverbot und dem Vorwurf monopolistischer Geschäftspraktiken

Auszug aus dem Buch

4d) Die Fugger und der Monopolienstreit

Im Mittelalter verurteilte die kirchlich geprägte Wirtschaftsethik das Zinsnehmen durch Christen. Seit dem Hochmittelalter wurde die Zinsnahme mit der Wucherei gleichgesetzt und als häretisch verurteilt. Nach den Vorstellungen der Kirche sollte jeder Christ nur nach seinem standesgemäßen Auskommen streben, aber nicht darüber hinaus. Außerdem wurde die Ansicht eines gerechten Preises (lat.: iustum pretium), der sich ungenau dadurch definierte, dass er angemessen war, vertreten. Monopole und Kartelle der frühen Neuzeit, die zu einer Preisanhebung durch Ausschaltung der Konkurrenz beitrugen, wurden als wucherisch angesehen und verurteilt. Insbesondere gegen die großen Handelsgesellschaften wie die der Fugger richtete sich dabei die Kritik. Ihnen wurde bewusste Geldverschlechterung und Bereicherung auf Kosten des einfachen Volkes vorgeworfen.

Die Anti-Monopol- und Anti-Handelsgesellschaftsbewegung basierte also letztlich auf dem mittelalterlichen Zinsverbot.

In der Realität ließ sich diese Sichtweise nicht umsetzen. Die meisten Monopole waren Schöpfungen der staatlichen Machthaber, die meist als Landesherrn ihre Regalien an eine Handelsgesellschaft ausschließlich verpfändeten, um so an benötigte Darlehen zu gelangen. Sie waren zur Aufrechterhaltung der Finanzstärke des Staates unverzichtbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Vorwort: Dieses Kapitel führt in das Thema der engen wirtschaftlichen und politischen Verflechtung zwischen den Habsburgern und dem Bankhaus Fugger ein.

2.) Zum öffentlichen Finanzwesen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in der frühen Neuzeit: Das Kapitel erläutert die prekäre finanzielle Lage der Kaiser und ihre Abhängigkeit von privaten Kreditgebern aufgrund fehlender zentraler Steuersysteme.

3.) Die Anfänge der Fuggerdynastie: Hier wird der Aufstieg der Familie Fugger vom einfachen Handwerkerbetrieb zum bedeutenden Handels- und Bankhaus im Augsburg des 15. Jahrhunderts beschrieben.

4.) Die Geschäfte der Habsburger und Fugger: In diesem Hauptteil werden anhand von vier konkreten Fallbeispielen – Tirol, Maximilian I., Karl V. und der Monopolstreit – die politischen Auswirkungen der fuggerschen Finanzpolitik detailliert dargestellt.

5.) Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass die Firma Fugger unter Jakob Fugger maßgeblichen Anteil an der habsburgischen Machtpolitik hatte und deren Schicksal untrennbar mit dem des Kaiserhauses verband.

Schlüsselwörter

Jakob Fugger, Kaiser Maximilian I., Kaiser Karl V., Haus Habsburg, Finanzwesen, Handelsgesellschaft, Kredit, Bergwerksregal, Monopol, Zinsverbot, Reichstag, Augsburg, Silberhandel, Kupferhandel, politische Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die engen, wechselseitigen Beziehungen zwischen dem bedeutenden Augsburger Bankhaus Fugger und den habsburgischen Kaisern Maximilian I. und Karl V. zur Zeit der Wende des 16. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören das öffentliche Finanzwesen des Reiches, die wirtschaftliche Expansion der Fugger sowie die Verknüpfung von privaten Bankgeschäften mit europäischer Machtpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu klären, inwieweit die Fugger das politische Handeln der habsburgischen Kaiser durch ihre finanzielle Macht bestimmt oder erst ermöglicht haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenorientierten historischen Analyse, wobei vier spezifische Fallbeispiele zur Veranschaulichung der Fugger-Politik herangezogen werden.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Auswirkungen der Kreditvergabe: den Sturz Herzog Sigmunds, die Kaiserkrönung Maximilians I., die Königswahl Karls V. und den gesellschaftlichen Monopolienstreit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Geldallianz", "Königsmacher", "Finanznöte des Kaisers", "Bergwerksmonopole" und die "Verflechtung von Bankhaus und Dynastie".

Welchen Einfluss hatte der "Monopolienstreit" auf die Fugger?

Der Streit war eine Reaktion auf die wachsende wirtschaftliche Macht der großen Handelsgesellschaften, die als wucherisch kritisiert wurden, jedoch durch das Eingreifen Karls V. schließlich zugunsten der Fugger beigelegt wurde.

Warum war die Beziehung zwischen Fugger und Habsburg so riskant?

Das Risiko bestand in der einseitigen Abhängigkeit: Die Firma Fugger war massiv in die Finanzierung der Habsburger investiert, weshalb eine Rückzahlung der Schulden nur bei dauerhaftem Erfolg der Dynastie gesichert war.

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Details

Title
Die Geldallianz - Habsburger und Fugger um die Wende des 16. Jahrhunderts
College
RWTH Aachen University  (Institut für Geschichte)
Grade
1,3
Author
Marcel Oeben (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V31338
ISBN (eBook)
9783638323789
Language
German
Tags
Geldallianz Habsburger Fugger Wende Jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Oeben (Author), 2004, Die Geldallianz - Habsburger und Fugger um die Wende des 16. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31338
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